VPN Dienste

Vergleich von 36 geprüften Tarifen, gefunden bei 25 Anbietern

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VPN Dienste Vergleich: Der große Kaufberater von A-Z

VPNs versprechen Sicherheit und Privatsphäre im Netz und werden oft genutzt, um das Geoblocking von Netflix und Co. zu umgehen. trusted stellt Ihnen die besten VPNs im Vergleich vor und verrät Ihnen im großen VPN-Ratgeber alles, was Sie wissen müssen.

Author
Maximilian Reichlin
Veröffentlicht
07. April 2021
Aktualisiert
07. April 2021

VPN-Verbindungen bieten Internetnutzern die Möglichkeit, sicher und privat im Netz zu surfen oder Geo-Blockaden gewisser Seiten zu umgehen. Daher werden VPN-Systeme in den vergangenen Jahren immer beliebter. Doch wie funktioniert ein VPN eigentlich und wie finden Sie im großen Anbieterdschungel das System, das sich für Ihre Zwecke am besten eignet? Im großen VPN-Vergleich von trusted.de erfahren Sie alles, was Sie über VPNs und ihre Funktionsweise wissen müssen und finden über 20 der gängigsten Anbieter. Hier lernen Sie, welche VPNs die besten auf dem Markt sind, und wie Sie sie nutzen können, um sich so gut wie unerkannt im Internet zu bewegen.

Praxistest: VPN 2021 im Test

Für den VPN-Praxistest 2021 hat die trusted-Redaktion 12 beliebte und gängige VPNs unter die Lupe genommen und ausführlich miteinander verglichen. Jedes VPN wurde dabei anhand verschiedener Kriterien untersucht. In umfassenden Testberichten und Datenblättern erfahren Sie alles über die aktuellen Top-VPNs.

25
Anbieter im Vergleich
12
Anbieter im Praxistest
100+
Stunden Aufwand
50
Geprüfte Verbindungen
1

NordVPN

Das sichere und schnelle VPN aus Panama

NordVPN verfügt über rund 5.400 Server in 59 Ländern und kann damit ein riesiges Servernetzwerk vorweisen. Zudem überzeugt das VPN durch Geschwindigkeit; vor allem mit dem hauseigenen VPN-Protokoll NordLynx verlieren Sie beim Surfen kaum an Performance. Neben NordLynx ist allerdings auch der aktuelle Standard OpenVPN als Protokoll verfügbar, der ebenfalls über eine gute Balance zwischen Sicherheit und Geschwindigkeit verfügt. So können Sie mit NordVPN auch leistungsintensive Games oder Streaming-Plattformen sicher nutzen.

Apropo Sicherheit: Der Hauptsitz von NordVPN ist in Panama; damit ist der Anbieter nicht zur Aufzeichnung von Verbindungs- und Aktivitätslogs verpflichtet und legt (so die Datenschutzerklärung) auch keine derartigen Logs an. In Sachen Privatsphäre ist das hervorragend. Hinzu kommt ein konsequentes Sicherheitskonzept, das keine Daten- oder IP-Lecks zulässt und Ihre Verbindung durchgehend per AES-256 verschlüsselt. Features wie ein optionaler Kill Switch oder Double VPN steigern Ihre Sicherheit sogar noch.

NordVPN ist vor allem für Nutzer von Filesharing- und Torrenting-Plattformen interessant und bietet dedizierte und optimierte Server für genau diesen Zweck. Preislich liegt NordVPN zwischen rund 3 Euro pro Monat (im 2-Jahres-Paket) und 10 Euro pro Monat (im flexiblen Monatsabo).

Vorteile
  • No-Log-Richtlinie
  • Verschlüsselt und sicher
  • Für Streaming geeignet
Nachteile
  • Nur englischsprachiger Support
2

Surfshark

Der sehr solide Jungspund

Surfshark bietet eine Auswahl von 3.200 Servern in 65 Ländern und ist damit zwar kein Spitzenreiter in Sachen Serverauswahl, kann aber zumindest ein solides Mittelfeld verteidigen.

Surfshark ist zwar erst seit zwei Jahren auf dem Markt und damit eines der jüngeren VPNs im Vergleich, kann dafür aber ordentlich etwas bieten. Geschwindigkeit und Performance des VPNs sind sehr gut und auch im Streamingtest kann Surfshark (auch ohne spezielle Streaming-Server) sehr gut abschneiden. Sicherheits- und Datenschutztechnisch ist auch alles in Butter, dank konsequenter No-Log-Richtlinie und Firmensitz auf den Britischen Jungferninseln. Hinzu kommt ein großer Funktionsumfang, der sowohl Sicherheitsfeatures wie Kill Switches und Double VPN, als auch Komfort-Funktionen wie Split Tunneling und Statische IP-Server bereithält. Alles in allem gehört Surfshark damit zu den Top-VPNs im aktuellen Vergleich und darf sich durchaus auf eine Stufe mit den etablierten Platzhirschen stellen.

Dabei stimmt auch das Preis-Leistungs-Verhältnis: Zwischen rund 2 und 11 Euro kostet Surfshark pro Monat, je nach gewählter Laufzeit. Darin integriert sind unbegrenzt viele Geräte pro Account, unbegrenzte Bandbreite sowie unbegrenztes Datenvolumen. Top!

Vorteile
  • No-Log-Richtlinie
  • Verschlüsselt und sicher
  • Für Streaming geeignet
Nachteile
  • Nur englischsprachiger Support
  • Unglückliche Sortierung der Server-Liste
3

ExpressVPN

Der schnelle und verlässliche Allrounder

ExpressVPN bezeichnete sich selbst in der Vergangenheit gerne als “schnellstes VPN auf dem Markt”, und auch wenn das nicht ganz stimmt, kann das Offshore-VPN doch mit einer soliden Leistung und einem großen Servernetz aufwarten. Über 3.000 Server in sage und schreibe 94 Ländern bietet ExpressVPN aktuell und hat damit eine riesige Auswahl an möglichen Standorten. Bandbreite und Datenvolumen sind in allen Tarifen unbegrenzt.

Hervorragend abschneiden kann der Anbieter in Sachen Datenschutz. ExpressVPN legt keine Logs an, löscht Nutzer und Verbindungsdaten regelmäßig von allen Servern und schützt Sie verlässlich vor IP-Lecks und unerwünschten Zugriffen dank AES-256-Verschlüsselung. Die Auswahl an VPN-Protokollen ist groß; hier haben Sie die Wahl zwischen OpenVPN, IKEv2, L2TP und dem hauseigenen Lightway, das vor allem mit superschnellen Verbindungszeiten punkten kann. Neben einem eigenen Geschwindigkeitstest für die beliebtesten Server gehören auch Kill Switch, DNS-Leakschutz und Split Tunneling zum Funktionsumfang von ExpressVPN. Zudem ist es auf vielen verschiedenen Geräten - von PCs über Smart TVs bis hin zu Spielekonsolen - als App verfügbar.

ExpressVPN kostet zwischen 8 und 13 US-Dollar pro Monat und ist damit ein wenig teurer, als viele Wettbewerber - wartet damit aber auch mit absolut verlässlicher Sicherheit und einem grundsätzlich angenehmen Handling auf.

Vorteile
  • No-Log-Richtlinie
  • Verschlüsselt und sicher
  • Für Streaming geeignet
Nachteile
  • Teilweise fummelige Bedienung
  • Nur englischsprachiger Support
4

Private Internet Access

Das größte Servernetzwerk im Vergleich

Mit rund 22.000 Servern in 76 Ländern verfügt Private Internet Access (kurz: PIA) über das größte Servernetzwerk im aktuellen VPN-Vergleich. Hier finden Sie immer einen passenden Server oder einen passenden Standort für Ihre Zwecke. Besonders für Streamer und Nutzer von P2P- oder Torrenting-Plattformen ist PIA damit wie geschaffen; und dabei stimmt auch die Performance, die zwar nicht die schnellste im Test ist, aber doch mit den Top Runnern mithalten kann.

Trotz des Unternehmenssitzes in den USA scheint Private Internet Access auch sicherheits- und datenschutztechnisch fit zu sein. Ein halbjährlicher Transparenz-Bericht belegt, dass bislang noch keine Aktivitätsdaten bzw. Logs an Behörden oder Gerichte weitergegeben wurden; zudem ist die No-Log-Richtlinie des Anbieters auch in der Datenschutzrichtlinie verankert.

Besonders schön ist die hohe Anpassbarkeit von PIA. Profis finden hier ein konfigurierbares System mit einem sehr feinporigen Split-Tunneling, manueller DNS-Wahl, einem konfigurierbaren Proxy und mehr. Außerdem lässt sich auch die Nutzeroberfläche von PIA flexibel an Ihre Bedürfnisse anpassen. Anfänger dagegen müssen keinen Gebrauch der vielfältigen Anpassungsmöglichkeiten machen, sondern fahren auch mit den standardmäßigen Voreinstellungen gut. Kurzum: PIA ist ein VPN für alle Fälle - aber leider nicht für alle Geräte. Aktuell werden nur die nötigsten Geräte und Betriebssysteme mit einer eigenen App unterstützt.

Vorteile
  • 22.000 Server in 77 Ländern
  • Verschlüsselt und sicher
  • No-Log-Richtlinie
Nachteile
  • Ausschließlich englischer Support
  • Überschaubare Geräteunterstützung
5

ZenMate

Das deutsche VPN, dem Ihre Daten heilig sind

ZenMate bietet eine Auswahl von 3.200 Servern in 74 Ländern, darunter auch umstrittene Gebiete wie China, Russland und die Vereinigten Arabischen Emirate, was im aktuellen Vergleich eher eine Ausnahme ist. Ebenfalls eine Seltenheit: Neben der Vollversion ZenMate “Ultimate” bietet der deutsche Anbieter auch eine schlankere Version des VPNs für den Browser sowie eine kostenlose Version. Diese ist ebenfalls nur als Browser-Version verfügbar und drosselt die mögliche Bandbreite auf 2 MB/s; in “Pro” und “Ultimate” ist die Bandbreite jeweils unbegrenzt.

ZenMate macht sich im aktuellen Vergleich sehr gut und kann gute Ergebnisse sowohl im Speed- als auch im Sicherheitstest verbuchen. Streaming ist damit kein Problem (sofern Sie das Protokoll OpenVPN, und nicht das ebenfalls verfügbare und sehr viel langsamere IKEv2 nutzen) und auch in Sachen Datenschutz sieht es für ZenMate gut aus. Zudem bietet das VPN optimierte Server sowohl für Streaming-Plattformen als auch für Filesharing- und Torrenting-Dienste. Ansonsten ist es in Sachen Funktionsumfang um das schlanke Tool aber nicht sehr weit her. ZenMate ist ein recht reduziertes VPN für alle, die auf Schnickschnack verzichten können und nur eine sichere und ausreichend schnelle Basis suchen.

ZenMate kostet zwischen rund 1,60 und 11 Euro pro Monat, abhängig vom gewählten Paket und der jeweiligen Laufzeit. Angeboten werden Abos zwischen 1 und 36 Monate.

Vorteile
  • No-Log-Richtlinie
  • Verschlüsselt und sicher
  • Für Streaming geeignet
Nachteile
  • Nur englischsprachiges Material
  • Teilweise starke Performance-Einbrüche
6

HideMyAss VPN

Das solide VPN mit dem lustigen Esel

HideMyAss fiel im trusted-Test nicht nur durch den komischen Namen, sondern auch durch eine solide Performance auf. 1.100 Server in 190 Ländern umfasst das Netzwerk des britischen VPNs; damit bietet HMA die größte Auswahl an Ländern im aktuellen Vergleich. Und auch sonst kann der Service im Test überzeugen. Die Geschwindigkeiten sind nicht die schnellsten, aber immer noch ausreichend für die meisten Use-Cases. Hinzu kommen hohe Sicherheitsstandards und eine konsequente No-Log-Richtlinie, die Ihre Daten schützt.

Vor allem glänzt HideMyAss aber durch die einfache Bedienung in der sehr schön gestalteten Oberfläche - in der das Esel-Maskottchen des Anbieters die Hauptrolle spielt - und einige innovative Features wie optimierte Streaming- und P2P-Server und einen automatischen IP-Wechsel. Diesen können Sie sogar selbstständig konfigurieren.

Auch der Preis für das VPN bewegt sich in einem gesunden Mittelfeld und reicht von rund 3 Euro im 2-Jahres- bis zu rund 11 Euro im Monatsabo. Erwähnenswert: Anbieter Privax sitzt im Vereinigten Königreich, das Mitglied der Geheimdienstallianz 5 Eyes ist. Trotz guter Datenschutzerklärung könnten sich Datenschützer davon durchaus abschrecken lassen.

Vorteile
  • No-Log-Richtlinie
  • Verschlüsselt und sicher
  • Für Streaming geeignet
Nachteile
  • Ausschließlich englischer Support
  • Nur ein verfügbares VPN-Protokoll
7

CyberGhost

Der performante Platzhirsch aus Rumänien

CyberGhost gehört schon lange zu den größten Namen im VPN-Business. Als einer der Anbieter der ersten Stunde kann CyberGhost auf eine beeindruckende Server-Infrastruktur aus über 6.600 Servern in 90 Ländern zurückgreifen. Hinzu kommen unbegrenztes Datenvolumen und Bandbreite. CyberGhost kostet zwischen 2 und 11 Euro pro Monat.

Der Funktionsumfang von CyberGhost ist groß und reicht von Standards wie Kill Switches und Split-Tunneling über einen integrierten Ad- und Malware-Blocker bis hin zu speziell optimierten Servern für Streaming bei verschiedenen Plattformen oder für Filesharing und Torrenting. Auch in Sachen Performance kann CyberGhost gut abschneiden und erreicht vor allem mit den beiden modernen VPN-Protokollen OpenVPN und Wireguard solide und konstante Geschwindigkeiten, die für Streaming oder Filesharing notwendig sind. Hinzu kommt eine in der Datenschutzrichtlinie verankerte No-Log-Politik, die Ihre Daten zuverlässig schützen soll. Im Grunde ist CyberGhost damit eines der besten VPN, das aktuell auf dem Markt zu finden ist.

Abgesehen von einer Sache, die aber schwer wiegt: Der integrierte DNS-Leakschutz funktioniert nicht immer einwandfrei und CyberGhost steuert neben den eigenen Name Servern auch solche von außenstehenden Internetdienstanbietern (zum Beispiel Google) an. Hier könnte Ihre reale IP-Adresse durchsickern, was durch den Einsatz eines VPNs eigentlich verhindert werden sollte.

