Business Intelligence im Vergleich

Die 12 besten Business Intelligence Anbieter im Test 2017

Business Intelligence Lösungen, kurz BI-Systeme, sind im Digitalenzeitalter absolute Pflicht. In unserem Vergleich stellen wir Ihnen die bekanntesten Systeme mit Vor- und Nachteilen kurz vor.

Maximilian Reichlin
Die beste Business Intelligence Lösung im Vergleich
Von Maximilian Reichlin
ChartBlocks Test

ChartBlocks

  1. Kostenlose Basisversion
  2. Einsteigerfreundlich
  1. Eingeschränkte Funktionen
  2. Nicht auf Deutsch verfügbar
datapine Test

datapine

  1. Viele Datenquellen
  2. Mobile App verfügbar
  3. Automatische Reportingfunktion
  1. Hoher Preis
Easel.ly Test

Easel.ly

  1. Kostenlose Basisversion
  2. Design-Tools für Infographics
  1. Eingeschränkte Business-Funktionen
  2. Nicht auf Deutsch verfügbar
iCharts Test

iCharts

  1. Großer Funktionsumfang
  2. Guter Online-Support
  1. Nur mit NetSuite/Google BigQuery
Infogr.am Test

Infogr.am

  1. Kostenlose Basisversion
  2. Guter Funktionsumfang
  3. Design-Tools für Infographics
  1. Nicht auf Deutsch verfügbar
JMP Test

JMP

  1. Sehr großer Funktionsumfang
  2. Datenpflege und -reinigung
  3. Lange kostenlose Testphase
  1. Hoher Preis
Piktochart Test

Piktochart

  1. Kostenfreie Basisversion
  2. Design-Tools für Infographics
  1. Eingeschränkte Business-Funktionen
Plotly Test

Plotly

  1. Kostenlose Basisversion
  2. Einsteigerfreundlich
  1. Eingeschränkte Funktionen
  2. Nicht auf Deutsch verfügbar
RAW Test

RAW

  1. Komplett kostenlos
  2. Keine Anmeldung nötig
  3. Über API-Schnittstelle anpassbar
  1. Merkwürdige Diagrammtypen
  2. Kein Datenimport
SAP Lumira Test

SAP Lumira

  1. Viele Datenquellen
  2. Lange kostenlose Testphase
  1. Hoher Preis
  2. Falsche Akquise von Geo-Daten
1 von 2

Das Wichtigste in Kürze
  • Business Intelligence Tools, auch BI Software oder Datenvisualisierungstools genannt, verwandeln nackte Datensätze in ansprechende Diagramme und Grafiken.
  • Mit diesen Diagrammen haben Unternehmen wichtige Kennzahlen immer im Blick, verbessern die interne und externe Kommunikation und erkennen Probleme und Potential.
  • Aufgrund der vielen unterschiedlichen Ansätze und Preismodelle ist es wichtig, die richtige Business Intelligence Software für die eigenen Bedürfnisse und Ansprüche zu finden.

Was sind Business Intelligence Tools?

Unternehmen in der Flut aus Daten und Informationen

Wir leben in einer Welt, in der täglich neue Informationen auf uns niederprasseln. Durch die Möglichkeiten des Internets und intelligenter Netzwerke ist es mittlerweile möglich, riesige Mengen an Daten zugänglich zu machen und zu sammeln. Für Unternehmen aller Art und Größe ist diese Möglichkeit nicht zu verachten. Kundendaten wollen gepflegt, die eigenen Umsätze, Ausgaben und Gewinne im Blick behalten werden.

Je mehr Daten vorliegen, desto komplizierter wird es, diese zu überblicken, zu durchschauen und nutzbar zu machen. Simpler als mit ellenlangen Berichten in Textform oder riesigen Tabellendokumenten geht es, wenn die gesammelten Informationen greifbar und verständlich werden - zum Beispiel als Diagramm oder als Infografik. Bei diesen Aufgaben helfen Business Intelligence oder Data Visualisation Tools.

KPI Dashboard: Kalte Zahlen werden sichtbar

Alles im Blick

KPI Dashboards bieten eine interaktive Übersicht, auf der verschiedene Diagramme und Tabellen übersichtlich die aktuell wichtigsten KPI spiegeln.

Das Zauberwort lautet: Key Performance Indikatoren oder KPI, wichtige Kennzahlen, die die eigenen Unternehmensziele widerspiegeln. Für Online Shops sind das die Anzahl der Sales und die erwirtschafteten Umsätze, für ein kleines Startup könnten es die Zahlen neugewonnener Kunden und Nutzer sein. Diese sollten in einem gut funktionierenden Unternehmen nicht nur jederzeit zur Verfügung stehen, sondern auch so aufbereitet sein, dass sie innerhalb kürzester Zeit verstanden werden - zum Beispiel mit einem KPI Dashboard. Möglich ist sogar eine Auswertung der Daten in Echtzeit: Ändern sich die verknüpften Datensätze, werden gleichzeitig auch die Anzeigen des Dashboards angepasst. So haben Sie alle wichtigen Kennzahlen immer im Blick, können sie auswerten, analysieren und für zukünftige Strategien nutzen.

