Funkenflug ist eine Dating-Plattform, die sich bewusst vom oberflächlichen „Swipe & Match“-Prinzip abhebt. Sie besteht aus ehemals lokalen Plattformen wie “muenchnersingles”, die Ende 2023 aber zu einer lokalen Plattform zusammengelegt wurden.
Das Alleinstellungsmerkmal ist das Community-Konzept: Mitglieder organisieren selbst eine riesige Vielfalt an Events – von Wanderungen über Spieleabende bis hin zu Städtetrips. Mein Eindruck ist, dass Funkenflug damit weniger eine reine Dating-App und mehr ein sozialer Club für die Freizeitgestaltung von Singles ist, primär für die Altersgruppe ab 30 Jahren.
Die Plattform löst geschickt das Problem des oft schwierigen Übergangs vom Chat zum echten Treffen, indem die erste Begegnung in einem entspannten Gruppenkontext stattfindet. Neben dem Eventkalender gibt es klassische Dating-Tools wie detaillierte Profile, eine gute Suchfunktion und einen Video-Chat.
Aber Vorsicht, die größte Stärke ist gleichzeitig die größte Schwäche: Die von Mitgliedern gestaltete Community kann zur Bildung von Cliquen führen, die es neuen Nutzer:innen schwer machen, Anschluss zu finden. Ebenso haben mich Berichte über willkürliche Sperrungen und einen schwer erreichbaren Support erreicht. Das trübt das ansonsten sehr positive Bild.
Ich finde Funkenflug ideal für proaktive, soziale Menschen in urbanen Regionen. Gleichzeitig erfordert es aber auch ein gewisses Maß an sozialer Widerstandsfähigkeit. Introvertierte Menschen, die erstmal lieber eine Weile nur chatten und sich zum ersten Date nicht in einer großen Gruppe treffen möchten, finden sicherlich bessere Alternativen.