Vorteile
  • No-Log-Richtlinie
  • AES-256-Verschlüsselung
  • Spezielle Streaming-Server
Nachteile
  • DNS-Leaks festgestellt
  • Teilweise Verbindungsverzögerung
8

IPVanish VPN

Das amerikanische VPN mit kostenlosem Cloud-Space

IPVanish ist ein sehr gut funktionierendes VPN, das über ein Servernetzwerk aus rund 1.600 Servern in 75 Ländern verfügt. Die Auswahl ist nicht riesig, aber ordentlich und verschafft Ihnen Zugang zu ca. 40.000 IP-Adressen für Ihre sichere Verbindung. Top: Dank einer Partnerschaft mit dem Cloud-Speicher-Anbieter SugarSync gibt es für Neukunden 250 GB sicheren Speicherplatz on top.

Die Verbindung entpuppt sich im trusted-Test als sehr sicher: alle Sicherheitsfeatures funktionieren einwandfrei, die starke AES-Verschlüsselung tut durchgehend ihren Dienst und DNS- oder WebRTC-Lecks sind ebenfalls nicht zu verzeichnen. Auf dem Papier stimmt auch der Datenschutz dank konsequenter No-Log-Richtlinie und entsprechender Datenschutzerklärung bzw. Privacy Policy. Dass der Anbieter seinen Firmensitz in den USA hat, die nun nicht für ihre starken Datenschutzstandards bekannt sind, gibt allerdings doch zu denken und dürfte vorsichtige Nutzer eher abschrecken.

Das ist schade, da IPVanish ansonsten mit einer sehr performanten und zuverlässigen Verbindung und einem komfortablen Handling in einer sehr schicken Oberfläche aufwarten kann. Auch preislich stimmt alles; zwar ist der Grundpreis mit mindestens 6,49 US-Dollar pro Monat ein wenig höher als im branchenweiten Vergleich, gerade die Partnerschaft mit SugarSync kann hier allerdings einiges retten. Zudem gibt es in regelmäßigen Abständen Rabattaktionen; StudentInnen bezahlen ebenfalls weniger.

Vorteile
  • Für Streaming geeignet
  • Plus 250 GB Cloud-Speicher
  • Ansprechende Oberfläche
Nachteile
  • Firmensitz USA
  • Teilweise lange Ladezeiten
9

PureVPN

Der sichere aber behäbige Oldtimer

PureVPN ist eines der ältesten VPNs im Vergleich, was man ihm sowohl zum Guten als auch zum Schlechten durchaus ansieht. Einerseits kann PureVPN auf ein riesiges Servernetz aus rund 6.500 Servern an 140 Standorten zurückgreifen. Andererseits ist es leider auch ein wenig behäbig und senkt die Performance Ihres Geräts bei Gebrauch rapide, was vor allem für Streaming, Gaming oder P2P/Torrenting ärgerlich ist.

Abgesehen davon kann PureVPN sich aber als sehr sicheres VPN profilieren. Eine konsequente No-Log-Richtlinie, eine dauerhafte Verschlüsselung nach AES-256, Sicherheitsfeatures wie ein Kill Switch und DNS-Leakschutz und mehr sorgen dafür, dass Ihre Privatsphäre und Sicherheit gewahrt bleiben. Ansonsten ist der Funktionsumfang überschaubar; PureVPN konzentriert sich hier auf die wichtigsten Basics.

Preislich steht PureVPN vor allem mit dem langfristigen 5-Jahres-Plan sehr gut da, der nur rund 1,30 Dollar pro Monat kostet. Der Preis für das monatliche Abo von beinahe 11 Dollar ist - gerade in Anbetracht der Performance - aber ein wenig hoch gegriffen.

Vorteile
  • No-Log-Richtlinie
  • Verschlüsselt und sicher
  • Für Streaming geeignet
Nachteile
  • Starke Geschwindigkeitseinbußen
  • Nur englischsprachiger Support
10

Avira Phantom VPN

Das einfache VPN für die Massen

Avira Phantom VPN ist ein klassisches Mittelklasse-VPN für durchschnittliche User. Es macht nicht alles richtig, dafür aber auch nicht viel falsch. Die Bedienung des VPNs ist einfach, mit 1.400 Servern in 38 Ländern ist die Serverabdeckung vertretbar und die Sicherheit scheint auch zu stimmen.

Der Teufel bei Avira Phantom steckt dann allerdings im Detail. Zunächst mal ist die Geräteunterstützung winzig; nur Computer und Mobile Geräte mit den absolut gängigsten Betriebssystemen werden mit einer eigenen App unterstützt. Zudem funktioniert das Streaming nur mit US-Inhalten, da nur dafür entsprechend optimierte Server zur Verfügung stehen. Geschwindigkeit und Performance sind insgesamt gut, aber nicht überwältigend. Zudem ist Avira Phantom kaum konfigurierbar - das fängt beim VPN-Protokoll an, dass Sie nicht wechseln können, und endet bei den Funktionen und Einstellungen, die kaum zahlreich vorhanden sind.

Avira Phantom ist also im besten Fall ein solides Einsteiger-VPN und bedient vor allem den Wunsch nach Sicherheit und Privatsphäre. Die idiotensichere Bedienung geht zu Lasten größerer Flexibilität; sind Ihre Ansprüche allerdings nicht allzu groß, können Sie mit Avira Phantom durchaus glücklich werden. Schön ist die kostenlose Basisversion, mit der Sie sich das VPN unverbindlich und risikofrei genauer anschauen können, bevor Sie es kaufen.

Vorteile
  • Verschlüsselt und sicher
  • Deutscher Kundensupport
  • Kostenlose Basisversion verfügbar
Nachteile
  • Keine Konfigurationsmöglichkeiten
  • Sehr wenige Geräte kompatibel
  • Streaming nur von US-Inhalten
11

VyprVPN

Das superschnelle VPN aus der Schweiz

VyprVPN hat zwar kein riesiges Servernetzwerk am Start - aktuell 700 Server an 73 Standorten weltweit - kann dafür aber mit einer superschnellen Performance aufwarten. Die beiden schnelleren VPN-Protokolle OpenVPN und WireGuard sorgen für eine Verbindung, die so gut wie keine Downloadgeschwindigkeit verliert, und damit vor allem für Streaming, File Sharing und Co. sehr gut geeignet ist. Hinzu kommt eine konsequente No-Log-Richtlinie, ein Firmenstandort in der datenschutztechnisch einwandfreien Schweiz und eine Benutzeroberfläche, in der sich sogar blutige Anfänger sofort zurechtfinden.

Leider hat VyprVPN den gleichen Haken, wie auch schon CyberGhost: Der eingebaute DNS-Leakschutz funktioniert nicht immer und Vypr steuert neben den eigenen Name Servern im geschützten Tunnel auch außenstehende Name Server an; im Praxistest beispielsweise einen Amazon-Server. Zwar könnten Sie diesem Umstand theoretisch mit der manuellen Wahl eines Name Servers abhelfen; dass der Leakschutz nicht funktioniert, flößt trotzdem nur wenig Vertrauen ein. Ist Sicherheit nicht ihr vordringliches Ziel, sondern wollen Sie einfach nur ein schnelles und performantes System zum Streamen oder für Online-Games, können Sie gut und gerne auf Vypr zurückgreifen.

VyprVPN kostet zwischen rund 1 und rund 13 Euro pro Monat, je nach der von Ihnen gewählten Vertragslaufzeit.

Vorteile
  • No-Log-Richtlinie (Standort: Schweiz)
  • Hervorragende Performance und Geschwindigkeit
  • Deutscher Kundenservice
Nachteile
  • DNS-Leaks festgestellt
  • Teilweise Pausen beim Streamen
12

UltraVPN

Der schnelle und schlanke Außenseiter

UltraVPN ist eines der schnellsten VPNs im aktuellen Vergleich, und gleichzeitig auch eines der übersichtlichsten. Das VPN bietet bis auf die wichtigsten Basics kaum Funktionen und eignet sich daher hervorragend für Einsteiger. Ähnlich überschaubar ist allerdings auch das Servernetzwerk; aktuell stehen nur etwa 1.000 Server in 100 Standorten zur Verfügung, aus denen Sie wählen können.

UltraVPN schwimmt nicht mit dem Strom, sondern macht vieles anders. Das geht manchmal gut; manchmal aber auch nicht. Statt OpenVPN kommt hier das hauseigene Protokoll Hydra zum Einsatz, das zwar weniger transparent ist, dafür aber eine top Performance liefert. Auch Sicherheitsfeatures wie einen eingebauten Kill Switch gibt es keine; diese Aufgabe soll eine eigene integrierte Firewall übernehmen, die ständig dafür sorgt, dass es nicht zu Daten- und IP-Lecks kommt. Das klappt auch ziemlich gut. Auffällig ist nur der Hauptsitz des Anbieters in den Vereinigten Staaten, was Datenschützern vielleicht sauer aufstoßen könnte.

Fazit: UltraVPN ist kein schlechtes VPN, hat aber noch viel Verbesserungspotential - vor allem, was den unterirdischen Kundenservice anbelangt. Kommen Sie über die Stolpersteine hinweg und erwarten Sie nicht zu viel, können Sie mit UltraVPN trotzdem glücklich werden.

Vorteile
  • Eigene Firewall
  • Intuitive und einfache Steuerung
  • Verschlüsselt und sicher
Nachteile
  • Schlechter Support
  • Ausschließlich englischer Support
  • Nicht zum Streamen geeignet

Was ist ein VPN?

VPN steht für Virtual Private Network (deutsch: virtuelles privates Netzwerk). Mithilfe eines solchen VPNs verschleiern Sie Ihre Identität und Ihre IP-Adresse im Netz, indem vor dem eigentlichen Internetzugang ein VPN-Server zwischengeschaltet wird. So lassen sich Ihre Aktivitäten im Netz kaum mehr durch Organisationen oder kriminelle Hacker ausspähen und Sie können sich sicher im Netz bewegen. Gleichzeitig gaukeln Sie Websites und Online-Diensten einen anderen Standort Ihres Geräts vor.

Ein VPN verschlüsselt Ihre Internetverbindung und sorgt für mehr Privatsphäre und Sicherheit im Netz
Ein VPN verschlüsselt Ihre Internetverbindung und sorgt für mehr Privatsphäre und Sicherheit im Netz
Quelle: trusted.de

Kurz gesagt tut ein VPN also nichts anderes, als Ihren Zugang zum Netz über einen anderen Server zu leiten. Für alle digitalen oder menschlichen “Spione” sieht es dann so aus, als käme die Anfrage von diesem Server - nicht von Ihrem eigenen Gerät. Warum das wichtig ist? Weil Privatsphäre und Sicherheit im Netz immer mehr in den Blick der modernen Internetnutzer rücken. Spähaffären und die wachsende Cyber-Kriminalität haben zu einem neuen Bewusstsein für den Schutz der eigenen Identität im Internet geführt, das von modernen VPNs bedient werden kann.

Wann immer Sie mit Ihrem Gerät (zum Beispiel Computer oder Smartphone) mit dem Internet kommunizieren, verwenden Sie dafür eine IP-Adresse. Diese funktioniert wie eine Wohnanschrift und gibt beispielsweise den Standort Ihres Geräts und den Kundennamen des verwendeten Internetproviders preis - ist also direkt mit Ihrer Person verknüpft. Das heißt: Wer über das nötige Know-How verfügt, kann einwandfrei feststellen, was Sie wann und von wo im Internet gemacht haben und wer Sie sind. Es sei denn, Sie nutzen ein VPN.

Wie funktioniert ein VPN?

Zwischen Ihrem Gerät (dem VPN-Client) und einem VPN-Server wird eine verschlüsselte Verbindung über das Internet hergestellt. Man spricht dabei davon, dass Ihre Verbindung “getunnelt” wird. Damit befinden sich Client und Server im gleichen virtuellen Netzwerk, auch wenn sie physisch weit voneinander entfernt sind. In diesem Netzwerk erhält der Client eine neue IP-Adresse. Greifen Sie nun mit Ihrem Gerät auf das Internet zu, dann tun Sie das von diesem virtuellen Netzwerk aus und steigern damit Ihre Privatsphäre im Netz.

Durch den geschützten VPN-Tunnel gelangen Sie mit einer anderen IP-Adresse ins Netz
Durch den geschützten VPN-Tunnel gelangen Sie mit einer anderen IP-Adresse ins Netz
Quelle: trusted.de

Weniger technisch ausgedrückt: Stellen Sie sich vor, Sie möchten einen Brief schreiben, aber nicht als Absender identifiziert werden können. Sie geben daher den Brief einem Fremden und bitten ihn darum, den Brief für Sie abzuschicken. Der Mittelsmann verpackt Ihren Briefumschlag in einen weiteren Umschlag und trägt darauf seine Adresse als Absenderadresse ein. Anschließend schickt er den doppelten Umschlag ganz normal mit der Post ab.

Für die Post und sogar für den Empfänger des Briefes ist der Fremde der Absender, während Sie während des gesamten Prozesses nicht in Erscheinung treten. Schreibt der Empfänger eine Antwort, wird er diese also ebenfalls an Ihren Mittelsmann adressieren, der den Brief dann wiederum persönlich an Sie übergeben kann, da er ja weiß, dass Sie der eigentliche Empfänger der Antwort sind. Nichts anderes tut ein VPN, das in diesem Beispiel die Rolle des fremden Mittelsmannes einnimmt.

VPNs stellen Ihnen eine Vielzahl an VPN-Servern an verschiedenen Standorten zur Verfügung, aus denen Sie wählen können
VPNs stellen Ihnen eine Vielzahl an VPN-Servern an verschiedenen Standorten zur Verfügung, aus denen Sie wählen können
Screenshot: trusted.de
Quelle: expressvpn.com

Wer braucht eine VPN-Verbindung?

Kurz gesagt: Jeder Internetnutzer, der (aus egal welchem Grund) im Netz nicht erkannt werden und Informationen verschlüsselt und sicher übertragen will. Das können Nutzer sein, die mittels eines VPNs auf länderspezifische Inhalte auf Streaming- und anderen Plattformen zugreifen wollen; Journalisten oder Whistleblower in Ländern, in denen der freie Internetzugang eingeschränkt ist oder überwacht wird; Arbeitnehmer im Home Office, die mittels eines VPNs auf das Interne Firmennetzwerk zugreifen wollen. Und viele mehr.

