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Die besten Hinweisgebersysteme

  • Whistleblower SoftwareBestes Hinweisgebersystem 2024
    1,0
    Testnote
    Sehr gut

Seit Dezember 2023 gilt: Unternehmen mit bis zu (in der Regel) 50 Mitarbeiter:innen müssen bereits ein Hinweisgebersystem eingeführt haben. Wer die Schonfrist verpasst hat, sollte das noch dringend nachholen. Die Einführung einer solchen "Whistlebowing-Software" lohnt sich aber nicht nur, um dem Hinweisgeberschutzgesetz (kurz: HinSchG) gerecht zu werden und hohe Bußgelder zu vermeiden.

Du kannst dir mit einer smarten, digitalen Hinweisgeberlösung sogar einen klaren Wettbewerbsvorteil verschaffen. Zum Beispiel kannst du durch ein offenes Hinweisgeber-Ohr deine Fluktuation senken. Durch ein Hinweisgebersystem schaffst du einen vertrauensvollen Feedback-Kanal, der zur Verbesserung des Arbeitsplatzumfelds beitragen kann. So erkennst du Missstände in deinem Unternehmen frühzeitig und kannst schneller reagieren – was dir am Ende des Tages Geld und schlechte Presse erspart.

Aber welches System ist das Richtige für dein Business? Das Tool der Wahl sollte einige Anforderungen erfüllen. Zum Beispiel sollte es auch anonyme Meldungen berücksichtigen, eine Dokumentation in Textform ermöglichen und bezahlbar sollte es ja auch noch sein.

Damit du dir viel Geld, jede Menge Zeit und einen schlechten Ruf sparen kannst, habe ich für dich 8 der besten Hinweisgebersysteme viele Stunden in der Praxis getestet. Alle wichtigen Infos rund um meine Favoriten und das Gesetz erfährst du hier:

Das Wichtigste in Kürze
  • Test:  Um die besten Hinweisgebersysteme auf dem Markt zu finden, habe ich 8 Lösungen in Sachen Usability, mögliche Meldekanäle, Sicherheit und mehr geprüft.
  • Testsieger:  Mein Testsieger ist Whistleblower Software. Das Tool glänzt mit modernen Features, einer herrlich einfachen Usability und einem sehr guten Preis.
  • Alternativen:  Neben den Spezial-Tools gefallen mir auch Kenjo und Factorial. Beide Anbieter liefern dir neben Whistleblowing-Features ein HR-Komplettpaket.
  • Kosten:  Ein Hinweisgebersystem kannst du bereits für etwa 50 € pro Monat einrichten. Je nach Bedarf und Unternehmensgröße sogar weniger, oder auch mehr.
  • Wichtig:  Du musst nicht extra jemanden einstellen, der das Hinweisgebersystem betreuen kann. Gerade in sehr kleinen Betrieben lohnt sich das Outsourcing!

Hinweisgebersysteme Testsieger – Diese 8 Tools eignen sich am besten für dein Unternehmen

Spätestens seit dem 18. Dezember 2023 ist klar: Ob ein Hinweisgebersystem in Unternehmen mit mindestens 50 Angestellten eingeführt werden muss, steht nicht mehr zur Debatte. Wie dieses System aussehen soll, dagegen schon; denn eine klare Regelung gibt es vom Gesetzgeber nicht. In der Theorie tut es nämlich ein einfacher Beschwerdebriefkasten auch. Aus der Praxis wissen wir jedoch, dass das nicht wirklich funktioniert.

Ein digitales Hinweisgebersystem bietet sich da schon eher an. Es ist flexibel, meist schnell eingeführt und du erfüllst damit alle gesetzlichen Mindestanforderungen. Viele Tools am Markt gehen sogar noch weit darüber hinaus.

Das Angebot am Markt ist schier endlos! Deshalb habe ich mir als HR-Expertin mit Hang zu digitalen Lösungen einmal die 8 vielversprechendsten Hinweisgebersysteme für dich ganz genau angesehen.

Als studierte HR-Expertin mit Hang zu digitalen Lösungen habe ich mir die 8 besten Hinweisgebersysteme am Markt ganz genau angesehen. Ob mich die Platzhirsche und Nischen-Helden der Whistleblower-Szene überzeugen konnten, erfährst du jetzt!

Testsieger: trusted Empfehlungen

1

Whistleblower Software

1,0
Testnote
Sehr gut
  • Preis ab 70 €/Monat
  • Anonymität ja
  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ja
  • DSGVO-konform ja
  • Serverstandort Deutschland

Hinweise geben

Sehr gut (1,0)

Mit Whistleblower Software kannst du beliebig viele Kanäle einrichten, etwa für deine Mitarbeiter:innen, Lieferant:innen und weitere Gruppen. Informative Unter-Seiten sind im Preis enthalten, sogar mit Video-Anleitungen für Whistleblower:innen. Das Meldesystem ermöglicht anonyme sowie vertrauliche Meldungen, sogar per Sprachnachricht und Stimmenverzerrung. Dank des mitgelieferten QR-Codes gelangen Mitarbeiter:innen schnell und einfach zum Meldeformular.

Hinweise untersuchen & bearbeiten

Sehr gut (1,0)

Eingehende Hinweise lassen sich (wenn gewünscht) gemeinsam im Team bearbeiten. Dabei unterstützt dich die Option, Meldungen zu priorisieren oder mit Tags zu versehen und Notizen sowie Kommentare zu hinterlassen. Über das System erhältst du automatische Erinnerungen für die Fallbearbeitung. Mithilfe eines eigenen Experten-Zugangs kannst du Ombudspersonen hinzuziehen.

Ergebnisse kommunizieren

Sehr gut (1,0)

Die Kommunikation mit den Hinweisgeber:innen findet direkt über den integrierten Chat statt. Alternativ kannst du auch Sprachnachrichten versenden. Mit Snippets (Nachrichtenvorlagen) sparst du dir Zeit bei der Kommunikation. Zahlreiche bunte und informative Berichte helfen dir dabei, deine Hinweisprozesse laufend zu optimieren.

Sicherheit & Datenschutz

Sehr gut (1,0)

Whistleblower Software sichert deine Daten auf Servern in Deutschland, die von AWS (Amazon Web Services) gehostet werden und nach ISO-27001-, 27017-, SOC-I-, SOC-2- und SOC-3-zertifiziert sind. Die Konversation mit Whistleblower:innen ist Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Für einen sichereren Zugang zum Hinweisgebersystem kannst du dich auch per 2-Faktor-Authentifizierung anmelden.

Whistleblower Software kam nur kurz nach dem Aufkommen der EU-Whistleblowing-Richtlinie im Jahr 2021 auf den Markt. Seitdem hat sich der Anbieter als Marktführer in Dänemark, Portugal und mitunter in Deutschland hervorgetan. Mittlerweile hat das Unternehmen über 85 Mitarbeiter:innen hinzugewonnen und auch der Kundenstamm wächst stetig weiter – stark, wie sich Whistleblower Software in der kurzen Zeit entwickelt hat!

Dem modernen Hinweisgebersystem mangelt es in meinen Augen an so gut wie nichts. Warum ich das Tool zum Testsieger erklärt habe, erfährst du jetzt:

Welche Erfahrungen habe ich mit Whistleblower Software gemacht?

Whistleblower Software ist mein Favorit. Vor allem, wenn es darum geht, eine interne Meldestelle selbst einzurichten und zu betreuen. Grund dafür ist der Mix aus einer hervorragenden Usability – die ich mit 5 von 5 Punkten bewerten musste – und leistungsstarken Features zu einem guten Preis.

Mit Whistleblower Software richtest du schnell und einfach einen Hinweisgeberkanal (oder auch mehrere) für dein Unternehmen ein. Mitarbeiter:innen können Hinweise z. B. per Meldeformular oder per Voice-Chat (mit Stimmenverzerrung) einreichen und dabei vollkommen anonym bleiben. Alle Meldungen laufen zentral an einem Ort zusammen und lassen sich von dir bearbeiten.

Soweit zu den Basics. Zu meiner großen Begeisterung hat beigetragen, dass ich das Tool ziemlich gut an meine Bedürfnisse anpassen konnte. Dazu gehörte etwa das Anlegen neuer Fallkategorien. Obwohl hier schon eine ganze Menge vorhanden war. Ich zitiere:

  • Machtmissbrauch
  • Rechte und Schutz von Einzelpersonen
  • Diebstahl
  • Korruption
  • Wettbewerbsrecht
  • Vorfälle, an denen ein Mitarbeiter beteiligt ist
  • Lebensmittelsicherheits- und Qualitätsprobleme
  • und ein paar mehr

Alle im Hinweisgeberschutzgesetz verankerten Fallkategorien sind damit in Whistleblower Software abgedeckt. Neue Kategorien kannst du – je nach individuellem Use Case – spielend einfach hinzufügen.

Neue Kategorien lassen sich easy hinzufügen, individuelle Beschreibungen oder Beispiele mit ein wenig Mühe auch
Neue Kategorien lassen sich easy hinzufügen, individuelle Beschreibungen oder Beispiele mit ein wenig Mühe auch
Screenshot: trusted.de
Quelle: whistleblowersoftware.com

Ich hatte sogar die Möglichkeit, zu den einzelnen Fallkategorien Beschreibungen oder Beispiele hinzuzufügen. Was ich äußerst praktisch finde, denn nicht alle potenziellen Hinweisgeber:innen können mit juristischen Fachbegriffen wie “Beschaffungsbetrug” oder “Korruption” etwas anfangen.

Bei der Konkurrenz preeco sind die Beispiele bequemer Weise bereits vordefiniert – bei Whistleblower Software nicht. Hier musste ich meine Beschreibungen erst manuell einfügen – und das für jede einzelne Fallkategorie (von insgesamt 20!). Das hat mir bei preeco besser gefallen und deutlich mehr Zeit gespart.

Davon einmal abgesehen, war ich mit Whistleblower Software mehr als zufrieden. Ich konnte ohne Mühe neue Meldekanäle einrichten (für Mitarbeiter:innen, Lieferant:innen und Kund:innen) und diese so anpassen, wie ich es haben wollte.

Erstelle mit Leichtigkeit individuelle Kanäle für Mitarbeiter:innen und andere Whistleblowing-Gruppen
Erstelle mit Leichtigkeit individuelle Kanäle für Mitarbeiter:innen und andere Whistleblowing-Gruppen
Screenshot: trusted.de
Quelle: whistleblowersoftware.com

Ich war absolut begeistert davon, wie unkompliziert das funktionierte. Noch besser hat mir gefallen, dass mir Whistleblower Software schon im Vorfeld verschiedene Unterseiten für meine Kanäle mitgeliefert hat.

Dazu gehörte eine Startseite, die Hinweisgeber:innen beim Öffnen des Links – oder Scannen des QR-Codes mit dem Smartphone – begrüßt. Cool fand ich auch den “Leitfaden für die Berichterstattung”. Hier wird Step-by-Step erklärt, wie Hinweisgeber:innen mit Whistleblower Software Meldungen abgeben können.

Das Anleitungs-Video kommt sogar in mehreren Sprachen – wie cool!
Das Anleitungs-Video kommt sogar in mehreren Sprachen – wie cool!
Screenshot: trusted.de
Quelle: whistleblowersoftware.com

Das Tool ist also nicht nur für mich bzw. dich extrem benutzerfreundlich, sondern auch für deine potenziellen Whistleblower.

Auch die Fallbearbeitung ist gelungen – und vor allem gut durchdacht. Whistleblower Software bietet dir viele Optionen, um Fälle zu priorisieren, zu kommentieren, gemeinsam mit deinem Team zu bearbeiten, und, und, und.

Mit Whistleblower Software hältst du sogar die vom Gesetz vorgeschriebene Frist ein (7 Tage), um den Eingang der Meldung zu bestätigen. Das macht das Tool nämlich von ganz allein, sobald der Hinweis abgegeben wurde.

Ich finde das schon ziemlich genial, aber Konkurrent preeco löst das ein wenig geschickter. Dort bekommen deine potenziellen Whistleblower:innen eine ähnliche Meldung, sobald der Fall im System gelandet ist. Bei preeco hast du allerdings den Vorteil, dass du eine zweite Eingangsbestätigung verschicken kannst – automatisiert und personalisiert. Mir persönlich gefällt das ein wenig besser, auch wenn du mit beiden Tools die erste Frist einhältst.

Jeder Hinweis lässt sich umfassend bearbeiten
Jeder Hinweis lässt sich umfassend bearbeiten
Screenshot: trusted.de
Quelle: whistleblowersoftware.com

Sauber abgerundet wird der Funktionsumfang durch anschauliche Reportings. Hier liefert Whistleblower Software zahlreiche Auswertungen, die nicht nur schön anzusehen sind, sondern auch jede Menge Infos liefern. Etwa:

  • eine Aufschlüsselung nach Fall-Kategorie (Betrug, Diebstahl und Co.)
  • eine Aufschlüsselung nach Quelle, die du manuell eintragen kannst (z. B. Telefon)
  • wie viele Tage es gedauert hat, bis ein Fall abgeschlossen wurde
  • eine Übersicht darüber, ob Fristen eingehalten wurden (7 - 90 Tage)

Sehr nützlich, um dein Case Management laufend zu überprüfen und zu optimieren. Das ist vor allem dann interessant, wenn du Fälle gemeinsam im Team betreust, z. B. als Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaft oder als Compliance-Manager:in mit mehreren Mandant:innen.

