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Test

Beste Dating Apps 2024 » 32 Anbieter im Vergleich

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Die besten Dating-Apps

  • HingeEntschleunigtes Dating mit Persönlichkeit

Liebe Singles; flirtet ihr noch, oder swipt ihr schon? Dating-Apps sind – gerade für die Generationen Y und Z – das Mittel der Wahl, um jemanden kennenzulernen und sich zu verabreden. Rund die Hälfte der Internetnutzer:innen in Deutschland sind oder waren online auf der Suche nach einer Beziehung – oder nach zwanglosen Treffen.

Das hat seine Gründe; immerhin sind Dating-Apps bequem, meist kostenlos und bieten viele Möglichkeiten, sich erstmal virtuell zu beschnuppern, bevor es zum Treffen in der realen Welt geht. “Wir haben uns auf Tinder kennengelernt” sorgte vor ein paar Jahren noch für hochgezogene Augenbrauen; heute ist das Ganze ziemlich normal.

Mittlerweile gibt es auch viele Tinder-Alternativen. In Deutschland gehören neben dem “Original” z.B. Lovoo, Badoo, Parship, Bumble, C-Date oder LoveScout24 zu den beliebtesten Dating-Apps.

Da stellt sich die Frage: Wo datet es sich am besten? Und um das rauszufinden, habe ich mir die gängigsten Dating-Apps für spannende Flirts, zwanglose Affären oder ernsthafte Beziehungen vorgenommen und für dich getestet. In meinem Vergleich zeige ich dir die besten Dating-Apps auf dem Markt!

Das Wichtigste in Kürze: Die beste Dating-App für dich

Bevor es in meine Erfahrungsberichte geht, hier noch schnell eine kurze Übersicht über meine Testkandidaten und ein paar wichtige Hardfacts:

Das Wichtigste in Kürze
  • Mein Test::  Insgesamt habe ich 10 Dating-Apps getestet. Tinder, Hinge, Bumble, Parship, LoveScout24, C-Date, OkCupid, Badoo, Lovoo und den Newcomer Boo.
  • Die meisten Mitglieder:  haben Badoo (460 Mio.), Tinder (80 Mio.) und OkCupid (70 Mio.). In Deutschland sind vor allem Tinder, LoveScout24 und Badoo beliebt.
  • Die meisten Matches (im Verhältnis zu meinen verschickten Likes):  hatte ich auf Boo (ca. 11 %), Hinge (ca. 8 %), OkCupid und Bumble (beide ca. 4 %).
  • Die meisten Matches insgesamt:  hatte ich auf OkCupid (22), Boo (17), Tinder (13) und Bumble (10). Die wenigsten Matches gab es bei LoveScout24 und Lovoo.
  • Die höchsten Frauenquoten:  haben Parship (51 %), OkCupid (46 %) und Hinge (36 %). Die niedrigste Frauenquote gibt es bei Bumble (überraschenderweise!) und Tinder.
  • Für die Suche nach einer festen Beziehung:  ist Parship sehr gut geeignet. Auch auf Hinge (85 %), Bumble (82 %) und OkCupid (75 %) suchen viele nach etwas Festem.
  • Für Casual- und Sex-Dates:  bzw. One-Night-Stands oder Freundschaft Plus ist C-Date die beste Wahl. Aber auch in anderen Dating-Apps ist das kein absolutes No-Go.
  • Kosten::  Die meisten Dating-Apps sind kostenlos. Für spezielle Features (unbegrenzte Likes, mehr Aufmerksamkeit, etc.) bezahlst du zwischen 7 und 45 €/Monat.

Um die Dating-Apps zu testen, habe ich alle Kandidaten über mehrere Wochen selbst ausprobiert. Das heißt: Ich habe ein Profil erstellt, nach Matches gesucht, Likes verteilt, Nachrichten geschrieben, gechattet und alle Features ausprobiert.

Auf zum fröhlichen Swipen! In meinem Dating-Apps-Test habe ich die gängigsten Dating-Apps rund um Tinder und Co. unter die Lupe genommen und kräftig Likes verteilt
Auf zum fröhlichen Swipen! In meinem Dating-Apps-Test habe ich die gängigsten Dating-Apps rund um Tinder und Co. unter die Lupe genommen und kräftig Likes verteilt
Screenshot: trusted.de
Quelle: tinder.com

Dabei ging es mir vor allem um die Fragen: Wie einfach kann ich in der Dating-App Leute kennenlernen? Welche Zielgruppe steht im Fokus? Wie viele Fake-Accounts gibt es? Kann ich kostenlos swipen? Und wie ist die “Stimmung” in der App?

Alle Ergebnisse meines Tests und meine persönlichen Erlebnisse beim Dating findest du in meinen ausführlichen Erfahrungsberichten:

Aufgepasst: Um meine und die Privatsphäre meiner Matches zu schützen, habe ich alle Profilbilder unkenntlich gemacht. Auf dem Prüfstand stehen nicht die User, sondern die Dating-Apps – daher teile ich (bis auf Ausnahmen) keine Details über Chats oder Dates. Konkrete Zahlen (z.B. zu Geschlechterverteilung, Absichten, Altersdurchschnitt, etc.) beziehen sich auf Erhebungen von roast.dating aus dem Jahr 2023.

Alles klar? Ok, dann los! Den Anfang macht – wie könnte es anders sein – die wohl bekannteste Dating-App der Welt:

Testsieger: trusted Empfehlungen

1

Tinder

3.4
  • Preis ab 0,00 €/Monat
  • Mitglieder ca. 80 Millionen
  • Altersdurchschnitt ca. 25 Jahre
  • Plattform Android, iOS, Web
  • Männer-/Frauenanteil ca. ♂75 %/ ♀25 %

The one, that started it all! Tinder, die Ikone des Online-Datings, hat in den letzten Jahren zwar Konkurrenz bekommen, bleibt aber die beliebteste Dating-App Deutschlands, mit rund 36 Prozent Marktanteil. Ich kenne Tinder seit Jahren und habe schon vor meinem Test für trusted lange “getindert”. Daher kann ich dir aus erster Hand erzählen, ob der Big Daddy der Dating-Welt seine Stellung als #1 noch verdient.

Die Kurzfassung: Tinder hat die größte Userbase und ist bunt gemischt. Du findest Flirts, unkomplizierten Spaß oder langfristige Beziehungen. Premium brauchst du nicht zwingend, aber Geduld und Durchhaltevermögen. Die Match-Quote ist gut; die Profile aber oft nicht aussagekräftig, sodass jeder Swipe ein Glücksspiel ist. Wer darauf keine Lust hat, findet in Hinge und Bumble Tinder-Alternativen. Die sind kleiner, entspannter und zielführender.

Wie funktioniert Tinder?

Zur Funktionsweise von Tinder muss ich nicht mehr viele Worte verlieren, oder? Erstmal meldest du dich kostenlos an. Profile von Personen in deiner Nähe werden dir mit einem Bild angezeigt. Findest du die Person interessant: swipe nach rechts. Wenn nicht: swipe nach links. Bei gegenseitigem Interesse entsteht ein Match und ihr könnt chatten.

Wer vom Swipen die Nase voll hat und lieber direkt ein Date ausmachen will, schaut bei Tinder “Explore” vorbei. Dort gibt’s unter “Let’s meet” einige Date-Ideen, zu denen du dich “anmelden” kannst. Natürlich kannst du auch eigene Dates einstellen und auf Anmeldungen von anderen hoffen.

Spontan ein Date posten, zu dem andere User sich anmelden können, das ist die Idee hinter “Let’s meet”
Spontan ein Date posten, zu dem andere User sich anmelden können, das ist die Idee hinter “Let’s meet”
Screenshot: trusted.de
Quelle: tinder.com

Eine nette Idee! Kern der App ist aber nach wie vor das Swipen. Daher habe ich mich im Test auch darauf konzentriert und “Let’s meet” erstmal links liegen gelassen.

Welche Erfahrungen habe ich mit Tinder gemacht?

Tinder kann viel Spaß machen, aber auch stressig sein. Die App ist oberflächlich; meist entscheidet die “Hotness” des ersten Bildes über den Swipe. Vielen geht es auch nicht um Dates, sondern um Selbstdarstellung, Spaß und Scherze oder um schnelle One-Night-Stands. Die Userbase ist riesig; entsprechend hoch sind die Chancen auf ein Match, wenn du fleißig swipst. Trotzdem musst du teilweise ein dickes Fell haben, um Spaß zu haben.

Ach Tinder, gutes, altes Tinder. Du hast nicht nur mein eigenes, sondern auch das Liebesleben vieler anderer in meiner Generation nachhaltig beeinflusst.

Und das, obwohl dein Konzept wie gesagt maximal oberflächlich ist. Das erste Bild ist das Hauptargument für jedes Profil. Nur, wer es genau wissen will, schaut sich das Profil näher an. Da gibt es bis zu 8 weitere Bilder und einen Profiltext, der aber auch oft fehlt. Pflicht ist nur ein Foto, alles andere ist nice to have.

Profile wie dieses sind auf Tinder (leider) keine Seltenheit:

Name, Alter, Bild und Entfernung – mehr gibt’s auf diesem Profil nicht zu sehen
Name, Alter, Bild und Entfernung – mehr gibt’s auf diesem Profil nicht zu sehen
Screenshot: trusted.de
Quelle: tinder.com

Nur ein Bild, keine weiteren Angaben, keine persönlichen Texte. Wie soll ich hier das Gespräch eröffnen? “Hey, woher hast du das Boot?”. Ist doch albern!

Optionen, wie den Lieblingssong auf Spotify zu verknüpfen, lustige “Facts” im Profil oder Angaben zu den Interessen brechen diesen Trend zwar ein bisschen auf. So richtig nutzen wollen diese Features aber (noch) nicht alle.

Trotzdem kann Tinder viel Spaß machen!

Ein Muss dafür: Fleißig swipen, denn je aktiver du auf Tinder bist, desto öfter wirst du anderen angezeigt. Wenn du im Chat kreativ bist und deine gute Kinderstube nicht vergisst, wirst du mit netten Gesprächen belohnt.

Wenn du fleißig wischt, wirst du früher oder später mit einem Match belohnt
Wenn du fleißig wischt, wirst du früher oder später mit einem Match belohnt
Screenshot: trusted.de
Quelle: tinder.com

Ein oberflächlicher Flirt entsteht dadurch meistens. Und aus jedem fünften bis zehnten Match entwickelt sich erfahrungsgemäß auch ein Date.

Damit das funktioniert, brauchst du Geduld und ein dickes Fell. Tinder ist riesig und natürlich suchen nicht alle in der App das Gleiche! Manche sind auf eine Beziehung aus, manche auf eine Affäre oder einen One-Night-Stand, manche auf Freundschaft+ und manche wissen noch gar nicht, wonach sie suchen. Oder trollen nur.

Nicht zu wissen, wonach man sucht, ist in Ordnung, kann aber auch anstrengend sein!
Nicht zu wissen, wonach man sucht, ist in Ordnung, kann aber auch anstrengend sein!
Screenshot: trusted.de
Quelle: tinder.com

Meine persönlichen “Highlights”: Matches, die sofort wortlos wieder aufgelöst werden; Matches, die dich nach dem ersten Date ghosten oder Matches, die dich nach 2 Wochen chatten plötzlich blockieren und auf einer liebevoll gemachten vegetarischen Lasagne sitzen lassen. Kein Witz, ist mir so passiert!

Ob sich hinter einem hübschen Profilbild eine ernsthafte Person, ein Fake oder ein Troll verbirgt, ist oft nicht klar
Ob sich hinter einem hübschen Profilbild eine ernsthafte Person, ein Fake oder ein Troll verbirgt, ist oft nicht klar
Screenshot: trusted.de
Quelle: tinder.com

Viele gute Dates gibt es aber auch, solange du klar kommunizierst, was du suchst (bzw. was nicht) und in gesundem Maße vorsichtig bist.

Und wenn du dich mit dem Prinzip Masse statt Klasse anfreunden kannst. Auf Tinder wird nicht lange überlegt oder Profile durchforstet, sondern geswipt, bis das Display glüht. Mit einem Teil deiner Matches ergibt sich ein Gespräch, ein Teil davon entwickelt sich zu einem Date, und mit einem Teil davon geht vielleicht mehr.

Das Motto lautet: Handvoll Steine werfen, irgendwen wird’s schon treffen.

Wenn dir das zu plump oder oberflächlich ist, ist das verständlich! Dann sind Bumble oder Hinge vielleicht gute Alternativen für dich, dort geht es ein bisschen gediegener zu. Trotzdem ist und bleibt Tinder im Moment noch die bekannteste und damit auch eine der erfolgversprechendsten Dating-Apps auf dem Markt; zumindest in Deutschland.

Abschließendes Verdikt:

Hermann Schnitzler
trusted-Experte für Digitale-Dienste
Trotz des Rufes als F***-App hat Tinder viele Beziehungen hervorgebracht. Aber natürlich suchen nicht alle auf Tinder nach etwas Festem. Wichtig ist, klar zu kommunizieren, was du willst – und dass du mit Enttäuschungen umgehen kannst.

Während meiner Zeit auf Tinder habe ich …

  • … ca. 500 Likes verschickt und 13 Matches bekommen; Erfolgsquote: ca. 2,6 %
  • … ein paar katastrophale, viele gute und sehr viele mittelmäßige Date-Erfahrungen gemacht.
  • … mich oft über leere und nichtssagende Profile geärgert.

Tinder ist für dich geeignet, wenn ...

… du dich von Enttäuschungen nicht unterkriegen lässt und regelmäßig Zeit zum Swipen hast. Wer mit dem Strom schwimmen kann, kommt auf seine Kosten; bist du auf der Suche nach etwas Bestimmten, musst du dagegen viel aussieben und geduldig sein.

Absichten: Bunt gemischt! Obwohl Tinder für einige Beziehungen gesorgt hat, sehen viele die App auch immer noch als Plattform für Spaß-Dates, Affären und One-Night-Stands. Nur rund 50 % der User suchen nach einer langfristigen Beziehung.

Altersdurchschnitt: Der liegt auf Tinder bei etwa 25, bzw. zwischen 25 und 34 Jahren. Hauptzielgruppe sind die Generationen Y und Z.

Geschlecht: Männer sind deutlich in der Überzahl (rund 75 %). Das bedeutet für uns Jungs: mehr Sorgfalt bei der Profilerstellung!

LGBTQ+: Für queere User gibt es mittlerweile Optionen auf Tinder, ihr jeweiliges Geschlecht klar zu kommunizieren. Das war nicht immer so; noch vor einiger Zeit war Tinder strikt binär.

Wie viel kostet Tinder?

50 Swipes am Tag und alle Grundfunktionen sind bei Tinder kostenlos. Für mehr brauchst du ein Premium-Abo (Tinder+ oder Tinder Gold). Die kosten ab ca. 2 € pro Woche und schalten eine Reihe von Vorteilen frei. Du kannst dann z.B. sehen, wer dich gut findet, kannst “Super Likes” verschicken (d. h. die andere Person sieht dein Like sofort) und dein Profil “boosten”, sodass es mehr Aufmerksamkeit bekommt.