Auch ganz “normale” Internetnutzer profitieren vom Einsatz eines VPNs - zumal der Anteil der Nutzer, die unterwegs auf mobilen Geräten surfen, immer noch deutlich steigt. Diese nutzen nämlich häufig öffentliche Zugänge und Hotspots, um sich mit dem Netz zu verbinden. Solche Verbindungen sind aber selten sicher oder verschlüsselt und bieten daher einen geeigneten Angriffspunkt für Hacker und andere Cyberkriminelle, die hier zum Beispiel Passwörter oder Zahlungsdaten abgreifen. Ein mobiles VPN verhindert diesen Zugriff.

Viele VPNs verfügen über mobile Apps, mit denen Sie auch Smartphones und Tablets absichern können
Viele VPNs verfügen über mobile Apps, mit denen Sie auch Smartphones und Tablets absichern können
Screenshot: trusted.de
Quelle: nordvpn.com

Welchen Nutzen hat eine VPN-Verbindung?

Alle VPNs erfüllen grundsätzlich denselben Zweck: Ihre IP-Adresse (und damit Ihre Identität) im Netz zu verschleiern und die Verbindung zu verschlüsseln. Warum Sie ein VPN nutzen, kann allerdings verschiedene Gründe haben. So gibt es ganz unterschiedliche Anwendungsfälle für ein VPN, die von dem Umgehen von Geoblocking auf Streamingplattformen, über den persönlichen Schutz vor Hackern bis hin zu illegalen Aktivitäten wie Filesharing von urheberrechtlich geschütztem Material gehen.

Ganz konkret gibt es diese Fälle, in denen ein VPN nützlich sein kann:

Streaming

Diverse Streaming-Anbieter wie Netflix oder Amazon bieten bestimmte Inhalte aus Lizenzgründen auch nur in bestimmten Regionen an. Das heißt, dass Inhalte, die es z.B. in den USA gibt, nicht auch unbedingt in Deutschland abgerufen werden können. Hier hilft ein VPN, da Sie damit den Standort des Servers, der Ihre Verbindung tunnelt, frei wählen können. So gaukelt Ihr VPN US-Netflix vor, dass sich Ihr Gerät ebenfalls in den USA befindet - womit der Stream kein Problem mehr ist.

Internetzugriff trotz Sperre

Nicht in allen Weltregionen ist der Zugang zum Internet so uneingeschränkt möglich, wie bei uns. Viele Länder - beispielsweise China, Iran, Israel, Syrien, Saudi-Arabien oder Nordkorea - beschränken den Zugang zum Internet oder blocken bestimmte Seiten aufgrund ihrer Inhalte. Eines der bekanntesten Beispiele ist das Verbot des Sozialen Netzwerkes Facebook in China. Um diese Blockaden zu entgehen und auch gesperrte Seiten aufrufen zu können, ist ein VPN nützlich.

Schutz vor Datendiebstahl

Gerade in öffentlichen Netzwerken oder Hotspots findet die Kommunikation zwischen Ihrem Gerät und dem Netz völlig unverschlüsselt statt. Versierte Nutzer können diesen Umstand ausnutzen, um gezielt Ihre Daten zu stehlen und selbst zu nutzen oder weiter zu verkaufen. Besonders beliebt sind etwa Passwörter für Online-Shops wie Amazon, Online-Banking-Zugänge oder Kreditkarten-Daten. Um in einem öffentlichen Netzwerk sicher zu sein, bietet sich ein VPN zur Verschlüsselung des Datenverkehrs an.

Schutz vor Ausspähung

Wenn Sie im Internet surfen, hinterlassen Sie so gut wie überall Spuren, da Ihre Daten auf den meisten kommerziellen Websites mithilfe von sogenannten Cookies gespeichert werden. Diese Daten werden beispielsweise genutzt, um Ihnen personalisierte Werbung anzubieten - in krassen Fällen können aber auch Organisationen oder Kriminelle Ihre Aktivitäten im Netz nachverfolgen. Um dem Tracking zu entgehen und Cookies so gut wie unbrauchbar zu machen, ist eine VPN-Verbindung sinnvoll.

Home Office

Viele Unternehmen lagern ihre Daten und Dateien aus Sicherheitsgründen nicht in der Cloud, auf die Sie von überall aus zugreifen können, sondern in einem eigenen abgeschlossenen Netzwerk. Das ist vor allem für Mitarbeiter problematisch, die für ihre Arbeit unterwegs oder vom Home Office aus auf die Daten zugreifen wollen. Ein VPN unterstützt Sie hier, indem es eine sichere Verbindung zum Firmennetzwerk herstellt. So greifen Sie von Ihrem Gerät auf das Netzwerk zu, als wären Sie physisch damit verbunden.

Torrenting und Filesharing

Internetnutzer, die mittels Filesharing-Plattformen wie BitTorrent oder eMule Dateien austauschen, oder Torrent-Portale wie kinox.to oder Movie4k nutzen, bewegen sich auf dünnem Eis. Urheberrechtlich geschütztes Material wie Filme oder Musik ohne Genehmigung zu teilen, kann teilweise Abmahnungen mit horrenden Bußgeldern nach sich ziehen. Durch die im VPN verschleierte IP-Adresse dagegen fällt es Behörden schwerer, die Aktivitäten der Nutzer nachzuverfolgen und rechtliche Schritte einzuleiten.

Bin ich mit einem VPN anonym?

Obwohl Ihnen die meisten VPN-Anbieter etwas anderes erzählen werden, lautet die Antwort nein, bzw. jein. Vollständige Anonymität im Netz ist nicht möglich, da jede Art von Verbindung Spuren hinterlässt, die zurückverfolgt werden können. Ihre IP-Adresse ist dabei eine der aussagekräftigsten Spuren. Nutzen Sie ein VPN, um Ihre IP-Adresse virtuell zu verändern, steigern Sie damit zwar Ihre Privatsphäre, machen sich aber nicht vollständig anonym, da alleine der gewählte VPN-Server ja mit Ihrer ursprünglichen IP-Adresse kommuniziert und diese daher kennt.

Ein VPN macht Sie nicht absolut anonym, schützt Sie aber vor Cyberkriminalität und allgemeiner Überwachung
Ein VPN macht Sie nicht absolut anonym, schützt Sie aber vor Cyberkriminalität und allgemeiner Überwachung
Quelle: trusted.de

Zudem müssen VPN-Anbieter gewisse Daten aufzeichnen, um Ihren Zugriff einem bestimmten Account zuzuordnen. Diese Daten können wiederum von staatlichen Organisationen und Behörden verwendet werden, um einzelne Nutzer - beispielsweise im Falle einer Straftat - zu identifizieren. Ob der gewählte VPN-Anbieter die Daten auf Anfrage auch herausgibt, steht dagegen auf einem anderen Blatt. Hier sollten Sie im Einzelfall einen Blick in die Datenschutzerklärung des Anbieters werfen.

Eine konsequente No-Log-Richtlinie ist einer der wichtigsten Faktoren eines sicheren VPN
Eine konsequente No-Log-Richtlinie ist einer der wichtigsten Faktoren eines sicheren VPN
Screenshot: trusted
Quelle: surfshark.com

Entscheidend, um die Qualität eines VPN einzuschätzen, sind deswegen viele verschiedene Faktoren, wie die Datenschutzgesetze des Firmensitzes, die Datenschutzrichtlinie des gewählten Anbieters, die Frage, ob dieser über eine “No-Log-Richtlinie” verfügt (und auch umsetzt) und vieles mehr. Wichtig ist allerdings, dass Sie mit keinem noch so guten VPN absolut anonym im Netz unterwegs sind. Im Ernstfall können Ihre Daten dennoch gespeichert und dadurch zurückverfolgt werden.

Daher schützen und verstärken VPNs zwar Ihre Privatsphäre im Netz und machen es für Außenstehende sehr viel schwieriger, Ihre Verbindung und Ihre Identität nachzuvollziehen - unmöglich wird es dadurch aber nicht. Oder, um es mit den Worten des berühmtesten Whistleblowers der Welt zu sagen:

"Ihr seid immer noch verwundbar gegenüber gezielter Überwachung. Wenn es einen Durchsuchungsbefehl gegen euch gibt, wenn die NSA hinter euch her ist, dann kriegen sie euch immer noch. Doch gegenüber Massenüberwachung, die nicht zielgerichtet ist und nach dem Collect-it-all-Ansatz vorgeht, seid ihr viel besser geschützt."

In welchen Fällen hilft ein VPN nicht?

Bei Browser Fingerprinting und WebRTC Leaks

Ein VPN ist keine alleinige Wunderwaffe gegen jede Art von Tracking und Cyberkriminalität. Obwohl Sie mit einer aktiven VPN-Verbindung schon einen Großteil der Bedrohungen abwehren können, gibt es immer noch Technologien, vor denen ein VPN Sie nicht (alleine) schützen kann.

Ein Beispiel dafür ist das sogenannte Browser Fingerprinting (auch Browser-Fingerabdruck genannt), oder WebRTC Leaks. Hier werden teilweise Daten wie der verwendete Browser (und dessen Einstellungen) übertragen, bzw. auch gleich die ursprüngliche tatsächliche IP-Adresse übermittelt. Außer mit einem VPN gibt es andere Möglichkeiten, sich vor solchen Datenlecks zu schützen, beispielsweise durch Wechsel des Browsers (auf den sicheren Tor-Browser) oder mithilfe von speziellen Browser-Plugins, die die Lecks stopfen.

Aber keine Sorge: Browser-Fingerprints lassen keine Rückschlüsse auf Ihre Person zu, sondern können lediglich herangezogen werden, um herauszufinden, ob zwei unterschiedliche Zugriffe auf die gleiche Website vom selben Gerät kommen. Diese Daten werden größtenteils zu Marketingzwecken benutzt. WebRTC Leaks sind schon kritischer, da sie Rückschlüsse auf Ihre IP-Adresse zulassen. Diese Leaks lassen sich dafür relativ einfach mithilfe entsprechender Browser-Erweiterungen schließen; teilweise sind moderne VPNs auch schon selbst dazu in der Lage.

Wenn Ihr VPN sich auf einer Blacklist befindet

Auch Netflix und Co. sind natürlich nicht auf den Kopf gefallen, und deswegen ständig bemüht, den unrechtmäßigen Zugriff auf gesperrte Inhalte zu unterbinden. Bekannte VPNs und deren Server stehen daher bei vielen Anbietern schon auf einer Blacklist, einer schwarzen Liste. Je mehr Nutzer über einen bestimmten VPN-Server auf Streamingdienste zugreifen, desto größer ist die Chance, dass dieser Server als VPN-Server “entlarvt” und als Teil der Blacklist in Zukunft blockiert wird.

Aber: Obwohl es technisch möglich ist, einzelne IP-Adressen zu sperren, gleicht das Vorgehen der Streamingdienste mit den VPNs dem Kampf zwischen Herkules und der Hydra - wann immer ein Server auf der Blacklist landet, wachsen dutzende Server nach, die die Streaming-Provider noch nicht auf dem Schirm haben. Viele VPNs verfügen über hunderte bis tausende verschiedener Server und erweitern ihr Netz stetig. Einige VPNs zeichnen sogar Server, die für das Streaming auf Netflix und Co. gedacht sind und (noch) funktionieren, entsprechend aus. So fällt es relativ leicht, immer einen passenden Server zu finden.

Wenn Sie aufgrund einer Straftat gesucht werden

Wenn es um illegale Aktivitäten im Netz geht - etwa Torrenting oder Filesharing - drohen Nutzern oft Abmahnungen und hohe Geldbußen. Viele Nutzer von File-Sharing-Diensten und Seiten wie kinox.to und dessen Nachfolgern wähnen sich durch den Einsatz eines VPNs auf der sicheren Seite, da ihre Verbindung nicht zugeordnet werden kann. Das ist auch in den meisten Fällen nicht falsch - sofern nicht das VPN selbst die jeweiligen Nutzer verrät.

Wichtig ist hier, dass der jeweilige Anbieter über eine No-Log-Richtlinie verfügt, das heißt: dass sich der VPN-Provider dazu verpflichtet, keine Aufzeichnungen der Verbindungen und der ursprünglichen IP-Adressen anzulegen. Gibt es nämlich solche Aufzeichnungen, können Strafbehörden auch die Identität des illegal handelnden Nutzers in Erfahrung bringen, was wie erwähnt drakonische Strafen nach sich ziehen kann. Und selbst, wenn ein VPN-Anbieter eine No-Log-Richtlinie hat, ist dadurch noch nicht gesichert, dass die Strafverfolgungsbehörden nicht über andere technische Mittel verfügen, um die Identität einzelner Nutzer herauszufinden.

Gibt es Alternativen zu einem VPN?

Alternativen zum Einsatz eines VPN sind der sogenannte Tor-Browser oder der Einsatz eines Proxy-Servers. Die drei Lösungen funktionieren alle drei ein wenig unterschiedlich und haben daher auch ihre jeweils eigenen Vor- und Nachteile und Einsatzgebiete. Als die benutzerfreundlichste Art, Ihre IP-Adresse zu verschlüsseln, gelten nach wie vor VPNs, da Tor und Proxy ein gewisses Know-How voraussetzen. Alle Unterschiede und die Vor- und Nachteile der drei Alternativen finden Sie hier:

VPNs - Verschlüsselung und Privatsphäre gegen Bezahlung

VPNs leben von der Kombination der verschlüsselten Datenverbindung und der Verschleierung Ihrer IP-Adresse. Die veränderte IP ist nützlich, um Datendiebstahl zu entgehen oder geblockte Inhalte zu entsperren, während die Datenverschlüsselung dafür sorgt, dass Hacker und Cyberkriminelle nicht in Ihre Verbindung eingreifen können. Um ein VPN zu nutzen, benötigen Sie so gut wie keine Vorkenntnisse. Der Download der jeweiligen Software und fünf Minuten Lernphase reichen in der Regel aus. Zudem sind VPNs für beinahe alle gängigen Geräte verfügbar - von Computern über Smartphones bis zu Spielekonsolen.

Auf der Kehrseite der Medaille steht, dass VPNs (in der Regel) kostenpflichtig sind; das heißt: Sie bezahlen eine monatliche Gebühr und sind vertraglich an einen Anbieter gebunden. Zudem kann es bei manchen VPNs durch die getunnelte Verbindung zu Geschwindigkeitseinbußen beim Surfen kommen, je nach Server, Standort, Connection, etc. Das kann vor allem beim Streaming störend sein.