Hier ein paar Beispiele für Reportings aus meinem Test:

Abschließend kann ich nur eines sagen: Whistleblower Software ist ein cooles und modernes Tool, das sich sehr gut für die Einrichtung einer internen Meldestelle eignet.

Perfekt ist mein Testsieger zwar nicht, aber schon sehr nah dran.

Was macht Whistleblower Software im Vergleich mit anderen Whistleblowing-Lösungen einzigartig?

Whistleblower Software kommt mit einigen Special-Features um die Ecke. Ein Highlight ist mir nach meinem Test aber allen voran im Kopf geblieben:

Du kannst mit dem Tool auch Meldungen schwärzen. Das kommt dir besonders dann zugute, wenn du eine Meldung weiterleiten möchtest (zum Beispiel an eine Behörde, Anwaltskanzlei, Compliance-Beauftragte:n, etc.) und nicht willst, dass sensible Daten weitergeleitet werden. Alle empfindlichen Informationen entfernst du einfach.

Bevor du Meldungen weiterschickst, kannst du sensible Daten entfernen
Bevor du Meldungen weiterschickst, kannst du sensible Daten entfernen
Screenshot: trusted.de
Quelle: whistleblowersoftware.com

Etwa sobald andere Personen genannt werden oder der Hinweisgeber oder die Hinweisgeberin versehentlich den eigenen Namen in der Meldung nennt – oder sonstiges. Dieses Feature ist absolut einzigartig in meinem Vergleich.

Whistleblower Software übersetzt Meldungen auf Wunsch automatisch in über 80 Sprachen. International agierende Unternehmen oder solche mit internationalen Mandant:innen profitieren davon besonders.

Wem würde ich Whistleblower Software besonders empfehlen?

Whistleblower Software ist für eigentlich jeden geeignet, der eine interne Meldestelle einrichten möchte; oder muss.

Das Tool selbst ist für alle gedacht, die ihren Meldekanal selbst betreuen möchten. Hier profitierst du auch vom außerordentlich guten Preis-Leistungs-Verhältnis, das bei 70 € pro Monat und 49 Mitarbeiter:innen in Form einer Preisstaffel startet.

Beachte: Um eine Meldestelle selbst zu betreuen, solltest du die nötige Fachkunde nach § 15 HinSchG mitbringen. Die bekommst du durch eine spezielle Schulung, die dich knapp 900 € pro Teilnehmer kosten kann.

Solltest du bereits mit Compliance-Beauftragten zusammenarbeiten, ist Whistleblower Software ebenfalls hervorragend geeignet. Dank des eigenen Partnerzugangs lassen sich Expert:innen einfach hinzufügen.

Du bist selbst Experte oder Expertin und willst deine Klient:innen im Rahmen des Hinweisgeberschutzgesetzes betreuen? Dann ist das mit diesem Tool auch kein Thema. Der Anbieter vertreibt dir das Hinweisgebersystem nämlich zu Sonderkonditionen. Wie viel Rabatt du bekommst, musst du beim Anbieter allerdings erst erfragen.

Whistleblower Software kommt als Firmen- oder Partnerlösung
Whistleblower Software kommt als Firmen- oder Partnerlösung
Screenshot: trusted.de
Quelle: whistleblowersoftware.com

Wenn du dir die Selbst-Betreuung nicht zutraust oder dir schlicht die nötigen Ressourcen fehlen, bist du bei 123Hinweisgebersystem besser aufgehoben. Das Basis-System ist das Gleiche, nur der Service ist unvergleichlich.

Vorteile
  • Top Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Hervorragende Usability
  • Inklusive Sprachnachricht-Funktion
  • Weitere Meldekanäle möglich
  • Zahlreiche Reportings
Nachteile
  • Fallbeispiele sind nicht vorgegeben
Whistleblower Software
2

preeco | hinweisgeber

1,2
Testnote
Sehr gut
  • Preis ab ab 79 €/Monat
  • Anonymität ja
  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nein
  • DSGVO-konform ja
  • Serverstandort Deutschland

Hinweise geben

Sehr gut (1,4)

Hinweisgeber:innen finden bei preeco ein übersichtliches Meldeformular, das sie Stück für Stück durch den Meldeprozess führt. Dabei sind sowohl vertrauliche als auch rein anonyme Meldungen möglich. Ein besonderes Highlight sind die häufigen Fragen (FAQ), die du deinen Hinweisgeber:innen schon im Voraus beantworten kannst. Die Eingangsbestätigung erfolgt bei Bedarf automatisch und fristgerecht.

Hinweise untersuchen & bearbeiten

Sehr gut (1,0)

Eingehende Meldungen lassen sich priorisieren (etwa nach “gering” oder “hoch”). Du kannst außerdem individuelle Bearbeiter:innen zuweisen und dir Erinnerungen vom System einrichten, um auf dem Laufenden zu bleiben. Die Notiz- und Kommentarfunktion ermöglicht dir zudem eine verbesserte Dokumentation und Zusammenarbeit im Team. Darüber hinaus kannst du noch eigene Bearbeitungsprozesse für Fälle einrichten. Dank der Mandantenfähigkeit kannst du auch die Fälle deiner Klient:innen bearbeiten.

Ergebnisse kommunizieren

Sehr gut (1,0)

Über den integrierten Chat kannst du jederzeit mit Whistleblower:innen Kontakt aufnehmen. Indem du dir Fristen für die Bearbeitung von Fällen setzt, hältst du außerdem die gesetzliche Frist ein. Zwischen den Fristen erinnern dich individuelle Wiedervorlagen an deine Meldungen. Auswertungen zu deinen Fällen bekommst du als PDF oder im Word- bzw. Excel-Format.

Sicherheit & Datenschutz

Gut (2,1)

Besonders am Hosting-Angebot von preeco ist, dass du hier aus verschiedenen Modellen das richtige für dich wählen kannst. Entweder nutzt du die preeco-Cloud, Private-Cloud oder einfach deinen eigenen On-Premises-Server. Entscheidest du dich für die ersten Varianten, hostet preeco das Hinweisgebersystem im ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum der Firma Hetzner in Nürnberg. Tägliche Backups, ISO-27001-Zertifikate und die 2-Faktor-Authentifizierung gibt es mit dazu.

preeco ist ein Software-Anbieter aus dem Baden-Württembergischen Ulm. Gegründet wurde preeco, um eine Antwort auf die Herausforderungen der DSGVO zu liefern. Mittlerweile hat sich das Portfolio von preeco um diverse Compliance-Lösungen erweitert. Und da auch Hinweisgebersysteme DSGVO-konform sein müssen, war die Entwicklung einer eigenen Whistleblowing-Software naheliegend.

Warum mir der jüngste Software-Zuwachs in der preeco-Toolfamilie im Vergleich außerordentlich gut gefallen hat, liest du jetzt:

Welche Erfahrungen habe ich mit preeco | hinweisgeber gemacht?

Mit preeco habe ich insgesamt sehr gute Erfahrungen gemacht. Ich kannte mich direkt nach dem Login bestens aus, was vor allem an der modernen Benutzeroberfläche lag. Die kleinen Info-Knöpfchen, die überall im Tool verteilt sind, tragen zusätzlich zur guten Orientierung bei.

Was mir besonders gut gefällt ist, dass sich der Anbieter bereits vorab sehr viel Mühe mit der Konfiguration des Hinweisgebersystems gegeben hat. Das Hinweisformular ist sofort einsatzbereit und alle im HinSchG aufgeführten Hinweis-Kategorien sind schon für dich hinterlegt. Dazu gehören:

  • Betrug
  • Geldwäsche
  • Wettbewerbs- und Kartellverstöße
  • Korruption
  • Umweltschutz
  • und ein paar mehr

Im Gegensatz zu Whistleblower Software hat preeco auch Beispiele für jede Kategorie hinterlegt.

Das finde ich extrem nützlich, insbesondere für Hinweisgeber:innen. Denn ich glaube kaum, dass alle potenziellen hinweisgebenden Personen mit der juristischen Fachsprache so vertraut sind, wie Expert:innen oder gar Jurist:innen.

Die Beispiele helfen dabei, die Meldung korrekt einzuordnen
Die Beispiele helfen dabei, die Meldung korrekt einzuordnen
Screenshot: trusted.de
Quelle: preeco.de

preeco ist aber nicht nur in seiner durchdachten Vorbereitung ganz groß. Auch die gute Anpassbarkeit kann sich sehen lassen. So kannst du zum Beispiel, je nach deiner internen Compliance-Richtlinie, individuelle Kategorien hinzuzufügen. Wie dein eigener Prüfprozess aussehen soll, bestimmst du auch selbst.

Die “eierlegende Wollmilchsau” der Hinweisgebersysteme ist preeco aber trotzdem nicht.

Mir hat es zum Beispiel an verschiedenen Möglichkeiten gefehlt, Hinweise abzugeben. preeco liefert hier nur das Online-Formular – das dafür auch mobil über einen einfachen Link zugänglich ist.

Das Hinweis-Formular ist nur über einen Link zugänglich
Das Hinweis-Formular ist nur über einen Link zugänglich
Screenshot: trusted.de
Quelle: preeco.de

Einen QR-Code zum Scannen oder eine Sprachnachricht-Funktion gibt es nicht. Stattdessen können Hinweise nur in Textform eingereicht werden. Sofern du nicht über eine eigene Hotline verfügst oder eine persönliche Meldung ermöglichst, bleibt dir mit preeco also nur dieser Kanal.

Praktisch: Solltest du dafür Meldungen telefonisch oder persönlich zwischen Tür und Angel bekommen, kannst du diese ganz bequem in preeco dokumentieren. Hier legst du einfach einen neuen Fall an und notierst dir alles, was für deine Fallbearbeitung wichtig ist.

Das ist – wie man in Franken so schön sagt – aweng weng; also ein bisschen wenig. An dieser Stelle könnte sich preeco von anderen Anbietern (z. B. Whistleblower-Software) noch ein Scheibchen abschneiden. Mehr habe ich ansonsten nicht zu meckern!

Was macht preeco | hinweisgeber im Vergleich mit anderen Whistleblowing-Lösungen einzigartig?

preeco hebt sich mit einigen Features von seiner Konkurrenz ab. Du kannst etwa nur hier individuelle FAQs zu deinem Hinweisgebersystem selbst gestalten. Bei mir klappte das auch ohne Probleme. Auf diese Weise konnte ich den Whistleblower:innen beispielsweise erklären, was nach der Abgabe der Meldung passiert oder welche Meldungen vom HinSchG geschützt sind.

Ein weiteres cooles Special-Feature ist die Risiko-Matrix. Dabei schätzt du ein, ob es sich in der Meldung um eine wenig oder sehr riskante Bedrohung handelt. Je nachdem, ob hierbei dringender oder begrenzter Handlungsbedarf besteht, gibt dir die Whistleblowing-Software automatisch eine farbliche Einschätzung aus.

So siehst du bei jedem Fall auf einen Blick, wie schnell du handeln solltest, um weitere Schäden zu vermeiden. Wie das aussehen kann, siehst du im nächsten Bild:

Schätze deinen akuten Handlungsbedarf anhand der Risiko-Matrix ab
Schätze deinen akuten Handlungsbedarf anhand der Risiko-Matrix ab
Screenshot: trusted.de
Quelle: preeco.de

Wirklich einzigartig im Vergleich ist die automatische Eingangsbestätigung, die preeco für dich versendet. Du musst lediglich einstellen, welche Nachricht in welcher Zeit gesendet werden soll und zack – schon bekommen Hinweisgeber:innen eine Rückmeldung.

Damit hältst du die gesetzliche Frist zur Eingangsbestätigung gleich doppelt ein; die erste Rückmeldung kommt sofort, nachdem die Meldung im System eingegangen ist und die zweite ganz personalisiert. Ohne, dass du das bei jedem Fall manuell übernehmen musst. Eine hervorragende Automatisierung, die besonders großen Unternehmen oder externen Ombudspersonen viel Zeit einsparen dürfte.

Die automatische Eingangsbestätigung erfolgt fristgerecht und individuell
Die automatische Eingangsbestätigung erfolgt fristgerecht und individuell
Screenshot: trusted.de
Quelle: preeco.de

Wem würde ich preeco | hinweisgeber besonders empfehlen?

preeco ist für so gut wie jedes Business und jeden Bedarf geeignet. Gründe dafür sind:

  • Einfache Usability, mit der selbst ungeübte User zurechtkommen
  • Mandantenfähigkeit für Reseller oder zusammengeschlossene Organisationen
  • Zugänge für externe Ombudspersonen, die dir als Profis zur Seite stehen
  • Sicherer Server in Nürnberg, wodurch sich preeco auch für öffentliche Stellen anbietet

Mir gefällt sehr, dass preeco sowohl für die selbstständige Betreuung, als auch die Unterstützung von Expert:innen verwendet werden kann. Wenn du selbst eine Ombudsperson bzw. Compliance-Manager:in bist, bietet sich preeco ebenfalls sehr gut an.

Das flexible Tool mit seinen zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten kommt aber nicht kostenlos daher. Die genaue Preisliste kenne ich nicht. Was ich dir aber verraten darf: Das smarte und flexible Tool gibt es bereits ab 79 € pro Monat im Jahres-Abo. Reseller bekommen nochmal ein ganz individuelles Angebot.

Insgesamt bietet preeco in diesem Vergleich ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis!

Einen kleinen Herzens-Bonus bekommt preeco an dieser Stelle noch von mir, denn NGOs bekommen einen Preisnachlass.

