Online Community im Vergleich

Die 10 besten Online Community Anbieter im Test 2017

Erstellen Sie Ihren eigenen virtuellen Raum, in dem Menschen kommunizieren und interagieren können. Diese Software-Lösungen bieten die ideale Grundlage für den wechselseitigen Austausch von Erfahrungen, Meinungen und Informationen.

Maximilian Reichlin
Richten Sie Ihre Online Community als Kundenportal oder Vereinslösung nach Ihren individuellen Bedürfnissen aus.
Von Maximilian Reichlin

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Das schlägt sich in besonderem Maße in seinem Verhalten im Internet wieder. Wie in der Realität strebt der Mensch stets danach, auch im virtuellen Raum Anschluss zu finden, sich mit Anderen zu einer Gruppe zusammenzufügen und mit ihnen zu kommunizieren. Online Communities haben daher gerade in den letzten Jahren ein unglaubliches Wachstum erlebt. Soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter verzeichnen Milliarden von Nutzern. Plötzlich wollen auch Unternehmen auf den Zug aufspringen, und Ihren Kunden einen Raum zur Verfügung stellen, in dem diese sich austauschen und einander bei Problemen helfen können. Die Gründe, warum Sie eine Community ins Leben rufen sollten, sind vielfältig: Online Communities locken durch den “Reiz der Gruppe” neue Kunden und Nutzer an, die dann wiederum auf einer sozialen Ebene mit Ihrem Unternehmen verbunden sind. Außerdem sparen Sie damit bares Geld - im Support und Kundendienst beispielsweise. Online Community Software hilft Ihnen dabei, Ihr eigenes Netzwerk an den Start zu bringen.

Das Wichtigste in Kürze
  • Online Communities sind abgeschlossene Bereiche im Internet, zu denen nur die Mitglieder Zugang haben, und in denen User miteinander chatten, diskutieren oder Fotos, Videos und Ideen austauschen.
  • Mit einer eigenen Online Community sind Sie in der Lage, direkt auf Ihre Nutzer zuzugehen, und diesen nicht nur die Möglichkeit zum gegenseitigen Austausch zu liefern, sondern auch durch Feedback und SEO-Vorteile zu profitieren.
  • Mithilfe gängiger Social Community Tools basteln Sie sich Ihr eigenes Netzwerk und binden dabei genau die Module ein, die Sie brauchen: Ein Forum, einen Blog oder ein Magazin. Oder lassen Sie doch einfach Ihre Nutzer die Inhalte zur Verfügung stellen - in Form von selbstgemachten Bildern und Videos.

Was ist eine Online Community?

Eine Online Community (auch Social Community, Internet Community oder Web Community) ist im Grunde so etwas wie die bekannten Sozialen Netzwerke Facebook oder Twitter. Es handelt sich dabei um abgeschlossene “Räume” innerhalb des Internet, in denen sich die Nutzer untereinander austauschen, miteinander diskutieren oder Medien wie Bilder, Videos oder Texte austauschen.

Eine Social Community weist in der Regel bestimmte Charakteristika auf und basiert auf Gesetzmäßigkeiten. Dabei lassen sich 6 Merkmale von Online Communities erkennen:

  1. Mitglieder einer Community bilden eine Interessensgemeinschaft
  2. Der “Treffpunkt” der Mitglieder ist der virtuelle Raum des Internet
  3. Die Mitglieder verfolgen gleiche Ziele oder haben gleiche Interessen
  4. Inhalte (Informationen, Wissen, Medien) bilden den Kern einer Community
  5. Die Kommunikation erfolgt elektronisch (Chat, IM, Email, VoIP, etc.)
  6. Communities basieren auf Regeln und Hierarchien und bilden eine soziale Struktur

Mittlerweile bemühen sich immer mehr Unternehmen darum, eine eigene Online Community an den Start zu bringen, um etwa die Kundenbindung zu verbessern oder Support-Prozesse zu optimieren. Um es auf den Punkt zu bringen: Mit einer Social Community geben Sie Ihren Usern einen Ort, an dem diese miteinander kommunizieren können. Und Sie schaffen sich selbst eine Plattform, um mit Ihren Nutzern zu kommunizieren.

Wie funktioniert eine Online Community?