Laufzeit1 Woche1 Monat6 Monate
Tinder Plus8,99 €/Woche3,74 €/Woche1,83 €/Woche
Tinder Gold13,99 €/Woche6,24 €/Woche3,12 €/Woche
Vorteile
  • Spielerisches Konzept (“Swipen”)
  • Moderne und nutzerfreundliche App
  • Grundsätzlich kostenlos nutzbar
Nachteile
  • Viel “Aussieben” erforderlich
  • Nicht geeignet für Ü40/Ü50
Tinder
3.4
2

Hinge

  • Preis ab 0,00 €/Monat (Premium ab 2,91 €/Woche)
  • Mitglieder k.A.
  • Altersdurchschnitt ca. 25 Jahre
  • Plattform iOS, Android, Web
  • Männer-/Frauenanteil ca. ♂64 %/ ♀36 %

Hinge ist einer der Newcomer, die Tinder im Moment das Leben schwer machen und eine der am schnellsten wachsenden Dating-Apps auf dem Markt. Das Ziel: Hinge will schnell wieder gelöscht werden – also erfolgreich für eine Beziehung gesorgt haben. Eine mutige Aussage. In meinem Test habe ich mir angeschaut, wie sich die relativ junge Dating-App von der Konkurrenz unterscheidet, und ob du hier wirklich die große Liebe finden kannst!

Die Kurzfassung: Der Werbespot ist nicht nur hohles Gerede; Hinge gibt sich (durch aussagekräftige Profile, entschleunigtes “Swipen” und Verknappung der täglichen Likes) wirklich Mühe, das Online-Dating persönlicher und nachhaltiger zu gestalten. Bei mir hat das gefruchtet; wer dagegen vor allem auf das Swipen abfährt oder Matches sammelt, wie andere Leute Bierdeckel, der ist bei Hinge definitiv an der falschen Adresse.

Wie funktioniert Hinge?

Hinge funktioniert im Kern wie jede andere Dating-App: In einem Radius werden dir Profile angezeigt. Findest du ein Profil gut, kannst du einen Like da lassen. Findet die andere Person dich auch gut, gibt es ein Match. Aushängeschild sind die ausführlichen und schön gestalteten Profile, die sehr individuell rüberkommen. Das Profilfoto ist zwar immer noch das Erste, was du siehst. Daneben gibt es aber noch viel mehr, was du dir anschauen kannst!

Neben Fotos und Angaben zur Größe kannst du z.B. auch Eisbrecher-Fragen beantworten, Video-Botschaften oder Sprachnachrichten hinterlassen und sehr viele persönliche Angaben machen.

Das könnte zum Beispiel so aussehen:

Die Profile in Hinge beinhalten viele Infos und individuelle Texte
Die Profile in Hinge beinhalten viele Infos und individuelle Texte
Screenshot: trusted.de
Quelle: hinge.co

Welche Erfahrungen habe ich mit Hinge gemacht?

Der persönliche Ansatz von Hinge gefällt mir super! Die User hier beschäftigen sich viel mehr mit den Profilinhalten und finden viel mehr Anknüpfpunkte, als “nur” das Foto. Das führt dazu, dass auf Hinge fast jedes zehnte Like zu einem Match wird. Und dass man direkt in der ersten Nachricht ein Gesprächsthema hat. Nie wieder “Hi, wie geht’s” – klingt doch eigentlich ziemlich gut, oder? Allerdings müssten da langsam mal mehr Mitglieder her!

Das Anlegen eines Profils auf Hinge dauert; dafür fällt das fertige Profil dann aber auch sehr aussagekräftig aus. Das lädt dazu ein, nicht nur auf Basis des Fotos zu liken, sondern die Profile besser kennenzulernen und nach Gemeinsamkeiten zu suchen. Dafür bietet dir Hinge auch ausreichend Zeit. Schnell mal Swipen ist hier nicht!

Hinge verbringst du viel mehr Zeit in den Profilen anderer User, als bei Tinder und Co.; hier gibt es viel zu entdecken
Hinge verbringst du viel mehr Zeit in den Profilen anderer User, als bei Tinder und Co.; hier gibt es viel zu entdecken
Screenshot: trusted.de
Quelle: hinge.co

Im Gegensatz zur Konkurrenz kannst du bei Hinge Profile nicht nach links oder rechts swipen. Stattdessen sollst du dir die Profile genau anschauen. Likes vergibst du z.B. für einzelne Fotos, für eine Sprachnachricht oder einen der Eisbrecher.

Die andere Person sieht dann nicht nur, dass sie dir gefällt, sondern auch, wofür du dein Like hinterlassen hast. Plus eine kleine Nachricht von dir, wenn du eine mitschicken willst:

Zusammen mit deinem Like kannst du direkt eine kleine nette Nachricht mitschicken
Zusammen mit deinem Like kannst du direkt eine kleine nette Nachricht mitschicken
Screenshot: trusted.de
Quelle: hinge.co

Besonders cool finde ich die “Warm-up Chats”, eine Umfrage mit selbstgewählten Antwortmöglichkeiten. Dafür gibt Hinge schon Optionen vor, wie “Statt was trinken zu gehen, lass uns …” oder “Zwei Wahrheiten, eine Lüge.”

Eines meiner ersten Matches reagierte zum Beispiel auf meinen Profiltext (“Ich nehme mir gerne Zeit für Spiele”) und fragte, was man denn so zu zweit spielen könnte. Ein guter Aufhänger!

Je mehr Zeit du dir mit der Gestaltung deines Profils gibt, desto mehr Anknüpfpunkte gibst du anderen Usern
Je mehr Zeit du dir mit der Gestaltung deines Profils gibt, desto mehr Anknüpfpunkte gibst du anderen Usern
Screenshot: trusted.de
Quelle: hinge.co

Eine andere Nutzerin reagierte auf meinen liebsten Fun Fact über Otter; im Gespräch ergab sich die Idee, zum ersten Date gemeinsam in den Zoo zu gehen.

Wenn du selbst ein Like verteilen willst, fordert das natürlich deine Kreativität und verlangt, dass du dich mit den Profilen beschäftigst. Zwar kannst du auch wie bei Tinder einfach das Profilbild liken und das Nachrichtenfeld leer lassen.

Das ist aber nicht zielführend, denn wer einfach nur auf schnell ein paar Likes verteilt, stößt schnell an die Grenze. Im kostenlosen Hinge kannst du pro Tag nur 10 Likes geben.

In Summe hatte ich hier weniger Matches, als bei OkCupid, Tinder oder Bumble. Das Durchforsten der Profile dauert länger, die 10 Likes pro Tag schränken ein und statistisch gesehen sind gerade Frauen auf Hinge sehr wählerisch. Das ist nicht verkehrt, führt aber zu weniger Matches.

Das größte “Problem” an Hinge ist, dass die App noch klein ist. Trotz steigender Zahlen ist sie noch weit von den Userbases der Konkurrenz entfernt. Entfernt man sich aus den Ballungsgebieten, ist Hinge ziemlich leer.

Trotzdem ist die Erfolgsquote Spitzenklasse! In meinem Test führte fast jedes zehnte Like zu einem Match. Eine fast viermal so hohe Erfolgschance, wie bei Tinder. Der persönliche Ansatz scheint aufzugehen!

Hermann Schnitzler
trusted-Experte für Digitale-Dienste
Matches auf Hinge haben ein ganz anderes Level an ‘Commitment’ und man erfährt eine Menge über die anderen User. Außerhalb der Ballungsgebiete ist Hinge zwar noch ziemlich leer; sollten die Userzahlen steigen, könnte Hinge aber zu der neuen Dating-App für junge Menschen werden.

Während meiner Zeit auf Hinge habe ich …

  • … ca. 110 Likes verschickt und 9 Matches bekommen; Erfolgsquote: ca. 8 %
  • … fast 30 Minuten mit dem Ausfüllen meines Profils verbracht.
  • … unzählige Male über die kreativen Profile der anderen geschmunzelt.

Hinge ist für dich geeignet, wenn ...

… du deine Dating-App irgendwann wieder löschen willst, weil du jemanden gefunden hast. Geduld ist dabei entscheidend, denn “Entschleunigung” ist das Zauberwort bei Hinge.

Absichten: Bei Hinge geht es eher um langfristige Beziehungen, weniger um schnelle Flirts oder Flings. Tatsächlich geben ca. 85 % der User an, an einer ernsten Beziehung interessiert zu sein.

Altersdurchschnitt: Das Durchschnittsalter auf Hinge ist 25. Etwa 40 Prozent der Profile sind zwischen 25 und 34; weniger als 10 Prozent sind über 55.

Geschlecht: Hinge hat einen Männerüberschuss. Zwischen 60 und 65 Prozent der Profile in der Dating-App sind männlich.

LGBTQ+: Hinge bietet viele Möglichkeiten, das eigene Geschlecht auszudrücken. Neben den klassischen “Mann” und “Frau” gibt es auch “Nicht-binär”. Du kannst einstellen, wie dein Geschlecht in der App angezeigt werden soll, z.B. “Mann” auswählen und “Trans-Mann” anzeigen lassen. Aktuell gibt es über 50 Genderoptionen auf Hinge.

Wie viel kostet Hinge?

Hinge ist eine grundsätzlich kostenlose Dating-App. Für unbegrenzte Likes (und andere Premium-Vorteile wie höhere Aufmerksamkeit, bessere Suchfilter und Einsicht in alle erhaltenen Likes) brauchst du einen Premium-Zugang. Dafür gibt es zwei Varianten: Hinge+ und HingeX, im Preissegment zwischen rund 12 und 45 (!) € pro Monat, oder als flexibles Wochen-Abo.

Laufzeit1 Woche1 Monat3 Monate6 Monate
Hinge+14,99 €/Woche24,99 €/Monat16,66 €/Monat12,49 €/Monat
HingeX24,99 €/Woche44,99 €/Monat28,33 €/Monat20,83 €/Monat
Vorteile
  • Ausführliche Profile
  • Eisbrecher und Kommentarfunktion
  • Alle Geschlechter und Orientierungen
Nachteile
  • Nichts für “Schnell-mal-Swiper”
  • Nur 10 Likes pro Tag kostenlos
  • Relativ kleine Nutzer:innenbasis
Hinge
3

Bumble

4.1
  • Preis ab 0,00 €/Monat
  • Mitglieder ca. 50 Millionen
  • Altersdurchschnitt ca. 26 Jahre
  • Plattform Android, iOS, Web
  • Männer-/Frauenanteil ca. ♂76 %/ ♀24 %

Bumble ist der wohl schärfste Tinder-Konkurrent und hat sich sicheres Online-Dating für Frauen auf die Fahne geschrieben. 2014 wurde die Dating-App von Whitney Wolfe Herd gegründet, die auch Mitbegründerin von Tinder war. Ähnlichkeiten zwischen den Dating-Apps gibt es; Bumble will allerdings ernsthafter sein, als der “große Bruder”. Ob das klappt und wie du auf Bumble dein nächstes Date finden kannst, erfährst du in meinem Bericht:

Die Kurzfassung: Frauen schreiben auf Bumble zuerst; d.h. männliche Singles müssen bis zu 24 Stunden auf die erste Nachricht warten, was frustrierend sein kann. Meist wird die Geduld aber belohnt, denn die Menschen auf Bumble sind aufgeschlossen und das Dating weniger schnelllebig, als bei Tinder – was auch an den aussagekräftigen Profilen liegt. Aber: Dafür hat Bumble auch weniger User. Und seltsamerweise eine der miesesten Frauenquoten im Test?

Wie funktioniert Bumble?

Kennst du Tinder, wird dir der Umstieg auf Bumble leicht fallen. Auch hier geht es ums Swipen. Du siehst die Profile in deinem Radius und bekundest Interesse durch einen Rechts-Swipe. Wischst du links, verschwindet das Profil. Die Unterschiede liegen eher im Detail. So kannst du bei Bumble auch “Komplimente” für einzelne Fotos hinterlassen und damit zeigen, dass du dich mit dem Profil beschäftigt hast. Das sorgt für gute Eisbrecher!

Mit einem “Kompliment” kommentierst du Fotos und schreibst eine kleine persönliche Nachricht dazu
Mit einem “Kompliment” kommentierst du Fotos und schreibst eine kleine persönliche Nachricht dazu
Screenshot: trusted.de
Quelle: bumble.com

Ist sie in den Bergen unterwegs, kannst du ihr mitteilen, dass du auch Wintersport liebst. Oder du kommentierst ihren Profiltext. “Wo würdest du dich denn gerne hin teleportieren, wenn du könntest?”

Kommt ein Match zustande, kannst du Fotos, GIFs und Sprachnachrichten verschicken oder einen Videoanruf starten.

Welche Erfahrungen habe ich mit Bumble gemacht?

Bumble ist mir richtig sympathisch! Es ist ruhiger und weniger “flashy”, als zum Beispiel bei Tinder. Frauen werden nicht mit ungewollten Nachrichten bombardiert, Männer müssen warten – oder können sich entspannt zurücklehnen, je nach Sichtweise. Ich hatte einige tolle Matches auf Bumble; und dank Profil-Verifizierung ist die App auch nicht so fake-verseucht, wie manche andere.

Aber jetzt mal Klartext; woran denkt man bei Bumble zuerst? Richtig! “Das ist doch die App, in der Frauen den ersten Schritt machen!”

Genau! Das Konzept von Bumble fußt darauf, dass Männer zwar potenzielle Partner:innen mit einem Like beglücken können. Kommt es aber zu einem Match, herrscht Funkstille, bis sie die erste Nachricht schreibt. Dafür hat sie 24 Stunden. Passiert in dieser Zeit nichts, ist das Match futsch.

“Chat abgelaufen” – Kommt innerhalb von 24 Stunden keine Nachricht, ist das Match unwiederbringlich weg
“Chat abgelaufen” – Kommt innerhalb von 24 Stunden keine Nachricht, ist das Match unwiederbringlich weg
Screenshot: trusted.de
Quelle: bumble.com

Manche Männer empfinden das als Benachteiligung. Ich fand es in meinem Test irgendwie befreiend. Auf vielen Dating-Plattformen gilt das Gesetz, dass Mann den ersten Schritt macht. Bei Bumble gebe ich diese Verantwortung als Kerl einfach ab. Und alle sind fein damit.

Zumindest, bis man feststellt, dass auch Frauen die Kreativität nicht automatisch gepachtet haben. Mein erstes Match schickte mir nur ein “Hi”. Kein Bezug auf mein Profil oder meine Bilder, keine Kennenlernfrage, nicht mal ein “Wie geht’s”? Einfach nur “Hi”. Dabei geben die aussagekräftigen Profile auf Bumble so viel mehr Gesprächsstoff her.

Dass Frauen auf Bumble zuerst schreiben, ist eine tolle Sache – wenn sie sich denn ein bisschen Mühe geben
Dass Frauen auf Bumble zuerst schreiben, ist eine tolle Sache – wenn sie sich denn ein bisschen Mühe geben
Screenshot: trusted.de
Quelle: bumble.com

Der Rest des Gesprächs verlief ziemlich schleppend. Und ich erinnere mich auch daran, als ich Bumble vor einigen Jahren (während der Corona-Zeit) schon einmal ausprobiert hatte, und eine Dame sich mit “Schreib’ mir auf Insta, ich bin hier eh nie online.” meldete. Merke: Es kommt immer darauf an, an wen man gerät.

Die Profile auf Bumble sind aussagekräftig und enthalten Eisbrecher, auf die du im Chat Bezug nehmen kannst
Die Profile auf Bumble sind aussagekräftig und enthalten Eisbrecher, auf die du im Chat Bezug nehmen kannst
Screenshot: trusted.de
Quelle: bumble.com

Noch blöder ist, wenn du überhaupt keine Nachricht kriegst. Während meiner Zeit mit der App habe ich nur von der Hälfte meiner Matches eine Nachricht bekommen. Der Rest ließ unser Match verfallen. Das kann ernüchternd sein.