Vorteile
  • Automatische Eingangsbestätigung
  • Nützliche Fallbeispiele
  • Integrierte Risikoeinschätzung
  • Mandantenfähig
  • Zugang für externe Ombudspersonen
Nachteile
  • (Noch) keine Voice-Chat-Integration
preeco | hinweisgeber
3

LegalTegrity

1,2
Testnote
Sehr gut
  • Preis ab 49 €/Monat
  • Anonymität ja
  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ja
  • DSGVO-konform ja
  • Serverstandort Deutschland

Hinweise geben

Gut (2,0)

Deine Hinweisgeber:innen können ihre Meldungen entweder komplett anonym oder vertraulich abgeben. Gelungen ist, dass du selbst entscheidest, welches Formular Hinweisgeber:innen ausfüllen müssen. LegalTegrity liefert dir sowohl zwei Standard-Formulare als auch die Option, eigene zu erstellen. Hinweise können über einen Link oder QR-Code abgegeben werden, allerdings auch über die integrierte Hotline, die LegalTegrity für dich betreut. Eine eigene mobile App liefert der Anbieter – bewusst, nämlich aus Datenschutzgründen – nicht.

Hinweise untersuchen & bearbeiten

Sehr gut (1,0)

LegalTegrity liefert zahlreiche Möglichkeiten, um Hinweise zu bearbeiten: Du kannst alle Formulareingaben haargenau nachvollziehen, Kommentare hinterlassen, beigefügte Beweismittel einsehen und die Fallkategorie ändern. Fremdsprachige Hinweise übersetzt du bequem per DeepL-Schnittstelle. Mir hat es hier lediglich an einer Priorisierungs-Funktion gefehlt. Schön ist, dass Hinweisgeber:innen die fristgerechte Eingangsbestätigung automatisch erhalten.

Ergebnisse kommunizieren

Sehr gut (1,0)

Damit du die Ergebnisse deiner Fallbearbeitung an Hinweisgeber:innen bequem kommunizieren kannst, liefert dir LegalTegrity einen integrierten Chat, plus Live-Übersetzung. Jede Meldung sowie alle Auswertungen (z. B. Antwortzeiten, Anzahl der Meldungen je Kategorie und Co.) kannst du dir bequem in Form einer PDF herunterladen. Auf diese Weise kannst du die Ergebnisse auch unternehmensintern reporten.

Sicherheit & Datenschutz

Sehr gut (1,1)

LegalTegrity hostet sein Hinweisgebersystem auf den Servern der Open Telekom Cloud ausschließlich in Deutschland. Für einen sicheren Datenaustausch zwischen dir, den Hinweisgeber:innen und dem System sorgt eine SSL-Verschlüsselung. Die Anmeldung ist dank der Zwei-Faktor-Authentifizierung oder optionalem Single-Sign-On noch sicherer. Dabei wählst du, ob du dich lieber per E-Mail oder SMS-Code verifizierst.

LegalTegrity gehört zu den bekanntesten Anbietern für digitale Hinweisgebersysteme am Markt. Das Team besteht aus erfahrenen Anwält:innen, ehemaligen Compliance Officern und Berater:innen. Mit dieser geballten Ladung an Legal-Tech-Expertise hat LegalTegrity ein eigenes Hinweisgebersystem entwickelt. Dieses kannst du entweder selbst betreiben, oder deine Meldestelle (unter dem Namen OmbuTegrity) komplett an den Anbieter auslagern.

Bei mir hat LegalTegrity einen sehr guten ersten, zweiten und dritten Eindruck hinterlassen. Warum das so ist, und wie sich der Platzhirsch im Vergleich geschlagen hat, erfährst du hier:

Welche Erfahrungen habe ich mit LegalTegrity gemacht?

LegalTegrity liefert ein schlüsselfertiges Hinweisgebersystem mit vielen nützlichen Voreinstellungen, das du trotzdem ganz an deine Bedürfnisse anpassen kannst.

Für mich wurde das Tool an unser Branding angepasst, sodass ich direkt starten konnte. Über das zur Software gehörende Self-Service-Portal liefert der Anbieter aber auch ein komplettes Unternehmens-Kommunikationspaket mit Templates und vorgefertigten Dokumenten rund um die Compliance für alle rechtlichen Rahmenbedingungen.

LegalTegrity ist übersichtlich und modern – so mag ich Compliance!
LegalTegrity ist übersichtlich und modern – so mag ich Compliance!
Screenshot: trusted.de
Quelle: whistle-report.com

Das Meldeformular, dass du deinen Mitarbeiter:innen zur Verfügung stellst, kannst du beliebig inhaltlich anpassen. Zum Beispiel mit eigenen Überschriften und Texten. So konnte ich im Test einen Text hinterlegen, um Hinweisgeber:innen auf die optionalen E-Mail- und Telefon-Kanäle aufmerksam zu machen.

Ändere den Text deiner Startseite bei Bedarf einfach ab
Ändere den Text deiner Startseite bei Bedarf einfach ab
Screenshot: trusted.de
Quelle: whistle-report.com

Für Hinweise per Telefon ist in allen LegalTegrity-Tarifen eine Hotline integriert, die vom Anbieter selbst betreut wird. Egal, ob deine Hinweise digital oder per Hotline abgegeben werden; sie landen immer vollautomatisch im System.Eine Funktion für Sprachnachrichten (Voice-to-Text) hat das Tool noch nicht; ein entsprechendes Feature befindet sich allerdings bereits in Entwicklung.

Hinweise per Text gehen über dein Meldeformular ein; wahlweise per Link oder QR-Code.

Neue Fallkategorien sind in LegalTegrity schnell hinzugefügt – leider aber ohne Fallbeispiele, wie z. B. bei preeco.

Ein Highlight von LegalTegrity ist, dass du individuelle Fragebögen für das Hinweis-Formular anlegen kannst. Bei mir klappte das mit nur wenigen Klicks. Der Anbieter stellt dir hier bereits zwei Formulare zur Verfügung; eins für alle Standard-Fälle wie “Datenschutz und IT-Sicherheit” oder “Finanzen” und ein weiteres, das es nur für Meldungen in Bezug auf das Lieferkettengesetz gibt.

Ein wenig schade finde ich, dass ich außer Text keine weiteren Elemente zu meinem Meldekanal hinzufügen kann. Ich hätte z. B. gerne ein Erklärvideo eingebaut, um Hinweisgeber:innen zu erklären, wie das Meldesystem funktioniert. Das macht der Testsieger aktuell noch besser; dort konnte ich auch Bilder, Videos und Stichpunktlisten einbauen, um die Sache übersichtlicher zu machen. Kein Beinbruch, aber erwähnenswert.

Dafür kannst du jederzeit individuelle FAQ hinterlegen. Die sind in der Oberfläche für Hinweisgebende zwar ein wenig unscheinbar am rechten oberen Rand versteckt; geben dir aber die Möglichkeit, deine Hinweisprozesse zu erklären und häufige Fragen zu beantworten. Dafür musst du deine FAQ als PDF-Datei hochladen.

Abgesehen vom Text lässt sich an den Inhalten der Startseite nur wenig ändern
Abgesehen vom Text lässt sich an den Inhalten der Startseite nur wenig ändern
Screenshot: trusted.de
Quelle: whistle-report.com

Ein absoluter Pluspunkt ist, wie zuverlässig LegalTegrity ist. So informierte mich das System gewissenhaft über alle eingegangenen Hinweise; sowohl per Mail, als auch im System selbst.

So kannst du dich sofort um Meldungen kümmern. Auch dafür bietet LegalTegrity viele Optionen. Du kannst z. B.:

  • per Chat Kontakt aufnehmen (dank In-App-Übersetzung in diversen Sprachen)
  • Notizen hinterlassen
  • Hinweise per DeepL-Schnittstelle automatisch übersetzen lassen
  • die Antworten auf die individuellen Fragebögen einsehen
  • hochgeladene Beweis-Dateien sichten und
  • die Fallkategorie ändern (falls diese falsch ausgewählt wurde)

Ein tolles Extra war für mich die Checkliste für Folgemaßnahmen. Die ist schon vordefiniert und enthält die wichtigsten Schritte für die Fallbearbeitung, zum Beispiel “Daten sichten” oder “Weitere Informationen einholen”.

Gefehlt hat es mir nur an einer Kleinigkeit: Ich konnte Hinweise nicht priorisieren. Das wäre gerade für Compliance-Abteilungen in großen Unternehmen ein nützliches Feature, um wichtige Fälle vorzuziehen.

Mein Fazit zu LegalTegrity: Das Tool bietet alles, was du für den Aufbau einer Meldestelle brauchst, punktet mit einer modernen und übersichtlichen Oberfläche und glänzt mit einer einfachen Bedienung. Nur im Detail könnte sich das schicke Tool noch etwas von der Konkurrenz abgucken; z. B. Fallprioritäten oder eine Voice-Chat-Integration.

Was macht LegalTegrity im Vergleich mit anderen Whistleblowing-Lösungen einzigartig?

LegalTegrity gehört zu den unkompliziertesten Tools in meinem Vergleich und kommt mit smarten Automatisierungen. Die musst du in vielen Fällen nicht einmal selbst einrichten!

So erinnert LegalTegrity dich z. B. automatisch an auslaufende Fristen (wie die 7-Tage-Frist für die Eingangsbestätigung), verschickt im Ernstfall aber die Bestätigung kurz vor Ende der Frist auch selbst. Stark; und rechtssicher.

Auch an die zweite Frist von 3 Monaten – in der du hinweisgebende Personen über die weiteren Schritte informieren musst – erinnert dich das Tool automatisch. Anders als bei der Eingangsbestätigung musst du hier nochmal selbst ran; denn das System weiß ja nicht, welche Maßnahmen du einleiten wirst. Trotzdem ist die Erinnerung eine gute Sache!

Wem würde ich LegalTegrity besonders empfehlen?

LegalTegrity ist für alle gedacht, die ihre Meldestelle eigenhändig betreuen möchten, auf externe Compliance-Beauftragte vertrauen oder selbst Compliance-Expert:innen sind, die Fälle von Kund:innen betreuen möchten. Für letzteren Fall ist LegalTegrity mandantenfähig.

Willst du deine Meldestelle komplett outsourcen, gibt es dafür mit OmbuTegrity entsprechende Lösungen. Das bietet sich für kleinere Unternehmen an, die die Meldestelle nicht intern abbilden können.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis des Meldesystems ist aus meiner Sicht hervorragend. Das Tool kostet dich je nach Tarif zwischen 49 € und 165 € pro Monat im Jahres-Abo. Damit ist LegalTegrity bereits für kleinere Unternehmen eine gute Wahl und selbst für Unternehmen mit bis zu 1.000 Mitarbeiter:innen ein echtes Schnäppchen.

LegalTegrity gibt es nur im Jahres-Abo, die Preise sind dafür KMU-freundlich!
LegalTegrity gibt es nur im Jahres-Abo, die Preise sind dafür KMU-freundlich!
Screenshot: trusted.de
Quelle: whistle-report.com

Für Verbände bietet LegalTegrity teilweise Rabatte von bis zu 10 %.

International agierende Teams und Berater:innen müssen ggf. draufzahlen, denn LegalTegrity gibt es standardmäßig in maximal 2 Sprachen. Bei Bedarf lassen sich zusätzliche Sprachen für je ca. 30 € pro Monat dazubuchen. Möglich ist das mit über 35 Sprachen. Im größten Tarif “Enterprise” sind alle Sprachen automatisch enthalten.

Vorteile
  • Automatische Eingangsbestätigung
  • Automatische Metadaten-Entfernung
  • Automatische Frist-Erinnerungen
  • Unkomplizierte Bedienung
  • Umfangreiches Service-Portal
Nachteile
  • Fehlende Fall-Priorisierung
  • Keine Meldungen via Voice-Chat
LegalTegrity
4

SpeakUp

1,5
Testnote
Sehr gut
  • Preis ab 250 €/Monat
  • Anonymität ja
  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ja
  • DSGVO-konform ja
  • Serverstandort Deutschland & Frankreich

Hinweise geben

Sehr gut (1,0)

Hinweisgeber:innen geben Hinweise grundsätzlich anonym in Textform via Browser, oder als Text- oder Sprachnachricht mit der mobilen App ab. Zusätzlich bietet SpeakUp auch eine telefonische Meldung an, die Hinweise auch ohne Personaleinsatz entgegennimmt. Dank Natural Language Processing werden mündliche Meldungen automatisch transkribiert. Da auf die Technik nicht immer Verlass ist, unterstützen dich bei Bedarf echte Dolmetscher:innen bei der Übersetzung sensibler Meldungen.

Hinweise untersuchen & bearbeiten

Sehr gut (1,4)

Eingehende Hinweise kannst du standardmäßig mithilfe von individuellen Tags wie “High Priority” priorisieren, per integriertem Chat weitere Informationen anfordern oder Kommentare für deine Teamkolleg:innen hinterlassen. Je nach Setup deines Tools lassen sich auch personalisierte Verfahrens-Vorlagen integrieren. Auf diese Weise kannst du gezielt weitere Schritte einleiten.

Ergebnisse kommunizieren

Gut (1,7)

Die Kommunikation deiner Untersuchungsergebnisse erfolgt mit den hinweisgebenden Personen via Chat. An deine Unternehmensleitung bzw. andere Verantwortlichkeiten oder zuständige Stellen/Behörden kommunizierst du die Ergebnisse als PDF oder gedruckte Datei. Nützliche Auswertungen gibt es auch. Dank der Schnittstellen zu PowerBI und Tableau kannst du aus deinen Hinweis-Daten noch mehr herausholen.