Das Ende sperriger Spreadsheets

Vorbei sind die Zeiten, in denen riesige Datensätze in Excel-Tabellen vor sich hin modern oder in den dunkelsten Ecken Ihres Datenbanksystems darauf warten, von Ihnen entdeckt und genutzt zu werden: Mit ansprechenden und kompakten Diagrammen und überischtlichen Dashboards gibt es keine Information über Ihr Unternehmen oder Ihre Kunden, die Sie nicht innerhalb kürzester Zeit sicht- und nutzbar machen.

Erstellen Sie eine interaktive Kundenkartei, Leistungskurven für einzelne Abteilungen oder erstellen Sie ein Tortendiagramm, um finanzielle Anteile zu visualisieren.

Es wird wohl kaum ein Tag vergehen, an dem Sie Ihr neues Business Intelligence Tool nicht in Ihrem Unternehmen nutzen.

Wie können Daten sichtbar gemacht werden?

Datenakquise: Erhebung und Sammlung von Daten

Vor der Visualisierung mithilfe von BI Software steht das Sammeln der entsprechenden Daten. Wie wollen Sie ein Diagramm erstellen, wenn es keine Zahlen und Informationen gibt, die Sie darstellen könnten? Eine gewissenhafte Akquise und Pflege der jeweiligen Daten ist daher ein Muss. Viele Tools in unserem Vergleich bieten dazu zusätzliche Funktionen an, die über die Visualisierung und Datenanalyse hinausgehen. Zum Beispiel bereinigen einige BI Tools selbstständig Dupletten und fehlerhafte Datensätze oder suchen nach redundanten Daten.

Beachten Sie allerdings: Nicht alle vorgestellten Tools können Ihnen diese Aufgaben abnehmen. Im Normalfall werden Sie deswegen die gewünschte Business Intelligence Software mit einer bereits vorhandenen Softwarelösung verknüpfen: Zum Beispiel einem Datenbanksystem wie Salesforce oder Oracle, oder Cloud-Diensten wie Google BigQuery oder NetSuite.

Datenquellen: Tabellen und Datenbanken

Excel Alternative

Alternativ bieten viele Tools zur Datenvisualisierung auch eine Funktion zum Import eines xls.-Dokuments. Ausgediente Tabellenblätter und Spreadsheets werden damit zur Grundlage der Datenanalyse.

Die meisten BI Programme bieten Schnittstellen zu bekannten und namhaften Datenbanksystemen oder CRM Tools. So lassen sich bereits eingepflegte Datensätze ganz einfach importieren.

Der Aufwand der Übersetzung von der einen zur anderen Softwarelösung wird damit minimiert.

Datenvisualisierung: Diagramme, Dashboards, Infografiken

Wenn Sie die Daten gesammelt und in Ihr neues BI Tool integriert haben, wird es Zeit, die Daten sichtbar zu machen. Dafür haben Sie verschiedenste Möglichkeiten, je nach Wunsch, Anforderung und gewähltem Anbieter. Klassisch sind Diagramme oder interaktive Dashboards, die mehrere Diagramme miteinander verknüpfen. Für viele Einsatzgebiete eine Alternative sind sogenannte Infographics, also Informationsgrafiken. Diese haben unterschiedlichste Formate und können auch interaktiv gestaltet werden.

Diagramm vs. Infografik

Eine Infografik ist i. d. R. bunter und spielerischer als ein einfaches Diagramm, und wird oft mit Figuren, einfachen Icons oder Text versehen.

Während sich Diagramme vor allem dazu eignen, Zahlen darzustellen, sind Infographics wie geschaffen dafür, komplexe Prozesse zu vermitteln oder unzugängliche Informationen miteinander in Beziehung zu setzen. Das eignet sich gut für Schulungsmaßnahmen, um eine neue Unternehmensstrategie vorzustellen, oder um Kunden und Nutzern aktuelle Informationen in einer möglichst ansprechenden Form zu präsentieren.

Wollen Sie beides miteinander verbinden? Kein Problem:

Die meisten Infographic-Anbieter erstellen auch einfache Diagramme, dafür fehlen dann meistens umfangreichere Analyse-Tools oder die Möglichkeit für interaktive Dashboards. Hier müssen Sie selbst abwägen, welche Form für Ihre Datenvisualisierung am besten geeignet ist.

Welche Diagrammtypen gibt es?

Ob nun auf dem KPI Dashboard oder in einer Infografik: Das Herz jeder Datenvisualisierung sind ansprechende und aussagekräftige Diagramme und Grafiken. Viele der hier gelisteten Tools haben in dieser Hinsicht die altbewährten Klassiker im Gepäck, allerdings gibt es auch einige Diagrammtypen, die nur für spezielle Aufgaben vorgesehen sind, und deswegen eine Sonderrolle einnehmen.