Zwar gibt es die Möglichkeit, vor Ablauf der Zeit deinem Match “mehr Zeit zu geben” und die Frist um 24 Stunden zu verlängern. Aber das fühlt sich dann doch arg nach Betteln an.

Trotzdem: Ich verstehe das Konzept und bin Fan davon. Frauen haben mehr Kontrolle, können spontane Swipes nochmal hinterfragen und öffnen nicht jedem Kasper den Weg in ihre DMs. Eine gute Sache!

Und einige nette Gespräche haben sich während meines Tests doch noch ergeben. Auch die eine oder andere Verabredung wäre zustande gekommen. Wenn man nicht an Schreibfaule gerät, sind die aussagekräftigen Profile super und bieten viele Eisbrecher.

Gemeinsame Interessen, ein interessanter Profiltext oder ein schönes Bild können ein Aufhänger sein
Gemeinsame Interessen, ein interessanter Profiltext oder ein schönes Bild können ein Aufhänger sein
Screenshot: trusted.de
Quelle: bumble.com

Gefühlt ist auf Bumble weniger los, als bei Tinder. Die App füllt sich langsam und wird auch in Deutschland immer beliebter. Trotzdem hatte ich (vor allem außerhalb der Stadt) das Gefühl, weniger “Auswahl” zu haben. Dass (zumindest laut Erhebungen) auch noch erschreckend wenige Frauen die App nutzen, dürfte da sein Übriges tun.

Hermann Schnitzler
trusted-Experte für Digitale-Dienste
Auch wenn Bumble mich als Mann oft 24 Stunden lang auf glühenden Kohlen sitzen lässt, finde ich die App stark! Das liegt an der schönen Aufmachung, den persönlichen Profilen und der Queer-Freundlichkeit der App. Klare Empfehlung!

Während meiner Zeit auf Bumble habe ich …

  • … ca. 280 Likes verschickt und 10 Matches bekommen; Erfolgsquote: 3,57 %
  • … 5-mal 24 Stunden lang vergeblich auf eine Nachricht gewartet.
  • … mich aber auch 5-mal über eine erste Nachricht gefreut!

Bumble ist für dich geeignet, wenn ...

… du als Frau gerne die Kontrolle darüber hast, mit wem du schreibst oder als Mann die “Bürde der ersten Nachricht” abgeben willst. Wer gerne Profile durchforstet und das Online-Dating einen Zacken stilvoller gestalten will, ist bei Bumble richtig.

Absichten: Auf Bumble findest du sowohl ernsthafte Beziehungen, als auch Sex-Dates. Allerdings suchen rund 82 % der User nach einer ernsthaften Beziehung. Was du suchst, kannst du in deinem Profil angeben und auch gezielt nach Profilen filtern, die die gleichen Ziele haben.

Übrigens: Bumble ist nicht nur für Dates gedacht, sondern hat neben “Bumble Dating” mit “Bumble BFF” und “Bumble Bizz” auch Möglichkeiten, platonische Freundschaften zu finden oder dein berufliches Netzwerk auszubauen. Dafür kannst du dir jeweils ein eigenständiges Profil anlegen.

Altersdurchschnitt: Rund ein Viertel der User ist zwischen 18 und 24, ein Drittel zwischen 25 und 34. Sehr viel weniger User sind zwischen 35 und 44; User über 45 gibt es kaum. Das Durchschnittsalter auf Bumble beträgt etwa 26 Jahre.

Geschlecht: Sprachen Expert:innen für Bumble bisher in der Regel von einem recht ausgeglichenen Geschlechterverhältnis, sind im Jahr 2024 laut Erhebungen rund 76 % der User männlich.

LGBTQ+: Bumble ist LGBTQ+-freundlich. Außer Mann und Frau gibt es auch die Möglichkeit, “nicht-binär” als Geschlecht anzugeben. Für alle drei gibt es diverse Unterkategorien, um auch Transmenschen und die vielen Formen nicht-binärer Identität abzuholen.

Für schwule Männer, lesbische Frauen und nicht-binäre Matches gilt die “Frauen-schreiben-zuerst-Regel” natürlich nicht. Hier können beide User den ersten Schritt machen.

Was kostet Bumble?

Auch beim Bumble Dating kannst du nur im Premium-Abo sehen, wer dir einen Like dagelassen hat und hast als Gratis-User pro Tag nur begrenzte Likes. Bei Bumble sind es 40. Auch damit zeigt Bumble, dass es “persönlicher” sein will, als das oberflächliche Tinder, wo du immerhin 50-mal am Tag rechts swipen darfst. Das Premium-Abo gibt es für rund 8 € pro Tag, 18 € pro Woche oder für zwischen 16 und 31 € pro Monat.

Die genauen Preise siehst du hier einmal im Überblick:

Laufzeit1 Tag1 Woche1 Monat3 Monate6 Monate
Premium7,99 €/Tag17,99 €/Woche30,80 €/Monat20,20 €/Monat15,56 €/Monat
Vorteile
  • Weibliche Singles schreiben zuerst
  • Aussagekräftige Profile
  • Grundsätzlich kostenlos nutzbar
Nachteile
  • Wenige Mitglieder
  • Zugzwang kann belasten
Bumble
4.1
4

Parship

3.5
1,2
Testnote
Sehr gut
  • Preis ab 45,90 €/Monat
  • Mitglieder 5,4 Millionen
  • Altersdurchschnitt ca. 30 - 50
  • Plattform Browser, iOS, Android
  • Männer-/Frauenanteil ca. ♂49 %/ ♀51 %

Parship ist die deutsche Online-Partnervermittlung. Das Dating-Portal von ProSieben/Sat.1 hat nun bereits über 20 Jahre auf dem Buckel und bietet mittlerweile auch eine eigene App. Trotzdem ist und bleibt Parship eine Partnervermittlung, hat mit Tinder und Co. eigentlich nichts zu tun – und will das wahrscheinlich auch gar nicht. Wie sich Parship von anderen Dating-Apps unterscheidet, erfährst du in meinem Bericht:

Die Kurzfassung: Parship ist teuer und dadurch einigermaßen exklusiv. Hier ist nur angemeldet, wer es ernst meint, und das heißt: Schnelle Nummern oder unverbindliche Flirts gibt’s hier nicht. Auf Parship suchst du die Liebe fürs Leben und nutzt dazu modernste Technik sowie Erkenntnisse aus der Psychologie. Die hohe Erfolgsquote gibt dem Portal durchaus recht. Wer vom ewigen Suchen und Swipen die Schnauze voll hat, sollte einen Blick riskieren!

Wie funktioniert Parship?

Das Prinzip von Parship ist simpel: Du meldest dich an und füllst einen Persönlichkeitstest aus. Das dadurch entstehende “Persönlichkeitsprofil” wird von Parship ausgewertet und mit den Profilen der anderen User verglichen. So entsteht der Matching-Score. Ein Match gibt es ab einem Score zwischen 60 und maximal 140 Punkten. Darauf basierend schlägt dir die Plattform regelmäßig Profile vor, die laut Algorithmus besonders gut zu dir passen.

Eine der ersten Fragen im Persönlichkeitstest von Parship ist, was du dir von einer Beziehung erhoffst
Eine der ersten Fragen im Persönlichkeitstest von Parship ist, was du dir von einer Beziehung erhoffst
Screenshot: trusted.de
Quelle: parship.de

Anders als bei jüngeren Dating-Apps gehst du also nicht selbst auf Partnersuche, sondern lässt das den Computer erledigen. Der Parship-Algorithmus will Menschen zusammenbringen, die perfekt zueinanderpassen – und damit Beziehungen fürs Leben errechnen.

Wie genau der Algorithmus deinen Score errechnet, ist unbekannt. Parship gibt an, den Persönlichkeitstest und Algorithmus gemeinsam mit Diplompsycholog:innen entworfen zu haben. Hier sollen Erkenntnisse der Verhaltenstheorie und der Psychoanalyse greifen.

Mit deinen Matches tauschst du Nachrichten aus, schickst einen Eisbrecher oder ein virtuelles Lächeln oder kannst sie zu einem Videochat einladen.

Welche Erfahrungen habe ich mit Parship gemacht?

Die Chancen, auf Parship jemanden kennenzulernen, stehen gut! Der Algorithmus schlägt nicht nur eine Handvoll, sondern hunderte Profile vor, die du direkt kontaktieren kannst. Dann kommt es nur noch darauf an, wie gut du dein Profil gepflegt hast und wie du auf Menschen zugehst. Denn dass hier alle auf der Suche nach einer Beziehung sind, steht außer Frage! Anders als auf vielen Dating-Apps musst du dich auch nicht mit Fakes herumschlagen.

Die Anmeldung bei Parship dauert eine Weile. Zwischen 20 und 30 Minuten musst du für den Persönlichkeitstest kalkulieren und danach noch dein Profil ausfüllen. Diese Arbeit nimmt dir Parship nämlich nicht ab.

Mein fertiger Persönlichkeitstest von Parship ergibt zum Beispiel, dass ich ein logisch denkender Mensch bin
Mein fertiger Persönlichkeitstest von Parship ergibt zum Beispiel, dass ich ein logisch denkender Mensch bin
Screenshot: trusted.de
Quelle: parship.de

Im Persönlichkeitstest gibt es ganz verschiedene Fragen, wie “Was ist dir in einer Partnerschaft am wichtigsten?”, “Welche Eigenschaften beschreiben dich am ehesten?” oder “Wie gehst du mit Situation XY um?”

Dazwischen gibt es dann aber auch abstraktere “Fragen”. Hier sollte ich z.B. auswählen, welche der beiden Formen mich eher anspricht. Wie genau mir das beim Dating helfen soll, verstehe ich nicht. Aber dafür sind ja die Wissenschaftler:innen da.

Eine ziemlich abstrakte Frage für einen Persönlichkeitstest. Ob vielleicht doch mehr hinter dem Test steckt, als ursprünglich angenommen?
Eine ziemlich abstrakte Frage für einen Persönlichkeitstest. Ob vielleicht doch mehr hinter dem Test steckt, als ursprünglich angenommen?
Screenshot: trusted.de
Quelle: parship.de

Nach Abschluss des Tests schlägt Parship dir sofort die ersten Matches vor. Das sind gar nicht so wenig! Rund 200 Profile waren es bei mir direkt nach Start; ca. 3.000 einige Tage später. Eine große Auswahl! Zu jedem Profil zeigt dir die App außerdem an, wie groß die “Übereinstimmung” eurer Profile ist.

Ein Blick in meine Matches. Anders als bei Tinder sind die vom Algorithmus für mich vorausgewählt – auf Basis unseres “Matching-Scores” oben links.
Ein Blick in meine Matches. Anders als bei Tinder sind die vom Algorithmus für mich vorausgewählt – auf Basis unseres “Matching-Scores” oben links.
Screenshot: trusted.de
Quelle: parship.de

Ganz ehrlich: Obwohl ich Parship schon lange kenne und schon in anderen Kontexten getestet habe, stehe ich dem Algorithmus immer noch kritisch gegenüber. Eine Maschine will in mein Liebesleben eingreifen? Dystopisch!

Am Anfang ist das ja ganz entspannt. Erstens muss ich nicht selbst die vielen Profile wälzen, zweitens ist die Möglichkeit groß, dass die vorgeschlagenen Frauen zu mir passen.

Zu jedem Match zeigt dir Parship die Gemeinsamkeiten in den Profilen an. Sie liebt Süßes und ich liebe Süßes. Die Verbindung ist doch ideal, oder?
Zu jedem Match zeigt dir Parship die Gemeinsamkeiten in den Profilen an. Sie liebt Süßes und ich liebe Süßes. Die Verbindung ist doch ideal, oder?
Screenshot: trusted.de
Quelle: parship.de

Darauf muss ich mich allerdings auch verlassen können, denn: Andere Profile als die mit einem Score ab 60 bekomme ich nie zu Gesicht. Das unterscheidet Parship als “Partnervermittlung” von Dating-Apps bzw. Singlebörsen, wo ich alle Profile zumindest sehen kann.

In meinem Test fand ich außerdem viele Profile mit einem kleineren Score interessanter, als solche mit einem höheren. Nicht durch die Bank, aber oft genug.

Mit diesem Mitglied habe ich einen besonders hohen Matching-Score von 111 – und das, obwohl sie gerne campen geht, was ich auf den Tod nicht leiden kann!
Mit diesem Mitglied habe ich einen besonders hohen Matching-Score von 111 – und das, obwohl sie gerne campen geht, was ich auf den Tod nicht leiden kann!
Screenshot: trusted.de
Quelle: parship.de

Wobei ich zugeben muss, dass die vorgeschlagenen Profile alle spannend waren und sich mit meinen Matches viele nette Gespräche ergeben haben. Der Algorithmus scheint schon irgendwie zu wissen, was er tut.

Auf Parship herrscht auch ein ziemlich guter Vibe, denn hier sind sich erstmal alle einige, was sie suchen. Die Profile sind sehr aussagekräftig und sehr gut gefüllt, sodass man auch über den Matching-Score hinaus schnell feststellt, ob man auf einer Wellenlänge liegt.

Die Profile auf Parship lassen sich mit viel Text und vielen persönlichen Angaben anreichern, sodass man schnell ein Gesprächsthema findet und direkt sieht, ob man mit jemandem zusammenpasst
Die Profile auf Parship lassen sich mit viel Text und vielen persönlichen Angaben anreichern, sodass man schnell ein Gesprächsthema findet und direkt sieht, ob man mit jemandem zusammenpasst
Screenshot: trusted.de
Quelle: parship.de

Im Kontakt mit anderen Mitgliedern merkt man direkt, dass bei Parship klare Fronten herrschen. Das Ziel ist ein echtes Date; und eine langfristige Beziehung.

Im Grunde finde ich Parship also ziemlich cool. In meinem Test der besten Partnervermittlungen ist es daher auch der aktuelle Testsieger. Grund ist die große Userbase, der geschützte und Fake-freie Raum und dass sich alle einig sind, worum es geht: Nämlich einen Partner oder eine Partnerin fürs Leben zu finden. Das erspart eine ganze Menge Stress.

Ob es dir das wert ist, musst du selbst wissen.

Hermann Schnitzler
trusted-Experte für Digitale-Dienste
Ich bin nicht restlos überzeugt vom Parship-Algorithmus; aber das muss ich auch überhaupt nichts sein. Ich hatte trotzdem eine gute Zeit mit der Online-Partnervermittlung und einige interessante Matches. Die hohe Erfolgsquote von 40 % gibt den Betreiber:innen Recht. Die Kosten für das Monatsabo können aber durchaus ein Ausschlusskriterium sein!

Während meiner Zeit auf Parship habe ich …

  • … über 3.000 Partnervorschläge basierend auf dem Persönlichkeitstest bekommen.
  • … mich in vielen persönlichen Nachrichten von der Ernsthaftigkeit der User überzeugt.
  • … 30 Minuten lang Fragen beantwortet, um meinen “Matching-Score” zu ermitteln.

Parship ist für dich geeignet, wenn ...

… du an die Wissenschaft der Liebe glaubst und auf der Suche nach einer ernsthaften Beziehung bist. Wenn dich die Unverbindlichkeit moderner Dating-Apps nervt und du das nötige Kleingeld hast, bist du bei Parship gut aufgehoben.