Sicherheit & Datenschutz

Sehr gut (1,1)

Obwohl der Anbieter aus Amsterdam stammt, hat SpeakUp seine Server in Europa (Deutschland und Frankreich) stationiert. Die ISO-27001-zertifizierten Server werden von Amazon Web Services gehostet. Deine Daten werden ausschließlich per SSL-Zertifikat verschlüsselt und übertragen. Für einen besseren Schutz zum System-Zugang steht dir die Zwei-Faktor-Authentifizierung zur Verfügung. SpeakUp ist zusätzlich ISAE3000-Typ 1 und Typ 2 zertifiziert.

Beim Anbieter SpeakUp ist der Name Programm. Bereits seit 2004 fördert das Unternehmen mit seinem Hinweisgebersystem offene Fehler- und Feedback-Kulturen in Organisationen. Wie der Kundenstamm zeigt, nutzen hauptsächlich große (also wirklich große) Unternehmen das aus Amsterdam stammende Tool. Etwa BMW, Primark oder die Uni Credit Group.

Die Zielgruppe war für mich schon das erste Zeichen, dass es sich bei SpeakUp um ein Profi-Tool handelt. Ob sich dieser Verdacht bestätigt hat und welche anderen Erfahrungen ich mit SpeakUp gemacht habe, liest du jetzt:

Welche Erfahrungen habe ich mit SpeakUp gemacht?

Ganz einfach ausgedrückt: SpeakUp hat mich auf keinen Fall enttäuscht!

Das Hinweisgebersystem hat alle wichtigen Basics mit an Bord, die du für die Verwaltung deiner Meldestelle brauchen könntest, geht in weiten Teilen aber noch darüber hinaus.

Ich konnte zum Beispiel meine Hinweise sehr unkompliziert und anonym über ein einfaches Formular abgeben. Die mobile App gefiel mir sogar noch besser, hier konnte ich (als Whistleblowerin) sogar eine Sprachnachricht hinterlassen und später jederzeit wieder auf meine Nachricht zugreifen.

Die mobile App ermöglicht eine Kommunikation per Text- oder Sprachnachricht
Die mobile App ermöglicht eine Kommunikation per Text- oder Sprachnachricht
Screenshot: trusted.de
Quelle: speakup.systems

Für mich war das unkompliziert und ging auch noch super schnell.

Im Backend der Whistleblowing-Software kam ich dagegen weniger schnell voran, trotz der cleanen Oberfläche, die mit einem modernen Design daherkommt. Dafür gab es mehrere Gründe:

  • SpeakUp ist (aktuell) nur auf Englisch verfügbar
  • das Hinweisgebersystem ließ sich kaum an meine Bedürfnisse anpassen

Letzteres ist von SpeakUp auch so beabsichtigt. Denn: Sobald du dich für das moderne Tool entscheidest, richtet sich SpeakUp komplett an deine Bedürfnisse. Das betrifft z. B. dein ganz individuelles Case-Management, User-Berechtigungen sowie personalisierte Workflows und mehr. Hier hast du den Vorteil, dass du dich nicht mit der Einrichtung des Systems herumschlagen musst und dich von Anfang an um die Meldungen kümmern kannst.

Ein wenig gestört hat mich, dass es keine vordefinierten Fallkategorien gab. So musste ich im Test alle Fälle manuell einer Kategorie zuordnen, bzw. selbst eigene Kategorien definieren. Zusätzliche Felder für das Formular hinzuzufügen, klappte nicht. So blieb das Hinweisformular zwar clean und für Whistleblower einfach zu benutzen. Im Ernstfall musst du allerdings Details zum Fall im Nachgang manuell abfragen.

Dank des offenen Textfeldes können Hinweisgeber:innen ungehemmt Hinweise abgeben
Dank des offenen Textfeldes können Hinweisgeber:innen ungehemmt Hinweise abgeben
Screenshot: trusted.de
Quelle: speakup.systems

Zugegeben: Das geht dank des integrierten Chats super fix! Hinweisgeber:innen können Nachrichten einfach per App empfangen und darauf antworten – weiterhin vollständig anonym!

Doch auch hier steckt die Absicht des Anbieters dahinter. Umso weniger potenzielle Hinweisgeber:innen ausfüllen müssen (Formulare, Ankreuzfelder, Datum und Co.), desto kleiner ist die Hürde beim Abgeben des Hinweises. Das ist mir der kleine Mehraufwand in der Fallbearbeitung absolut wert!

Gewünscht hätte ich mir allerdings noch die ein oder andere Automatisierung. Zum Beispiel eine automatische Eingangsbestätigung an Hinweisgeber:innen, um die erste Frist von 7 Tagen einzuhalten oder wenigstens eine Fristerinnerung.

Dass es so etwas in SpeakUp nicht gibt, hat mich ein wenig überrascht. Schließlich ist SpeakUp für sehr große Unternehmen mit bis zu 40.000 und mehr Mitarbeiter:innen konzipiert; da wäre die eine oder andere Automatisierung ein praktisches Extra gewesen.

In der Fallbearbeitung wartet ein wenig mehr Arbeit auf dich, als bei anderen Tools
In der Fallbearbeitung wartet ein wenig mehr Arbeit auf dich, als bei anderen Tools
Screenshot: trusted.de
Quelle: speakup.systems

Mein abschließendes Verdikt: SpeakUp ist ein tolles und einfach zu bedienendes Tool, das deinen Whistleblowern alle Möglichkeiten gibt. Mit ein paar zusätzlichen Komfort-Funktionen (wie Automatisierungen, Fristerinnerungen und einer deutschen Oberfläche) wäre die Whistleblowing-Software möglicherweise sogar mein Favorit geworden!

Was macht SpeakUp im Vergleich mit anderen Whistleblowing-Lösungen einzigartig?

SpeakUp hebt sich abgesehen von der mobilen App in zwei wesentlichen Eigenschaften vom Rest meiner getesteten Hinweisgebersysteme ab:

Zum einen finde ich es (trotz Arbeitsaufwand) extrem großartig, dass das Meldeformular so einfach aufgebaut ist. Dadurch schrecken Hinweisgeber:innen bei Meldungen nicht vor zu langen Fragebögen oder zu komplexen Prozessen zurück. Auf diese Weise erhöhst du die Wahrscheinlichkeit ungemein, noch mehr Meldungen zu erhalten.

Eine strukturierte Datenerfassung ist mit dem Freitext-Formular kaum möglich
Eine strukturierte Datenerfassung ist mit dem Freitext-Formular kaum möglich
Screenshot: trusted.de
Quelle: speakup.systems

Das Positive daran ist: Umso mehr Meldungen du erhältst, desto mehr Verstöße bzw. Probleme kannst du in deiner Organisation aufdecken – was dir je nach Verstoß eine Menge Anwaltskosten und zeitraubende Verfahren ersparen kann.

Eine weitere Einzigartigkeit ist das umfassende Onboarding, bei dem die Software komplett nach deinem Bedarf aufgesetzt wird. Dabei versorgt dich der Anbieter mit Schulungen und Trainings (auch für dein Team), zahlreichen Vorlagen aus den hauseigenen Best Practices, individuellen Meldeformularen für Lieferant:innen, Kund:innen und Angestellte und vielen Einstellungen und Benefits mehr.

Das sprichwörtliche “Wünsch-dir-was-Konzert” gehört bei SpeakUp also zum guten Ton, was dir insbesondere in komplexen Unternehmen wie Konzernen zugutekommt.

Ähnlich wie Whistleblower Software übersetzt SpeakUp Meldungen automatisch in über 80 Sprachen. Bei komplexen und sensiblen Fällen empfiehlt es sich, auf den Übersetzungs-Service von SpeakUp zurückzugreifen. Eingehende Meldungen werden dann von echten Menschen übersetzt – natürlich völlig datenschutzkonform. So kannst du maschinelle Fehler am besten vermeiden.

Wem würde ich SpeakUp besonders empfehlen?

SpeakUp richtet sich an alle mittleren, großen und sehr großen Unternehmen (mit zum Teil über 40.000 Mitarbeiter:innen), die das Thema “Compliance” selbst in die Hand nehmen. Deine Anforderungen an ein Hinweisgebersystem können bei SpeakUp nicht speziell genug sein. Der Anbieter sorgt mit individuellen Konfigurationen und einem gezielten Onboarding-Prozess dafür, dass sich das schicke Tool haargenau an deine Bedürfnisse richtet.

Mit seinen individuellen Anpassungen lässt sich SpeakUp aber auch etwas kosten. Für das Tool und den passenden Einrichtungs-Service musst du je nach Bedarf, Unternehmensgröße, etc. relativ tief in die Tasche greifen. Mit mindestens 250 € pro Monat solltest du rechnen.

Kleinere Unternehmen mit geringeren Ressourcen greifen meiner Meinung nach besser zu Whistleblower Software, LegalTegrity, preeco oder 123Hinweisgebersystem. Solltest du nach Funktionen und Features suchen, die weit über das Hinweisgebersystem hinaus gehen, könnten Kenjo und Factorial für dich interessant sein.

Vorteile
  • Zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten
  • Umfassendes Onboarding
  • Mobile App für Hinweisgeber:innen
Nachteile
  • Konfiguration zum Teil komplex
  • Keine kostenlose Testversion
  • Benutzeroberfläche nur auf Englisch
SpeakUp
5

Kenjo Hinweisgebersystem

3.7
1,6
Testnote
Gut
  • Preis ab 9 €/User/Monat
  • Anonymität ja
  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nein
  • DSGVO-konform ja
  • Serverstandort Deutschland

Hinweise geben

Befriedigend (2,7)

Kenjo liefert dir ein einfaches Meldeformular für potenzielle Hinweisgeber:innen, das leider nicht anpassbar ist. Dafür sind bereits diverse Fallkategorien vorhanden und du kannst bei Bedarf weitere hinzufügen. Als Beweismittel können Whistleblower:innen sowohl Bild- als auch Text-Dateien bei einer Meldung beifügen, allerdings keine Videodatei. Ab dem Tarif “Connect” erfolgt die fristgerechte Eingangsbestätigung automatisch.

Hinweise untersuchen & bearbeiten

Sehr gut (1,0)

Um weitere Informationen zum Fall zu bekommen, kannst du dich mithilfe des integrierten Chats mit Hinweisgeber:innen austauschen. Für eine verbesserte Dokumentation kannst du außerdem Kommentare hinterlassen, die für hinweisgebende nicht sichtbar sind. Auch eine Priorisierung (niedrig, mittel, hoch, kritisch) kannst du vornehmen.

Ergebnisse kommunizieren

Sehr gut (1,0)

Deine Untersuchungs-Ergebnisse kommunizierst du ebenfalls via Chat, wobei Hinweisgeber:innen ab dem teuersten Tarif “Connect” automatisch per E-Mail benachrichtigt werden müssen. Eine aktuelle Statistik zu offenen, zu bearbeitenden oder abgeschlossenen Fällen kannst du einsehen, aber nicht teilen.

Sicherheit & Datenschutz

Sehr gut (1,1)

Deine Daten werden auf Servern in Deutschland gespeichert. Die Server werden von Amazon Web Services gehostet und sind ISO-27001-zertifiziert. Übertragen werden deine Daten via TLS-Verschlüsselung. Ein Datenschutzbeauftragter sorgt dafür, dass Kenjo mit deinen Daten auch DSGVO-konform umgeht. Das hauseigene Hinweisgebersystem ist zudem vollständig DSGVO- und HinSchG-konform.

Ich bin generell ein großer Fan von Kenjo. Das Berliner Start-up liefert dir eine ausgereifte All-in-One HR-Software und kommt mit smarten Automatisierungen daher. Auch in Sachen Hinweisgebersystem zeigt sich Kenjo smart – aber das hatte ich erwartet. Kenjo kannte ich nämlich bereits aus diversen anderen Testkategorien. Umso gespannter war ich, wie sich das Tool in Sachen Hinweisgebersystem machen würde.

Warum ich trotzdem Start-Schwierigkeiten hatte und was das Whistleblowing-Modul im Vergleich mit den Speziallösungen für dein Business zu bieten hat, verrate ich dir jetzt:

Welche Erfahrungen habe ich mit Kenjo gemacht?

Das Wichtigste vorweg: Kenjo ist keine spezialisierte Whistleblowing-Software, sondern eine HR-Komplettlösung für das Personalmanagement. Das Whistleblowing-Modul ist dementsprechend nur eines der neusten von vielen Modulen. Aber eines, dass sich sehen lassen kann!

Mir gefallen besonders Kenjos Automatisierungen, die sogar mit dem Spezialisten preeco mithalten können. Bei beiden kannst du eine automatische Eingangsbestätigung versenden und so zumindest die erste Frist (7 Tage) ganz bequem einhalten.

Außerdem glänzt das Tool noch mit automatischen Benachrichtigungen für dich sowie potenzielle Hinweisgeber:innen, sobald ein neuer Fall eintrifft oder sich etwas am Fall getan hat. Auf diese Weise ersparst du dir gerade bei vielen Meldungen lästigen E-Mail-Verkehr!