Klassisch: Lininen, Säulen, Balken und Torten

Bekannt und bewährt sind diese Stützen der Datenvisualisierung. Will man Zahlen zu unterschiedlichen Zeiten oder zu unterschiedlichen Gelegenheiten abfragen und vergleichen, wählt man ein Balken- oder Säulendiagramm. Will man etwas über Anteile erfahren, eignet sich am besten ein Tortendiagramm. Liniendiagramme, zum Beispiel Trendlinien, können genutzt werden, um die Entwicklung von Einnahmen und Ausgaben über einen gewissen Zeitraum zu verfolgen. Die meisten gängigen Reporting Tools arbeiten mit diesen klassischen Lösungen.

Räumlich: Karten und Geo-Daten

Wollen Sie wissen, woher Ihre Kunden und Nutzer hauptsächlich stammen? Oder wo der Einflussbereich Ihrer Marketing-Kampagne am größten sein könnte, weil dort Ihre Zielgruppe sehr konzentriert ist? Für diese und weitere Aufgaben eignen sich Kartendiagramme am besten. Hier werden beispielsweise Einflusskreise eingezeichnet, Bereiche der Karte unterschiedlich eingefärbt, und so weiter. Für viele Unternehmen kann eine solche räumliche Auswertung ihrer Daten von großem Vorteil sein.

Beachten Sie: Nicht alle der hier vorgestellten Datenanalyse Tools können mit Geo-Daten auch umgehen.

Zeitlich: Time-Lines und Gantt-Diagramme

Nehmen wir an, Sie wollen eine Entwicklung in Ihrem Unternehmen nachvollziehen oder planen für die Zukunft eine neue Unternehmensstrategie. Dann ist es wichtig, an den jeweiligen Daten ablesen zu können, zu welchem Zeitraum welcher Standard in Ihrem Unternehmen gegolten hat, oder wie sich die Zahlen in Zukunft abhängig von Ihren Plänen entwickeln. Dafür eignet sich am besten eine Time-Line oder ein sogenanntes Gantt-Diagramm, das explizit als Instrument des Projektmanagements entworfen wurde. Auch hier gilt: Nicht jedes Tool verfügt über die Funktion, ein solches Diagramm darzustellen.

Exotisch: Bäume, Flächen, Cluster und mehr

Wirklich exotisch wird es, wenn es statt um Balken und Torten plötzlich um Bäume geht. Diagrammtypen wie der Reingold-Tilford-Baum sind relativ unbekannt, weil absolute Spezialfälle. Anders als Säulen- und Kreisdiagramme eignen Sie sich nicht für eine große Zahl von Daten, sondern nur für sehr spezielle Datensätze. Ähnliches gilt für Flachen- oder Cluster-Diagramme.

Da solche Grafiken in der Unternehmenspraxis nur in den allerseltensten Fällen Anwendung finden, gibt es kaum BI Software, die diese Exoten im Angebot hat.

BI Systeme im Vergleich

Für unseren Business Intelligence Vergleich hat trusted die gängigsten und bekanntesten Tools zur Datenanalyse und -visualisierung übersichtlich für Sie aufgelistet.

  • ChartBlocks
  • datapine
  • Easel.ly
  • iCharts
  • Infogr.am
  • JMP
  • Piktochart
  • Olotly
  • RAW
  • SAP Lumira
  • tableau
  • Venngage

Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern, sind dabei auch die Leistungen der einzelnen BI Tools von uns abgefragt und aufbereitet worden: In den Kurzfazits unserer Redakteure erfahren Sie mehr über die Stärken und Schwächen einzelner Anbieter, unsere Datenblätter geben Aufschluss über den Funktionsumfang. Haben Sie bereits eines der Tools ausprobiert? Bewerten Sie es mithilfe unseres Bewertungsmoduls und teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Nutzern.

Fazit

Die Welt der Unternehmen besteht heutzutage zu einem großen Teil aus Daten. Informationen kommen aus dem Internet zu uns, von unseren Kunden und Nutzern, aus unseren eigenen Datenbanken. Um langfristig mit dieser Datenflut umzugehen und zu arbeiten, benötigen wir innovative und optimierte Business Intelligence Solutions, um die Daten zu analysieren und für uns nutzbar zu machen. Doch damit stehen wir wieder vor einem neuen Problem der Informationsgesellschaft, denn mittlerweile gibt es bereits eine ganze Reihe konkurrierender und unterschiedlicher BI Tools. Damit Sie bei der Wahl des richtigen Anbieters nicht den Kopf verlieren, haben wir bei trusted bereits die gängigste Software zur Datenvisualisierung verglichen. So finden auch Sie bald das Tool, das am besten zu Ihnen passt.

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Maximilian Reichlin

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