  • Vorteile
  • Verschlüsselt und sicher
  • Verschleiert IP-Adresse
  • Einfach einzurichten/zu buchen
  • Nachteile
  • In der Regel kostenpflichtig
  • Möglicher Geschwindigkeitsverlust

Proxy-Server - Die sichere Alternative für Nutzer mit Know-How

Proxy-Server funktionieren ähnlich wie ein VPN und dienen als “Vermittler” Ihrer Anfrage. Anstatt direkt mit Ihrem Gerät auf ein Netzwerk zuzugreifen, wird Ihre Anfrage dabei über einen oder mehrere Proxy-Server “umgeleitet” und ist dadurch schwieriger nachzuverfolgen und zuzuordnen. So lässt sich, wie im VPN, die eigene IP-Adresse und Identität verschleiern und entsprechende Standorte der Proxys helfen auch dabei, Geoblocking zu umgehen. Damit ist ein Proxy (theoretisch) eine hervorragende Alternative zum VPN.

Das Problem: Anders als VPN werden Proxy-Server selten als schlüsselfertige Lösungen zum Kaufen oder Mieten angeboten und sind umständlich zu finden oder gar selbst einzurichten. Für Nutzer ohne das nötige Know-How ist es damit sehr schwierig, einen Proxy zu nutzen. Ein weiteres Manko: Anders als bei VPN oder Tor findet die Kommunikation mit dem Proxy (sowie die weitere Verbindung zwischen dem Proxy und dem Zielnetzwerk) nicht zwangsläufig verschlüsselt statt.

  • Vorteile
  • Verschleiert IP-Adresse
  • Kein Geschwindigkeitsverlust
  • Nachteile
  • Nicht zwingend verschlüsselt
  • Erfordert Know-How

TOR-Browser - Anonymität mit Geschwindigkeitseinbußen

Der sogenannte Tor-Browser (von der ursprünglichen Bezeichnung “The Onion Router”) ist ein Open-Source-Browser, der von jedem Internetnutzer kostenlos heruntergeladen und genutzt werden kann. Anders als bei herkömmlichen Browsern wie Firefox, Chrome oder Edge wird Ihre Verbindung mit dem Internet bei Tor über eine Vielzahl verschiedener Server geleitet. So wird der Datenstrom verborgen und es ist sehr viel schwieriger, die Verbindung von außen nachzuvollziehen oder zurückzuverfolgen. Daher wird der Tor-Browser gerne von Journalisten, Aktivisten und Whistleblowern eingesetzt.

Nahezu unmöglich heißt aber nicht unmöglich; einigen Staatsbehörden ist es in der Vergangenheit bereits gelungen, das System zu knacken. Der Tor-Browser steht ohnehin in der Aufmerksamkeit der Strafverfolgung und genießt einen schlechten Ruf, da er oft mit dem berüchtigten “Darknet”, und damit mit illegalen Aktivitäten von Drogenhandel bis Auftragsmord in Verbindung gebracht wird. Zudem leidet unter der Umleitung über viele verschiedene Server die Surfgeschwindigkeit. Streaming ist damit nur schwer möglich.

  • Vorteile
  • Verschlüsselt und sicher
  • Verschleiert IP-Adresse
  • Kostenfrei und Open Source
  • Nachteile
  • Starker Geschwindigkeitsverlust
  • Mögliches Überwachungsziel

Welche sind die besten VPNs 2021?

Die besten VPNs im aktuellen Test sind NordVPN, Surfshark und ExpressVPN, dicht gefolgt von Private Internet Access (PIA) und ZenMate. Im ausführlichen Test hat trusted 25 VPN-Anbieter miteinander verglichen und 12 davon einem aufwändigen Praxistest unterzogen, um die besten VPNs auf dem Markt zu ermitteln. Die Testkriterien waren dabei unter anderem Sicherheit und Datenschutz, Geschwindigkeit und Performance, Benutzerfreundlichkeit, Funktionsumfang und Qualität des Supports. Hier erfahren Sie mehr:

AnbieterNordVPNSurfsharkExpressVPN
Kundenbewertung
4.5
4.4
4.4
Preis10,16 - 10,16€10,50 - 10,50€12,95 - 12,95€
Kostenlose Testphase
Server 5.400 3.200 3.000
Serverstandorte/Länder 59 65 94
Support E-Mail-Support, Live Chat, FAQ-Bereich, Video-Tutorials E-Mail-Support, Live Chat, FAQ-Bereich, Video-Tutorials Video-Tutorials
Testbericht

Die schnellsten VPNs im Vergleich

VPNGeschwindigkeitsverlust
UltraVPN- 1,47%
Surfshark- 3,16%
VyprVPN- 3,59%
NordVPN- 3,85%
IPVanish- 5,12%

Ein gutes VPN zeichnet sich durch verschiedene Faktoren aus; einer davon ist die Geschwindigkeit bzw. Performance des Servernetzwerkes. Die Umleitung über einen VPN-Server verlangsamt zwangsläufig die Verbindung und führt zu einer höheren Latenz, das heißt: nutzen Sie ein VPN, wird Ihre Surfgeschwindigkeit in den allermeisten Fällen sinken. Ausnahmen gibt es, wenn Ihr Internetprovider Ihre Verbindung auf bestimmten Seiten (zum Beispiel Torrenting- oder Filesharing-Seiten) drosselt und Ihr VPN diese Drosselung umgeht.

Um die schnellsten VPNs im Vergleich zu ermitteln, hat die trusted-Redaktion für jedes der getesteten VPNs Speedtests durchgeführt (Infos zur genauen Vorgehensweise dabei finden Sie weiter unten) und dadurch den prozentualen Verlust der Downloadgeschwindigkeit bei eingeschaltetem VPN ermittelt.

Im Speedtest hat trusted ermittelt, mit welchen Geschwindigkeitseinbußen Sie bei der Verwendung eines VPN rechnen müssen
Im Speedtest hat trusted ermittelt, mit welchen Geschwindigkeitseinbußen Sie bei der Verwendung eines VPN rechnen müssen
Quelle: trusted.de

Verwenden Sie etwa NordVPN auf Ihrem Heimgerät und verfügen über einen DSL-Anschluss mit einer durchschnittlichen Download-Geschwindigkeit von 50 Mbit/s, drosselt das VPN Ihre Verbindung im Schnitt um ca. 1,9 Mbit/s - was ein verschmerzbarer Verlust ist. Die hier vorgestellten VPNs sind auf Geschwindigkeit optimiert und eignen sich daher besonders gut für anspruchsvolle Aufgaben wie Streaming, Online-Gaming, etc.

Die sichersten VPNs im Vergleich

VPNSicherheit
NordVPN
Surfshark
ExpressVPN
ZenMate
Avira Phantom VPN

Absolut oberstes Gebot für jedes VPN ist die Sicherheit. Hier kommt es darauf an, dass Ihre Verbindung konsequent und sicher verschlüsselt wird, dass Ihr VPN Ihre IP-Adresse anonymisiert, dass keine Datenlecks auftreten und dass der entsprechende Anbieter über einen ausreichenden Datenschutzstandard (inklusive No-Log-Richtlinie) verfügt. Die obigen 5 VPNs wurden von trusted als besonders sicher identifiziert weil sie:

  • Eine starke und den aktuellen Standards entsprechende Verschlüsselung aufweisen
  • DNS-Leaks und andere Datenlecks konsequent verhindern
  • Über eine strikte No-Log-Richtlinie verfügen
  • Einen Firmenstandort außerhalb des Einflusses von US-Geheimdiensten haben

Die besten Streaming-VPNs

VPNStreaming möglichSpezielle Streaming-Server
Cyberghost
ZenMate
HideMyAss
NordVPN
Surfshark
ExpressVPN
IPVanish
VyprVPN
Private Internet Access

Viele Streaming-Nutzer wünschen sich uneingeschränkten Zugang auf den gesamten Katalog ihres Streaming-Dienstes. Aber nicht alle Filme und Serien stehen flächendeckend überall zur Verfügung. Aus Lizenzgründen weichen die Angebote beispielsweise von US-Netflix und dem deutschen Katalog stark voneinander ab - wobei die Auswahl in den USA um ein Vielfaches größer ist, als hierzulande. VPNs helfen hier dadurch, dass sie den Standort Ihres Geräts virtuell “umziehen” und dem Streamingdienst damit vorgaukeln, Sie würden von den USA auf das Angebot zugreifen.

Mithilfe von VPNs schalten Sie gesperrte Inhalte frei - wie die in Deutschland nicht verfügbare Serie Criminal Minds
Mithilfe von VPNs schalten Sie gesperrte Inhalte frei - wie die in Deutschland nicht verfügbare Serie Criminal Minds
Screenshot: trusted.de
Quelle: netflix.com

Nicht alle VPNs sind allerdings dazu in der Lage, regionale Angebote zu entsperren. Einige VPNs werden von Netflix und Co. gezielt blockiert oder durch eine Firewall am Zugriff gehindert. Die oben vorgestellten VPNs wurden von der trusted-Redaktion ausgewählt, weil der Stream von regional gesperrten Inhalten damit möglich ist und weil sie teilweise sogar spezielle Streaming-Server mitbringen, die auf Streaming optimiert sind und bei keinem Anbieter auf der Blacklist stehen.

Daneben gibt es auch viele Anbieter, mit denen Streaming von US- und anderen regionalen Inhalten gar nicht oder nur teilweise möglich ist. Das sind beispielsweise:

Diese Anbieter werden standardmäßig bei einigen oder allen Streamingdiensten blockiert, was z.B. bei Netflix eine Fehlermeldung zur Folge hat („Sie scheinen einen Unblocker oder Proxy zu verwenden“) und im schlimmsten Fall zur Sperrung Ihres Accounts führen kann. Avira Phantom ist hier ein Sonderfall; der Stream von US-Inhalten ist mit dem Streamingserver “USA - Streaming” problemlos möglich; allerdings gilt das nicht für andere Regionen wie UK, Frankreich, etc.

Die besten deutschsprachigen VPNs

VPNFirmensitz
ZenMateDeutschland
Avira Phantom VPNDeutschland
Perfect PrivacySchweiz
ProtonVPNSchweiz
VyprVPNSchweiz

Viele Nutzer wünschen sich ein VPN aus Deutschland bzw. der D-A-CH-Region. Das kann verschiedene Gründe haben: Die Sprache der Nutzeroberfläche, die Sprache des persönlichen Kundensupports oder auch der Datenschutz, der vor allem in Deutschland und der Schweiz einen sehr hohen Stellenwert hat. Die oben vorgestellten VPNs haben ihren Hauptsitz innerhalb der D-A-CH-Region und sind in deutscher Sprache und mit deutschem Support verfügbar.

So hat trusted VPNs getestet

Um einen aussagekräftigen Vergleich aktueller VPNs aufstellen zu können, hat trusted 25 gängige VPN-Systeme ausgewählt und 12 davon einem umfangreichen Praxistest unterzogen. Im Test wurden vor allem die Geschwindigkeit der jeweiligen VPNs sowie deren Performance und Benutzerfreundlichkeit geprüft. Zudem wurden alle 12 getesteten Systeme hinsichtlich Ihrer Möglichkeiten untersucht, Geoblockaden zu umgehen und damit regional gesperrte Inhalte aufzurufen. In erster Linie war natürlich auch die Sicherheits- bzw. Datenschutzsituation des jeweiligen VPN-Anbieters ausschlaggebend für die Bewertung. Konkret sind im aktuellen Vergleich die folgenden Kriterien besonders relevant:

10%

Vertrag & Kosten

Wie viel kostet das Tool? Wie viele Kontakte und Nutzer können Sie zu diesem Preis anlegen? Wie lange sind Sie vertraglich gebunden und in welchen Intervallen müssen Sie bezahlen? Gibt es eine kostenlose Testphase oder eine Geld-zurück-Garantie?

20%

Leistung

Über wie viele Server und Serverstandorte verfügt das VPN? Welche Bandbreite ist im Tarif integriert? Gibt es eine Flatrate, d.h. ist die Bandbreite unbegrenzt, oder gibt es Einschränkungen im Datenvolumen?

10%

Features

Welche Funktionen bringt das jeweilige VPN mit? Welche Sicherheitsoptionen (Kill Switch, Double VPN, DNS Leakschutz, etc.) sind integriert? Mit welchen zusätzlichen Funktionen kann das VPN aufwarten?

10%

Protokolle

Wie viele und welche VPN-Protokolle werden unterstützt? Ist das beliebte und sichere Protokoll OpenVPN mit auf der Liste? Oder hat der Anbieter sogar ein eigenes maßgeschneidertes Protokoll?

10%

Geräte und Browser

Für welche Geräte ist das VPN als Client oder App verfügbar? Welche Browsererweiterungen bietet der Provider an?

0%

Anwendungen

Für welche Anwendungen ist das betreffende VPN gut geeignet, für welche nicht? Ist es beispielsweise ein besonders sicheres VPN, oder besonders gut für das Streaming von Videos und Musik geeignet?

10%

Usability

Wie benutzerfreundlich ist das jeweilige VPN? Wie sieht die Benutzeroberfläche und die Nutzerführung aus? Wie einfach ist der Einstieg in die jeweilige Software und welche Hilfestellungen gibt das System Ihnen dabei? Welche Geschwindigkeitseinbußen müssen Sie als Nutzer des VPN in Kauf nehmen?

20%

Sicherheit & Datenschutz

Erfüllt die Software die wichtigsten Standards der DSGVO? Werden Ihre Kundendaten auf europäischen Servern gespeichert? Welche Zertifizierung und Sicherheitsstandards bringen die Rechenzentren des Providers mit? Gibt es eine No-Log-Richtlinie? Ist diese auch in der Datenschutzerklärung verankert?

10%

Service & Support

Wann und auf welchen Kanälen können Sie mit dem Support des Anbieters in Kontakt treten? Welche Online-Materialien (Tutorials, Videos, Webinare, etc.) gibt es, um Sie zu unterstützen? Wie ist der Support des Anbieters organisiert?