Mit der automatischen Benachrichtigungs-Funktion hältst du die Frist für die Eingangsbestätigung ein
Mit der automatischen Benachrichtigungs-Funktion hältst du die Frist für die Eingangsbestätigung ein
Screenshot: trusted.de
Quelle: kenjo.io

Cool ist auch, dass ich als verdeckte Hinweisgeberin sogar automatisch per E-Mail benachrichtigt wurde. Das funktionierte äußerst zuverlässig und ich musste mich nicht selbstständig über Updates zu meinem Fall (Bestechungsversuch mit Gummibärchen) innerhalb des Systems informieren.

Dank der bequemen Anmeldung im Hinweisgebersystem – aus Sicht der Hinweisgeberin – wäre aber selbst das kein Problem gewesen.

Schade: Während mich Kenjo bisher stets mit einer sehr umfangreichen Konfiguration begeistert hatte, konnte ich das Hinweisgebersystem leider kaum an meine Bedürfnisse anpassen.

Der Vorteil dabei ist: Du musst dich um kaum etwas kümmern. Schließlich ist ja schon alles da, was es für ein ordentliches Meldesystem braucht. Da wären zum Beispiel:

  • bereits vordefinierte Fallkategorien (Betrug, Bestechung, Korruption, etc.)
  • ein solides Meldeformular für vertrauliche oder anonyme Meldungen
  • Hinweise zu Themen, die gemeldet werden dürfen – und welche nicht (z. B. HR)

Aber: Was auf dem Formular steht (Einleitungstext) oder wie genau die automatischen Benachrichtigungen aussehen, lässt sich nicht individuell gestalten. Für mich wäre das noch ein kleines Schmankerl zum sonst sehr gut durchdachten Hinweisgebersystem gewesen.

Die Start-Seite des Hinweis-Formulars lässt sich leider nicht anpassen
Die Start-Seite des Hinweis-Formulars lässt sich leider nicht anpassen
Screenshot: trusted.de
Quelle: kenjo.io

Hier haben die Spezial-Tools in meinem Vergleich, z. B. Whistleblower Software, schlicht die Nase vorn.

Was mich an Kenjo allerdings gravierend stört ist, dass ich das Whistleblowing-System erst via Support freischalten lassen muss. Das mag für User, die schon lange mit Kenjo arbeiten, kein großes Problem sein – wenn du aber sofort mit einem schlüsselfertigen Hinweisgebersystem durchstarten willst, nervt die Wartezeit dann doch. Zumal es in meinem Test mehrere Tage gedauert hat, bis der Kenjo-Support meine Bitten erhört hat.

Das war tatsächlich das erste Mal, dass ich schlechte Erfahrungen mit dem Support des Anbieters gemacht habe. Daher gehe ich davon aus, dass die lange Wartezeit ein unglücklicher Einzelfall war.

Bei Kenjo aktivierst oder deaktivierst du einfach die Features, die du brauchst – oder nicht brauchst
Bei Kenjo aktivierst oder deaktivierst du einfach die Features, die du brauchst – oder nicht brauchst
Screenshot: trusted.de
Quelle: kenjo.io

Insgesamt kann ich nur sagen: Kenjo hat mich positiv überrascht. Gerade WEIL es keine eigene Lösung für Hinweisgebersysteme ist, sondern dieses Feature auf Basis der EU-Whistleblowing-Richtlinie für dich noch hinzugefügt hat.

In meinen Augen ist das Hinweisgebersystem eine tolle Ergänzung zum Rest der HR-Software!

Was macht Kenjo im Vergleich mit anderen Whistleblowing-Lösungen einzigartig?

Kenjo hebt sich zwar nicht mit seinem Hinweisgebersystem vom Rest meiner Kandidat:innen im Vergleich ab. Alle nötigen Basics sind da, wo sie sein sollen und nichts ist unnötig kompliziert.

Mit Special-Features, etwa einer Voice-Chat-Integration oder weiteren Meldekanälen für Kund:innen und Lieferant:innen, kann das Start-up nicht aufwarten.

Einen Voice-Chat gibt es nicht, aber dafür einen integrierten Text-Chat, der mich an WhatsApp erinnert
Einen Voice-Chat gibt es nicht, aber dafür einen integrierten Text-Chat, der mich an WhatsApp erinnert
Screenshot: trusted.de
Quelle: kenjo.io

Dafür liefert die All-in-One HR-Software zahlreiche Funktionen mehr, als ein reines Hinweisgebersystem. Dazu gehören:

  • eine integrierte Urlaubsverwaltung
  • ein eigener Schichtplaner
  • Time-Tracking
  • die digitale Personalakte
  • Features für die Personalentwicklung
  • Recruiting
  • eine riesige Auswahl an Standard-Reportings
  • und vieles mehr.

Für mich persönlich zeichnet sich Kenjo jedoch mit seinen zeitsparenden Automatisierungen aus, die ich weiter oben schon angeteasert habe.

So kannst du auch ohne IT-Studium Workflows in Gang setzen, die dir eine ganze Menge Zeit und Zettelchaos ersparen. Mit schlichten “Wenn-Dann-Bedingungen” schusterst du dir kurzerhand Onboarding-Prozesse zusammen oder automatisierst einfach deinen E-Mail-Verkehr.

Übrigens: Was Kenjo in der Praxis drauf hat, habe ich mir für dich schon früher einmal angesehen. Alle Details findest du in meinem Kenjo-Testbericht.

Wem würde ich Kenjo besonders empfehlen?

Wenn du dich dringend um die Umsetzung des HinSchG kümmern musst und gleichzeitig auf der Suche nach einer smarten Lösung für deine HR-Prozesse bist, bist du bei Kenjo goldrichtig.

Dabei kannst du sogar wählen, ob du das System selbst betreust oder ob das lieber eine externe Ombudsperson bzw. Whistleblowing-Beauftragte übernehmen sollen. Den Zugang dafür gibt es, du als Administrator:in musst dann lediglich die Fallkategorien entsprechend zuweisen.

Das Whistleblowing-Modul kostet dich mindestens 9 € pro User im Monat
Das Whistleblowing-Modul kostet dich mindestens 9 € pro User im Monat
Screenshot: trusted.de
Quelle: kenjo.io

Als alleinstehende Lösung würde ich dir das Tool aus Kostengründen allerdings nicht empfehlen. Du startest (inklusive Whistleblowing) nämlich bei 9 € pro User im Monat mit dem Tarif “Growth”. Solltest du alle Automatisierungen nutzen wollen, musst du ein wenig tiefer in die Tasche greifen. Die gibt es erst ab dem Tarif “Connect”. Was der kostet, verrät dir der Anbieter nur auf Anfrage.

Wenn du lediglich nach einem Hinweisgebersystem suchst, kommst du – je nach Selbst- oder Fremdbetreuung – bei meinen Top-Platzierungen in diesem Vergleich günstiger weg.

Vorteile
  • Zeitsparende Automatisierungen
  • Zugang für externe Ombudsleute
  • Zahlreiche HR-Funktionen
  • Einfache Bedienung
Nachteile
  • Keine Voice-Chat-Integration
  • Lediglich ein Meldekanal verfügbar
  • Vergleichsweise teurer Einstiegspreis
Kenjo Hinweisgebersystem
3.7
6

123Hinweisgebersystem

1,6
Testnote
Gut
  • Preis ab 1,65 €/Whistleblower/Monat
  • Anonymität ja
  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ja
  • DSGVO-konform ja
  • Serverstandort Deutschland

Hinweise geben

Gut (1,7)

123Hinweisgebersystem liefert dir ein übersichtliches Meldeformular mit deinem Branding. Im Formular können Hinweise via Text- oder Sprachnachricht anonym sowie vertraulich abgegeben werden. Ein tolles Extra ist die Entfernung von Metadaten bei Beweisfotos und anderen Dateien (etwa Standort, Zeitpunkt & Co.). Hinweisgeber:innen nehmen bei Bedarf auch persönlich Kontakt mit den Ombudspersonen von 123Hinweisgebersystem auf, auch per E-Mail oder eigener Hotline.

Hinweise untersuchen & bearbeiten

Gut (1,7)

Die Bearbeitung der Hinweise übernimmt das Compliance-Team des Anbieters für dich – wenn du möchtest. Dazu gehört eine erste Einschätzung des Verstoßes sowie eine detaillierte Prüfung durch das kooperierende Anwaltsteam. Du bekommst für einen Pauschalpreis Handlungsempfehlungen, um der Meldung ordnungsgemäß nachzugehen und weitere ähnliche Fälle zu verhindern. Alternativ nutzt du die Software im Selbst-Management, verzichtest dann allerdings auf den Service.

Ergebnisse kommunizieren

Gut (1,7)

Auch die Kommunikation mit Hinweisgeber:innen übernimmt der Anbieter für dich. Du bekommst neben den Handlungsempfehlungen außerdem einen jährlichen Abschlussbericht zu deiner Hinweis-Statistik. Wenn du das Hinweisgebersystem selbst betreust, erhältst du auf zahlreiche informative Auswertungen. Deine Ergebnisse kannst du schließlich mit Whistleblower:innen oder anderen Gruppen teilen – ganz anonym.

Sicherheit & Datenschutz

Sehr gut (1,0)

Der Service von 123Hinweisgebersystem (Funktion als Ombudsperson und Prüfstelle) ist vollständig DSGVO-konform. Nachrichten werden stets Ende-zu-Ende-verschlüsselt und per SSL-Zertifikat verschlüsselt im Hinweisgebersystem übertragen. Für einen besseren Schutz bei der Anmeldung zum eigentlichen System (Whistleblower-Software) sorgt die 2-Faktor-Authentifizierung. Die ISO-27001-zertifizierten Server werden von AWS in Deutschland gehostet und betrieben.

123Hinweisgebersystem ist ein Produkt – oder vielmehr ein Service – der 123Ingenieure GmbH. Der aus Nordrhein-Westfalen stammende Anbieter hat sich voll und ganz auf externe Dienstleistungen spezialisiert; darunter auch Brandschutz, Gefahrstoffe, Arbeitssicherheit und neuerdings auch Whistleblowing.

Nachdem ich einen ersten Blick auf die Webseite des Anbieters geworfen hatte, war meine Erwartungshaltung an das Hinweisgebersystem besonders hoch. 123Ingenieure wirbt nämlich damit, “Recht und Technik aus einer Hand” zu liefern. Klingt vielversprechend, findest du nicht auch?

Warum meine Erwartungshaltung nur im Großen und Ganzen erfüllt wurde, erfährst du jetzt:

Welche Erfahrungen habe ich mit 123Hinweisgebersystem gemacht?

Wichtig zu wissen (und für mich im Test eine kleine Überraschung): 123Hinweisgebersysteme bietet im Grunde kein eigenes Hinweisgebersystem, sondern baut auf der Software-Basis des Testsiegers Whistleblower Software auf. Willst du mehr über das dahinterliegende Hinweisgebersystem erfahren, findest du oben in meinem Beitrag zum Testsieger alle wissenswerten Informationen!

Hier soll es allerdings um den Service von 123Hinweisgebersystem gehen. 123 liefert ja “Recht und Technik aus einer Hand”, das heißt konkret: Der Anbieter betreibt im Grunde deine Meldestelle für dich.

Zugriff haben du und deine Mitarbeiter:innen nur auf das Hinweisformular, das auf Wunsch vom Anbieter individuell für dich eingerichtet wird und per Browser zugänglich ist. Das war es. Eingegangene Meldungen verarbeiten die Expert:innen des Anbieters.

Hier ein Blick auf das individuelle Meldeformular von 123Hinweisgebersysteme (powered by Whistleblower Software)
Hier ein Blick auf das individuelle Meldeformular von 123Hinweisgebersysteme (powered by Whistleblower Software)
Screenshot: trusted.de
Quelle: 123ingenieure.de

Der Prozess sieht in etwa so aus:

  1. Eingangsbestätigung und Ersteinschätzung durch eine fachkundige Ombudsperson: Nachdem ich meinen Hinweis über das übersichtliche Formular eingereicht hatte, wurde der Fall von einer sogenannten fachkundigen Person geprüft. Dabei wird beachtet, ob es sich um einen qualifizierten (vom Gesetz geschützten) oder einen unqualifizierten (nicht geschützten) Hinweis handelt. Alle Mitarbeiter:innen von 123Hinweisgebersystem sind geschult und besitzen nach § 15 HinSchG die notwendige Fachkunde.
  2. Prüfung der Meldung durch Jurist:innen: Nach der Eingangsbestätigung (die im Test innerhalb eines Tages erfolgte) wurde mir mitgeteilt, dass mein Fall als qualifiziert gilt. Das bedeutet, dass der Hinweis unter den sachlichen Anwendungsbereich (§ 2 HinSchG) fällt und damit vom Gesetz geschützt ist. Dann wurde mir mitgeteilt, dass der Fall nun an einen Kooperations-Anwalt weitergeleitet wurde und eine juristische Prüfung erfolgt.
  3. Weiterer Kontakt und Handlungsempfehlungen: Um dem Fall weiter nachzugehen, steht meine zuständige Ombudsperson von 123Hinweisgebersystem im ständigen Austausch mit mir. Die Kommunikation erfolgt ausschließlich über das Hinweisgebersystem, wahlweise anonym oder vertraulich. Sobald die Untersuchung des Falls abgeschlossen wurde, erhalte ich die Ergebnisse innerhalb der gesetzlichen Frist. Der Bonus für dein Business: Du bekommst professionelle Handlungsempfehlungen, um dem Fall gesetzeskonform und nachhaltig nachzugehen.

Und das klappt wirklich sehr gut! Ich habe den gesamten Prozess im Test einmal durchgespielt; habe mir also von 123 ein Hinweisformular einrichten lassen, Hinweise eingegeben und die Prozessschritte verfolgt.

