| Preis ab | 8,33 €/Monat |
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| Trust-Score | 3,5 von 5 Sternen |
| Mitglieder | ca. 1,8 Millionen |
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| Geschlechterquote | ♂75 % ♀25 % |
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| Erfolgsquote | 0 % |
First Affair ist eine klassische Online-Kontaktbörse, die sich klar auf die Vermittlung von Affären, Seitensprüngen und unverbindlichen erotischen Abenteuern für Erwachsene (hauptsächlich 30-55 Jahre) spezialisiert hat.
Es gibt hier kein Swipe-System wie bei Tinder, sondern eine detaillierte Suchfunktion, mit der du gezielt nach Alter, Region und vor allem nach erotischen Vorlieben filtern kannst. Diskretion wird großgeschrieben: Die Nutzung erfolgt über Pseudonyme und private Bildergalerien.
Ein wichtiger Aspekt des Geschäftsmodells ist die Preisstruktur: Frauen können die Plattform komplett kostenlos nutzen. Das soll theoretisch für einen hohen Frauenanteil und somit für eine attraktive Balance sorgen. Männer hingegen müssen für jegliche Kommunikation eine kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaft erwerben. Zusätzlich können sie “Credits” erwerben, um beispielsweise ihre Sichtbarkeit zu erhöhen.
Die Idee mag gut sein, mein persönlicher Eindruck aus dem Test ist allerdings verheerend. Die Plattform wirkt designtechnisch wie ein Relikt aus den frühen 2000er-Jahren und bietet eine stark frustrierende User Experience. Über weite Strecken fühlte es sich an wie in einer Geisterstadt, in der kaum jemand aktiv ist – was die Erfolgschancen drastisch minimiert. Auf über 80 gesendete Nachrichten erhielt ich null Antworten. Damit liegt die Erfolgsquote bei 0 %!
Aber die Aktivität ist nicht das einzige Problem: Etwa ein Drittel der Profile, die überhaupt Fotos hatten, wirkten offensichtlich gefälscht. Hinzu kamen unzählige Profile ohne jegliches Bildmaterial oder Profilinformationen. Das alles zusammen mit dem völligen Fehlen einer spürbaren Community-Atmosphäre lassen an sich ganz nette Funktionen wie das "Anzwinkern" (vergleichbar mit einem Like) oder “Geschenke” (vergleichbar mit einem Superlike) beinahe lächerlich wirken.