Die Ergebnisse des Praxistests finden Sie in den ausführlichen Testberichten von trusted.de sowie in den detaillierten Datenblättern zu jedem einzelnen Tool. Zudem hat die trusted-Redaktion noch diverse Tests durchgeführt, um die einzelnen VPN-Anbieter bis ins kleinste Detail zu prüfen:

VPN-Speedtest

Im Speedtest soll ermittelt werden, wie viel Geschwindigkeit durch den Einsatz eines VPNs durchschnittlich verloren geht, bzw. mit welchen Performance-Einbrüchen Sie rechnen müssen, wenn Sie das jeweilige VPN nutzen. Mithilfe von OpenSpeedTest wurden dafür die Download-Geschwindigkeit, die Upload-Geschwindigkeit sowie die Latenz (teilweise auch als “Ping” bezeichnet) mit ein- und ausgeschaltetem VPN ermittelt.

Mit dem Speedtest von OpenSpeedTest hat trusted die Performance aller VPNs im Vergleich geprüft
Mit dem Speedtest von OpenSpeedTest hat trusted die Performance aller VPNs im Vergleich geprüft
Screenshot: trusted.de
Quelle: openspeedtest.com

Um ein aussagekräftiges Ergebnis zu produzieren hat trusted für jedes VPN je 3 Geschwindigkeitstests durchgeführt - jeweils mit und ohne aktive VPN-Verbindung - und daraus einen prozentualen Durchschnitt errechnet. Die Ergebnisse der Speedtests finden Sie in den einzelnen Testberichten oder in diesem Ratgeber im Abschnitt “Die schnellsten VPNs im Vergleich”.

Beachten Sie: trusted ist bemüht, einen verlässlichen und belastbaren Geschwindigkeitstest für die getesteten VPNs zur Verfügung zu stellen. Um Messungenauigkeiten so gut wie möglich zu vermeiden, wurden daher alle Speedtests mit dem gleichen Gerät, im gleichen Netzwerk und zu den gleichen Tageszeiten durchgeführt. Dennoch hängt die aktive Performance eines VPNs im Alltag von vielen verschiedenen Faktoren ab, die eine einhundertprozentig genaue Einschätzung erschweren. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Der Standort des eigenen Geräts
  • Der Standort des Zielservers
  • Der Standort des VPN-Servers
  • Die aktuelle Auslastung des eigenen Netzwerks
  • Die aktuelle Auslastung des Ziel- und VPN-Servers
  • Und mehr

Auch wenn einzelne VPN-Anbieter oder Vergleichsseiten im Netz etwas anderes behaupten, ist ein wirklich belastbarer Geschwindigkeitstest daher sehr schwierig bis unmöglich. Die Ergebnisse der von trusted durchgeführten Speedtests sollten daher exemplarisch betrachtet werden und erheben keinen Anspruch auf absolute Exaktheit.

VPN-Sicherheitstest

Ein weiterer wichtiger Check für den Vergleich von VPNs ist ein ausführlicher Sicherheitstest. Hier hat die trusted-Redaktion mithilfe von Webtools wie dem WebRTC Leak Test von BrowserLeaks oder dem DNS Leak Test von dnsleaktest.com die einzelnen VPNs auf signifikante Datenlecks untersucht. Zudem wurde überprüft, ob die IP-Adresse kontinuierlich verschleiert wurde und wie oft es zu Störungen der Verbindung mit dem jeweiligen VPN kam. Mithilfe des Download-Tools Wireshark wurde außerdem ermittelt, ob die Datenverschlüsselung einwandfrei funktioniert.

Der Leaktest von Browserleaks.com war einer der Sicherheitstest, die trusted im VPN-Vergleich durchgeführt hat
Der Leaktest von Browserleaks.com war einer der Sicherheitstest, die trusted im VPN-Vergleich durchgeführt hat
Screenshot: trusted.de
Quelle: openspeedtest.com

VPN-Streamingtest

Zuletzt ist der Streamingtest eine wichtige Messlatte für ein VPN. Hier wurde überprüft, ob beispielsweise spezielle Server für das Streaming zur Verfügung stehen und ob der Stream - beispielsweise auf US-Netflix - überhaupt funktioniert, oder ob möglicherweise alle verfügbaren VPN-Server bereits vom jeweiligen Anbieter geblockt werden. Auch hier ist natürlich die Performance des VPNs entscheidend, denn geht durch das aktive VPN zu viel Geschwindigkeit verloren, kann das Streaming-Erlebnis stark getrübt werden.

Welche Funktionen haben VPN?

Ein VPN hat eine Hauptfunktion, nämlich die Tunnelung Ihrer Verbindung zu einem anderen Server und dadurch die Verschlüsselung Ihrer Verbindung bzw. die Verschleierung Ihrer IP-Adresse. Über diese Grundfunktion verfügen alle kommerziellen VPN-Systeme; in der Regel ist dafür nicht mehr nötig, als das VPN auf Ihrem Gerät einzuschalten bzw. im Browser zu aktivieren. Darüber hinaus verfügen moderne VPNs aber noch über eine Reihe von anderen Features, die der zusätzlichen Sicherheit oder dem Komfort dienen:

Server- und Standortwahl

Essentiell an einem VPN ist, dass es Ihnen einen Server zur Verfügung stellt, von dem aus Ihr Gerät auf das Internet zugreifen kann. Die Wahl des entsprechenden Servers kann willkürlich oder automatisch erfolgen - dann sucht das VPN selbst den besten Server hinsichtlich Nähe, Sicherheit, Performance, etc. aus. Bei den meisten modernen VPNs haben Sie aber auch die Möglichkeit, den angesteuerten Server selbst zu bestimmen. Das ist vor allem dann wichtig, wenn Sie einen Server in einem bestimmten Land benötigen, um beispielsweise auf regionale Inhalte von Netflix, YouTube und Co. zuzugreifen.

Eine übersichtliche Serverauswahl ist die Grundfunktion jedes VPNs im Vergleich
Eine übersichtliche Serverauswahl ist die Grundfunktion jedes VPNs im Vergleich
Screenshot: trusted.de
Quelle: nordvpn.com

Daher stellt Ihnen ein VPN eine Liste mit allen möglichen Servern bzw. Standorten zur Verfügung, aus denen Sie wählen können. Sie müssen nur noch entscheiden, welchen davon Sie nutzen wollen. Dabei sind sogenannte Streaming-Server - die sich aufgrund Ihres Standorts oder Ihrer Performance besonders gut zum Streamen von Videos oder Musik eignen - oder P2P-Server, die auf die Nutzung von Torrenting- oder Filesharing-Plattformen optimiert sind, oft gesondert markiert.

Kill Switch

Ein sogenannter Kill Switch oder Not-Stopp ist eine essentielle Funktion vieler VPNs. Im Grunde handelt es sich dabei um einen automatischen Ausschalter. Es kann passieren, dass Ihr VPN kurzzeitig ausfällt - beispielsweise weil Sie die getunnelte Verbindung zum VPN-Server verlieren. In diesem Fall sind Sie zwar immer noch online, kommunizieren nun aber mit Ihrer realen IP-Adresse mit der Zielseite, was durch das VPN eigentlich verhindert werden sollte.

Kill Switches und andere Sicherheitsfeatures aktivieren Sie bequem in den Einstellungen Ihres VPN-Clients
Kill Switches und andere Sicherheitsfeatures aktivieren Sie bequem in den Einstellungen Ihres VPN-Clients
Screenshot: trusted.de
Quelle: zenmate.com

In diesem Fall greift der Kill Switch. Wird die Verbindung zum VPN-Server unterbrochen, kappt der Kill Switch automatisch und sofort auch die Verbindung zum Internet, um Ihre IP-Adresse und Identität damit zu schützen. Erst wenn wieder eine verschlüsselte Verbindung zum VPN-Server besteht, wird die Internetverbindung wiederhergestellt.

Double VPN/Multihop

Double VPN ist das gewisse Extra an Sicherheit und Privatsphäre. Wie der Name vermuten lässt, wird Ihre Verbindung hier nicht nur einmal, sondern gleich doppelt verschlüsselt. Die ohnehin bereits verschlüsselte Verbindung zum VPN-Server wird von diesem noch einmal zu einem zweiten VPN-Server getunnelt, wo Ihr Gerät dann erneut eine neue IP-Adresse aus dem dortigen virtuellen Netzwerk erhält. Das wird oft auch als Multihop oder Multi-Hop bezeichnet.

Double VPN leitet Ihre Verbindung nicht nur über einen, sondern über zwei oder mehr VPN-Server
Double VPN leitet Ihre Verbindung nicht nur über einen, sondern über zwei oder mehr VPN-Server
Screenshot: trusted.de
Quelle: protonvpn.com

Double VPN ähnelt dem Vorgehen eines Proxy-Netzwerks oder des Tor-Browsers, in denen Ihre Anfrage ebenfalls über mehrere Server geleitet wird. Double VPN steigert die Sicherheit enorm, führt aber auch dazu, dass Ihre Verbindungsrate durch die doppelte Tunnelung stark einbrechen kann. Double VPN sollte daher nur in Ausnahmefällen eingesetzt werden, in denen Sie besonderen Wert auf Sicherheit legen, auf Surfgeschwindigkeit aber verzichten können.

Tor over VPN/Onion over VPN

Tor over VPN (teilweise auch Onion over VPN) ist eine spezielle Funktion mancher VPNs. Dabei wird Ihre Anfrage verschlüsselt zum VPN-Server geleitet, dort mit einer neuen IP-Adresse ausgestattet, und anschließend durch das Tor-Netzwerk gejagt, bevor es im Zielnetzwerk bzw. auf der Zielseite ankommt. Das Tor-Netzwerk besteht aus einer Vielzahl von Servern, wodurch es schwieriger wird, die ursprüngliche Anfrage nachzuverfolgen.

Der Vorteil: Sie genießen erhöhte Sicherheit und Schutz durch die Kombination zweier gängiger Technologien - VPN und Tor. Der Nachteil: Die Surfgeschwindigkeit leidet stark unter den vielen Weiterleitungen. Zudem gibt es einige Websites, die Zugriffe von bekannten Servern aus dem Tor-Netzwerk nicht zulassen. Diese Websites sind mittels Tor over VPN dann nicht oder nur über weitere Umwege erreichbar.

DNS-Leakschutz

DNS Leaks sind eine spezielle Bedrohung, derer sich VPN-Nutzer oft überhaupt nicht bewusst sind. Einfach ausgedrückt: Ein DNS (Domain Name Server) ist ein Server, der eine Web-Adresse wie zum Beispiel “trusted.de” einer bestimmten IP-Adresse zuordnet. Wollen Sie eine Website aufrufen, kommuniziert Ihr Gerät mit dem DNS-Server, um dort die IP-Adresse zu erfragen, mit der es eine Verbindung herstellen soll. Dabei kann es zu Lecks, also “Leaks” kommen.

Ein DNS-Leakschutz gehört zur Grundausstattung eines sicheren VPN
Ein DNS-Leakschutz gehört zur Grundausstattung eines sicheren VPN
Screenshot: trusted.de
Quelle: vyprvpn.com

Ist der jeweilige DNS-Server nicht ebenfalls Teil der Server-Infrastruktur des verwendeten VPNs, lassen sich Daten wie die aufgerufenen Websites oder heruntergeladene Dateien eindeutig einem Zugriff und einer IP-Adresse zuordnen - in diesem Fall Ihre IP-Adresse im VPN - und von dort weiter zurückverfolgen. Ein DNS-Leakschutz verhindert diese Lecks, zum Beispiel indem nur Anfragen an Name Server geleitet werden, die selbst Teil des Servernetzes dieses VPNs, und damit ebenfalls verschlüsselt sind.

Split Tunneling

Beim sogenannten Split Tunneling geht es darum, nur diejenigen Verbindungen durch den VPN-Tunnel zu leiten, die ein Ziel im betreffenden Netzwerk haben. Ein Beispiel: Verbinden Sie sich mit Ihrem Notebook vom Home Office aus via VPN mit Ihrem Firmennetzwerk, laufen dank Split Tunneling nur diejenigen Anfragen durch den Tunnel, die ein Ziel im Firmennetzwerk haben. Alle anderen Verbindungen, beispielsweise die normale Internetverbindung, werden nicht durch den Tunnel geschickt.

Split Tunneling erlaubt beispielsweise Ausnahmen und Regeln für bestimmte Apps oder Websites im VPN-Tunnel
Split Tunneling erlaubt beispielsweise Ausnahmen und Regeln für bestimmte Apps oder Websites im VPN-Tunnel
Screenshot: trusted.de
Quelle: privateinternetaccess.com

Das hat einen ganz einfachen Zweck: Ist Ihr VPN in Sachen Datenvolumen eingeschränkt, lassen sich durch Split Tunneling unnötige Verbindungen “ausblenden”, um das Datenvolumen nicht zu strapazieren. Zudem könnte der Mitarbeiter im Beispielfall ohne Geschwindigkeitseinbußen im Netz surfen, da diese Verbindung nicht getunnelt wird. Er könnte aber auch zwei Tunnel schaffen, um beispielsweise auf zwei verschiedene Firmennetzwerke zuzugreifen, ohne die Verbindung ständig wechseln zu müssen.

Was kostet ein VPN?

Ein VPN kostet durchschnittlich zwischen 2 Euro und 13 Euro pro Monat. Der Preis ist dabei in der Regel von der gewählten Vertragslaufzeit abhängig. Für flexible Monatsverträge bezahlen Sie monatlich zwischen 10 und 13 Euro. Binden Sie sich dagegen länger an einen Anbieter, sind Einsparungen von bis zu 80 Prozent möglich. Jahres- oder 2-Jahres-Verträge gibt es bei vielen Anbietern für zwischen 2 und 7 Euro pro Monat; diese müssen dann aber jeweils im Voraus bezahlt werden. Mehr erfahren Sie hier:

Um Ihnen einen Überblick über die entsprechenden Kosten zu geben, hat trusted im Folgenden drei Preisbeispiele gängiger Anbieter für Sie zusammengestellt.

trusted ist bemüht, Ihnen immer alle aktuellen Informationen über Preise und Tarife der verglichenen VPN-Anbieter zu liefern. Es muss aber erwähnt werden, dass in kaum einem anderen Bereich die Preise und Vertragskonditionen so starken Schwankungen unterworfen sind, wie bei VPNs. Die einzelnen Anbieter versuchen ständig, sich gegenseitig zu unterbieten oder mit speziellen Aktionsangeboten auszustechen; Preismodelle können sich hier im Wochentakt ändern. Betrachten Sie die nachfolgenden Preisbeispiele daher als exemplarisch.