Absichten: Auf Parship geht es ausschließlich um langfristige Partnerschaften.

Altersdurchschnitt: Parship richtet sich an Menschen zwischen 20 und 50 Jahren, wobei der Altersdurchschnitt auf der Plattform etwa bei 40 Jahren liegt.

Geschlecht: Das Geschlechterverhältnis ist relativ ausgeglichen, mit ca. 49 Prozent männlichen und 51 Prozent weiblichen Mitgliedern (mit Premium-Account).

LGBTQ+: Parship bietet dir in Sachen Dating alle Optionen und lässt Anmeldungen als “Mann”, “Frau” oder “Nichtbinär” zu. Später kannst du deine Angaben noch einmal verfeinern. Die Betreiber:innen geben an, dass aktuell jede zehnte Anmeldung homo- oder bisexuell ist.

Was kostet Parship?

Ein Knackpunkt ist der Preis. Du kannst dich zwar kostenlos bei Parship registrieren, deinen Persönlichkeitstest ausfüllen und deine vorgeschlagenen Matches sehen. Spätestens, wenn du deine erste Nachricht schreiben willst, läufst du allerdings gegen die Paywall. Mit deinen Matches in Kontakt treten kannst du nur mit Premium-Account. Und der schlägt direkt mal mit mindestens rund 46 € pro Monat zu Buche!

Eine Menge Holz. Dafür nimmt Parship dir aber auch viel Arbeit ab. Außerdem stellt die Plattform durch die hohe Einstiegshürde sicher, dass garantiert keine Fakes die Stimmung kaputt machen. Wer hier angemeldet ist, meint es ernst!

Vorteile
  • Hohe Erfolgsquote
  • Wissenschaftliche Parship-Methode
  • Umfassender Persönlichkeitstest
  • Matching-Algorithmus
  • Aussagekräftige Profile
Nachteile
  • Hohe Kosten
  • 3 Monate Kündigungsfrist
  • Automatische Abo-Verlängerung
Parship
3.5
Testbericht
5

Boo

  • Preis ab 0,00 €/Monat
  • Mitglieder ca. 10 Millionen
  • Altersdurchschnitt k.A.
  • Plattform iOS, Android, Browser
  • Männer-/Frauenanteil k.A.

Boo ist einer der Newcomer auf dem deutschen Markt. Obwohl es die App schon seit einigen Jahren gibt, ist sie in Deutschland erst seit November 2023 verfügbar. Über 10 Millionen Downloads alleine im Google Play Store und eine durchschnittliche Bewertung von 4,1 Sternen bei über 1 Million Rezensionen sprechen eine deutliche Sprache: Boo ist gekommen, um zu bleiben. Grund genug, sich den spannenden Newcomer anzuschauen.

Die Kurzfassung: Boo erhebt nicht das Aussehen, sondern die Persönlichkeit der User zur Basis für gelungenes Dating. Das klappt augenscheinlich ziemlich gut, jedenfalls ist die Match-Quote die höchste in meinem Test. Ein wenig seltsam fand ich die App aber auch; alles wirkt irgendwie “spirituell”. So sind User z.B. keine User, sondern “Seelen”, die sich in “Dimensionen” herumtreiben. Selbst das Logo von Boo ist ein kleiner Geist. Spooky!

Wie funktioniert Boo?

Boo gibt sich alternativ und will aus der Masse an Dating-Apps hervorstechen. User sollen sich auf Basis passender Persönlichkeitsprofile kennenlernen – nicht auf Basis von sexy Bildern. Grundlage sind die 16 psychologischen Typen nach Myers-Briggs (MBTI), also diese Buchstabenkombinationen wie INFJ oder ESTP, die du vielleicht schonmal gesehen hast. Auch Sternzeichen spielen eine Rolle.

Ansonsten funktioniert Boo identisch, wie Tinder und Co.: Du stellst Suchfilter und einen Suchradius ein, bekommst Profile vorgeschlagen und kannst sie entweder liken oder halt nicht. Trifft Like auf Like, gibt’s ein Match; dann kannst du mit dem Objekt deiner Begierde chatten.

Boo sieht auf den ersten Blick aus, wie viele andere Dating-Apps auch. Darunter soll sich aber mehr verbergen.
Boo sieht auf den ersten Blick aus, wie viele andere Dating-Apps auch. Darunter soll sich aber mehr verbergen.
Screenshot: trusted.de
Quelle: boo.world

On top zum klassischen Dating hat Boo eine Pinnwand, auf denen alle User Beiträge posten und kommentieren können. Das Ganze sieht ähnlich aus, wie z.B. X (ehemals Twitter) und funktioniert auch so. Boo ist also Dating und Social Network in einem.

Dating und Social Media in einem. Boo hat eine Pinnwand mit an Bord, die an X oder Reddit erinnert.
Dating und Social Media in einem. Boo hat eine Pinnwand mit an Bord, die an X oder Reddit erinnert.
Screenshot: trusted.de
Quelle: boo.world

Welche Erfahrungen habe ich mit Boo gemacht?

Ich habe Boo über ein paar Wochen ausprobiert und obwohl ich kein Fan von “Persönlichkeitstypen” und Astrologie bin, hat mich die App positiv überrascht! So viele Matches in so kurzer Zeit gab es nirgendwo sonst. Die Menschen sind nett und aufgeschlossen. Wenn du mit dem Konzept “Matching nach Persönlichkeitstyp” was anfangen kannst, hast du hier Spaß!

Das Myers-Briggs-Modell teilt Persönlichkeiten in 16 Typen ein. Die bilden die Basis für das Dating auf Boo.
Das Myers-Briggs-Modell teilt Persönlichkeiten in 16 Typen ein. Die bilden die Basis für das Dating auf Boo.
Screenshot: trusted.de
Quelle: boo.world

Immerhin; hinter Myers-Briggs steckt ja irgendwo doch Wissenschaft, auch wenn das Konzept schon recht alt ist und nicht selten wegen seines “Schubladendenkens” in der Kritik steht. Außerdem können solche Persönlichkeitstests ja auch Spaß machen, wenn man sie nicht zu ernst nimmt. Also: Nicht lange lamentieren und rein ins Getümmel.

Der MBTI-Test bei Boo dauert ca. 20 Minuten und teilt jede “Seele” in einen von 16 Typen ein. Ich bin z.B. ein “Aktivist” oder “ENFP”. Heißt: Ich bin extrovertiert, intuitiv, emotional und spontan.

Dank Boo erfuhr ich auch, wo meine Stärken und Schwächen liegen, welche Vorlieben und Abneigungen ich habe, was meine “Liebesphilosophie” ist oder wie ich in Konfliktsituationen reagiere.

Die Ergebnisse des MBTI-Tests sind sehr umfangreich und mehr oder weniger korrekt bzw. aussagekräftig
Die Ergebnisse des MBTI-Tests sind sehr umfangreich und mehr oder weniger korrekt bzw. aussagekräftig
Screenshot: trusted.de
Quelle: boo.world

Eine Menge Holz, und nachdem ich mir das Ganze angeschaut haben, kann ich sagen: Einiges stimmt, einiges nicht. Im Großen und Ganzen hat die App meine Persönlichkeit gut getroffen; oft sind die Beschreibungstexte – ähnlich wie bei Horoskopen – aber so allgemein gehalten, dass man sich immer irgendwie darin erkennen kann.

Einen netten Kniff finde ich, dass Boo Flirt-Tipps zu jedem Persönlichkeitstyp mitgibt; also dir verrät, wie du auf Personen eines Typs am besten zugehen solltest.

Zu jedem Persönlichkeitstyp gibt Boo ein paar Flirt-Tipps auf den Weg. Na, dann kann ja nichts mehr schief gehen!
Zu jedem Persönlichkeitstyp gibt Boo ein paar Flirt-Tipps auf den Weg. Na, dann kann ja nichts mehr schief gehen!
Screenshot: trusted.de
Quelle: boo.world

Wer will, kann sich per Suchfilter nur diejenigen Seelen anzeigen lassen, die laut Persönlichkeitsprofil (oder nach Sternzeichen) kompatibel sind.

Als mein Profil fertig war und es ans Matching ging, war ich erstmal enttäuscht. Dafür, wie viel Wirbel die App darum macht, anders zu sein, sieht Boo schon arg ähnlich aus, wie die meisten Konkurrenten. Im Zentrum steht – wie überall – ein großes Profilbild als Blickfang. Und auch wenn die Ergebnisse des MBTI-Tests auf allen Profilen mit auftauchen … so richtig wirken sie sich auf das Dating nicht aus.

Dachte ich zumindest; doch da hatte ich die Rechnung ohne die “Seelen” gemacht!

Als nach einigen Tagen langsam die ersten Matches eingetrudelt waren, durfte ich feststellen, dass die Persönlichkeitstypen richtig ernst genommen werden! 10 von 17 meiner Matches waren INFPs oder INFJs, die laut Testauswertung besonders gut zu ENFPs wie mir passen. Nur ein einziges Match hatte ich mit einer ESTJ-Dame; laut Boo ein “herausforderndes” Pairing.

Die meisten meiner Matches scheinen mich anhand meines Persönlichkeitsprofils gelikt zu haben
Die meisten meiner Matches scheinen mich anhand meines Persönlichkeitsprofils gelikt zu haben
Screenshot: trusted.de
Quelle: boo.world

Die Gespräche mit meinen Matches waren meist sehr nett und auch aufschlussreich. Mein Eindruck: Auf Boo gibt’s wenig Smalltalk, dafür mehr Deeptalk. Eines meiner Matches schrieb mir statt des klassisch-verpönten “Hi, wie geht’s” eine fünzehnzeilige Nachricht, lobte die “positive Ausstrahlung” meines Profils und freute sich auf die Chance, mich näher kennenzulernen.

Andere schrieben mir dagegen überhaupt nicht und ich musste selbst den ersten Schritt machen. Ob das nun aber daran liegt, dass im Online-Dating Männer den ersten Schritt machen sollen, oder an dem Flirt-Tipp, den Boo für meinen Persönlichkeitstyp als Erstes nennt, kann ich nicht sagen:

Zeige Interesse, aber ihnen ist es lieber, wenn sie die Initiative ergreifen, um dich kennenzulernen. Lass sie die Führung übernehmen.

Long story short: Wenn du überzeugt von Persönlichkeitstest oder Astrologie bist, findest du auf Boo nicht nur Gleichgesinnte, sondern vielleicht auch deine:n Seelenverwandte:n. In der App geht es gerade gut ab; wahrscheinlich auch, weil sie noch recht neu ist. Trotzdem ist es Wahnsinn, wie viele Matches ich schon nach kurzer Zeit hatte. Kaum 4 Tage im Test waren es schon 15 Treffer, bei gerade einmal 100 verschickten Likes! Eine Spitzenquote!

Ein paar Worte noch zur Pinnwand (bzw. zu den “Universen”), die ich oben schon angesprochen habe. Die funktionieren im Grunde ähnlich, wie ein klassisches soziales Netzwerk. Die Seelen teilen Memes, Gifs, Videos, Fotos oder auch Kunst, aber vor allem: Gedanken. Zum Beispiel zu Liebe, Beziehungen, Dating, Sex oder einfach Alltägliches.

In den “Universen” werden Beiträge geteilt und gerne auch mal philosophiert
In den “Universen” werden Beiträge geteilt und gerne auch mal philosophiert
Screenshot: trusted.de
Quelle: boo.world

Beiträge lassen sich kommentieren oder mit einem Like versehen, einzelnen Seelen kannst du folgen oder selbst Follower sammeln. Fürs Dating eignen sich die Universen nur bedingt. Trotzdem ein netter Zusatz!

Mein abschließendes Verdikt:

Hermann Schnitzler
trusted-Experte für Digitale-Dienste
Newcomer Boo ist spannend – nicht nur wegen der hohen Match-Dichte. Eine gewisse Affinität zu Persönlichkeitsprofilen und Co. solltest du mitbringen; sonst findest du vieles in der App wahrscheinlich eher albern, als nützlich. Die hier herrschende Feel-Good-Stimmung hat aber so oder so ihren Reiz!

Während meiner Zeit auf Boo habe ich …

  • … ca. 170 Likes verschickt und 17 Matches bekommen; Erfolgsquote: ca. 10 %!
  • … viel Zeit mit der Auswertung von Persönlichkeitsprofilen verbracht.
  • … mich oft über seltsame Bezeichnungen wie “Seelen” oder “Universen” gewundert.

Boo ist für dich geeignet, wenn ...

… du mit Astrologie und/oder Persönlichkeitstests etwas anfangen kannst, kommunikativ bist und dich gerne auch abseits vom Dating mit einer Community austauschen möchtest. Viele (aber nicht alle) User sind leicht esoterisch unterwegs und viele (aber nicht alle) bevorzugen Deeptalk gegenüber Smalltalk.

Absichten: Die “Seelen” suchen sowohl Dates als auch neue Freundschaften. Für beides lassen sich individuelle Suchfilter einstellen – eine Unterteilung in “ernsthafte Beziehung”, “Casual Dates”, etc. gibt es aber nicht.

Altersdurchschnitt: Weil Boo noch so jung ist, gibt es aktuell noch wenig Daten dazu. Meiner Einschätzung nach soll Boo aber vor allem junge User aus der Generation Z ansprechen.

Geschlecht: Auch zur Geschlechterverteilung auf Boo liegen noch keine gesicherten Daten vor.

LGBTQ+: Boo ist grundsätzlich LGBTQ+-freundlich und bietet die drei Geschlechter “Mann”, “Frau” und “Divers”, sowohl für das eigene Profil, als auch als Suchfilter. Weitere Unterscheidungen und Differenzierungen – wie etwa auf Bumble oder Hinge – gibt es dagegen nicht.

Wie viel kostet Boo?

Boo ist eine kostenlose Dating-App. Als Gratis-User kannst du 30 Likes pro Tag vergeben und alle Grundfunktionen nutzen. Alternativ kannst du zum Premium-Profil “aufsteigen”. Mit “Boo Infinity” erhältst du unbegrenzt viele Likes und einige Zusatzfunktionen, wie einen Überblick über erhaltene Likes und Profilbesuche, die “Zeitreise”, um weggewischte Profile wieder zurückzuholen, Lesebestätigungen für Nachrichten und mehr.

Laufzeit1 Monat3 Monate6 Monate12 MonateLebenslang
Boo Infinity21,89 €/Monat14,59 €/Monat12,77 €/Monat10,94 €/Monat146 €

Kritisch finde ich, dass sich auch detailliertere Privatsphäre-Einstellungen erst durch “Boo Infinity” freischalten lassen. Dazu gehört beispielsweise ein Inkognito-Modus oder die Möglichkeit, dich aus den Vorschlägen anderer User zu entfernen.

Vorteile
  • Weniger Fokus auf Äußeres
  • Psychologischer Ansatz
  • Komplett werbefrei
Nachteile
  • Noch wenige Nutzer:innen
  • Aggressive Premium-Bewerbung
  • Teures Premium-Abo
Boo
6

LoveScout24

3.4
1,5
Testnote
Sehr gut
  • Preis ab 0,00 €/Monat
  • Mitglieder ca. 24 Millionen
  • Altersdurchschnitt ca. 30 - 40 Jahre
  • Plattform Android, iOS, PC
  • Männer-/Frauenanteil ca. ♂57 %/ ♀43 %

Früher war LoveScout24 eine eigenständige Singlebörse. Du konntest die Mitgliederdatenbank mithilfe einer freien Suche durchforsten und nach Belieben chatten. Doch diese Zeiten sind vorbei. Heute gehört LoveScout – wie Tinder, Hinge oder OkCupid – zur MatchGroup, hat das Swipe-System von Tinder übernommen und ist als App verfügbar. Ob sich die deutsche Singlebörse trotzdem noch irgendwie absetzen kann? Schauen wir mal!