Um in einer Online Community mitzumischen, muss man sich beim jeweiligen Netzwerk zunächst einmal registrieren. In Ausnahmefällen ist das nur auf Einladung eines bereits registrierten Nutzers möglich, gemeinhin steht eine Online Community allerdings jedem offen.

Die Nutzer können in Ihrer Web Community alle angebotenen Optionen für sich nutzen, also beispielsweise chatten, Beiträge teilen, etc. Sie können allerdings nicht alles machen, was ihnen beliebt. Gerade um zu verhindern, dass möglicherweise ungewollter Spam oder rassistische, sexistische oder anderweitig unangebrachte Beiträge in Ihrer Community landen, haben Sie als Administrator stets die volle Kontrolle über alles, was auf der Community Website passiert.

Möglicherweise ist Ihre Online Community auch groß genug, dass ein einzelner Admin nicht mehr ausreicht. In diesem Fall sollten Sie darüber nachdenken, ein Team aus Moderatoren zusammen zu stellen, das Sie bei der Pflege und Aufsicht Ihrer Community unterstützt.

Unterschiede zwischen einer Online Community und einem Social Intranet

Einige Anbieter von Social Community Software bieten auch Tools zur Erstellung eines Social Enterprise oder Social Intranets an. Diese sozialen Unternehmensnetzwerke sind einer Online Community sehr ähnlich, bzw. sind im Grunde eine Online Community. Der große Unterschied besteht darin, dass Sie eine Social Community für Ihre Nutzer, ein Social Enterprise dagegen ausschließlich für Ihre Mitarbeiter zur Verfügung stellen. Ergo: Das Netzwerk ist abgeschlossen, bis auf die Angehörigen Ihres Unternehmens hat hier niemand Zutritt.

In einem Social Enterprise können sich Ihre Kollegen beispielsweise über aktuelle Projekte austauschen, chatten, per Video telefonieren oder in gemeinsam angelegten Wikis ihr Wissen sammeln. Sind Sie auf der Suche nach einem solchen Tool, sollten sich einmal in unserem Social Intranet Vergleich umsehen, in dem wir bereits viele gängige Lösungen für Sie verglichen haben.

Welche Funktionen bietet Online Community Software?

Die verschiedenen Arten einer Community

Wenn Sie Ihre eigene Community online anbieten wollen, bieten sich Ihnen eine Vielzahl von Möglichkeiten. Einige der sehr umfangreichen Module, die Sie in Ihre Community Website einbinden können, sehen Sie hier:

Forum

Ein Forum ist im Grunde eine Art Diskussions- und Austauschplattform. Anders als in einem Live Chat findet die Kommunikation hier aber nicht in Echtzeit statt; vielmehr postet ein Nutzer einen Beitrag, der dann von allen anderen Nutzern gelesen und kommentiert werden kann. Die neuesten Beiträge erscheinen dabei immer ganz am Ende. Ein Forum ist in der Regel einem bestimmten Thema zugeordnet (beispielsweise Sportforen, Foren für Computer- und Videospiele, aber auch Service- und Supportforen) und in sogenannte “Threads” unterteilt, die spezielle Fragestellungen und Themenkomplexe umfassen.

Mithilfe eines Forums ist es Ihnen möglich, eine aktive Self-Service-Community aufzubauen, in der Nutzer sich gegenseitig Fragen zu Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung stellen, und sich untereinander austauschen und helfen. Selbstverständlich ist auch Ihr Service-Team selbst im Forum aktiv, antwortet auf Fragen und nimmt Feedback entgegen. Ein prominentes Beispiel für eine solche Online Community ist beispielsweise das Kundenforum von Amazon.

Blog

In einem Blog oder einem Magazin teilen Sie Nachrichten über Ihre Produkte oder veröffentlichen Content, der thematisch zu Ihrem Unternehmen passt. Registrierte Nutzer können Ihre Beiträge dann kommentieren und teilen, in der Regel aber nicht selbst entsprechenden Content hochladen. In erster Linie ist Ihr Blog/Magazin also ein Medium, in dem sich Ihre Nutzer informieren oder spannende News und Beiträge finden.