Cyberghost Preise

Testsieger Cyberghost bietet vier verschiedene Laufzeiten an: 1 Monat, 12 Monate, 24 Monate und 36 Monate. Funktional und in Sachen Geschwindigkeit und Serverauswahl bieten alle drei Tarife den gleichen Umfang und unterscheiden sich tatsächlich nur in der Laufzeit. Während Sie im Monatsabo 11,99 Euro pro Monat bezahlen, sinkt der Preis für 12 Monate schon auf 3,75 Euro pro Monat (bzw. 45 Euro pro Jahr, da im Voraus abgerechnet wird). Binden Sie sich für 24 Monate, ist der Monatspreis 3,19 Euro (bzw. 76,65 für zwei Jahre), bei 36 Monaten 2 Euro pro Monat (bzw. 70 Euro für 3 Jahre).

Die Preise von Cyberghost im Überblick (Stand: Dezember 2020)
Die Preise von Cyberghost im Überblick (Stand: Dezember 2020)
Screenshot: trusted.de
Quelle: cyberghost.com

Im Gegensatz zum Monatstarif bietet Cyberghost im längsten Modell für 18 Monate eine Ersparnis von rund 77 Prozent, im Halbjahresabo immerhin noch 33 Prozent.

NordVPN Preise

Ähnlich läuft es bei NordVPN. Auch dieser Anbieter hat drei Laufzeiten im Angebot: 1 Monat, 12 Monate und 24 Monate. Während Sie im Monatsabo 10,16 Euro pro Monat bezahlen, drückt NordVPN den Preis im Jahresabo schon auf 4,18 pro Monat, im Zwei-Jahres-Abo auf 3,15 Euro pro Monat. Das entspricht einer jährlichen Zahlung von 52,51 Euro, bzw. einer zweijährlichen Zahlung von 79,21 Euro.

Die Preise von NordVPN im Überblick (Stand: Dezember 2020)
Die Preise von NordVPN im Überblick (Stand: Dezember 2020)
Screenshot: trusted.de
Quelle: nordvpn.com

Im Vergleich zu Cyberghost bietet NordVPN den günstigeren Monatstarif und unterbietet den Testsieger um mehr als 1 Euro pro Monat. In den längeren Laufzeiten hat dagegen Cyberghost die Nase vorne und ruft im 18-Monats-Vertrag Kampfpreise auf, die NordVPN nicht einmal in der längeren Laufzeit von 2 Jahren unterbieten kann.

ExpressVPN Preise

ExpressVPN bietet als mögliche Laufzeiten 1 Monat, 6 Monate und 12 Monate an. Im Monatstarif bezahlen Sie 12,95 US-Dollar (rund 11 Euro) pro Monat, im halbjährlichen Tarif 9,99 Dollar (ca. 8,50 Euro) und im Jahrestarif 8,32 Dollar (ca. 7 Euro). Wie auch bei NordVPN und Cyberghost sind die Beiträge für längere Laufzeiten jeweils im Voraus zu bezahlen, hier also rund 60 Dollar (ca. 51 Euro) pro Halbjahr bzw. rund 100 Dollar (ca. 85 Euro) pro Jahr.

Die Preise von ExpressVPN im Überblick (Stand: Dezember 2020)
Die Preise von ExpressVPN im Überblick (Stand: Dezember 2020)
Screenshot: trusted.de
Quelle: expressvpn.com

ExpressVPN bietet im Vergleich zu Cyberghost und NordVPN die höchsten Beiträge und auch die prozentuale Ersparnis in den längeren Laufzeiten ist nicht so groß, wie etwa beim Testsieger. Trotzdem ist auch hier klar der Trend erkennbar; binden Sie sich langfristig, können Sie viel Geld sparen, müssen aber im Voraus bezahlen und vor allem rechtzeitig kündigen, wenn Ihr Abo nicht automatisch um die gewählte Laufzeit verlängert werden soll.

Gibt es kostenlose VPNs?

Die VPNs ZenMate, ProtonVPN, Avira Phantom VPN, TunnelBear, Windscribe und hide.me bieten Free-Tarife an, die Sie dauerhaft kostenlos nutzen können. Diese sind in der Regel - im Vergleich zu den kostenpflichtigen Tarifen - eingeschränkt. Beispielsweise können Sie die kostenlosen VPN nur auf einer bestimmten Anzahl Geräte nutzen, haben eine begrenzte Bandbreite beim Surfen oder können nur auf einen Teil der verfügbaren Server zugreifen. Alle Infos über die kostenlosen VPNs und wie Sie sie nutzen können, gibt es hier:

ZenMate kostenlos

ZenMate bietet eine Browsererweiterung seines VPN für Chrome, Firefox und MS Edge vollständig kostenlos an. Im Gegensatz zum kostenpflichtigen VPN können Sie dieses allerdings nur im Browser auf Ihrem PC oder Notebook nutzen, nicht auf Smartphones oder anderen Geräten. Zudem ist das kostenlose VPN in Sachen Geschwindigkeit eingeschränkt (die nur maximal 2 MB/s beträgt) und Sie können nur auf 4 der insgesamt 74 Serverstandorte zugreifen.

Größtes Manko sind die Funktionseinbußen bei ZenMate. So fehlt es der kostenlosen Browsererweiterung an Features wie dem Kill-Switch, dem Identitätsschutz und den optimierten Streaming-Servern. Streaming ist damit zwar dennoch theoretisch möglich - bei einer maximalen Bandbreite von 2 MB/s allerdings nur für SD-Inhalte ein befriedigendes Erlebnis.

ZenMate gibt es als kostenlose eingeschränkte Gratis-Version
ZenMate gibt es als kostenlose eingeschränkte Gratis-Version
Screenshot: trusted.de
Quelle: zenmate.com

Das kostenlose ZenMate ist für Sie interessant, wenn Sie nur Wert auf die militärische Datenverschlüsselung statt auf höchste Privatsphäre legen, und keine Online-Dienste nutzen wollen, die eine hohe Bandbreite erfordern (Streaming, Gaming, etc.).

ProtonVPN kostenlos

Der kostenlose Tarif “Free” von ProtonVPN erlaubt pro Nutzer jeweils nur eine aktive VPN-Verbindung von einem beliebigen Gerät. In Sachen Serverauswahl können Sie nur aus 3 Standorten in 3 Ländern wählen (statt der Server in insgesamt 50 Ländern, die ProtonVPN in den höheren Tarifen bietet). Zudem kommt es auch hier zu Geschwindigkeitseinbußen und Sie müssen mit Werbeeinblendungen zurecht kommen, über die der kostenlose ProtonVPN-Tarif sich finanziert.

Auch hier fehlt es an Features, die für ein VPN eigentlich essentiell sein sollten, und die Sie erst in den kostenpflichtigen Tarifen freischalten. Zwar zeichnet der Anbieter (mit Firmensitz in der Schweiz) keine Logs auf, dafür fehlt es an der Secure-Core-Technologie, die Ihre Identität auch während des Surfens konsequent verschleiert. Streaming via Netflix und Co. ist im kostenlosen Tarif ebenfalls nicht möglich, und kommt erst in ProtonVPN “Plus” für 8 Euro pro Monat hinzu.

Nutzer der kostenlosen Version von ProtonVPN müssen auf viele Features und Annehmlichkeiten verzichten
Nutzer der kostenlosen Version von ProtonVPN müssen auf viele Features und Annehmlichkeiten verzichten
Screenshot: trusted.de
Quelle: protonvpn.com

Ähnlich wie bei ZenMate ist die kostenlose Version von ProtonVPN für Sie interessant, wenn es Ihnen nur um die Datenverschlüsselung geht. Aktivitäten wie Filesharing oder Streaming sind mit dem Free-Tarif aufgrund der mangelnden Privatsphäre und wegen der gedrosselten Geschwindigkeit nicht zu empfehlen.

Avira Phantom VPN kostenlos

Anders als bei Anbietern wie ProtonVPN oder hide.me ist die kostenlose Version von Avira Phantom nicht eingeschränkt, was die Anzahl der Geräte angeht. So können Sie beliebig viele Geräte mit Ihrem VPN absichern. Zudem fehlt es im Free-Tarif zwar an Features wie dem Kill Switch, die essentiellen Funktionen wie die Datenverschlüsselung und die virtuelle IP-Adresse sind allerdings schon integriert.

Einbußen müssen Sie nur in Sachen Datenvolumen hinnehmen. Pro Monat stehen Ihnen hier nur 500 MB zur Verfügung, was vor allem für Streaming viel zu wenig ist. Zudem bietet Avira für die kostenlose Version keinen Support und lässt Ihnen keine freie Wahl über den verwendeten Server.

Bei Avira haben Sie die Wahl aus der kostenlosen Free-Version und der kostenpflichtigen Pro-Version
Bei Avira haben Sie die Wahl aus der kostenlosen Free-Version und der kostenpflichtigen Pro-Version
Screenshot: trusted.de
Quelle: avira.com

Die kostenlose Version von Avira Phantom VPN ist für Sie spannend, wenn Sie mehrere Geräte absichern wollen und keinen hohen monatlichen Traffic erwarten. Streaming und Filesharing klappt mit dem eingeschränkten Datenvolumen nicht, dagegen können Sie beispielsweise Ihr Smartphone zuverlässig absichern, während Sie unterwegs sind oder öffentliche Netzwerke nutzen.

TunnelBear kostenlos

Genau wie im Free-Tarif von Avira Phantom ist auch in der kostenlosen Version von TunnelBear Ihr Datenvolumen auf 500 MB pro Monat beschränkt. Zudem fehlt es auch hier an Kundensupport und der Möglichkeit, mehr als ein einziges Gerät zu verbinden. Im höheren Unlimited-Tarif sind es schon 3 Geräte pro Nutzer.

Die kostenlose TunnelBear-Version ist gut geeignet, um ein einzelnes Gerät (beispielsweise Ihr Smartphone) in öffentlichen Netzen zu schützen. Darüber hinaus ist mit dem Free-Tarif allerdings nicht viel möglich.

Windscribe kostenlos

Beim VPN Windscribe ist vor allem der Tarif “Build A Plan” interessant, da Sie diesen selbst konfigurieren können, wobei auch kostenlose Konfigurationen möglich sind. Diese sind allerdings selbstverständlich wieder eingeschränkt. So ist die Bandbreite und damit die Surfgeschwindigkeit stark gedrosselt und Sie haben nur die Wahl aus 10 von insgesamt 110 Servern (in mehr als 60 Ländern).

Das ist nützlich, um Mobilgeräte abzusichern, nicht allerdings für das Streaming oder Filesharing. Erstens stehen Ihnen durch die sehr eingeschränkte Serverauswahl potentiell nicht die passenden Server für den Stream zur Verfügung, zweitens macht Ihnen die Drosselung der Geschwindigkeit hier einen Strich durch die Rechnung.

hide.me kostenlos

Ähnlich wie Avira Phantom oder TunnelBear beschränkt auch hide.me im kostenlosen Free-Tarif das monatliche Datenvolumen, ist hier aber ein wenig großzügiger. Während bei den beiden genannten VPNs nur je 500 MB pro Monat zur Verfügung stehen, sind es bei hide.me ganze 10 GB. Dafür ist pro Account nur eine Verbindung gleichzeitig möglich und die Serverauswahl ist eingeschränkt; nur aus 5 Standorten können Sie Ihre Server wählen.

Als einziger kostenloser VPN im Vergleich ist hide.me für das Streaming auf Netflix und Co. zumindest annähernd geeignet. Das Datenvolumen von 10 GB reicht für Weniggucker schon aus, um pro Monat etwa 10 Stunden Streaming-Zeit herauszuholen - vorausgesetzt, Sie verzichten auf HD-Qualität. Ansonsten gilt auch hier: der kostenlose Tarif ist hauptsächlich für die Absicherung einzelner Geräte in speziellen Situationen, beispielsweise in einem öffentlichen Hotspot, interessant.

Fazit: Kostenlose VPNs - Top oder Flop?

In Sachen VPN gilt unausweichlich: Von nix kommt nix. Gute Surfgeschwindigkeiten, die für mehr reichen, als Nachrichten/Blogs zu lesen, online zu shoppen oder auf Sozialen Netzwerken aktiv zu sein, gibt es bei so gut wie keinem kostenlosen VPN. Auch die nötige Bandbreite für Streaming und Filesharing ist in der Regel nicht vorhanden.

Was allerdings durchweg mit den kostenlosen VPN klappt, ist die Verschlüsselung der eigenen Verbindung, die zumindest für eine gewisse Sicherheit sorgt, wenn Sie am Flughafen, in der Bahn oder in anderen öffentlichen Hotspots unterwegs sind oder wenn Sie mit sensiblen Konto- oder Kreditkarteninformationen hantieren. Für die gelegentliche mobile Nutzung - privat oder beruflich - sind die kostenlosen Angebote der VPN-Anbieter damit schon gut geeignet.

Wie verhalten sich VPNs zum Datenschutz?

VPNs sind wichtige Instrumente für den Datenschutz privater Internetnutzer und steigern die Privatsphäre und Sicherheit im Netz. Gleichzeitig garantieren sie aber keine absolute Anonymität. Im Zuge der Strafverfolgung und gezielten Überwachung können VPNs von Geheimdiensten und Behörden geknackt oder die Aktivitäten einzelner Nutzer im virtuellen Netzwerk nachverfolgt werden. Oft werden die nötigen Daten vom VPN-Anbieter selbst zur Verfügung gestellt. Daher sollten Sie bei der Nutzung Ihres VPNs auf folgendes achten:

VPN und die DSGVO

In Sachen “VPN und Datenschutz” müssen Sie zwischen zwei Arten der Datenaufzeichnung unterscheiden: Benutzerdaten, wie etwa Ihren Namen, Ihre E-Mail-Adresse oder Ihre Zahlungsinformationen, die Sie für die Nutzung Ihres VPN benötigen, werden von den Anbietern natürlich gespeichert - da Sie sich ja sonst überhaupt nicht für Ihr VPN anmelden oder sich einloggen könnten. Hier gelten für VPN-Provider die gleichen Regeln und Verpflichtungen, wie für alle anderen Cloud-Anbieter auch; diese sind in der europäischen DSGVO geregelt und in der Datenschutzerklärung des Providers festgehalten.