Die Kurzfassung: Ich finde LoveScout24 von vorne bis hinten ganz solide. Ein paar Designentscheidungen finde ich fragwürdig und Zusatzfeatures wie die Live-Chat-Räume (siehe unten) sind eher gut gemeint, als gut gemacht. Aber wenn man einmal raus hat, was LoveScout24 von einem will, kann man damit eine spaßige Zeit verbringen. Die Match-Quote könnte aber höher sein; teilweise habe ich lange auf neue Kontakte warten müssen.

Wie funktioniert LoveScout24?

LoveScout24 funktioniert wie Tinder. Du siehst die Profile anderer User und kannst sie liken oder disliken. Bei gegenseitigem Like landet die andere Person in deinen Matches und ihr könnt chatten. Ein kleiner (aber wichtiger) Unterschied: Bei LoveScout24 gibt es vier verschiedene “Modi” in denen dir Profile angezeigt werden: “Entdecken”, “Suche”, “Auswahl” und “Online”. Dazu kommen Live-Chat-Räume für den direkten Austausch mit anderen.

Bleiben wir kurz bei den 4 verschiedenen Modi. “Entdecken” listet ganz einfach ohne Filter alle Profile mit dem gesuchten Geschlecht. Das funktioniert deutschlandweit und teilweise sogar international.

LoveScout24 sieht nicht nur wie Tinder aus, sondern funktioniert auch genau so.
LoveScout24 sieht nicht nur wie Tinder aus, sondern funktioniert auch genau so.
Screenshot: trusted.de
Quelle: lovescout24.de

Die “Suche” bezieht deine Suchfilter mit ein, wie Alter und die Entfernung. Premium-User haben erweiterte Filteroptionen, wie Sprache, Herkunft, Bildungsstand, Größe, etc.

Deine Suchfilter werden nur im Modus “Suche” mit einbezogen, was dir die App leider nicht verrät
Deine Suchfilter werden nur im Modus “Suche” mit einbezogen, was dir die App leider nicht verrät
Screenshot: trusted.de
Quelle: lovescout24.de

“Auswahl” stellt dir Profile vor, die der Algorithmus als passend für dich identifiziert. Wie die App die Auswahl bestimmt, verrät sie nicht.

In deiner “Auswahl” findest du jeden Tag Profile, die der LoveScout-Algorithmus für dich ausgesucht hat
In deiner “Auswahl” findest du jeden Tag Profile, die der LoveScout-Algorithmus für dich ausgesucht hat
Screenshot: trusted.de
Quelle: lovescout24.de

Und unter “Online” siehst du nur Profile, die im Moment in der App aktiv sind.

Eine Besonderheit sind die “Dates”, Live-Chaträume für Video- oder Voice-Chats, denen du jederzeit beitreten kannst. Da gibt es zum Beispiel einen Speed-Dating-Modus (ohne Kamera) oder Chat-Räume für verschiedene Altersklassen und Hobbys.

In den Live-Rooms kannst du dich mit anderen im Video- oder Voice-Chat austauschen
In den Live-Rooms kannst du dich mit anderen im Video- oder Voice-Chat austauschen
Screenshot: trusted.de
Quelle: lovescout24.de

Vielleicht befinden sich die Dates aktuell aber noch in einer Beta. Das Speed-Dating war während meines Testzeitraums nicht verfügbar, eine Funktion namens “Datespot” wurde nur auf Französisch angezeigt und war ebenfalls nicht zugänglich und in den Live-Räumen trieben sich selten mehr als eine Handvoll Leute herum. Hier gibt es vorerst nicht wahnsinnig viel zu sehen.

Welche Erfahrungen habe ich mit LoveScout24 gemacht?

LoveScout24 ist eine solide Dating-App mit ein paar Macken. Gut finde ich die aussagekräftigen Profile, die du mit Fotos, eigenen Texten, Hobbys und Sprachnachrichten gestalten kannst. Schlecht finde ich, dass die App nicht besser auf die Filtermöglichkeiten hinweist, wodurch Matches über 100 Kilometer und mehr entstehen können. Ansonsten ist eigentlich alles cool. Ich hatte zwar nicht viele, aber dafür sehr nette Matches!

Dein Profil auf LoveScout24 ist umfangreich und aussagekräftig, wenn du es denn so gestalten willst
Dein Profil auf LoveScout24 ist umfangreich und aussagekräftig, wenn du es denn so gestalten willst
Screenshot: trusted.de
Quelle: lovescout24.de

Die Entscheidung, den “Entdecken”-Modus zum Standard zu machen, finde ich fragwürdig. Die App weist nicht darauf hin, dass hier potenziell alle Mitglieder angezeigt werden. Das führte dazu, dass ich ahnungslos drauflos geswipt habe – und für meine ersten beiden Matches in die italienische Stadt Cassola oder in die Schweiz hätte fahren müssen.

Dieses Profil hätte mir besonders gut gefallen – leider wohnt die Dame in Zürich
Dieses Profil hätte mir besonders gut gefallen – leider wohnt die Dame in Zürich
Screenshot: trusted.de
Quelle: lovescout24.de

Wenn du gerne über den Tellerrand schaust und an vielen Kontakten interessiert bist, ist das toll. Für alle, die nach einem Date in der Umgebung suchen, sollte LoveScout aber besser auf die verschiedenen Modi hinweisen. Sonst führt das zu Frust wenn man sich in ein Mitglied verguckt und dann feststellt, dass es am Ende der Welt wohnt.

Auch nervig: Nach jedem vierten oder fünften Swipe wird Werbung angezeigt, die du wegdrücken musst. Das nimmt den Flow raus. Aber immerhin ist die Werbung nicht so aggressiv, wie z.B. bei Lovoo.

Alle vier bis fünf Swipes musst du einen Werbebildschirm wegklicken
Alle vier bis fünf Swipes musst du einen Werbebildschirm wegklicken
Screenshot: trusted.de
Quelle: lovescout24.de

Insgesamt hatte ich mit LoveScout24 eine gute Zeit und interessante Matches. Die Mitglieder sind aufgeschlossen und kommunikativ, ob nun im Text-Chat, oder in den Live-Rooms.

Erwähnen sollte ich, dass ich bei LoveScout24 von allen Dating-Apps die wenigsten Matches hatte. Klar, Qualität geht über Quantität; aber wenn es dir darauf ankommt, schnell viele Kontakte zu knüpfen, ist LoveScout24 nicht die erste Anlaufstelle.

Hermann Schnitzler
trusted-Experte für Digitale-Dienste
Die Leute auf LoveScout24 sind nett, die Stimmung ist locker und die App funktioniert. Am Anfang wurde es mir unnötig schwer gemacht, weil LoveScout im Entdecken-Modus meine Suchfilter ignoriert hat. Hat man das erstmal verstanden und stört sich nicht an der Werbung, ist die App solide.

Während meiner Zeit auf LoveScout24 habe ich …

  • … ca. 550 Likes verschickt und 6 Matches bekommen; Erfolgsquote: 1,1 %
  • … mich über 2 spannende Matches geärgert, weil sie zu weit weg waren.

LoveScout24 ist für dich geeignet, wenn …

… du eine deutsche Tinder-Alternative suchst, gerne über deinen unmittelbaren Umkreis hinaus flirtest oder mal schauen willst, was in den Live-Chats los ist. Kommunikative und extrovertierte Singles finden spannende Features; ansonsten ist die App nur eine von vielen.

Absichten: Viele Profile geben an, auf der Suche nach einer festen Beziehung zu sein. Ich empfand den Vibe eher als locker.

Altersdurchschnitt: Das Durchschnittsalter auf LoveScout24 liegt etwas höher, als bei der Konkurrenz, bei zwischen 30 und 40 Jahren.

Geschlecht: Relativ ausgeglichen mit ca. 45 % Frauen und 55 % Männern.

LGBTQ+: LoveScout24 ist strikt binär und kennt nur “Mann” und “Frau”. Die gleichgeschlechtliche Partnersuche ist möglich; für nicht-binäre und Trans-Personen ist LoveScout24 aber keine Option.

Wie viel kostet LoveScout24?

LoveScout24 ist eine kostenlose Dating-App. Du kannst gratis auf die Suche gehen, Interesse an Mitgliedern bekunden, Nachrichten austauschen und an den Live-Rooms teilnehmen. Zusätzlich gibt es zwei bezahlte Abos, “Basis” und “Premium”. Kostenpunkt: zwischen rund 10 und 34 € pro Monat.

In “Basis” kannst du nicht nur Text-, sondern auch Sprachnachrichten und Gifs austauschen, siehst Likes und Profilbesucher:innen und hast erweiterte Filter für die Suche.

In “Premium” kannst du dein Profil “öffnen” (also allen erlauben, dir ohne Match Nachrichten zu schicken), bekommst Lesebestätigungen für Nachrichten und kannst dein Profil fünfmal pro Monat für mehr Aufmerksamkeit “boosten”.

Diese Features schaltest du mit einer Premium-Mitgliedschaft frei
Diese Features schaltest du mit einer Premium-Mitgliedschaft frei
Screenshot: trusted.de
Quelle: lovescout24.de

Hier die Preise für beide Optionen im Überblick:

Laufzeit1 Monat6 Monate
Basis24,99 €/Monat9,99 €/Monat
Premium33,99 €/Monat14,99 €/Monat
Vorteile
  • Größte deutsche Singlebörse
  • Innovative Features
  • Umfangreiche Suchfunktion
  • Regelmäßige Live-Events
Nachteile
  • Fotos öffentlich sichtbar
  • Mögliche "leere" Profile
  • Überschaubare Privatsphäre-Einstellungen
LoveScout24
3.4
Testbericht
7

C-Date

3.5
1,5
Testnote
Sehr gut
  • Preis ab 39,90 €/Monat
  • Mitglieder 3,5 Millionen
  • Altersdurchschnitt ca. 30 - 45 Jahre
  • Plattform Android, iOS, PC
  • Männer-/Frauenanteil ca. ♂48 %/ ♀52 %

Die aus der Schweiz stammende Casual-Dating-Plattform C-Date ist in diesem Vergleich ein ziemlicher Ausreißer. Obwohl es auch in anderen Dating-Apps teilweise nicht um die Liebe fürs Leben, sondern um One-Night-Stands und lockere Affären geht, schreibt sich nur C-Date diese Art von Dating explizit auf die Fahne. Wem es hauptsächlich um Spaß und “nur das Eine” geht, sollte hier mal einen Blick riskieren!

Die Kurzfassung: Hemmungen, adieu! Auch wenn C-Date sich nach außen weniger explizit gibt, ist spätestens nach der Registrierung klar, welche Triebe hier angesprochen werden sollen. Sex-Dates stehen im Vordergrund; langfristige Beziehungen sucht man hier eher nicht. Schön: Anonymität und Sicherheit werden großgeschrieben; Fake-Profile gibt es; die werden aber schnell von den Betreiber:innen erkannt und schnell entfernt.

Wie funktioniert C-Date?

Bei C-Date wischst du dich nicht durch Profile in deiner Umgebung, sondern bekommst regelmäßig eine Reihe von Profilen vorgeschlagen. Die basieren auf deinen Suchfiltern, zum Beispiel zum Geschlecht, Alter, Standort oder Aussehen. Damit du direkt los flirten kannst, werden dir auch Profile angezeigt, die online sind oder gerade online waren. So stößt du bei der Suche nicht auf Karteileichen.

Alle diese User sind – laut C-Date-App – aktuell online und ich kann sie direkt anschreiben. Kein Match nötig.
Alle diese User sind – laut C-Date-App – aktuell online und ich kann sie direkt anschreiben. Kein Match nötig.
Screenshot: trusted.de
Quelle: c-date.de

Hast du ein Objekt deiner Begierde gefunden, nimmst du per Chat Kontakt auf. Jedenfalls, sofern du ein Premium-Abo hast, denn für User der kostenlosen Basis-Version ist an diesem Punkt Schluss. Um mit anderen in Kontakt zu treten oder dir deren Fotos unzensiert anzuschauen, brauchst du zwingend Premium.

Und das kostet, zumindest für Männer! Auf C-Date gelten Swingerclub-Regeln, das heißt: Frauen kommen umsonst rein, Männer zahlen den vollen Preis. Den habe ich dir weiter unten in meiner Kostenübersicht aufgeschlüsselt.

Welche Erfahrungen habe ich mit C-Date gemacht?

C-Date ist spannend und vollgepackt mit (unterschwelliger) Erotik. Das Wichtigste vorweg: Ja, du kannst in der App Kontakte für erotische Treffen finden. Das kann aber dauern; weil Männer oft lange auf Antworten warten müssen, während Frauen mit einer Nachrichtenflut hantieren müssen. Dass die Profile auf C-Date wenig Gesprächsstoff hergeben, hilft da nicht. Ergo: Die richtigen Erwartungen sind der Schlüssel! C-Date ist ein Marathon, kein Sprint.

Wenn du dich bei C-Date registrierst, kannst du erst einmal auswählen, wonach du auf der Suche bist. Das sind die Suchkriterien, nach denen C-Date deine Matches für dich aussucht. Geschlecht, Alter, Wohnort, Aussehen, etc.

Regelmäßig bekommst du auf dieser Basis neue Kontaktvorschläge. Die sind nicht wahnsinnig zahlreich (21 Stück), aber jeden Tag kommen ein oder zwei Kontaktvorschläge hinzu. Dafür fliegt ein alter raus.

Die Kontaktvorschläge auf C-Date sind sehr prominent und werden regelmäßig um weitere Vorschläge ergänzt
Die Kontaktvorschläge auf C-Date sind sehr prominent und werden regelmäßig um weitere Vorschläge ergänzt
Screenshot: trusted.de
Quelle: c-date.de

Wer in der Vorschlagsliste nicht fündig wird, kann sich auch alle Mitglieder anzeigen lassen, die aktuell online sind. Dann greifen deine Suchkriterien nicht – was in meinem Test z.B. dazu geführt hat, dass mir viele Ü40- und Ü50-Damen angezeigt wurden, obwohl meine Obergrenze 35 war.

Hast du ein Mitglied gefunden, das dich anspricht, kannst du dir das Profil anschauen. Dort findest du Fotos, oberflächliche Angaben und … sonst nichts. Die Profile auf C-Date sind echt knapp. Um mehr über das Objekt deiner Begierde zu erfahren, musst du im Chat danach fragen.

Das ist schade, denn so hast du keine gute Basis für den Gesprächseinstieg. In anderen Dating-Apps erfährst du oft mehr über deine Gegenüber.

Die Profile auf C-Date sind wahnsinnig oberflächlich und beinhalten noch nicht einmal Freitext. Entsprechend kompliziert ist dann der Gesprächseinstieg.
Die Profile auf C-Date sind wahnsinnig oberflächlich und beinhalten noch nicht einmal Freitext. Entsprechend kompliziert ist dann der Gesprächseinstieg.
Screenshot: trusted.de
Quelle: c-date.de

Zumindest ein Profiltext wäre eine nette Sache gewesen, um mehr Angaben über Interessen, Vorlieben und Co. machen zu können. So hast du auf C-Date fast zwangsläufig nur die Möglichkeit, das Gespräch mit einem “Hi, wie geht’s” zu eröffnen – oder halt gleich mit der Sex-Tür ins Haus zu fallen, was auch nicht die Lösung sein kann.