So könnte Ihr Unternehmensblog aussehen © www.vanillaforums.com - So könnte Ihr Unternehmensblog aussehen

Chat und Private Messaging

Heutzutage gibt es kaum eine Web Community, die ohne ein Messenger-Modul auskommt. In diesem chatten Ihre Nutzer in Echtzeit und tauschen sich aus. Paradebeispiel ist etwa der Messenger der Social Community Facebook oder ähnlicher Sozialer Netzwerke.

Bewertungs- und Vergleichsportale

Auch bei einem Portal, auf dem Nutzer Produkte oder Dienstleistungen bewerten können, handelt es sich um eine Online Community. Hier tauschen sich die User nur indirekt untereinander aus, indem sie ein bestimmtes Produkt bewerten (mit Punkten, Prozent, Sternen, etc.) oder ihre Erfahrungen für Andere niederschreiben.

User Generated Content

Unter User Generated Content (also Inhalten, die von Nutzern erstellt wurden) können Sie grundsätzlich alles verstehen: Bilder, Videos, Texte, und vieles mehr. Auch um die Sammlung und den Austausch solch persönlicher Inhalte hat sich mittlerweile eine rege Internetkultur entwickelt und viele verschiedene Communities gegründet - nehmen Sie beispielsweise einmal die Videoplattform Youtube, das Kunstportal DeviantArt oder die Foto-Communities Imgur und Instagram. Auch Facebook-Nutzer teilen in vielen Beiträgen gerne persönliche Fotos oder Videos.

Die Mischung macht’s

Die meisten der hier vorgestellten Anbieter haben sich nicht nur auf eine dieser Möglichkeiten spezialisiert, sondern bieten ganz verschiedene Module an. Aus diesen basteln Sie sich nach dem Baukastenprinzip dann Ihre jeweils eigene Online-Community mit den gewünschten Optionen und Inhalten.

Frontend: Was können die Nutzer in Ihrer Community tun?

Registrierung und Profil

Die Registrierung ist für jeden Nutzer der erste Schritt auf dem Weg zu Ihrer Web Community. Hier erstellt er sich ein anpassbares Nutzerprofil und hinterlässt Ihnen gleichzeitig seine Kontaktdaten (in den meisten Fällen seine Email-Adresse). Diese nutzen Sie später beispielsweise für Marketing-Kampagnen. Wollen Sie Ihren zukünftigen Nutzern das Leben so einfach wie möglich gestalten, sollten Sie auf einen sehr leichten Registrierungsprozess Wert legen. Am einfachsten geht das, wenn Ihre Community Software mit einer Schnittstelle zu Social Networks wie Facebook oder Twitter ausgestattet ist - so können sich Ihre User mit Ihren dort bestehenden Accounts bei Ihnen registrieren.

Eine klassische Registrierungsmaske beim Community Tool Ribbl © www.ribbl.com - Eine klassische Registrierungsmaske beim Community Tool Ribbl

Achtung: Achten Sie bei der Registrierung darauf, nicht zu viele persönliche Daten abzufragen. Viele Nutzer werden stutzig und befürchten Datenschutzmängel, wenn sie mehr für die Anmeldung benötigen, als eine Email-Adresse und ein selbstgewähltes Passwort. Ein gangbarer Mittelweg: Wenn möglich, machen Sie die Angabe von persönlichen Daten freiwillig.

Beiträge und Content

Das Herzstück jeder Online Community ist deren Content. Sie wollen ja nicht nur, dass Ihre Nutzer sich untereinander wie in einem Chat austauschen, sondern, dass sie auch Fotos, Videos und Textbeiträge hinterlassen, um Ihre Community aus SEO-Perspektive aufzuwerten. Die meisten gängigen Tools bringen dafür einfachste Editoren mit. In Foren sind das beispielsweise WYSIWIG-Texteditoren, die auf HTML basieren. Und auch das Hochladen von Fotos, etc. ist mit wenigen Klicks erledigt.

Gamification

Als Gamification bezeichnet man die Einbindung von spielerischen Elementen in einer neuen Umgebung, beispielsweise eben in einer Online Community. Solche Elemente sind zum Beispiel die aus vielen Computer- und Videospielen bekannten Erfahrungspunkte, die ein “Spieler” bei Ihnen für bestimmte Aufgaben erhält.

Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.

