| Preis ab (Premium) | 0,00 €/Monat |
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| Trust-Score | nicht getestet |
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| Mitglieder (DACH) | ca. 750.000 |
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| Geschlechterquote | ♂ 65 % ♀ 35 % |
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| Erfolgsquote | nicht getestet |
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freshSingle.de fühlt sich an wie ein Internet-Relikt aus den frühen 2000ern: bunt, laut, voller Werbung und eher klassische Singlebörse als moderne Dating-App. Statt Smart-Matching und klugen Algorithmen bekommst du eine einfache Suchmaske, mit der du die Mitgliederdatenbank durchsuchen kannst. freshSingle präsentiert dir dann die dazu passenden Profile. Das wirkt erst einmal vielversprechend: viele Vorschläge, viel Text, viele Menschen die “etwas Festes” suchen.
freshSingle liefert, was eine kostenlose Singlebörse liefern sollte. Die Suche ist simpel, filtert zuverlässig nach Standort, Alter und Region und spuckt – gerade in Großstädten wie Berlin – viele Vorschläge aus. Auch auf dem Land ist immerhin noch ein bisschen Bewegung drin. Ungewöhnlich für eine Plattform mit so wenigen Mitgliedern!
Ein Plus ist, dass die Profile überraschend vollständig sind, weil bei der Profilerstellung viele Freitextfelder Pflicht sind. Das führt dazu, dass in meinem Check fast alle Profile, die ich gesehen habe, vollständig ausgefüllt waren. Das ist selten und vor allem bei kostenlosen Plattformen eine erfrischende Abwechslung.
Und ja: freshSingle ist komplett kostenlos. Es gibt keine optionalen Premium-Abos, Gebühren, Tokens, Coins oder Abo-Fallen. Die Singlebörse finanziert sich durch Werbung. Das merkt man auch an allen Ecken und Enden, denn an Banner-Werbung und Pop-ups hat freshSingle nicht gespart. Das wirkt ein wenig, wie bei der ebenfalls kostenlosen Singlebörse Finya.
Ein großer Negativpunkt ist die mangelnde Resonanz. In meinem 14-tägigen Check habe ich insgesamt 50 Nachrichten verschickt und auf keine davon eine Antwort erhalten. Teilweise sind mir in den Profilen auch viele generische und widersprüchliche Texte aufgefallen. Personen hatten ihr Alter im Steckbrief mal so, in den Freitextfeldern dann wieder anders angegeben. Offenherzige und offensichtliche Angebote zu Sex-Dates – geschmückt von vielen Emojis – sprechen womöglich für den ein oder anderen weniger authentischen Account.
Moderierte Profile setzt der Anbieter allerdings laut AGB nicht ein; um einen offensichtlichen Scam scheint es sich bei freshSingles also nicht zu handeln.
Ein paar Worte noch zur Aufmachung: Die Oberfläche von freshSingles wirkt im Vergleich zu Hochglanz-Plattformen wie Parship und Co. teils stark veraltet. Zudem können auch Nicht-Mitglieder ohne Anmeldung oder eigenen Account, jederzeit die Profile anderer Mitglieder von der Startseite aus ansehen. Zwar mit verpixelten Fotos, aber dennoch: datenschutztechnisch halte ich das für kritisch.
Leider lässt sich auch kaum feststellen, wie aktiv die Mitglieder hier tatsächlich sind. Es gibt zwar ein Community-Forum – seit meinem letzten Check im Dezember 2025 wurden hier allerdings keine neuen Beiträge gepostet. Und da weder neue Profile noch Beiträge im Forum einen Datumstempel haben, ist kaum ersichtlich, wie viel hier aktuell los ist.
Fazit: freshSingle ist ein zweischneidiges Schwert. Du bezahlst nichts, bekommst dafür aber auch kaum Resonanz. Ein neugieriger Blick kostet nichts – außer deine Daten. Für echte Dates, ernsthafte Beziehungen oder eine lebendige Community schaust du dich aber wahrscheinlich besser anderswo um.