Immerhin: Statt Sprachnachrichten oder Profiltexte hat C-Date die Sektion “Meine Meinung zu”, in der du Fragen beantworten kannst wie “Was ist deiner Meinung nach das Wichtigste in einer sexy Beziehung?”.

Mithilfe der Fragen in den Profilen findest du zumindest ein wenig heraus, wie die anderen Mitglieder so ticken. Hier zum Beispiel könnte ich die Dame fragen, ob sie zum Date gerne auf einen Burger ausgehen möchte.
Mithilfe der Fragen in den Profilen findest du zumindest ein wenig heraus, wie die anderen Mitglieder so ticken. Hier zum Beispiel könnte ich die Dame fragen, ob sie zum Date gerne auf einen Burger ausgehen möchte.
Screenshot: trusted.de
Quelle: c-date.de

So erfährst du zumindest ein wenig darüber, ob ihr auf einer Wellenlänge seid.

Falls du dir übrigens Sorgen machst, dass C-Date eine ausgemachte Pornoseite ist, kann ich dich beruhigen. Die Page ist angenehm “unschmuddelig”. Offensiv-sexuelle Bilder als Profilfotos sind z.B. explizit verboten.

Die Profil-Fotos auf C-Date sind allesamt recht züchtig – und lassen sich, wenn gewünscht, sogar anonymisieren und bearbeiten
Die Profil-Fotos auf C-Date sind allesamt recht züchtig – und lassen sich, wenn gewünscht, sogar anonymisieren und bearbeiten
Screenshot: trusted.de
Quelle: c-date.de

In den “Galeriefotos” zeigen die User dagegen oft mehr nackte Haut; die müssen aber erst für dich freigeschaltet werden. Und auch dort ist die Devise eher “Softporno” als “explizit”.

In den Galerien der Mitglieder gibt es – vielleicht – etwas Heißes zu sehen. Das erfährst du aber nur, wenn die Fotos auch für dich freigeschaltet werden.
In den Galerien der Mitglieder gibt es – vielleicht – etwas Heißes zu sehen. Das erfährst du aber nur, wenn die Fotos auch für dich freigeschaltet werden.
Screenshot: trusted.de
Quelle: c-date.de

Findest du gut, was du siehst, kannst du direkt eine Nachricht schreiben.

Bei der Kontaktaufnahme liegt auf C-Date der Hund begraben. Männer müssen lange auf eine Antwort warten, während Frauen von Anfragen überschwemmt werden. Mein weiblicher Test-Account war quasi Frischfleisch für die Männerschaft und bekam innerhalb von 10 Minuten unzählige Nachrichten – teilweise sehr höflich, teilweise sehr eindeutig!

Bei meinem männlichen Account dagegen herrschte erstmal Schweigen im Walde. Hier ist Geduld angebracht!

Aber die kann sich lohnen. Im Laufe meiner Testphase bekam ich noch ein Like von einer jungen Dame, die mein Profil gut fand und kurzerhand ihre Galeriefotos für mich freigab. Kurz darauf folgte auch eine Rückmeldung auf eine meiner Nachrichten. Damit hatte ich nach ein paar Tagen zwei entspannte Kontakte. Immerhin!

Wer ein wenig Geduld mitbringt und seine gute Kinderstube nicht vergisst, wird auf C-Date mit entspannten und netten Kontakten belohnt
Wer ein wenig Geduld mitbringt und seine gute Kinderstube nicht vergisst, wird auf C-Date mit entspannten und netten Kontakten belohnt
Screenshot: trusted.de
Quelle: c-date.de

Eine Garantie gibt es dafür natürlich nicht. Aber Fakt ist, dass es im Casual-Dating-Sektor auf dem deutschen Markt nur wenige (seriöse) Alternativen gibt.

Wer also ernsthaft auf der Suche nach Sex-Dates ist, kommt an C-Date – meiner Einschätzung nach – fast nicht vorbei.

Eine Alternative wäre allenfalls der JOYclub. Aber Achtung: In der Sex- und Fetisch-Community geht es wesentlich wilder zu, als beim relativ zahmen C-Date. Das ist nichts für Anfänger:innen!

Mein Tipp: Gestalte dein Profil so ansprechend und aussagekräftig, wie möglich; halte dich an die “Dos and Don'ts” für Nachrichten (die C-Date netterweise in jedem Chat-Fenster einblendet) und sei regelmäßig auf der Plattform aktiv. Dann klappt es mit etwas Glück auch mit den ersten Kontakten!

Hermann Schnitzler
trusted-Experte für Digitale-Dienste
C-Date ist nicht perfekt, macht für eine Casual-Dating-App aber schon vieles richtig. Sie ist nicht zu schmuddelig, liefert regelmäßig Kontaktvorschläge, lässt bei der Kontaktsuche aber auch viele Freiheiten. Die Aufmachung der App könnte allerdings hübscher sein; vor allem, was die User-Profile angeht.

Während meiner Zeit auf C-Date habe ich …

  • … jeden Tag einen oder zwei neue Kontaktvorschläge bekommen.
  • … 2 sehr entspannte Kontakte geknüpft, aus denen ggf. mehr geworden wäre.
  • … eine Menge spannender (und sexy) Profile und Bilder gesehen.

C-Date ist für dich geeignet, wenn …

… es dir um lockeren Spaß geht und Liebe nicht deine Hauptsorge ist. Auch für Kontakte außerhalb einer festen Beziehung ist C-Date geeignet; viele User geben z.B. an, verheiratet oder vergeben zu sein, und suchen auf C-Date eine Auszeit vom Alltag. Wichtig ist aber auch, dass du ein gewisses Budget mitbringst, denn C-Date ist nicht günstig!

Absichten: Auf C-Date geht es um Erotik-Kontakte. Seitensprünge, Sexting, One-Night-Stands, Netflix and Chill, Freundschaft+, you name it. Casual ist das Zauberwort!

Altersdurchschnitt: Die meisten User auf C-Date sind zwischen 30 und 45 Jahre alt, die Zielgruppe also ein wenig älter, als bei den meisten Dating-Apps.

Geschlecht: Als eine der einzigen aktuellen Dating-Apps hat C-Date einen winzigen Frauenüberschuss. Da Frauen umsonst ein Premium-Profil bekommen, ist die Quote hier ein wenig höher; insgesamt sind die Geschlechter mit 52 zu 48 % aber ziemlich ausgeglichen.

LGBTQ+: Die Geschlechter der App sind strikt binär, du kannst dich also nur als “Mann” oder “Frau” identifizieren und auch nur danach suchen. Als Einstellung für die Sexualität sind “heterosexuell”, “homosexuell” und “bisexuell” verfügbar. Hier herrscht Nachholbedarf!

Wie viel kostet C-Date?

Ein Abonnement bei C-Date ist nicht nur Pflicht, wenn du jemanden auf der Plattform kennenlernen willst. Es ist auch ziemlich teuer; zumindest für Männer! Frauen melden sich kostenlos bei C-Date an; die Herren der Schöpfung zahlen zwischen 50 und 80 €/Monat. Damit steht C-Date eher auf einer Stufe mit der Partnervermittlung Parship, als mit Freemium-Dating-Apps der Marke Tinder. Die Kosten hängen von der Vertragslaufzeit ab:

Laufzeit3 Monate6 Monate12 Monate
Preis (Männer)79,99 €/Monat69,99 €/Monat49,99 €/Monat
Preis (Frauen)0,00 €/Monat0,00 €/Monat0,00 €/Monat
Vorteile
  • Hohe Frauenquote
  • Frauen flirten kostenlos
  • Seriöse Casual-Date-Plattform
  • Anonymität und Sicherheit
Nachteile
  • Teure Premium-Mitgliedschaft
  • Störende Fake-Profile
  • 3 Monate Kündigungsfrist
  • Automatische Aboverlängerung
C-Date
3.5
Testbericht
8

OkCupid

3.2
  • Preis ab 0,00 €/Monat
  • Mitglieder ca. 70 Millionen
  • Altersdurchschnitt ca. 27 Jahre
  • Plattform iOS, Android, Web
  • Männer-/Frauenanteil ca. ♂54 %/ ♀46 %

OkCupid ist schon lange eine bekannte Marke auf dem Dating-Markt. Teilweise bezeichnet als das “Tinder für Leute, die sich für Tinder zu fein sind”, zielt die App auf eine eher akademische bzw. liberale Zielgruppe ab. 2004 entwickelt, gehört OkCupid mittlerweile ironischerweise – wie Tinder – zur Match Group. Wie sich die App von der Konkurrenz absetzen will, und warum ich sie als zweischneidiges Schwert empfand, erfährst du jetzt:

Die Kurzfassung: OkCupid bietet Gutes und Schlechtes. Schlecht ist, dass dich die App mit fingierten Likes zum Kauf eines Abos bewegen will und viele Fake-Profile birgt. Gut ist, dass du, wenn du dich um beides erfolgreich herum manövriert hast, nette und spannende Menschen kennenlernen kannst. Ob die dann auch in deinem Einzugsgebiet wohnen, ist Glückssache. Denn auch den Suchradius kannst du nur als zahlender User als feste Bedingung setzen.

Wie funktioniert OkCupid?

OkCupid ist eine Dating-App, wie es deren viele gibt. Du erstellst dir ein umfangreiches Profil mit Fotos und Angaben zu deiner Person. Du stellst ein, wen und wo du daten möchtest und bekommst dann Profile in deiner Umgebung angezeigt. Die Profile wischst du entweder nach rechts, wenn sie dir gefallen, oder nach links, wenn nicht. Klassisches Swipen und Matchen – plus ein paar Spielereien, von denen ich dir gleich noch mehr erzähle.

So sieht die Oberfläche von OkCupid aus. Nicht anders, als bei der Konkurrenz
So sieht die Oberfläche von OkCupid aus. Nicht anders, als bei der Konkurrenz
Screenshot: trusted.de
Quelle: okcupid.com

Welche Erfahrungen habe ich mit OkCupid gemacht?

Matches auf OkCupid sind zahlreich (die meisten im Vergleich!), die Menschen sind nett und schreiben gerne und schnell. Spielereien wie die “Fragen”, die zu besseren Matches führen sollen, ergänzen das bekannte Swipe-Prinzip sinnvoll. Gleichzeitig habe ich mich über OkCupid aber auch viel ärgern müssen. Ob du dich auch damit herumschlagen willst, oder lieber doch zum “Original” abwanderst, musst du selbst entscheiden.

Mein erster Gedanke über die App war: Das geht ganz schön schnell hier! Immerhin hatte ich schon 10 Minuten nach der Anmeldung 15 Likes – und das, obwohl mein Profil noch leer war. Um zu sehen, wer mich so mit Likes überhäuft, sollte ich direkt – na klar – einen Premium-Account anlegen.

40 Likes innerhalb kürzester Zeit; und zum Freischalten brauche ich natürlich Premium
40 Likes innerhalb kürzester Zeit; und zum Freischalten brauche ich natürlich Premium
Screenshot: trusted.de
Quelle: okcupid.com

Also, entweder komme ich bei den Frauen der App wahnsinnig gut an; oder OkCupid will mich gepflegt vera*****n. Und Ersteres schließe ich (trotz gesunden Selbstvertrauens) erstmal aus.

Aber gut, fragwürdige Geschäftspraktiken mal außen vor, schauen wir doch mal, was auf OkCupid sonst noch so los ist.

Matches gab es in der App jedenfalls am laufenden Band. Tatsächlich war die Gesamtzahl meiner Matches bei OkCupid im Test die höchste. 22 Stück waren es im Testzeitraum. Zum Vergleich: Bei Tinder hatte ich nur insgesamt 13 Matches.

Wer viel swipt, sammelt auch viele Matches; da sind gute, aber auch schlechte dabei
Wer viel swipt, sammelt auch viele Matches; da sind gute, aber auch schlechte dabei
Screenshot: trusted.de
Quelle: okcupid.com

Da war auch der eine oder andere Fake dabei. Zum Beispiel Lisa aus München, die nur Englisch sprach, Roboterantworten abschickte und mich so schnell wie möglich aus der App auf WhatsApp locken wollte.

Aber es gab auch echte Matches, von denen ich schnell eine Nachricht bekommen habe. So begrüßte mich Tamara z.B. mit einer Frage, die sich auf eines meiner Profilbilder bezog. Maren wollte wissen, ob ich mich auf die Feiertage freue und welches Getränk ich wäre. Und eine Userin schickte mir schlicht ein Herzaugen-Emoji.

Von vielen meiner Matches wurde ich direkt nach Match mit einer Nachricht beglückt. Schön!
Von vielen meiner Matches wurde ich direkt nach Match mit einer Nachricht beglückt. Schön!
Screenshot: trusted.de
Quelle: okcupid.com

Kennenlernen kannst du hier also auf jeden Fall jemanden. Wer weiß, vielleicht waren einige der anfänglichen Likes also doch echt – und die Menschen auf OkCupid sind einfach sehr schnell damit, Likes zu verteilen?

Allerdings solltest du aufpassen, woher deine Matches kommen. Denn mit deinem Suchradius nimmt OkCupid es nicht so genau. Ich hatte einen Radius von 10 Meilen (ja, OkCupid rechnet in Meilen) um München angegeben. Trotzdem kamen viele meiner Matches aus Koblenz, Dresden oder direkt aus der Türkei.

Dass Manavgat, Turkey im Umkreis von 10 Meilen von München liegt, wäre mir neu
Dass Manavgat, Turkey im Umkreis von 10 Meilen von München liegt, wäre mir neu
Screenshot: trusted.de
Quelle: okcupid.com

Du kannst die App auch zwingen, deinen Radius einzuhalten, indem du den Filter als “No-Go” markierst; das geht aber nur als Premium-User.

Besser finde ich die diversen Spielereien. OkCupid scheint sich etwas bei etablierten Partnervermittlungen wie Parship abgeguckt zu haben und gibt dir die Option, eine Art “Persönlichkeitstest” auszufüllen, indem du Fragen beantwortest.

Wenn du fleißig Fragen beantwortest, findet der Algorithmus passende Profile für dich
Wenn du fleißig Fragen beantwortest, findet der Algorithmus passende Profile für dich
Screenshot: trusted.de
Quelle: okcupid.com

Die Antworten dienen zur Berechnung eines Match-Scores. User, die in den gleichen Fragen ähnlich geantwortet haben, werden dir als besonders passend vorgeschlagen. Ähnlich eben wie bei einer Partnervermittlung. Mit diesem Feature wirbt OkCupid auch stark.

Durch solche Spielereien wurde mir OkCupid gegen Ende fast noch sympathisch, trotz des nicht so tollen Ersteindrucks. Dachte ich zu Beginn noch, OkCupid will mir nur ein Abo andrehen, war mein Eindruck später eher das Gegenteil; dass die App mich dazu bewegen wollte, mich mit meinem Profil und den Usern zu beschäftigen, und dadurch mehr Erfolg zu haben.

Fast schon ein bisschen schizophren. Entsprechend lautet mein Fazit:

Hermann Schnitzler
trusted-Experte für Digitale-Dienste
OkCupid hat mich sowohl negativ als auch positiv überrascht. Auf der einen Seite der Verdacht auf gefälschte Likes – auf der anderen Seite viele sympathische Matches. Auf der einen Seite Ärger über Fakes – auf der anderen Seite lustige Spielereien wie der Match-Score. Viel Licht, aber auch Schatten!