Solche Aufgaben sind das Schreiben des ersten Beitrages, das wiederholte tägliche Einloggen in einem bestimmten Zeitraum oder eine bestimmte Anzahl an hochgeladenen Content-Elementen. Mit Fortschrittsbalken, steigenden Leveln oder einem Leaderboard halten Sie die Motivation Ihrer User hoch und animieren sie zum spielerischen Umgang mit Ihrer Community Website.

Backend: Was können Sie in Ihrer Online Community tun?

Moderation Tools

Die Moderation Ihrer Online Community wird für Sie und Ihr Team eine der wichtigsten Aufgaben sein, um das Netzwerk am Laufen zu halten. Egal ob Sie eine private oder eine öffentliche Community hosten, Ihre Nutzer haben meist freie Hand darüber, wie sie mit Ihrem Netzwerk umgehen. Daher benötigen Sie effiziente Moderationstools, um die Kontrolle darüber zu behalten, was Ihre User innerhalb Ihrer Web Community tun und welchen Content sie hochladen. Vergeben Sie Rechte für bestimmte Aufgaben oder Bereiche innerhalb des Netzwerks, zu denen nicht alle Nutzer Zugang haben sollen. Bauen Sie ein Team von Moderatoren und Super-Moderatoren auf, die unangebrachte Beiträge oder Spam löschen. Bestimmen Sie, welche Art von Content Sie in der Community haben wollen, und welche nicht.

Triggers und Recipes

Was ist eine Drip-Kampagne?

Eine “tröpfelnde” Strategie im Marketing, bei der potentielle Kunden in regelmäßigen Abständen automatisch mit Informationen und Angeboten versorgt werden. Diese sind meist individuell auf den jeweiligen Nutzer angepasst und basieren auf seinem Online-Verhalten.

Mithilfe von sogenannten Recipes sind Sie in der Lage, verschiedene Prozesse der Moderation zu automatisieren. Beispielsweise, indem Ihre Online Community Software einem Nutzer automatisch eine Willkommensbotschaft zukommen lässt, wenn er sich das erste Mal registriert. Der “Trigger”, der eine bestimmte Aktion auslöst, kann vieles sein und auch die Reaktionsmöglichkeiten sind vielfältig: Starten Sie beispielsweise eine Drip-Kampagne*, wenn ein User im Forum Interesse an einem bestimmten Produkt bekundet. Oder schicken Sie automatisch Mails an Nutzer, die schon eine gewisse Zeit nicht mehr online waren, um sie in die Community zurück zu holen.

Analyse-Tools

Natürlich möchten Sie immer auf dem Laufenden darüber sein, was in Ihrer Internet Community gerade passiert. Etwa wie viele registrierte Nutzer Sie haben, wann wie viel Content hochgeladen wird oder welche Beiträge für User besonders interessant sind. Umfangreiche Analyse- und Reporting-Tools machen das möglich. Diese versorgen Sie auf Wunsch mit den aktuellsten Zahlen rund um Ihre Community Website.

Bleiben Sie mit ansprechenden Reports immer auf dem neuesten Stand © www.hoop.la - Bleiben Sie mit ansprechenden Reports immer auf dem neuesten Stand

Vorteile einer Online Community

80 Prozent der Deutschen Online auf Produktsuche

Die Beziehung zwischen Kunde und Unternehmen verschiebt sich immer weiter in den virtuellen Raum. Mittlerweile sind rund 80 Prozent aller Deutschen regelmäßig im Internet auf der Suche nach Produkten oder kompetenter Beratung. Experten halten es deshalb für überlebenswichtig, den bestehenden und zukünftigen Kunden eine Plattform zu liefern, wo diese sich untereinander austauschen und mit dem Unternehmen in Kontakt treten.

www.marketingmag.de

Immer mehr Unternehmen nutzen heutzutage eigene Online Communities. Die Gründe dafür sind vielfältig.