Dabei war der ganze Prozess so professionell aufgebaut und die Kommunikation mit dem Anbieter so zügig und realistisch, dass ich kurzzeitig Sorge hatte, mein fiktiver Fall (Diebstahl von 300 €) liege nun tatsächlich bei einem Anwalt. Stark!

Die Antwort auf meine Meldung war so realistisch, weil echte Profis jeden Fall prüfen. Genial!
Die Antwort auf meine Meldung war so realistisch, weil echte Profis jeden Fall prüfen. Genial!
Screenshot: trusted.de
Quelle: 123ingenieure.de

Zu meckern habe ich hier insgesamt nichts. Der Service funktionierte hervorragend, die Usability war für mich als Hinweisgeberin top. Wer kein Problem damit hat, die Verantwortung für seine Meldestelle abzugeben – oder das sogar ausdrücklich plant – kann bei 123Hinweisgebersystem eigentlich nur wenig falsch machen.

Was macht 123Hinweisgebersystem im Vergleich mit anderen Whistleblowing-Lösungen einzigartig?

Während die anderen Whistleblowing-Lösungen “nur” ein digitales Hinweisgebersystem (teils kombiniert mit weiteren Funktionen) liefern, hat 123Hinweisgebersystem neben dem Tool auch noch das Service-Angebot für dich in petto.

Das bedeutet: Du kannst deinen Angestellten einen digitalen Meldekanal bieten, musst diesen aber nicht selbst betreuen. Die eingehenden Hinweise landen bei den hauseigenen Compliance-Spezialist:innen bzw. Ombudspersonen, die die Fälle sogar juristisch prüfen und für dich einschätzen.

Aber: Nur weil dir 123Hinweisgebersysteme einen Rundum-Service bietet, kannst du dich noch lange nicht zurücklehnen. Schließlich musst du dich selbst darum kümmern, entsprechende Folgemaßnahmen zu ergreifen – so steht’s im Gesetz unter § 17 Absatz 1, Satz 6 im HinSchG: “Die interne Meldestelle (...) ergreift angemessene Folgemaßnahmen nach § 18”

Du profitierst am Ende von einem Pauschalpreis, der alle oben genannten und einige weitere Leistungen enthält. Weitere Vorteile für dich sind zum Beispiel:

  • Beratungsgespräche, je nach Fall
  • Auf dich abgestimmte Reportings
  • Handlungsempfehlungen der Hinweisgeberschutz-Beauftragten
  • Eigene Hotline und Mailservice für weitere Meldekanäle

Der größte Vorteil ist meiner Meinung nach das besondere Vertrauensverhältnis, das du deinen Beschäftigten mit 123Hinweisgebersystem bietest. Hier können deine Angestellten sicher sein, dass alle Meldungen mit höchster Vertraulichkeit behandelt werden.

Insbesondere dann, wenn du keinen eigenen Compliance-Manager, eine Rechtsabteilung oder keine anderweitig passende Meldestellen-Betreuung hast.

Wem würde ich 123Hinweisgebersystem besonders empfehlen?

123Hinweisgebersystem ist die perfekte Wahl für dich, wenn dir die Ressourcen für die Einrichtung einer eigenen internen Meldestelle fehlen. Der Anbieter stellt dir nämlich den kompletten Service zur Verfügung – vom Hinweisgebersystem bis zur dahinter stehenden Kompetenz ist alles mit dabei. Und das für nur 1,65 € pro Mitarbeiter:in.

Mir gefällt die Idee des Outsourcings an 123Hinweisgebersystem sehr, speziell aus Kostengründen. Indem du das Hinweisgebersystem in andere Hände gibst, sparst du dir sowohl Personalkosten (für die Betreuung der internen Meldestelle) als auch Schulungskosten, die im Schnitt bei 900 € netto pro Person liegen. Außerdem musst du niemanden für die Betreuung der Meldestelle extra freistellen oder neu einstellen.

Wenn du alle nötigen Kräfte im Unternehmen hast, die es für die Betreuung eines Hinweisgebersystems braucht, kann 123Hinweisgebersystem ebenfalls interessant für dich sein. Der Anbieter liefert dir nämlich auch die Option, einfach dein eigenes System mit deinem Logo und deinem Case-Management-Prozess aufzusetzen.

Die Basis dafür ist (wie oben mehrfach erwähnt) Whistleblower-Software, kostet dich aber 30 € im Schnitt pro Monat mehr, als das Original.

Vorteile
  • Professioneller Service
  • Keine interne Kompetenz nötig
  • Preiswerter Pauschalpreis
  • Weitere Kontaktmöglichkeiten
Nachteile
  • Nutzt kein eigenes Hinweis-System
123Hinweisgebersystem
7

tell it

1,7
Testnote
Gut
  • Preis ab 90 €/Monat
  • Anonymität ja
  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nein
  • DSGVO-konform ja
  • Serverstandort Deutschland

Hinweise geben

Gut (1,7)

Für die Abgabe von Hinweisen steht deinen potenziellen Whistleblower:innen ein übersichtliches Meldeformular zur Verfügung. Die Meldung erfolgt entweder komplett anonym oder nur vertraulich. Meldungen per Sprachnachricht sind nicht möglich. Wenn du tell it’s mandantenfähige Kanzleilösung nutzen möchtest, kannst du auch mehrere Unternehmen mit individuellen Kanälen betreuen.

Hinweise untersuchen & bearbeiten

Sehr gut (1,4)

Für die Fallbearbeitung bietet dir tell it mehrere, aber keine besonderen Optionen. Du kannst zum Beispiel den Fallstatus ändern (z. B. von “Offen” zu “In Arbeit”), Prioritäten setzen (z. B. “Unwichtig” oder “Wichtig”), eine:n andere:n Bearbeiter:in zuweisen oder die Fallkategorie ändern. Mit der integrierten Kommentarfunktion, die auch als Chat dient, kannst du außerdem weitere Infos von Hinweisgeber:innen anfordern.

Ergebnisse kommunizieren

Gut (1,7)

Sofern hinweisgebende Personen die eigene E-Mail-Adresse hinterlegen (die für Bearbeiter:innen nicht einsehbar ist) halten sich diese selbst über den aktuellen Stand der Meldung auf dem Laufenden. Ansonsten steht dir ein Chat- bzw. Kommentar-Feld zur Verfügung, das du für die Ergebniskommunikation nutzen kannst. Auswertungen zu allen Fällen gibt es zum Download leider nicht.

Sicherheit & Datenschutz

Gut (2,4)

Die Server von tell it sind in Frankfurt stationiert und werden von Amazon Web Services (AWS) gehostet. Eine ISO-27001-Zertifizierung ist vorhanden. Deine Daten werden ausschließlich per SSL-Verschlüsselung übertragen. Für einen sichereren Zugang gibt es die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Dabei erhältst du wahlweise einen Code per E-Mail oder sicherst deinen Zugang zusätzlich über Apps wie Authy oder den Google Authenticator.

tell it ist noch ein recht junges Hinweisgeber-Tool, das erst 2021 auf den Markt kam. Damit ist die Software genauso jung, wie mein Testsieger in diesem Vergleich – ist allerdings bei weitem noch nicht so ausgereift.

Warum sich trotzdem ein Blick hinter die schicke Fassade der Benutzeroberfläche lohnt, verrate ich dir in meinem tell it-Erfahrungsbericht:

Welche Erfahrungen habe ich mit tell it gemacht?

tell it hat in meinem Praxistest eine recht solide Leistung hingelegt. Vom Hocker gehauen hat mich das Hinweisgebersystem insgesamt allerdings nicht.

Mit seinem schicken Design, verspielten Icons und bunten, aber nicht aufdringlichen Farben hat tell it optisch bei mir absolut gepunktet. Die Benutzeroberfläche wirkte allgemein sehr aufgeräumt, was mir den Einstieg deutlich erleichtert hat.

Das ist auch gut so! tell it liefert nämlich kein Helpcenter oder ausführliche Anleitungen, die dir das Onboarding erleichtern.

So schnell wie ich in den Praxistest eingestiegen war, so schnell war ich auch schon fast wieder ausgestiegen. Denn mehr als den notwendigen (gesetzlich vorgeschriebenen) Standard hat tell it kaum im Gepäck.

Zu den wichtigsten Basics gehören:

  • vordefinierte Fallkategorien, z. B. Steuerhinterziehung, Betrug, Datenschutz
  • ein geringfügig anpassbares Meldeformular (individuelle CI)
  • automatisch gesetzte Fristen (7 Tage und 3 Monate)
  • eine Kommentarfunktion, die auch als Chat genutzt werden kann
  • Optionen für die Priorisierung von Fällen (“Offen”, “In Arbeit”, “Warten auf Antwort”)
  • ein übersichtliches Dashboard, das dich über neue und dringende Fälle informiert

Ganz cool fand ich außerdem, dass ich meinem erfundenen Hinweisgeber per Knopfdruck eine Eingangsbestätigung zukommen lassen konnte. Die ist auch zuverlässig in meinem Whistleblowing-Postfach angekommen.

Ich hätte es allerdings besser gefunden, wenn mir das Tool diese Aufgabe von allein abgenommen hätte. Eventuell durch eine passende Automatisierung, wie sie beispielsweise preeco anbietet. Vor allem für Kanzleien – für die tell it übrigens auch gedacht ist – wäre das bestimmt zeitsparend gewesen.

Unglaublich zeitaufwändig war das für mich jedoch nicht. Immerhin ist es ja nur ein Knopfdruck.

Die fristgerechte Eingangsbestätigung versendest du mit einem Klick
Die fristgerechte Eingangsbestätigung versendest du mit einem Klick
Screenshot: trusted.de
Quelle: app.tell-it.eu

Gestört hat mich in Sachen Kommunikation vor allem die Kommentar-Funktion, die gleichzeitig als Chat dienen soll. Damit kannst du deine potenziellen Hinweisgeber:innen informieren oder Beweismittel anfordern.

Beachte: Damit aus dem Kommentar-Feld ein vollfunktionsfähiger Chat entsteht, musst du lediglich ein Häkchen (siehe unten im Bild) deaktivieren. Das Häkchen ist allerdings immer automatisch aktiv. Daher musst du aufpassen, dass du statt einer Chat-Nachricht nicht lediglich einen Kommentar hinterlässt.

An sich ist dieses Feature gut gemeint, nur die Umsetzung war ein wenig holprig. Zum Beispiel hat tell it meine Nachrichten, die ich als Whistleblowerin versenden wollte, einfach nicht verschickt. Erst nachdem ich mich neu angemeldet hatte, konnte ich meine Meldung endlich versenden.

Um eine Chatnachricht zu versenden, musst du erst das Häkchen herausnehmen
Um eine Chatnachricht zu versenden, musst du erst das Häkchen herausnehmen
Screenshot: trusted.de
Quelle: app.tell-it.eu

Und als ich in der Rolle einer Fallbearbeiterin mehr Beweise von der hinweisgebenden Person anfordern wollte, hat es ähnlich störrisch funktioniert. Ich hoffe, das war nur ein Einzelfall, ansonsten stelle ich mir die Konversation mit Whistleblower ganz schön anstrengend vor.

Zusammenfassend kann ich nur sagen: tell it ist ein cooles und modernes Tool, das alle wichtigen Funktionen und Features für dich in petto hat. Sein volles Potenzial schöpft das Hinweisgebersystem aber noch nicht aus.

Was macht tell it im Vergleich mit anderen Whistleblowing-Lösungen einzigartig?

tell it hebt sich insbesondere mit seinem attraktiven Pricing vom Rest der Anbieter meines Vergleichs ab. Der Basispreis ist mit 90 € pro Monat zwar ein wenig teurer, als beispielsweise Whistleblower Software mit knapp 70 € monatlich.

Der Vorteil an tell it ist allerdings, dass sich der Preis nicht an der Mitarbeiter-, sondern an der Zahl der Bearbeiter:innen richtet. Das bedeutet, dass du theoretisch auch einen ganzen Konzern mit nur einem Tool und zwei Hinweisgeber-Expert:innen bedienen könntest – wären da nicht die eher begrenzten Funktionen.

Die Preisgestaltung ist vor allem für Unternehmen ab ca. 100 Angestellten optimal
Die Preisgestaltung ist vor allem für Unternehmen ab ca. 100 Angestellten optimal
Screenshot: trusted.de
Quelle: app.tell-it.eu

Du verzichtest beispielsweise im günstigsten Tarif “Essential” auf das farblich angepasste Meldeformular und kannst auch dein Logo nicht hochladen. Deine Hinweisgeber:innen müssen aufgrund des auf 15 MB reduzierten Uploadlimits aufpassen, wie groß ihre Beweis-Dateien sind.

Trotzdem ist das Preismodell gerade für größere Unternehmen ein Hingucker – sofern du auf die Spezialfunktionen der Konkurrenz (wie individuelle Kanäle, Whistleblower-Apps oder ein Sprachnachricht-Feature) verzichten kannst.

Wem würde ich tell it besonders empfehlen?

tell it ist eine besonders einsteigerfreundliche Hinweisgeber-Lösung – trotz fehlendem Helpcenter. Das intuitive User-Interface ist gerade mal auf das Nötigste reduziert, wodurch die Einarbeitung aber schnell erledigt ist.