Während meiner Zeit auf OkCupid habe ich …

  • … ca. 500 Likes verschickt und 22 Matches bekommen; Erfolgsquote: 4 %
  • … 21 Fragen beantwortet, um meinen Matching-Score zu ermitteln.
  • … über 40 Likes bekommen, bevor mein Profil überhaupt fertig war. Ja ne, ist klar!

OkCupid ist für dich geeignet, wenn …

… du gerne viele Matches hast und viele neue Leute kennenlernen möchtest. Das geht mit der App fix und unkompliziert, sofern du kein Problem damit hast, die Fakes auszusieben – oder Profile, die überhaupt nicht in deinem Suchradius liegen.

Absichten: Die meisten Profile, denen ich im Test begegnet bin, hatten entweder “Langzeitbeziehung” oder “Nichts Festes” angegeben. Laut Erhebungen suchen rund 75 % der User nach einer langfristigen Beziehung.

Altersdurchschnitt: OkCupid richtet sich an User zwischen 20 und 30, mit einem Durchschnittsalter von ungefähr 27 Jahren, aber auch Ausreißern nach oben und unten.

Geschlecht: Offizielle Zahlen gibt es zum Geschlechterverhältnis nicht; die meisten Quellen gehen von einem “mehr oder weniger ausgeglichenen” Verhältnis von ungefähr 50/50 aus.

LGBTQ+: OkCupid ist sehr LGBTQ-freundlich. Du hast nicht nur die Wahl aus 22 möglichen Genderidentitäten sowie 21 sexuellen Orientierungen, sondern kannst in deinem Profil auch deine gewünschten Pronomen hinterlegen.

Wie viel kostet OkCupid?

OkCupid ist in der Basisversion kostenlos. Dann kannst du pro Tag 50-mal nach rechts swipen und siehst ab und zu Werbung. Außerdem verzichtest du auf einige Specials, die du erst in einem der kostenpflichtigen Accounts für zwischen rund 10 und 33 €/Monat freischalten kannst.

Im Basic-Account hast du unbegrenzte Likes, kannst schärfere Suchfilter schalten, kannst versehentliche Links-Swipes rückgängig machen und bist werbefrei. Mit dem teureren Premium-Account siehst du zusätzlich alle Likes, die du bekommen hast.

Laufzeit1 Monat3 Monate6 Monate
Basic21,70 €/Monat14,47 €/Monat10,85 €/Monat
Premium32,57 €/Monat21,71 €/Monat16,28 €/Monat
Vorteile
  • Super für queere und nicht-binäre Singles
  • Sehr umfangreiche Profile
  • Grundsätzlich kostenlos nutzbar
Nachteile
  • Viele persönliche Fragen im Profil
OkCupid
3.2
9

Badoo

4
  • Preis ab 0,00 €/Monat
  • Mitglieder ca. 460 Millionen
  • Altersdurchschnitt ca. 25 Jahre
  • Plattform Android, iOS, Web
  • Männer-/Frauenanteil ca. ♂69 %/ ♀31 %

Badoo ist eine seit 2006 entwickelte Dating-App und war zeitweise die am häufigsten verwendete Flirt-App überhaupt. Trotz aller Beliebtheit stand die App aber auch schon diverse Male in der Kritik, z.B. wegen ihrer Datenschutz-Standards. Trotzdem ist Badoo immer noch am Start. Ob sich die App inzwischen ein wenig seriöser gibt und was sie im Vergleich so bietet, erfährst du in meinem Erfahrungsbericht:

Die Kurzfassung: Ich finde einige Features an Badoo eher gruselig, als nützlich. Zum Beispiel die Möglichkeit, gegen Punkte (also im Endeffekt gegen Echtgeld) User auch ohne Match anzuschreiben; oder das Umgebungsfeature, das mir anzeigt, welche Mitglieder besonders nah an meinem Standort sind. Einige Fakes tun ihr Übriges; leider können da auch die schön gestalteten Profile nicht mehr viel rausholen.

Wie funktioniert Badoo?

Öffnest du die App, werden dir die Fotos anderer Mitglieder angezeigt. Die kannst du dann nach rechts swipen, um einen Like zu vergeben oder nach links swipen, wenn dir das Foto nicht gefällt. Mag ein anderer User dein Profil auch, gibt es ein Match und ihr könnt im integrierten Messenger chatten. Einzigartig an Badoo ist das Umgebungs-Feature, das dir Profile mit einer besonders kurzen Entfernung anzeigt.

Badoo ist fast identisch wie Tinder aufgebaut und das Konzept ist ebenfalls das gleiche
Badoo ist fast identisch wie Tinder aufgebaut und das Konzept ist ebenfalls das gleiche
Screenshot: trusted.de
Quelle: badoo.com

Dort können User auch ihre aktuelle “Stimmung” einstellen – etwa “In Flirtlaune”, “Bring mich zum Lachen” oder “Bereit für Abenteuer”.

Im Umgebungs-Feature kannst du deine aktuelle Stimmung hinterlassen und anderen so mitteilen, wonach dir gerade ist
Im Umgebungs-Feature kannst du deine aktuelle Stimmung hinterlassen und anderen so mitteilen, wonach dir gerade ist
Screenshot: trusted.de
Quelle: badoo.com

Aber nicht nur das; im Austausch gegen “Punkte” – die du dir gegen Echtgeld kaufen kannst – oder als Premium-Plus-User kannst du Personen in deiner Umgebung auch anschreiben, wenn ihr kein Match habt.

Welche Erfahrungen habe ich mit Badoo gemacht?

Ich hatte einige Matches auf Badoo und das Verhältnis zwischen Swipes und Matches war zwar nicht berauschend, aber in Ordnung. Oder wäre es zumindest gewesen, wenn meine Matches auch ein wenig kommunikativer gewesen wären, oder sich schnell als Fake entpuppt hätten. Dabei hatte ich eigentlich größere Erwartungen an diesen “alten Hasen”.

Sagen wir’s, wie es ist: Badoo ist mir nicht ganz geheuer. Das liegt nicht nur an dem Umgebungs-Feature oder an der Möglichkeit, Nachrichten auch ohne Match zu verschicken.

Unter “In der Nähe” kannst du dir Profile anzeigen lassen, die sich besonders nah an deinem Standort befinden
Unter “In der Nähe” kannst du dir Profile anzeigen lassen, die sich besonders nah an deinem Standort befinden
Screenshot: trusted.de
Quelle: badoo.com

Aber auch das sind Gründe! Badoo wirbt quasi damit, dass ich Frauen belästigen kann, auch wenn sie kein Interesse an mir haben. In einer Zeit, in der andere Dating-Apps Online-Dating so sicher wie möglich machen wollen, ist das nicht nur sinnentleert. Es ist fast schon fahrlässig!

Dass User einer unaufgeforderten Nachricht auch widersprechen können, rettet die Ehre von Badoo ein wenig. Wirklich explizit weist die App aber nicht auf die Einstellungsmöglichkeit hin.

Gegen Echtgeld schaltest du in Badoo die Möglichkeit frei, anderen Usern auch ohne Match zu schreiben. Creepy.
Gegen Echtgeld schaltest du in Badoo die Möglichkeit frei, anderen Usern auch ohne Match zu schreiben. Creepy.
Screenshot: trusted.de
Quelle: badoo.com

Auch davon abgesehen konnte Badoo nicht wirklich bei mir punkten.

Zwar macht die App auf den ersten Blick keinen schlechten Eindruck. Sie ist übersichtlich und hat ein gefälliges Design. Die auffällige Werbung nervt ein bisschen; dafür ist das Swipe-Konzept alt bewährt und macht auch auf Badoo Spaß.

Auch die Profile auf Badoo finde ich cool. Die sind ähnlich aussagekräftig, wie zum Beispiel bei Bumble oder Hinge und machen etwas her, wenn sie sauber gepflegt sind. Interessen und Hobbys kannst du als “Hashtags” (z.B. “#kochen”) einstellen und siehst dann in den Profilen anderer User, wo sich eure Interessen überschneiden.

Die Profile auf Badoo sind aussagekräftig. Das Hashtag-Feature ist eine nette Idee, um Gemeinsamkeiten zu finden.
Die Profile auf Badoo sind aussagekräftig. Das Hashtag-Feature ist eine nette Idee, um Gemeinsamkeiten zu finden.
Screenshot: trusted.de
Quelle: badoo.com

Aber: Gleich das erste Match, das ich in der App hatte, war mit einem offensichtlichen Fake-Profil. Die Dame lud mich in der ersten Nachricht per Link auf eine ominöse Kontaktseite ein, wo sie “auf mich warten” wolle. Kurze Zeit später war ihr Profil auf Badoo gelöscht.

Zwar hatte ich danach noch einige echte Matches in der App, aber den miesen ersten Eindruck konnte Badoo bis zum Ende meines Tests nicht loswerden. Zumal auch nur die wenigsten meiner Matches auf eine meiner Nachrichten reagiert haben.

Die Matching-Quote auf Badoo ist nicht schlecht, allerdings wirken die User ein wenig schreibfaul
Die Matching-Quote auf Badoo ist nicht schlecht, allerdings wirken die User ein wenig schreibfaul
Screenshot: trusted.de
Quelle: badoo.com

Kommen wir zu meinem Fazit:

Hermann Schnitzler
trusted-Experte für Digitale-Dienste
Ich würde Badoo gerne cool finden, z.B. wegen der schönen und aussagekräftigen Profile und der Unterstützung der LGBTQ+-Community (siehe unten). Gleichzeitig ist mir die App aber suspekt. Fake-Profile und mangelnde Privatsphäre hinterlassen einen seltsamen Beigeschmack.

Während meiner Zeit auf Badoo habe ich …

  • … ca. 250 Likes verschickt und 8 Matches bekommen; Erfolgsquote: ca. 3,2 %
  • … explizit keine Punkte gekauft, um User ohne vorheriges Match anzuschreiben.

Badoo ist für dich geeignet, wenn ...

… nach einer Tinder-Alternative suchst. Recht viel mehr ist Badoo nämlich nicht. Wenn dich das Stimmungs-Feature reizt, kannst du einen Blick riskieren. Ansonsten rate ich zu besseren Tinder-Klonen wie Bumble oder Hinge.

Absichten: Bunt gemischt zwischen Gelegenheitsdate und fester Beziehung – zumindest anhand der Profiltexte der Mitglieder. Laut Erhebungen suchen rund 72 % der User nach einer festen Beziehung.

Altersdurchschnitt: Die meisten User auf Badoo sind zwischen 25 und 34 Jahre alt; das Durchschnittsalter liegt bei ca. 25.

Geschlecht: Badoo verzeichnet einen Männerüberschuss von 69 % männlichen zu 31 % weiblichen mitgliedern.

LGBTQ+: Badoo setzt sich stark für die LGBTQ+-Community ein und veröffentlicht regelmäßig Studien und Blogbeiträge zu diesem Thema. In der App kannst du dich als “Mann”, “Frau” oder “Nicht-binär” anmelden.

Wie viel kostet Badoo?

Badoo ist eine Freemium-App, grundsätzlich also kostenlos. Nur für Werbefreiheit und spezielle Features musst du eines der Abos “Premium” oder “Premium Plus” buchen. Damit kannst du sehen, wer dir ein Like gegeben hat, verschickst Nachrichten mit Priorität, kannst mehr als nur 50-mal am Tag swipen und hast mehr Suchfilter. Du kannst tageweise, wochenweise oder als Monatsabo für zwischen rund 9 und 30 € pro Monat buchen.

Laufzeit1 Tag1 Woche1 Monat3 Monate6 Monatelebenslang
Premium2,99 €5,99 €14,99 €/Monat11,66 €/Monat9,17 €/Monat119,99 €
Premium Plus14,99 €29,99 €/Monat20,00 €/Monat15,00 €/Monat

Grenzwertig: In “Premium Plus” kannst du zweimal pro Woche Personen eine Nachricht schicken, auch wenn ihr kein Match habt. Zudem hast du nur als Premium-User Zugang zu einem “Inkognito”-Modus, mit dem du dein eigenes Profil auf unsichtbar stellen, die Profile anderer User aber immer noch anschauen kannst.

Vorteile
  • Schnelle und unkomplizierte Flirts
  • Kurzweilige Spiele und Wettbewerbe
  • Grundsätzlich kostenlos nutzbar
Nachteile
  • Hohe Abo-Gebühren für Premium
  • Keine reine Dating-Plattform
  • Zusatzfeatures durch “Punkte”
Badoo
4
10

LOVOO

3.6
  • Preis ab 0,00 €/Monat
  • Mitglieder ca. 70 Millionen
  • Altersdurchschnitt ca. 29 Jahre
  • Plattform iOS, Android, Web
  • Männer-/Frauenanteil ca. ♂63 %/ ♀37 %

Lovoo ist eine deutsche Dating-App, die 2011 auf den Markt kam und zeitweise zu den bekanntesten Dating-Apps in Deutschland gehörte – und dank einiger Betrugsvorwürfe auch zu den umstrittensten. Seit 2020 gehört Lovoo zur ParshipMeet Group des deutschen Medienunternehmens ProSiebenSat. 1 Media. In meinem Dating-Apps-Vergleich ist Lovoo klar erkennbar das Schlusslicht. Warum das so ist? Hier erfährst du es.

Die Kurzfassung: Lovoo kann sich nicht recht entscheiden, ob es noch eine Dating-App, oder doch lieber ein Streaming-Portal der Marke “Twitch” sein will. Dementsprechend geht es für viele User auch nicht darum, jemanden kennenzulernen, sondern um (fragwürdige) Selbstdarstellung im Live-Stream. Dazu kommt Werbung am laufenden Band, die du nur mit einem teuren Premium-Abo abschalten kannst. So kann man sich auch selbst torpedieren!

Wie funktioniert Lovoo?

Lovoo ist erstmal eine ganz klassische Dating-App, das heißt du siehst User in deinem Suchradius und kannst sie mit einem Swipe nach rechts oder links beglücken. Rechts heißt, du hast Interesse an einem Kennenlernen. Bei Gegenseitigem Interesse gibt’s ein Match und ihr könnt chatten. Besonders an Lovoo ist das Live-Feature. Hier findest du Livestreams von Usern, die gerade Online sind und Teile ihres Tages mit der Lovoo-Community teilen.

Auf den ersten Blick wirkt Lovoo wie jede andere Dating-App auch
Auf den ersten Blick wirkt Lovoo wie jede andere Dating-App auch
Screenshot: trusted.de
Quelle: lovoo.com

Du kannst dich jederzeit einem Livestream anschließen und dich dort im Chat mit den Streamer:innen oder mit anderen Zuschauenden austauschen.

Welche Erfahrungen habe ich mit Lovoo gemacht?

Lovoo hat es mir im Test echt schwer gemacht! Die meisten Features – wie die “Fragen” oder das Umgebungsfeature – kannte ich schon aus anderen Dating-Apps wie OkCupid und Badoo. Und das Alleinstellungsmerkmal in Form der Live-Streams hat mich eher abgeschreckt. Matches hatte ich wenige, dafür umso mehr Frustmomente.

Sprechen wir den Elefanten im Raum an: Das Live-Feature. Von dem war (und bin) ich maximal verwirrt. Die Idee leuchtet mir zwar noch irgendwo ein. Das ist eine Art “Dating-App meets Twitch”, wo User sich in einem Livestream vorstellen können, um so neue Leute kennenzulernen oder halt ein Date abzugreifen.