  • Konstruktives Feedback: Mithilfe einer Community lassen sich einzelne Nutzer direkt und persönlich ansprechen. So lösen Sie beispielsweise schnell und einfach ein Problem, das der betreffende User mit Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung hat, oder nehmen Feedback entgegen. Basierend auf den Vorschlägen und Wünschen Ihrer Community planen Sie zukünftige Strategien, optimieren Marketing-Kampagnen und erhöhen in letzter Konsequenz die Anzahl Ihrer Sales.
  • Erhöhte Kundenbindung: Ihre Kunden werden durch die Eingliederung in die Web Community nicht nur an das jeweilige Netzwerk gebunden, sondern auch an Ihr Unternehmen, das hinter dem Netzwerk steht. Eine Abkehr zur Konkurrenz bedeutet für den User gleichzeitig auch eine Abkehr von der liebgewonnenen Online Community. Die Kundenbindung erhöht sich um ein Vielfaches.
  • Erleichterter Support: In einer florierenden Community helfen sich die Nutzer auch untereinander. Beispielsweise in Support- und Service-Foren: Hier werden Fragen, die ein Nutzer gestellt hat, von anderen Usern beantwortet. Der Aufwand für Ihr Support-Team verringert sich und die Nutzer verbindet ein Gefühl der Zusammengehörigkeit. Eine Win-Win-Situation.
  • Suchmaschinenoptimierung: Durch den veröffentlichten Content in Ihrer Internet Community wird sich Ihr Unternehmen in Hinsicht auf SEO (“Search Engine Optimizin” oder Suchmaschinenoptimierung) verändern: Qualitativ hochwertiger Content, wie Text, Bilder und Videos, werden von Suchmaschinen gerne gesehen und führen zu einem besseren Ranking. Dadurch werden Sie von potentiellen Neukunden im Internet schneller entdeckt. Der jeweilige Content kann dabei von Ihnen stammen, oder im Idealfall von Ihren Nutzern.

Der Aufbau einer Online Community

Brauche ich überhaupt eine Community?

Die einfache Antwort: So gut wie jedes Unternehmen, das auch nur entfernt etwas mit dem Internet zu tun hat, profitiert von einer Community Software. Selbst Firmen, die bislang keinen Bezug zu den Neuen Medien haben, schaffen mithilfe eines eigenen Sozialen Netzwerkes den Einstieg.

Was sollte ich beachten?

Unglaubliches Wachstum

Das Wachstum von Online Communities ist gigantisch. Paradebeispiel Facebook: 2005 hatte die Social Community noch 7,5 Millionen Mitglieder, mittlerweile verzeichnet das Unternehmen mehr als 1,5 Milliarden Nutzer.

www.amazon.de

Wichtig ist im Grunde nur, dass Sie die folgenden Punkte berücksichtigen:

  • Achten Sie auf passende Inhalte: Die Community, die Sie Ihren Nutzern bieten, sollte thematisch mit Ihrem Kerngeschäft zusammenhängen. Wenn Ihr Unternehmen Tierfutter per Online-Bestellung verkauft, bietet sich selbstverständlich ein Haustiermagazin oder ein Blog über die Tierpflege gut an, möglicherweise kombiniert mit einem Forum für Tierhalter. Wenn Sie mit dem gleichen Unternehmen aber einen Reise- und Abenteuerblog ins Leben rufen, oder ein Forum für Schmink- und Beauty-Tipps, schmälert das eher Ihre Seriosität und könnte Kunden abschrecken. Daher gilt die alte Regel: Schuster, bleib’ bei deinen Leisten.
  • Besorgen Sie sich Experten: Hatte Ihr Unternehmen bislang noch nichts mit dem Internet am Hut, sollten Sie nicht einfach drauflosbasteln und auf das Beste hoffen! Das World Wide Web und die Neuen Medien sind Bereiche mit schwierigen und unbekannten Regeln, in denen ein Ahnungsloser schnell die Orientierung verliert. Eignen Sie sich deshalb vorsorglich ein wenig Expertenwissen an oder stellen Sie ein Team aus versierten Moderatoren zusammen.
  • Planen Sie für die Zukunft: Sie glauben, mit gutem Content und einem coolen Konzept locken Sie so um die 100 bis 200 Nutzer an, und das war’s? So funktioniert es bei Online Communities aber nicht. Stellen Sie sich darauf ein, möglicherweise mit einer großen Zahl an Usern jonglieren zu müssen und machen Sie frühzeitig Pläne dafür, wenn Ihr Netzwerk irgendwann wächst. Unterschätzen Sie niemals, wie schnell eine Community wachsen und ungeahnte Größen erreichen kann.