Wenn du also die nötigen Kompetenzen mitbringst, um ein Hinweisgebersystem selbst zu betreuen und es so schnell wie möglich einsatzbereit haben möchtest, bist du bei tell it zumindest Anfangs gut beraten.

Solltest du mit der Zeit mehr Funktionen benötigen, etwa um Hinweise auch via Sprachnachricht zu empfangen oder zu bearbeiten oder um weitere Kanäle für Kund:innen oder Lieferant:innen einzurichten, kommst du mit Anbietern wie Whistleblower Software, SpeakUp oder preeco deutlich weiter.

Vorteile
  • Intuitive Benutzeroberfläche
  • Meldeformular mit eigener CI
  • Mandantenfähig
Nachteile
  • Wenige Spezial-Funktionen
  • Ausbaufähige Chat-Funktion
tell it
8

Factorial Informationssystem

4.5
2,1
Testnote
Gut
  • Preis ab 3,75 €/User/Monat
  • Anonymität ja
  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nein
  • DSGVO-konform ja
  • Serverstandort Deutschland

Hinweise geben

Befriedigend (3,0)

Um Meldungen abzugeben, steht potenziellen Hinweisgeber:innen bei Factorial lediglich ein knappes Formular zur Verfügung. Hier wählen sie, ob sie Hinweise anonym oder vertraulich (mit Namen und E-Mail-Adresse) abgeben wollen. Beweismittel können als Text-, Bild- oder Video-Datei einer Meldung beigefügt werden. Weder das Hinweisformular noch die vordefinierten Fallkategorien sind anpassbar.

Hinweise untersuchen & bearbeiten

Gut (2,4)

Wenn du einer Meldung nachgehen möchtest, steht dir dafür lediglich der integrierte Chat zur Verfügung. Factorial verfügt weder über eine Notiz- oder Kommentarfunktion, noch über Prioritäten oder gar ein eigenes Dashboard. Auch Automatismen gibt es keine. Auf deine Fristen musst du noch selbst achten. Immerhin: Factorial zeigt dir an, wann eine Rückmeldung an hinweisgebende Personen spätestens fällig ist.

Ergebnisse kommunizieren

Gut (2,0)

Für die Ergebniskommunikation bleibt dir ebenfalls nur der integrierte Chat. Auswertungen gibt es für den internen Meldekanal leider nicht. Dementsprechend kannst du der Führungsetage nur kaum ein jährliches Update über eingegangene und gelöste Fälle geben.

Sicherheit & Datenschutz

Gut (2,0)

Die ISO-27001-zertifizierten Server von Factorial stehen in Frankfurt, Deutschland und werden von AWS (Amazon Web Services) gehostet. Für eine sichere Benutzung der Software sorgt die 2-Faktor-Authentifizierung und die sichere Datenübertragung per TLS-Verschlüsselung. Factorial ist vollständig DSGVO-konform und auch das Hinweisgebersystem genügt den gesetzlichen Anforderungen des HinSchG.

Ich habe Factorial schon für verschiedene HR-Kategorien getestet – und jedes Mal gehörte die umfangreiche HR-Software zu meinen absoluten Favoriten. Aber nicht nur zu meinen, im deutschen Raum hat sich das aus Spanien stammende Tool schon einen sehr guten Namen gemacht.

Während mich der Branchenprimus sonst mit einer offenen Kinnlade nach jedem Praxistest zurücklässt, hat das hauseigene Hinweisgebersystem bei mir kaum mehr als ein Schulterzucken ausgelöst.

Warum das so war, erfährst du hier:

Welche Erfahrungen habe ich mit Factorial gemacht?

Nachdem mein letzter Besuch bei Factorial nun schon ein Weilchen her war, war ich auf die neuen Features ganz schön gespannt! Das Tool kann nämlich einiges. Zum Beispiel Recruiting, Personalverwaltung, Lohnabrechnung, Personalentwicklung … die Liste ist fast endlos.

Fast endlos ist leider auch die Liste an Beschwerden, die ich – ironischerweise – über den Beschwerdekanal habe. Viel zu bieten hatte mir Factorial in diesem Fall nämlich nicht.

Klar, ich konnte Hinweise am anderen Ende des Hinweisgebersystems abgeben und in Factorial konnte ich diese auch bearbeiten. Im Grunde hat das Hinweisgebersystem also genau das gemacht, was es soll. Allerdings auch nur das.

Zu den notwendigsten Basics, die Factorial mitbringt, gehören:

  • ein einfaches Meldeformular für Hinweisgeber:innen für Meldungen in Textform
  • vordefinierte Fallkategorien (Produktsicherheit, Körperschaftssteuer, Umweltschutz)
  • anzeige der Frist, bis wann die Eingangsbestätigung erfolgen soll
  • eine Chat-Funktion für einen anonymen Austausch mit Hinweisgeber:innen
  • eine Funktion, um den Status der Meldung anzupassen (z. B. “in Bearbeitung”)

Und damit hatte ich das ganze Hinweisgebersystem von Factorial schon entdeckt. Automatische Eingangsbestätigungen konnte ich nicht versenden (selbst dann, als ich als Hinweisgeberin meine eigene E-Mail-Adresse da ließ), Fälle ließen sich nicht priorisieren und die Analytics fehlten komplett.

Factorial bietet so gut wie keine Whistleblowing-Funktionen
Factorial bietet so gut wie keine Whistleblowing-Funktionen
Screenshot: trusted.de
Quelle: factorialhr.de

Störend war für mich auch die erstmalige Einrichtung des Hinweisgebersystems. Ich habe den Beschwerdekanal eine ganze Zeit lang gesucht, bis mir aufgefallen ist, dass ich den Link erst erstellen musste. Dafür gab es lediglich eine Page, die eigentlich für die Karriereseite gedacht war – nur dort ließ sich das Hinweisgeber-Formular nicht einrichten.

Das war ganz schön verwirrend und auch noch ärgerlich, denn anpassen konnte ich das Hinweisgebersystem dann auch nicht.

Ich hätte gerne die vorhandenen Kategorien ein wenig verändert. Was verstehen Whistleblower:innen denn schon bitte unter “Körperschaftssteuer” oder “Kompetenzen”? Also entweder, hier ist etwas mit der automatischen Übersetzung schiefgelaufen oder diejenigen, die das Tool eingerichtet haben, hatten ihre ganz eigenen Gedanken hierzu.

Für meine Testzwecke war das allerdings nur halb geeignet.

Eine Glanzleistung hat Factorial mit seinem Hinweisgebersystem meiner Meinung nach nicht hingelegt. Nach meinen guten Erfahrungen mit Kenjo hätte ich mir auch von Factorial ein wenig mehr erwartet. Insbesondere, weil Factorial das, was es kann, sehr gut kann.

Was macht Factorial im Vergleich mit anderen Whistleblowing-Lösungen einzigartig?

Factorials Hinweisgebersystem liefert zwar nur die nötigsten Basics und kann damit allein nicht im Vergleich mithalten. Dafür brilliert Factorial eher im Gesamtpaket – das du dir auch noch je nach Bedarf ganz individuell zusammenschnüren kannst.

Zum Funktionsumfang gehört beispielsweise:

  • die umfangreiche vorbereitende Entgeltabrechnung
  • Features für das Arbeitsplatzmanagement (integrierte Buchungsplattform für Meetings)
  • Vorlagen für Dokumente, On- und Offboardings
  • individuelle To-dos für einzelne Angestellte oder ganze Teams
  • zahlreiche Funktionen für eine individuelle Talententwicklung
  • Recruiting-Features, etwa eine unkompliziert anpassbare Karriereseite
  • Automatisierungen, z. B. für deine personalisierte E-Mail-Kommunikation
  • und, und, und.

Letzten Endes musst du für dich entscheiden, ob die starken HR-Features das eher schwächliche Whistleblowing-System wieder wettmachen.

Alle meine Erfahrungen zu den wichtigsten HR-Features findest du in meinem Factorial-Testbericht.

Wem würde ich Factorial besonders empfehlen?

Factorial bietet sich sowohl für sehr kleine wie sehr große Unternehmen an. Das Basispaket “Core” bekommst du bereits ab 3,75 € pro User bei jährlicher Zahlung. Mit integriert ist bereits das Hinweisgebersystem – ganz im Gegensatz zu Kenjo.

Das heißt: Sparfüchse, die ihre HR-Prozesse bereits zum kleinen Preis digitalisieren und gleichzeitig dem drohenden Bußgeld im Dezember entgehen möchten, sind bei Factorial sehr gut aufgehoben.

Mit einem relativ niedrigen Einstiegspreis kann Factorial deutlich punkten
Mit einem relativ niedrigen Einstiegspreis kann Factorial deutlich punkten
Screenshot: trusted.de
Quelle: factorialhr.de

Wer sowohl HR als auch Whistleblowing professionell regeln möchte, kann sich entweder für Kenjo entscheiden oder einfach eines meiner Lieblings-Hinweisgebersysteme – z. B. Whistleblower Software oder 123Hinweisgebersystem – mit Factorial verknüpfen.

So schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe, ganz ohne IT-Abteilung und Qualitätsverlust. Lediglich den Link zum Meldekanal musst du noch mit deinem Team teilen und dich darum kümmern, dass eingehende Hinweise auch entsprechend bearbeitet werden.

Da es beide Tools für unter 2 € pro Mitarbeiter:in und Monat gibt, kommst du trotzdem günstig weg und nutzt auch noch alle Vorzüge von Factorial. Eine gute Sache, wie ich finde!

Vorteile
  • Vordefinierte Fallkategorien
  • Eigener Zugang für Beauftragte
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Funktionsumfang wächst einfach mit
Nachteile
  • Wenige Whistleblowing-Funktionen
  • Meldekanal nicht anpassbar
  • Keine Automatisierungen
Factorial Informationssystem
4.5

Die 8 besten Whistleblower Systeme im Vergleich

  1. Whistleblower Software - Bestes Hinweisgebersystem 2024
  2. preeco | hinweisgeber - Bester Meldekanal für jeden Bedarf
  3. LegalTegrity - Bestes Meldesystem für den Mittelstand
  4. SpeakUp - Bester Meldekanal für komplexe Enterprises
  5. Kenjo Hinweisgebersystem - Beste HR-Komplettlösung mit Meldekanal
  6. 123Hinweisgebersystem - Bester Whistleblowing-Service
  7. tell it - Einfachste Einrichtung deines Meldekanals
  8. Factorial Informationssystem - Bester Beschwerdekanal zum kleinen Preis

Vergleichstabelle

Anbieter
Whistleblower Software
preeco | hinweisgeber
LegalTegrity
SpeakUp
Kenjo Hinweisgebersystem
123Hinweisgebersystem
tell it
Factorial Informationssystem
FaceUp
Hintbox
Open Blow
Vispato
Whistle Willow
Testurteil
sehr gut
1,0
Test
10/2023
sehr gut
1,2
Test
11/2023
sehr gut
1,2
Test
03/2024
sehr gut
1,5
Test
10/2023
gut
1,6
Test
10/2023
gut
1,6
Test
10/2023
gut
1,7
Test
11/2023
gut
2,1
Test
10/2023
Nicht getestet
N/A
Test
N/A
Nicht getestet
N/A
Test
N/A
Nicht getestet
N/A
Test
N/A
Nicht getestet
N/A
Test
N/A
Nicht getestet
N/A
Test
N/A
Kundenbewertung
3.7
(103)
4.5
(11.854)
Tarif
Preis
70,00 € / monatlich 79,00 € / monatlich 49,00 € / monatlich 250,00 € / monatlich 10,00 € / monatlich 1,65 € / monatlich 100,00 € / monatlich 42,00 € / monatlich 64,00 € / monatlich 49,00 € / monatlich Auf Anfrage 99,00 € / monatlich 0,46 € / monatlich
Währungsumrechnung
Ursprünglicher Preis0,50 $
Umgerechneter Preis0,46 €
Währungskurs1,00 € ≙ 0,92 $
Keine Unterschiede vorhanden

Top-Features

Hinweismöglichkeiten
Hinweise als Sprachnachricht
Fragenkatalog/Hinweisformular
Fragenkatalog/Hinweisformular
Fragenkatalog/Hinweisformular
Hinweise als Sprachnachricht
Fragenkatalog/Hinweisformular
Fragenkatalog/Hinweisformular
Hinweise per E-Mail
Hinweise per Telefon
Hinweise als Sprachnachricht
Fragenkatalog/Hinweisformular
Fragenkatalog/Hinweisformular
Fragenkatalog/Hinweisformular
Hinweise als Sprachnachricht
Fragenkatalog/Hinweisformular
Hinweise per E-Mail
Hinweise per Telefon
Hinweise als Sprachnachricht
Fragenkatalog/Hinweisformular
Fragenkatalog/Hinweisformular
Fragenkatalog/Hinweisformular
Serverstandort(e)
Frankfurt, Deutschland Deutschland Deutschland Deutschland, Frankreich Deutschland & Irland Frankfurt, Deutschland Deutschland Deutschland Deutschland Deutschland
Keine Angaben verfügbar
Nürnberg, Deutschland Niederlande
Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
Automatische Empfangsbestätigung
Integrierter Chat
Unterstützte Plattformen
Web-App
Web-App
Windows (Client)
MacOS (Client)
Web-App
iOS
Android
Windows (Client)
MacOS (Client)
Web-App
iOS
Android
Web-App
iOS
Android
Web-App
Web-App
Web-App
iOS
Android
Web-App
iOS
Android
Web-App
Web-App
Windows (Client)
MacOS (Client)
Web-App
Web-App
Geeignet für
Kleine Unternehmen
Mittelständische Unternehmen
Große Unternehmen
Kleine Unternehmen
Mittelständische Unternehmen
Große Unternehmen
Kleine Unternehmen
Mittelständische Unternehmen
Große Unternehmen
Mittelständische Unternehmen
Große Unternehmen
Kleine Unternehmen
Mittelständische Unternehmen
Große Unternehmen
Kleinstunternehmen
Kleine Unternehmen
Mittelständische Unternehmen
Große Unternehmen
Kleine Unternehmen
Kleinstunternehmen
Kleine Unternehmen
Mittelständische Unternehmen
Große Unternehmen
Kleine Unternehmen
Mittelständische Unternehmen
Große Unternehmen
Kleine Unternehmen
Mittelständische Unternehmen
Große Unternehmen
Mittelständische Unternehmen
Große Unternehmen
Kleinstunternehmen
Kleine Unternehmen
Mittelständische Unternehmen
Große Unternehmen
Keine Unterschiede vorhanden