Die Livestreams – vor allem die der Damen – haben eine recht eindeutige Zielgruppe
Die Livestreams – vor allem die der Damen – haben eine recht eindeutige Zielgruppe
Screenshot: trusted.de
Quelle: lovoo.com

Jedenfalls könnte ich mir vorstellen, dass das ursprünglich mal die Idee war. Wie das Feature allerdings genutzt wird, hat mich rat- und sprachlos zurückgelassen.

In einem Stream tanzte eine Nutzerin aufreizend zu Songs von “Die Firma” und blies dabei den Rauch ihrer E-Zigarette in die Kamera. Interaktion mit den Zuschauer:innen? Gleich null. In einem anderen Stream durfte ich eine Stunde die Zimmerdecke einer Nutzerin betrachten, die vergessen hatte, ihre Kamera auszuschalten. Dieser Stream hatte über 1.000 Zuschauer:innen.

Eine Stunde Zimmerdecke, das war der ganze Stream dieser Nutzerin. Ich versteh’s nicht.
Eine Stunde Zimmerdecke, das war der ganze Stream dieser Nutzerin. Ich versteh’s nicht.
Screenshot: trusted.de
Quelle: lovoo.com

In wieder einem anderen Stream lief gerade ein “Battle”, in dem wohl zwei zufällige Streams gegeneinander antreten. Hier fragte ein Nutzer seine Zuschauer:innen, ob sie Lust hätten, “die Dicke zu f*****” – und bezog sich dabei auf die Streamerin, gegen die er im Moment antrat. Ekelhaft.

Keine Ahnung, ob ich dieses Live-Ding nicht verstanden habe oder schlicht nicht die Zielgruppe bin; aber ich wollte definitiv nicht mehr davon. Unterhalten habe ich mich in den Livestreams mit niemandem; geschweige denn, dass ich irgendjemanden dort daten wollte.

Also doch wieder zurück zum guten alten Swipe. Das funktionierte immerhin. Richtig nervig hier war aber, dass ich mir alle paar Swipes ein Werbevideo anschauen musste. Die dauern teilweise bis zu 30 Sekunden und lassen sich weder überspringen noch stoppen, es sei denn, du schließt die App.

Werbung für dumme Apps, die du nicht überspringen kannst, gehören bei Lovoo leider zur Tagesordnung
Werbung für dumme Apps, die du nicht überspringen kannst, gehören bei Lovoo leider zur Tagesordnung
Screenshot: trusted.de
Quelle: lovoo.com

Diese App will einfach nicht, dass ich sie mag.

On top gibt’s auch noch ein Umgebungsfeature, ähnlich wie bei Badoo. Hier siehst du eine Karte deiner Umgebung und die User, die sich am nächsten zu deinem Standort befinden. Wer mag tippt auf die Heatmaps auf der Karte und sieht dann, wo besonders viel los ist, und wer sich dort gerade herumtreibt.

Auf der Umgebungskarte siehst du, wo sich gerade sehr viele Lovoo-User herumtreiben – und außerdem ein paar gute Orte für ein Date
Auf der Umgebungskarte siehst du, wo sich gerade sehr viele Lovoo-User herumtreiben – und außerdem ein paar gute Orte für ein Date
Screenshot: trusted.de
Quelle: lovoo.com

Diese Funktion hatte bei Badoo schon unangenehme Stalker-Vibes; hier wird es dank Map-Unterstützung nochmal einen Zacken grusliger.

Wo wir schon bei geklauten Ideen sind: Wer mag, kann ähnlich wie bei OkCupid einen Persönlichkeitstest machen und dafür Fragen beantworten. Dann soll die App User vorschlagen, die ähnlich geantwortet haben und gut zu dir passen.

Die Prozentzahl in den “Best Picks” zeigt dir, wie groß die Übereinstimmung zwischen dir und anderen Usern ist
Die Prozentzahl in den “Best Picks” zeigt dir, wie groß die Übereinstimmung zwischen dir und anderen Usern ist
Screenshot: trusted.de
Quelle: lovoo.com

Die Idee finde ich schon irgendwie cool; nur halt nicht neu. Einige der Fragen stammten sogar eins zu eins aus OkCupid.

Obwohl ich eigentlich an dieser Stelle schon genug von Lovoo hatte, habe ich dann doch noch ein bisschen geswipt und ein paar Likes verteilt. Ein paar Matches hatte ich auch; allerdings habe ich auf keine meiner Nachrichten eine Antwort bekommen. Also im Grunde auf der ganzen Linie versagt.

Hermann Schnitzler
trusted-Experte für Digitale-Dienste
Von der bunt blinkenden Aufmachung über das Livestream-Feature (absoluter Cringe) über das gruselige Umgebungs-Feature bis hin zur penetranten Werbung und dem überteuerten Preissystem gibt es eigentlich nichts Gutes, was ich über Lovoo sagen könnte. Ich freue mich, die App nie wieder öffnen zu müssen.

Während meiner Zeit auf Lovoo habe ich …

  • … ca. 240 Likes verschickt und 6 Matches bekommen; Erfolgsquote: 2,5 %
  • … 20 Livestreams gesehen und mir danach Gedanken über mein Leben gemacht.
  • … hochgerechnet 40 Minuten (!) mit dem Anschauen von Werbung verbracht.

Lovoo ist für dich geeignet, wenn …

… dich trotz meiner eindringlichen Warnungen das Live-Feature reizt oder du dich selbst im Livestream für andere in Szene setzen willst. Ansonsten hat Lovoo keinen USP. Wer einfach ein bisschen swipen will, ist bei Tinder deutlich besser aufgehoben.

Absichten: Augenscheinlich locker und ungezwungen. Die meisten Profile hatten “Mal sehen, was passiert” oder “Neue Freunde & Chats” als Ziel angegeben.

Altersdurchschnitt: Hauptzielgruppe von Lovoo sind User zwischen 18 und 35 Jahren; das Durchschnittsalter liegt bei etwa 29 Jahren.

Geschlecht: Zum Geschlechterverhältnis auf Lovoo gibt es keine belastbaren Zahlen; die meisten Quellen (und auch viele User) gehen von einem mehr oder weniger starken Männerüberschuss aus. Einzelne Quellen sprechen von rund 63 % männlichen Usern.

LGBTQ+: Lovoo ist strikt binär. Bei der Anmeldung hast du die Wahl zwischen “männlich” und “weiblich” – nicht einmal eine Alibi-Option wie “divers” wollte Lovoo seinen Usern spendieren. Unsympathisch. Die gleichgeschlechtliche Partnersuche ist möglich, steht aber nicht im Fokus.

Wie viel kostet Lovoo?

Du kannst Lovoo mit allen Basis-Funktionen kostenlos nutzen. Größte Einschränkung für Gratis-User ist, dass du nur 30-mal pro Tag nach rechts swipen kannst und ständig mit Werbung bombardiert wirst. Um beides zu umgehen, bietet Lovoo ein Premium-Profil für zwischen rund 8 und 22 €/Monat an, je nach Abo-Laufzeit.

Das enthält auch weitere Features; so siehst du als Premium-User z.B., wer dir ein Like gegeben hat, kannst bessere Suchfilter einstellen, wirst Usern öfter angezeigt und hast Zugriff auf den Ghost-Modus, in dem andere dein Profil nicht sehen können.

Laufzeit1 Monat3 Monate12 Monate
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Nachteile
  • Aktionen kosten Coins
  • Zusatzfunktionen kostenpflichtig
LOVOO
3.6

Die 10 besten Dating Apps im Vergleich

  1. Tinder - The one and only
  2. Hinge - Entschleunigtes Dating mit Persönlichkeit
  3. Bumble - Frauen machen den ersten Schritt
  4. Parship - Partnervermittlung mit Erfolgsgarantie
  5. Boo - Dating nach Persönlichkeitstypen
  6. LoveScout24 - Lockeres Flirten für Extrovertierte
  7. C-Date - Casual Dating für erotische Abenteuer
  8. OkCupid - Passendere Matches dank Algorithmus
  9. Badoo - Tinder-Klon mit “In der Nähe”-Feature
  10. LOVOO - Dating-App mit Livestream-Funktion

Vergleichstabelle

Anbieter
Tinder
Bumble
Parship
LoveScout24
C-Date
OkCupid
Badoo
LOVOO
ElitePartner
Finya
LemonSwan
be2
Bildkontakte
Fischkopf
JOYclub
Kultivierte Singles
lablue
LOVEPOINT
eDarling
Ashley Madison
DatingCafe
First Affair
Grindr
KissNoFrog
Lebensfreunde
muenchnersingles
NEU.DE
New Honey
PARWISE
single.de
SingleTreffen.de
Zweisam
Testurteil
Nicht getestet
N/A
Test
N/A
Nicht getestet
N/A
Test
N/A
sehr gut
1,2
Test
06/2023
sehr gut
1,5
Test
06/2023
sehr gut
1,5
Test
06/2023
Nicht getestet
N/A
Test
N/A
Nicht getestet
N/A
Test
N/A
Nicht getestet
N/A
Test
N/A
sehr gut
1,4
Test
06/2023
sehr gut
1,5
Test
06/2023
sehr gut
1,5
Test
06/2023
Nicht getestet
N/A
Test
N/A
Nicht getestet
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Test
N/A
Nicht getestet
N/A
Test
N/A
Nicht getestet
N/A
Test
N/A
Nicht getestet
N/A
Test
N/A
Nicht getestet
N/A
Test
N/A
Nicht getestet
N/A
Test
N/A
sehr gut
1,4
Test
06/2023
gut
2,2
Test
03/2024
Nicht getestet
N/A
Test
N/A
Nicht getestet
N/A
Test
N/A
Nicht getestet
N/A
Test
N/A
Nicht getestet
N/A
Test
N/A
Nicht getestet
N/A
Test
N/A
Nicht getestet
N/A
Test
N/A
Nicht getestet
N/A
Test
N/A
Nicht getestet
N/A
Test
N/A
Nicht getestet
N/A
Test
N/A
Nicht getestet
N/A
Test
N/A
Nicht getestet
N/A
Test
N/A
Nicht getestet
N/A
Test
N/A
Kundenbewertung
3.4
(6,87M)
4.1
(2,41M)
3.5
(35.968)
3.4
(31.175)
3.5
(14.908)
3.2
(610,7K)
4
(6,39M)
3.6
(1,25M)
3.7
(8.843)
3.8
(5.604)
2.6
(2.645)
3.8
(8.426)
4
(11.496)
2.5
(980)
4.4
(45.458)
3.6
(447)
4.3
(727)
2.1
(91)
2.4
(8.523)
2.2
(35)
1.8
(30)
3.4
(1,17M)
1.3
(74)
3.1
(1.132)
4.3
(1.925)
3.4
(6.151)
1
(1)
2
(493)
1
(2)
3.6
(8.202)
Tarif
Preis
0,00 € / monatlich 0,00 € / monatlich 0,00 € / monatlich 0,00 € / monatlich 0,00 € / monatlich 0,00 € / monatlich 0,00 € / monatlich 0,00 € / monatlich 0,00 € / monatlich 0,00 € / monatlich 0,00 € / monatlich 0,00 € / monatlich 0,00 € / monatlich 0,00 € / monatlich 0,00 € / monatlich 0,00 € / monatlich 0,00 € / monatlich 24,90 € / monatlich 0,00 € / monatlich 0,00 € / monatlich 0,00 € / monatlich 0,00 € / monatlich 0,00 € / monatlich 0,00 € / monatlich 0,00 € / monatlich 0,00 € / monatlich 0,00 € / monatlich 0,00 € / monatlich 0,00 € / monatlich 0,00 € / monatlich 0,00 € / monatlich 0,00 € / monatlich
Keine Unterschiede vorhanden

Top-Features

Mitglieder
2.000.000 100.000 5,4 Millionen 6 Millionen 2,5 Millionen 4,2 Millionen 3,4 Millionen 2,1 Millionen 3 Millionen 7 Millionen 500.000 2 Millionen 4 Millionen 480.000 4,8 Millionen 150.000 500.000 600.000 2,6 Millionen ca. 500.000 2 Millionen 900.000 200.000 1,5 Millionen 100.000 60.000 5 Millionen 3 Millionen 1,6 Millionen 2 Millionen 500.000 250.000
Frauenanteil
38% 55% 51% 45% 52% 40% 48% 30% 55% 45% 56% 57% 48% 43% 30% (ohne Paare) 53% 36% 65% / 41% 52% ca. 12 % 52% 38%
Keine Angaben verfügbar
32% 53% 49% 42% 39% 51% 45% 34% 45%
Männeranteil
62% 45% 49% 55% 48% 60% 52% 70% 45% 55% 44% 43% 52% 57% 39% (ohne Paare) 47% 64% 35% / 59% 48% ca. 88 % 48% 62%
Keine Angaben verfügbar
68% 47% 51% 58% 61% 49% 55% 66% 55%
Echtheitsprüfung/Fake-Check
Unterstützte Plattformen
Web-App
iOS
Android
Web-App
iOS
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Web-App
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Web-App
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Vertrag & Kosten

Währung
EUR EUR EUR EUR EUR USD EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Zahlungsintervall
monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich
Kostenlose Testphase
Dauer kostenlose Testphase
Keine Angaben verfügbar
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Zahlungsmethoden
Kreditkarte
PayPal
Kreditkarte
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Lastschrift
Kreditkarte
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Keine Unterschiede vorhanden

Mitglieder

Mitglieder
2.000.000 100.000 5,4 Millionen 6 Millionen 2,5 Millionen 4,2 Millionen 3,4 Millionen 2,1 Millionen 3 Millionen 7 Millionen 500.000 2 Millionen 4 Millionen 480.000 4,8 Millionen 150.000 500.000 600.000 2,6 Millionen ca. 70.000.000 2 Millionen 900.000 200.000 1,5 Millionen 100.000 60.000 5 Millionen 3 Millionen 1,6 Millionen 2 Millionen 500.000 250.000
Frauenanteil
38% 55% 51% 45% 52% 40% 48% 30% 55% 45% 56% 57% 48% 43% 30% (ohne Paare) 53% 36% 65% / 41% 52% ca. 12 % 52% 38%
Keine Angaben verfügbar
32% 53% 49% 42% 39% 51% 45% 34% 45%
Männeranteil
62% 45% 49% 55% 48% 60% 52% 70% 45% 55% 44% 43% 52% 57% 39% (ohne Paare) 47% 64% 35% / 59% 48% ca. 88 % 48% 62%
Keine Angaben verfügbar
68% 47% 51% 58% 61% 49% 55% 66% 55%
Keine Unterschiede vorhanden

Partnersuche

Mitgliedersuche
Suchfilter
Umkreissuche (Lokal)
Automatische Vorschläge
Keine Unterschiede vorhanden

Profil

Persönlichkeitstest
Echtheitsprüfung/Fake-Check
Private Fotos
Öffentliche Fotos
Keine Unterschiede vorhanden

Kommunikation

Private Nachrichten
Chat/Messenger
Forum
Bilder verschicken
Keine Unterschiede vorhanden

Usability

Anmeldung/Registrierung
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
Benutzeroberfläche/Design
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
Hilfestellung/Einführung
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
Suche/Matching
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
Kontaktaufnahme
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
Profilerstellung
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
Gesamt
nicht getestet
nicht getestet
4.5
4.3
4.2
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
4.5
3.9
4.2
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
3.6
nicht getestet
4.2
4.1
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
4.2
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
Keine Unterschiede vorhanden

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