Aktivitätslogs und No-Log-Richtlinien

Die zweite Art der Aufzeichnung (die sogenannten “Logs”) sind Aufzeichnungen von Aktivitäten. Alles, was Sie während der Nutzung Ihres VPNs im Internet tun, kann theoretisch von den jeweiligen Anbietern aufgezeichnet oder nachvollzogen werden, da Sie ja über deren Server operieren. Diese Logs sind für den Datenschutz ein Problem und führen vor allem den Sinn und Zweck eines VPN ad absurdum.

Viele VPN-Anbieter werben deswegen mit einer No-Log-Richtlinie; das heißt, dass diese Anbieter keine Aktivitäten ihrer Nutzer im virtuellen Netzwerk aufzeichnen und einzelne Nutzer dadurch nicht eindeutig identifiziert werden können. Aber: Nicht jeder VPN-Provider hat eine No-Log-Richtlinie; und nicht jeder, der damit wirbt, setzt sie auch um.

Viele VPN-Anbieter werben mit einer No-Log-Richtlinie - ein Blick in die Datenschutzerklärung ist trotzdem eine gute Idee
Viele VPN-Anbieter werben mit einer No-Log-Richtlinie - ein Blick in die Datenschutzerklärung ist trotzdem eine gute Idee
Screenshot: trusted.de
Quelle: purevpn.com

Teilweise sind Anbieter aus bestimmten Ländern zur Aufzeichnung von Logs verpflichtet, bzw. dazu, die entsprechenden Daten im Falle einer Untersuchung oder eines laufenden Verfahrens zur Verfügung zu stellen. Zu diesen Ländern gehören etwa die USA, China oder die Vereinigten Arabischen Emirate. Anbietern aus diesen Ländern fällt es damit sehr schwer, eine konsequente No-Log-Richtlinie durchzusetzen.

Ein guter Rat an alle VPN-Nutzer ist daher, in den Datenschutzerklärungen der jeweiligen Anbieter nachzuforschen, welche Daten und Logs gesammelt und gespeichert werden, und was im Ernstfall (beispielsweise im Zuge der Strafverfolgung) damit geschieht. Selbst Anbieter, die mit einer No-Log-Policy werben, können im “Kleingedruckten” (also in der Datenschutzerklärung) angeben, dass IP-Adressen auf Anfrage an staatliche Behörden weitergegeben werden.

Grundsätzlich gilt: Der Einsatz eines VPNs ist nicht verboten. Es handelt sich dabei um vollständig legale Werkzeuge, die Sie jederzeit herunterladen und nutzen können. Das verbietet Ihnen weder das Datenschutzgesetz, noch das Urheberrecht, noch ein anderes Gesetz.

Aber: Illegale Aktionen wie etwa das Anbieten oder Herunterladen von urheberrechtlich geschützten Filmen und Musik, Filesharing von entsprechendem Material, Streaming auf nicht lizenzierten Plattformen, etc. sind und bleiben selbstverständlich verboten, ob mit oder ohne VPN. Begehen Sie online ein Verbrechen, kann ein VPN Sie zwar davor schützen, entdeckt oder belangt zu werden - absolut sicher ist das aber nicht. Anbieter, die dies nicht explizit in der Datenschutzerklärung ausschließen, sind nicht dazu verpflichtet, Ihre Aktivitäten und Daten geheim zu halten.

Worauf muss ich bei der Auswahl eines VPNs achten?

Welches VPN Sie auswählen sollten, hängt stark davon ab, welche Ziele Sie verfolgen. Sind Sie nur auf Sicherheit und Privatsphäre bedacht, kann Ihnen so gut wie jedes kommerzielle VPN weiterhelfen. Wollen Sie auf Netflix oder anderen Plattformen streamen oder Filesharing-Plattformen nutzen, sind Features wie spezielle Streaming-Server und eine hohe Geschwindigkeit ausschlaggebend. Benötigen Sie das VPN beruflich, sollten Sie darauf achten, dass das System teamfähig ist. Wie Sie das beste VPN finden, erfahren Sie hier:

Das richtige VPN für Ihre Zwecke

Wie bereits erwähnt gibt es verschiedene Gründe, ein VPN zu nutzen. Je nachdem, was Sie mit Ihrem VPN vorhaben - sprich: wofür Sie es benutzen wollen - ändern sich auch Ihre Anforderungen an das jeweilige Tool. Auch wenn viele moderne VPNs sich untereinander sehr ähnlich sind, gibt es doch teilweise bedeutende Unterschiede, auf die Sie achten sollten. Daher ist es ratsam, zuerst einmal zu definieren, was Sie überhaupt mit Ihrem VPN tun wollen:

Privatsphäre und Daten schützen/Sicher surfen

Ist die Sicherheit und der Schutz Ihrer Daten Ihre wichtigste Anforderung, benötigen Sie ein VPN, das auch die nötigen Sicherheitsstandards mitbringt. Eine moderne Verschlüsselungstechnik (beispielsweise AES-256) ist in diesem Fall Pflicht; außerdem sollten Sie darauf achten, dass Ihr VPN Ihre IP-Adresse konsequent verschleiert, was vor allem bei vielen kostenlosen Angeboten nicht immer der Fall ist. An Features sind Double VPN für das Extra an Sicherheit sowie ein DNS-Leakschutz empfehlenswert. Auch über einen Kill Switch, der die Verbindung wenn nötig unterbricht, sollten Sie nachdenken.

Dagegen sind bei sehr hoher Sicherheit die Performanz und die Surfgeschwindigkeit zweitrangig. Pauschal lässt sich oft sagen: Je höher die Sicherheit (bzw. je komplexer die Datenverschlüsselung), desto mehr Ressourcen verbraucht das VPN, sprich: desto langsamer wird es. Nutzen Sie das Feature Double VPN verstärkt sich dieser Effekt noch, so dass hochsichere VPNs gleichzeitig oft Geschwindigkeitseinbußen haben - obwohl es hier auch Ausnahmen gibt.

Geoblocking umgehen

Wollen Sie mit Ihrem VPN Geoblocking umgehen, also in Ihrem Land gesperrte Websites aufrufen oder Inhalte aus anderen Ländern/Regionen ansehen, ist vor allem die Serverarchitektur ausschlaggebend. Nicht alle VPNs verfügen über Serverstandorte in allen Ländern, und auch die Gesamtzahl der vorhandenen Server variiert zwischen den Anbietern von wenigen hundert bis mehreren tausend Servern.

Viele VPNs verfügen über tausende von Servern an vielen verschiedenen Standorten
Viele VPNs verfügen über tausende von Servern an vielen verschiedenen Standorten
Screenshot: trusted.de
Quelle: hidemyass.com

Welche regionalen Inhalte Sie sehen können hängt davon ab, ob das gewählte VPN auch einen Server im entsprechenden Land mitbringt. Wie viele Server insgesamt zur Verfügung stehen ist ebenfalls relevant; weniger Server bedeutet, dass sich viele Nutzer gleichzeitig auf einem Server tummeln, was die Performance Ihres VPN einschränken kann. Zudem gibt es bei mehr Servern ausreichend Ausweichmöglichkeiten, sollte ein bestimmter Server einmal auf der Blacklist der Zielseite gelandet sein.

In der Serverauswahl finden Sie immer Server in einem geeigneten Land und mit einer guten Performance
In der Serverauswahl finden Sie immer Server in einem geeigneten Land und mit einer guten Performance
Screenshot: trusted.de
Quelle: ipvanish.com

Wie viele und vor allem welche Server bei einem Anbieter zur Verfügung stehen, ist in der Regel schnell ermittelt, denn die meisten VPN-Anbieter werben mit ihrer Serverzahl und bieten eine bequeme Standortauswahl. Für einen groben Überblick finden Sie hier eine Liste der 5 VPN mit den meisten Servern und Standorten im aktuellen Vergleich:

Die 5 VPN mit den meisten Servern
VPNServer
Private Internet Access22.000
Cyberghost6.600
PureVPN6.500
NordVPN5.400
Surfshark3.200
Die 5 VPN mit der größten Länderabdeckung
VPNServerstandorte/Länder
HideMyAss210
PureVPN140
UltraVPN100
Ivacy100
ExpressVPN94

Streamen

Ist das Umgehen von Geo-Sperren illegal?

Jein; hier handelt es sich um eine Grauzone, über die Experten schon sehr lange streiten. Gerichtsurteile dazu gibt es noch nicht und auch eine verbindliche gesetzliche Grundlage ist für das Umgehen von Geo-Sperren noch nicht geschaffen. Nutzern droht hier aktuell also kaum ein Risiko in Sachen Urheberrechtsverletzung. Fraglich ist dagegen, ob der Einsatz eines VPN für das Umgehen von Geo-Sperren die Nutzungsbedingungen eines Streaming-Anbieters verletzt. Ist das der Fall und wird ein VPN entdeckt, kann der betreffende Anbieter Ihr Konto im schlimmsten Fall sperren.

Um mit Ihrem VPN konsequent zu streamen, benötigen Sie ebenfalls die passenden Server, denn auch hier müssen Geo-Blockaden durchbrochen werden, um auf die jeweiligen regionalen Inhalte zuzugreifen. Viele Server und die passenden Standorte sind also auch hier Pflicht. Daneben gibt es eine weitere wichtige Maßgabe: Geschwindigkeit, bzw. Performance. Streaming (vor allem in HD oder UHD) braucht Ressourcen, das heißt eine ausreichend schnell Verbindung. Haben Sie die nicht, können Sie nur in SD-Qualität streamen oder im Ernstfall überhaupt nicht auf Videos oder Musik zugreifen.

In diesem Fall gilt: Finger weg von Double VPN oder Tor over VPN; selbst wenn diese Features zur Verfügung stehen, sollten sie deaktiviert sein, denn die mehrmalige Tunnelung frisst viele Kapazitäten. Zudem sollten Sie darauf achten, dass Ihr gewähltes VPN nicht die Bandbreite oder das monatliche Datenvolumen beschränkt. Das ist vor allem bei kostenlosen VPN oder in den günstigeren Tarifen oft der Fall.

Dagegen ein nettes Feature: Viele VPN-Anbieter stellen besondere “Streaming-Server” zur Verfügung, die in der Serverauswahl auch entsprechend markiert sind. Diese eignen sich besonders gut zum Streamen und stehen wahrscheinlich noch bei keinem Anbieter auf der Blacklist, so dass zumindest die Wahl des passenden Servers hier leicht fällt.

Spezielle Streaming-Server sind auf das Freischalten blockierter Inhalte verschiedener Streamingdienste optimiert
Spezielle Streaming-Server sind auf das Freischalten blockierter Inhalte verschiedener Streamingdienste optimiert
Screenshot: trusted.de
Quelle: zenmate.com

Berufliche Nutzung

Für die berufliche Nutzung ist abermals die Sicherheit ein wichtiger Aspekt. Wollen Sie aus dem Home Office mit Ihrem Firmennetzwerk kommunizieren und mit den dortigen Daten und Dateien arbeiten, sollten Sie auf die nötige Sicherheit achten, um keine Firmengeheimnisse oder sensible Daten zu gefährden. Zudem bietet sich hier das Feature Split-Tunneling an, damit nicht jeder Kommunikationsversuch mit dem Internet durch den Tunnel gejagt wird, sondern nur diejenigen Anfragen, die explizit das Firmennetzwerk betreffen.

Die passenden Apps und Browser-Erweiterungen

Die meisten VPN im Vergleich bieten einen Client zum Download an; das bedeutet Sie laden das VPN herunter, installieren es lokal auf Ihrem Gerät und starten es von dort aus wie ein ganz normales Programm. Anschließend loggen Sie sich ein, aktivieren die Tunnelung und können dann ganz herkömmlich mit Ihrem Browser im Netz surfen. So weit, so einfach.

Das klappt allerdings nur, wenn Sie ein Gerät wie PC oder Notebook nutzen. Wollen Sie Ihr VPN auf Ihrem Mobilgerät (Smartphone, Tablet) oder auf einem anderen Device nutzen, benötigen Sie also eine passende App dafür. Die meisten VPN-Anbieter haben in der Regel auch Apps für gängige Betriebssysteme wie iOS und Android im Portfolio. Anders sieht es mit “ausgefallenen” Geräten wie beispielsweise Spielekonsolen aus. Hier bieten nur vereinzelte Provider die passenden Lösungen an, beispielsweise Cyberghost, ExpressVPN, PureVPN, VyprVPN oder HideMyAss.

VPNs stehen für viele verschiedene Geräte zur Verfügung, beispielsweise Computer, Smartphones, Spielekonsolen oder Smart TVs
VPNs stehen für viele verschiedene Geräte zur Verfügung, beispielsweise Computer, Smartphones, Spielekonsolen oder Smart TVs
Screenshot: trusted.de
Quelle: cyberghost.com

Übrigens: Bequemer als der Client ist in der Regel eine Browser-Erweiterung des gewählten VPN. Diese ist dann beim Surfen direkt mit aktiviert und lässt sich auch bequem im Browser konfigurieren oder abschalten, so dass Sie nicht zwischen Fenstern wechseln müssen, um beispielsweise einen neuen Server zu finden. Browser-Erweiterungen stehen in der Regel für die gängigsten Webbrowser Google Chrome, Mozilla Firefox, Microsoft Edge und Apple Safari zur Verfügung.

Das richtige VPN-Protokoll für Ihre Zwecke

Um nicht allzu technisch zu werden: Ein Protokoll bezeichnet in der Fachsprache des Internet im Grunde einen Kommunikationsstandard oder eine “Sprache”, in der zwei Geräte oder Netzwerke miteinander kommunizieren. Das eingesetzte Protokoll bestimmt also, wie Ihr Gerät mit dem virtuellen Netzwerk in Kontakt kommt, und ob beide Geräte “die gleiche Sprache sprechen”. Das verwendete Protokoll hat unter anderem Einfluss darauf, wie stabil und schnell die Verbindung ist, und mit welchen Geräten die Verbindung (gut) klappt.

Einige der wichtigsten Protokolle, auf die Sie bei der Auswahl Ihres VPN achten sollten, und wie sie Ihre Verbindung mit dem VPN beeinflussen, finden Sie hier:

OpenVPN

Die Open-Source-Lösung OpenVPN ist einer der jüngsten Standards in Sachen VPN-Protokolle, gleichzeitig aber auch das empfehlenswerteste und wahrscheinlich sicherste Protokoll. Bislang ist kein Fall bekannt, in dem ein Geheimdienst die Verschlüsselung des Protokolls knacken konnte, was auf jeden Fall die Sicherheit des Protokolls unterstreicht.