Schwierigkeiten beim Aufbau einer Online Community

Zusätzlicher Ressourcen-Aufwand

Auch, wenn sich Kosten und personeller Aufwand mit der richtigen Online Community Software noch einigermaßen in Grenzen halten, sollten Sie dennoch darauf gefasst sein, einiges an Arbeit in Ihre Community zu investieren. Zwar lassen sich viele Prozesse dank intelligenter Funktionen automatisieren, ganz werden Sie allerdings niemals um die Pflege und Aufsicht Ihres Netzwerkes herumkommen. Und Ihr Aufwand wird mit einer wachsenden Anzahl von Mitgliedern immer weiter steigen. Planen Sie Ihren Sprung in die Welt der Communities deshalb mit Bedacht und kalkulieren Sie vor Ihrem ersten Projekt lieber zu viel als zu wenig.

Zusätzlicher Lernaufwand

Eine Online Community zu betreiben und zu leiten, ist in den meisten Fällen nicht Ihr Kerngeschäft. Das bedeutet nicht, dass es für Sie unmöglich ist, ein funktionierendes Netzwerk auf die Beine zu stellen. Sondern lediglich, dass es schwierig werden könnte, sich auf die neuen Anforderungen einzustellen. Je weiter Ihre Branche von den Themenkomplexen des Internets und der Neuen Medien entfernt ist, desto schwieriger wird es werden. SEO-Maßgaben wollen eingehalten, neue Denkmuster und Sichtweisen erprobt werden. Machen Sie sich deswegen frühzeitig klar, ob Sie eine Online Community brauchen, um Ihr Kerngeschäft zu unterstützen. In jedem anderen Fall ist das Lernen der neuen Prozesse und vor allem die Aufwendung der Ressourcen für eine eigene Web Community vergebene Liebesmüh.

Das kosten Online Community Tools

Jährlichen Kosten kleiner als $50.000

Online Communities sind nicht nur etwas für große Unternehmen: 58 Prozent aller befragten Organisationen gaben in einer Studie an, weniger als 50.000 Dollar pro Jahr für Ihre Community auszugeben. Nur 19 Prozent investierten mehr als 200.000, nur 6 Prozent mehr als 1.000.000.

www.centrestage.de

In der Regel bieten die einzelnen Anbieter im Bereich Online Community Software verschiedene Tarife an, die sich an der Größe des Unternehmens, beziehungsweise an der Anzahl der vorgesehenen Mitglieder orientieren. Kleinere Netzwerke mit bis zu 100 Nutzern und 2 Admins auf Unternehmensseite gibt es beispielsweise für 300 bis 400 US-Dollar pro Monat, teurere Tarife bewegen sich im Bereich zwischen 1.000 und 5.000 Dollar.

Andere Anbieter gehen preislich den Weg über die Modularisierung. Bei solchen Herstellern erhalten Sie eine Basisversion der Software zu einem günstigen Preis um die 200 Euro, zusätzliche Module wie ein Live-Chat oder ein Nutzerforum lassen sich gegen Aufpreis nachträglich integrieren.

Der Preis für Community Tools orientiert sich meist an der Anzahl der Mitglieder © www.hoop.la - Der Preis für Community Tools orientiert sich meist an der Anzahl der Mitglieder

Der Markt um Online Community Tools

trusted.de hat bereits einige Angebote aus dem Bereich Online Community Software übersichtlich für Sie aufgelistet. Zu den gängigsten Tools zählen etwa:

  • Communifire
  • Salesforce Community Cloud
  • Get Satisfaction
  • GNU social
  • Hoop.la
  • HYPE GO!
  • Topi
  • Vanilla
  • Ribbl
  • inSided
  • MARSC

Fazit

In der heutigen Zeit, in der Nutzer so gut wie alles jederzeit und von überall aus im Internet bestellen oder anfordern können, fällt es Unternehmen oft schwer, sich im Angesicht der Konkurrenz zu profilieren. Mit einer thematisch passenden Web Community liefern Sie Ihren zukünftigen Kunden einen guten Grund, Ihr Unternehmen auszuwählen. Denn der Mensch will nicht nur shoppen oder Dinge erledigen - er will auch kommunizieren, sich in der Gruppe austauschen, spielen. Er will Teil einer Gemeinschaft sein. Im besten Falle Ihrer Gemeinschaft. Die hier vorgestellten Tools machen es möglich.

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