Die meisten Geräte können sehr gut mit OpenVPN umgehen und das Protokoll gilt allgemein als ausreichend schnell und performant. Ein VPN, das auf den OpenVPN-Standard setzt, hat damit so gut wie nur Vorteile. Daher gehört es bei den meisten Anbietern im aktuellen Vergleich zum Standard-Repertoir.

WireGuard

WireGuard ist wie OpenVPN ein recht junges Protokoll und kommt noch nicht bei vielen VPNs zum Einsatz. Im aktuellen Vergleich setzen beispielsweise CyberGhost, Surfshark, VyprVPN und Private Internet Access auf WireGuard bieten daneben aber in der Regel auch Ausweichmöglichkeiten wie OpenVPN und IKEv2 an. Auch NordVPN experimentiert mit WireGuard, verwendet es aber nicht “roh” sondern als Basis für das hauseigene Protokoll NordLynx.

WireGuard zeichnet sich wie OpenVPN durch eine hohe Geschwindigkeit und gute Performance sowie durch seine Sicherheit aus. Das Protokoll setzt auf sehr schlanken und transparenten Code, der nur wenig Angriffsfläche bietet. Experten sind sich allerdings noch nicht einig darüber, ob WireGuard zu empfehlen ist, oder nicht. Das Protokoll hat aktuell noch Schwierigkeiten mit der dynamischen IP-Zuordnung und befindet sich immer noch im Entstehen; wer auf Nummer Sicher gehen will, greift also lieber auf OpenVPN oder IKEv2 zurück und beobachtet (wie auch die meisten VPN-Provider) erst einmal, was aus dem Neuankömmling noch so wird.

IKEv2

Der “Internet Key Exchange Version 2” oder IKEv2 basiert auf der sicheren Protokoll-Erweiterung IPsec (Internet Protocol Security) und gilt damit als eines der Protokolle mit der sichersten Verschlüsselung. Zudem ist die Verbindung mit IKEv2 sehr stabil, selbst wenn es zu temporären Verbindungsabbrüchen kommt oder wenn zwischenzeitlich ein Netzwerkwechsel erfolgt. Das macht es besonders für mobile Geräte attraktiv; auch weil es als Standard auf iOS-Geräten und auf Business-Smartphones von Blackberry bereits fester Bestandteil ist.

Einziges Problem des etablierten Protokolls ist, dass es relativ leicht von Firewalls und anderen Sicherheitsmechanismen blockiert werden kann.

L2TP

Das “Layer 2 Tunnel Protocol” oder L2TP ist ein Protokoll, das nicht über eine eigene Verschlüsselung verfügt, weshalb es in der Regel gemeinsam mit IPsec verwendet wird, das für die nötige Sicherheit sorgt. Das Protokoll ist auf den meisten modernen Geräten und Plattformen eingebaut, was eine hohe Dichte an kompatiblen Geräten bedeutet. Gleichzeitig ist es aber spürbar langsamer, als beispielsweise IKEv2 oder OpenVPN.

Zudem warnen Experten davor, dass L2TP möglicherweise von Geheimdiensten geknackt werden kann und dadurch Sicherheitslücken aufweist. Ähnlich wie IKEv2 ist es außerdem relativ leicht durch Firewalls zu blockieren.

SSTP

SSTP oder “Secure Socket Tunneling Protocol” ist eine Entwicklung von Microsoft und daher (fast) nur auf Microsoft-Geräten und -Servern verfügbar. Das Protokoll gilt als relativ schnell und gut im Umgehen von Firewalls. Microsoft steht zwar in dem Ruf, mit Geheimdiensten zu kooperieren; das bescheinigt dem Protokoll aber noch keine groben Sicherheitslücken. Tun Sie damit nichts Verbotenes, ist es also unwahrscheinlich, dass Ihre Aktionen ausgespäht oder Ihre Daten abgegriffen werden können. Nur die Beschränkung auf Windows-Systeme ist störend, da dadurch vor allem viele Mobilgeräte mit dem Protokoll nicht umgehen können.

PPTP

Auch das “Point-to-Point Tunneling Protocol” stammt von Microsoft und wurde lange als hauseigenes VPN benutzt. Heute gilt das Protokoll allerdings als stark veraltet und weist diverse Sicherheitslücken auf, die nicht nur von Geheimdiensten, sondern auch von Cyber-Kriminellen und Hackern ausgenutzt werden können. Mittlerweile rät selbst der Entwickler Microsoft von der Nutzung dieses Protokolls ab. Ein VPN, das PPTP als Standard verwendet, sollten Sie daher nicht in Erwägung ziehen - oder zumindest prüfen, ob Sie das Protokoll selbstständig ändern können.

Andere und eigene Protokolle

Fast alle Anbieter im aktuellen Vergleich setzen auf mindestens einen der oben genannten Standards und bieten in der Regel sogar mehrere Protokolle an, zwischen denen Sie in den Einstellungen wählen können. Beliebt ist etwa eine Kombination aus IKEv2 und OpenVPN; teilweise kommt wie erwähnt noch WireGuard als relativ neue Alternative hinzu.

Diverse VPNs bieten aber auch andere und ausgefallene Protokolle an oder setzen auf eine Eigenentwicklung. NordVPN beispielsweise kommt mit NordLynx, einer hauseigenen Weiterentwicklung von WireGuard; ExpressVPN hat das selbst entwickelte Protokoll Lightway mit an Bord. Auch VyprVPN bringt ein eigenes Protokoll mit, Chameleon, das auf OpenVPN basiert und durch die “Tarnung” des Traffics Firewalls und VPN-Blockaden austricksen soll.

Teilweise kommen auch die Protokolle Catapult Hydra (ein proprietäres VPN-Protokoll von HotSpot Shield, das vor allem auf die Leistungsoptimierung abzielt) oder Shadowsocks zum Einsatz, das vor allem für das Umgehen von Ländersperren (wie die “Great Firewall of China”) entwickelt wurde.

Viele dieser Protokolle haben ihre Vorzüge, aber auch gewisse Nachteile und sind oft nicht Open Source; das bedeutet: der Code kann nicht überprüft oder nachvollzogen werden, was es schwierig macht, Sicherheitslücken zu identifizieren. Hier ist Vertrauen in den jeweiligen Anbieter nötig, anders als bei offenen und transparenten Protokollen wie OpenVPN. Mehr über die einzelnen Protokolle und ihre jeweiligen Vor- und Nachteile erfahren Sie in den trusted-Testberichten zu den entsprechenden Anbietern.

Welche VPN-Tools gibt es auf dem Markt?

VPNs feiern schon seit einigen Jahren Konjunktur. Vor allem die Aufdeckung der NSA-Machenschaften durch Edward Snowden hat auch bei “normalen” Internetnutzern zu einer erhöhten Sensibilisierung für das Thema Datenschutz geführt. Gleichzeitig entstehen diverse VPNs auch im Kielwasser des Videostreamings, das durch den Erfolg von Amazon und Netflix immer beliebter wird. So oder so: Es gibt eine wahnsinnige Bandbreite von VPN-Systemen auf dem Markt und beinahe im Wochentakt kommen neue Wettbewerber hinzu. Hier den Überblick zu behalten und herauszufinden, welche Angebote wirklich sinnvoll und sicher sind, ist nicht immer ganz einfach. Daher hat trusted für Sie 24 der gängigsten aktuellen VPNs miteinander verglichen und gibt Ihnen in umfassenden Test- und Vergleichsberichten alle wichtigen Informationen, damit Sie das beste VPN für Ihre Zwecke finden. Hier finden Sie alle verglichenen Systeme:

25 Anbieter
  1. Gut und günstig. Solide Geschwindigkeit, hohe Datenschutzstandards. Schneller Zugriff auf Netflix und Co.

  2. Unbegrenzte Geräte und Verbindungen. Empfehlung für Familien. Verbinden Sie so viele Geräte, wie Sie wollen und seien Sie trotzdem schnell und sicher unterwegs.

  3. Schnelles VPN und bequeme Verbindung. Zuverlässig sowohl für Privatsphäre im Netz als auch für Streaming und Co. Persönlicher 24-Stunden-Support per Live-Chat.

  4. Einfach und intuitiv. Viele verschiedene Clients für alle gängigen Geräte. Sehr einfaches Unblocking von Netflix und Co. Streaming-Garantie für die wichtigsten Plattformen.

  5. HideMyAss glänzt mit smarten Features wie einem automatischen IP-Wechsel und macht auch sonst vieles richtig. Das Streaming auf den eigens dafür optimierten Servern läuft ohne Probleme; hinzu kommen konsequente Sicherheit und Datenschutz.

  6. CyberGhost verbindet eine gute Performance und Geschwindigkeit mit einer einfach zu bedienenden und ansprechenden Oberfläche. Plus kompetenter (deutscher) Support per Live-Chat. Probleme mit dem DNS-Leakschutz müssten noch behoben werden.

Alle Anbieter

Neben diesen seriösen Angeboten gibt es im Netz auch eine ganze Reihe an unseriösen und unsicheren VPNs, die auf der Welle der Popularität mitreiten, in der Regel aber weder einen ausreichenden Sicherheitsstandard bieten, noch die Daten ihrer Nutzer schützen. Viele dieser Angebote verkaufen sich als günstige oder kostenlos Alternative zu den etablierten VPN-Systemen auf dem Markt (“Best Free VPN”, “Das billigste VPN der Welt”, etc.).

Viele dieser kostenfreien Angebote wurden allerdings bereits als Betrug entlarvt und wiesen signifikante Datenschutzlecks auf, bzw. verkauften Nutzerdaten selbst weiter. Teilweise verfügten diese Dienste noch nicht einmal über ein rechtsgültiges Impressum oder eine bindende Datenschutzerklärung. Einige VPNs, von denen Sie sich vorsorglich fernhalten sollten, sind beispielsweise:

  • UFO VPN
  • FAST VPN
  • Flash VPN
  • Rabbit VPN
  • 5 Euro VPN

Stutzig werden sollten Sie generell, wenn ein VPN-Provider Ihnen Leistungen umsonst verspricht, für die Sie bei anderen Anbietern zahlen müssten. Und selbst wenn ein Angebot kostenpflichtig ist, ist es immer eine gute Idee, zuerst einen Blick in das Impressum und die Datenschutzerklärung zu werfen. Veröffentlicht ein Anbieter nicht den Namen seiner Firma oder den Firmensitz, weist keine No-Log-Richtlinie nach oder verzichtet auf eine Datenschutzerklärung, sollten Sie von seinem Angebot am besten die Finger lassen.

VPN und Remote Work

Das Jahr 2020 und die Corona-Krise haben den globalen Arbeitsmarkt auf den Kopf gestellt. Selbst Unternehmen, die zuvor nie über eine Home-Office-Regelung oder ein System für Remote Work nachgedacht haben, mussten im Laufe der Pandemie ein Umdenken anstoßen und folgen nun ebenfalls einem Trend, der sich bereits vor Covid-19 abgezeichnet hat: Immer mehr Arbeitnehmer arbeiten ganz oder teilweise von zuhause aus.

Diese Entwicklung ist selbstverständlich mit technischen Herausforderungen verbunden. Neben der nötigen Hardware (Notebook, Kamera, Mikrofon, etc.) müssen Arbeitgeber auch dafür sorgen, dass Remote Worker Zugriff auf alle wichtigen Daten und Dateien haben, gleichzeitig aber die Sicherheit möglicherweise sensibler Unternehmensdaten nicht gefährden. Eine bequeme Lösung dafür bieten VPN-Systeme, die daher auch im Berufsalltag immer präsenter werden.

Dabei ergab eine Studie von OpenVPN, dass 36 Prozent der befragten Unternehmen bereits negative Erfahrungen bezüglich der Sicherheit aufgrund von nicht ausreichend geschützten Remote-Arbeitern gemacht haben. Als Folge verlangen rund 3 von 4 Unternehmen mittlerweile den Einsatz eines VPNs für Remote Worker.

Es ist davon auszugehen, dass VPNs damit im Berufsalltag bald eine sehr viel wichtigere Rolle spielen werden, als das in den letzten Jahren der Fall war. Auch Trends wie BYOD (Bring your own Device) tragen dazu bei, dass sowohl Unternehmen als auch Arbeitnehmer einen immer größeren Bedarf an sicheren Netzwerklösungen haben.

VPN vs. Internet-Zensur

Doch es gibt nicht nur positive Entwicklungen, wenn es um VPNs geht, denn nicht jedem gefallen die Möglichkeiten, die VPNs der breiten Masse an Internetnutzern ermöglichen. Zu den Querulanten gehören zum Beispiel die Anbieter von Streaming-Services (Netflix, Amazon, YouTube, etc.) sowie die Regierungen von Staaten, in denen die Zensur des eigentlich freien Internet eine politische Maßnahme ist. Bei diesen Gruppen stehen bekannte VPNs im Grunde auf der Abschussliste und vor allem Regierungen haben ein gesteigertes Interesse daran, die Marktmacht von VPN-Providern einzudämmen und die entsprechenden Dienste zu verbannen.

Jüngstes Beispiel dafür ist das Vorgehen der russischen Regierung gegen insgesamt 50 VPN- und Proxy-Dienste im Jahr 2018. Russische Internetnutzer verwendeten die VPNs unter anderem für den Zugriff auf den in Russland geblockten Messaging-Service Telegram, weswegen die Regierung harsche Restriktionen einleitete. VPN-Provider sollten sich entweder der geltenden Zensur beugen, oder würden in Russland pauschal geblockt. Seitdem lassen sich diverse VPNs in Russland nicht mehr verwenden und selbst Nutzer aus anderen Ländern können nicht mehr auf VPN-Server innerhalb Russlands zugreifen.

Der Vorfall setzt einen Negativ-Trend, der bald auch in anderen Ländern mit einer mehr oder weniger strikten Internetzensur, etwa China oder die Arabischen Emirate, Schule machen könnte. Solche Entwicklungen zeigen aber auch ganz deutlich, dass VPN nicht nur für die Privatsphäre der Internetnutzer von Bedeutung sind, sondern auch ein Instrument der Selbstbestimmung und der Informations- und Meinungsfreiheit sind.

Übrigens: Zu den VPN, die sich der “Erpressung” durch die russische Regierung nicht fügen wollten, gehörten unter anderem NordVPN, ExpressVPN, HideMyAss, IPVanish und VyprVPN.

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