Vertrag & Kosten

Währung
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR USD
Zahlungsintervall
monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich Preis auf Anfrage monatlich monatlich
Kostenlose Testphase
Dauer kostenlose Testphase
14 Tage 30 Tage auf Anfrage
Keine Angaben verfügbar
14 Tage 30 Tage 30 Tage
Keine Angaben verfügbar
Keine Angaben verfügbar
Keine Angaben verfügbar
Keine Angaben verfügbar
Keine Angaben verfügbar
30 Tage
Zahlungsmethoden
Auf Rechnung
Auf Rechnung
Kreditkarte
Lastschrift
PayPal
Auf Rechnung
Kreditkarte
Lastschrift
Auf Rechnung
Auf Rechnung
Kreditkarte
Lastschrift
Auf Rechnung
Kreditkarte
Lastschrift
Kreditkarte
Lastschrift
Auf Rechnung
Lastschrift
Auf Rechnung
Kreditkarte
Keine Unterschiede vorhanden

Hinweise geben

Anonyme Hinweise
Diana Meier
trusted-Expertin für HR-Software
Zum Schutz der hinweisgebenden Personen müssen Hinweise vollständig anonym eingereicht werden können. Nur Systeme, die diese Anonymität gewährleisten, eignen sich als rechtskonforme Hinweisgebersysteme.
Hinweise per E-Mail
Hinweise per Telefon
Hinweise als Sprachnachricht
Fragenkatalog / Hinweisformular
Keine Unterschiede vorhanden

Hinweise untersuchen & bearbeiten

Anonyme Bearbeitung
Zugang nur für Admins
Diana Meier
trusted-Expertin für HR-Software
Zugriff auf die eingegangenen Hinweise dürfen nur dazu berechtigte Admins erhalten. Zwar können alle Mitarbeiter:innen das System grundsätzlich nutzen, um Hinweise einreichen zu können. Die Hinweise selbst dürfen allerdings nur von einigen wenigen Personen, die für die Bearbeitung zuständig sind, gesehen werden.
Aktivitäts-Dashboard
Automatische Benachrichtigung
Keine Unterschiede vorhanden

Ergebnisse kommunizieren

Anonymisierte Kommunikation
Automatische Benachrichtigungen
Integrierter Chat
Kontakt per Voicechat
Keine Unterschiede vorhanden

Usability

Anmeldung/Registrierung
Diana Meier
trusted-Expertin für HR-Software
Die Anmeldung ist der erste Schritt bei der Nutzung jeder SaaS-Software. trusted hat im Test daher darauf geachtet, wie lange die Anmeldung dauert, welche Informationen dabei abgefragt werden und wie schnell Sie nach der Registrierung Zugriff auf das jeweilige Tool haben.
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
Benutzeroberfläche/Design
Diana Meier
trusted-Expertin für HR-Software
Design und Gestaltung einer Software haben einen direkten Einfluss darauf, wie gut (und wie gerne) Sie damit arbeiten können. trusted schaut sich daher auch das Design der Nutzeroberfläche genau an und bewertet, wie modern und übersichtlich das Tool daherkommt.
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
Hilfestellung/Einführung
Diana Meier
trusted-Expertin für HR-Software
Die ersten Schritte im Tool entscheiden maßgeblich darüber, wie schnell Sie sich in die Bedienung einfinden und von dem Tool profitieren können. Die trusted-Redaktion achtet daher darauf, wie die ersten Schritte gestaltet sind und welche Hilfestellungen der Anbieter Ihnen an die Hand gibt, um sich im System zurechtzufinden und die Bedienung des Tools zu meistern.
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
für Hinweisgeber:innen
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
für Bearbeiter:innen
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
für Admins
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
Gesamt
5.0
4.8
4.7
4.2
4.3
4.0
4.0
3.9
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
nicht getestet
Keine Unterschiede vorhanden

Sicherheit & Datenschutz

Serverstandort(e)
Frankfurt, Deutschland Deutschland Deutschland Deutschland, Frankreich Deutschland & Irland Frankfurt, Deutschland Deutschland Deutschland Deutschland Deutschland
Keine Angaben verfügbar
Nürnberg, Deutschland Niederlande
Datenverschlüsselung
Ende-zu-Ende-Verschlüsselung SSL-Verschlüsselung SSL-Verschlüsselung SSL-Verschlüsselung TLS-Verschlüsselung Ende-zu-Ende-Verschlüsselung SSL-Verschlüsselung TLS & VPC SSL-Verschlüsselung SSL-Verschlüsselung SSL-Verschlüsselung SSL/TLS-Verschlüsselung TLS Verschlüsselung
Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
2-Faktor-Authentifizierung
Keine Unterschiede vorhanden

Service & Support

Support
E-Mail-Support
Telefon-Support
Live Chat
FAQ-Bereich
Video-Tutorials
E-Mail-Support
Telefon-Support
Live Chat
FAQ-Bereich
Video-Tutorials
E-Mail-Support
Telefon-Support
FAQ-Bereich
Kostenlose Webinare
E-Mail-Support
Telefon-Support
FAQ-Bereich
E-Mail-Support
Telefon-Support
Live Chat
FAQ-Bereich
Video-Tutorials
Kostenlose Webinare
E-Mail-Support
Telefon-Support
FAQ-Bereich
E-Mail-Support
FAQ-Bereich
E-Mail-Support
Telefon-Support
Live Chat
FAQ-Bereich
Video-Tutorials
Kostenlose Webinare
E-Mail-Support
Live Chat
FAQ-Bereich
Video-Tutorials
E-Mail-Support
Telefon-Support
Live Chat
FAQ-Bereich
E-Mail-Support
Telefon-Support
E-Mail-Support
Telefon-Support
FAQ-Bereich
E-Mail-Support
FAQ-Bereich
Supportzeiten
09:00 Uhr - 17:00 Uhr 09:00 Uhr - 17:00 Uhr 09:00 Uhr - 18:00 Uhr
Keine Angaben verfügbar
9:00 Uhr - 18:00 Uhr Mo-Fr, 8-17 Uhr; Sa, 8-12:30 Uhr 08:00 Uhr - 18:00 Uhr 09:00 Uhr - 18:00 Uhr 09:00 Uhr - 17:00 Uhr 09:00 Uhr - 17:00 Uhr
Keine Angaben verfügbar
Keine Angaben verfügbar
09:00 Uhr - 17:00 Uhr
Deutsch
Englisch
Keine Unterschiede vorhanden

Fazit: Die besten Hinweisgebersysteme im Vergleich

Der Markt für professionelle Hinweisgebersysteme ist bereits jetzt sehr groß und wächst aufgrund der aktuellen Nachfragen immer noch rasant. Dabei gibt es durchaus gravierende Unterschiede zwischen den Angeboten; obwohl sie alle den gleichen Zweck erfüllen. Nämlich deinen Mitarbeiter:innen einen sicheren und rechtssicheren Meldekanal für anonyme Hinweise zur Verfügung zu stellen.

Am besten klappt das natürlich mit Spezialsoftware. Whistleblower Software, preeco, LegalTegrity, SpeakUp und tell it gehören zum Beispiel dazu. Diese Systeme sind voll und ganz als Hinweisgebersysteme konzipiert und im Einklang mit dem HinSchG erstellt worden.

Speziallösungen bieten sich für dich an, wenn du deine interne Meldestelle selbst betreuen möchtest. Mein Favorit in diesem Sektor ist der Testsieger Whistleblower Software, der mit einer tollen Usability, einer hohen Anpassbarkeit für individuelle Meldekanäle und zahlreichen Reportings daherkommt.

Whistleblower Software sieht gut aus, ist preiswert und hat einiges auf dem Kasten!
Whistleblower Software sieht gut aus, ist preiswert und hat einiges auf dem Kasten!
Screenshot: trusted.de
Quelle: whistleblowersoftware.com

Das flexible preeco und das preiswerte und moderne LegalTegrity empfehle ich vor allem kleinen bis mittelständischen Unternehmen; das individuell ausgestattete SpeakUp ab mittelständischen Unternehmen aufwärts. tell it ist einen Blick wert, wenn du ein knappes Budget für dein Hinweisgebersystem hast. Hier verzichtest du zwar auf einige Komfortfunktionen, kannst dank der günstigen Preise aber Geld sparen.

Eine echte Alternative zur selbst betreuten Meldestelle ist das Angebot von 123Hinweisgebersystem. Hier verwaltest du deine Meldestelle nicht selbst, sondern stellst deinen Mitarbeiter:innen “nur” ein Hinweisformular zur Verfügung, das direkt mit den Expert:innen des Anbieters verknüpft ist.

Diese bearbeiten den Fall dann weiter. Perfekt, wenn du dich nicht selbst kümmern willst oder nur begrenzte Ressourcen für den Betrieb einer eigenen Meldestelle hast.

Willst du dagegen alles für deine HR aus einer Hand, bieten sich HR-Komplettlösungen wie Kenjo und Factorial an. Beide sind hervorragende und gut ausgestattete Personalmanagement-Tools mit vielen Modulen; unter anderem einem Meldekanal. Der Vorteil hier: Hast du bereits eine der Komplettlösungen für dein HR-Team im Einsatz, entstehen keine Brüche in der Softwarelandschaft.

Beide Tools liefern den Vorteil, dass du dir externe Berater:innen mithilfe eigener Zugänge ins Boot holen kannst. Dank individueller Rollen- und Rechtesysteme greifen die unabhängig vom Rest des Systems auf eingegangene Meldungen zu. Auf diese Weise hast du HR und Compliance in einem.

Obwohl es sich bei beiden Meldesystemen lediglich um ein zusätzliches Feature handelt, hat es mich doch überrascht, wie unterschiedlich gut ausgestattet die Tools sind. In der folgenden Tabelle findest du nochmal die wichtigsten Facts zum direkten Vergleich:

Fakten-CheckKenjoFactorial
Startpreis9 €/User/Monat3,75 €/User/Monat
FallbearbeitungPrioritäten, integrierter Chat und Kommentarfunktionintegrierter Chat und Kommentarfunktion
AutomatisierungEingangsbestätigung und automatische BenachrichtigungenKeine
Fallkategorienvorhanden, individuelle möglichvorhanden, keine Anpassungen möglich

Mehr zu den HR-Komplettlösungen und was sie dir alles bieten können, erfährst du z. B. in meinem Test der besten Personalmanagement-Tools auf trusted.de:

Welche Systeme gibt es noch? 6 Alternativen für die Einhaltung der EU-Whistleblowing-Richtlinie

Die 8 Tools aus meinem Praxistest sind natürlich nicht die einzigen Hinweisgebersysteme, mit denen du der EU-Whistleblowing-Richtlinie gerecht wirst, im Gegenteil! Hier stelle ich dir noch einige weitere elektronisch gestützte Meldesysteme vor, die es auf dem Markt aktuell gibt:

  • Vispato ist ein All-inclusive-Anbieter, der dir seine ganze Produktpalette bereits ab 99 € monatlich zur Verfügung stellt. Die Software wurde gemeinsam mit Kanzleien entwickelt und verspricht jede Menge Know-how, bei einer gleichbleibend einfachen Usability.
  • Hintbox hat vieles mit Whistleblower Software gemeinsam. Eine Einzigartigkeit gibt es aber: Die moderne Software ermöglicht auch Meldungen per elektronischer Hotline. Diese und viele Funktionen mehr bekommst du ab 49 € pro Monat.
  • Open Blow ist eine italienische Hinweisgeber-Lösung, die sich insbesondere durch eine umfangreiche Konfiguration auszeichnet. Betrieben wird das Tool entweder in der Cloud oder auf deinen eigenen Servern. Zu den Kosten verrät der Anbieter leider nichts.
  • FaceUp wurde ursprünglich entwickelt, um etwas gegen Mobbing in Schulen zu unternehmen. Auch heute noch setzen viele Schulen das Tool als Waffe gegen unfaires Verhalten ein, doch mittlerweile hat sich FaceUp zu einer vollumfänglichen Whistleblowing-Software entwickelt. Das Tool gibt es ab 49 € pro Monat.
  • Whistle Willow wurde speziell für die Anwendung “Atlassian” entwickelt und stammt vom Anbieter Supercharged. Die Anwendung ist ausschließlich über Atlassian nutzbar (via Jira oder Confluence) und kostet lediglich 50 Cent pro User.
  • audatis MANAGER ist ein Anbieter von Datenschutz- und E-Learning-Lösungen. Das Tool kommt zwar lediglich in zwei Sprachen (Deutsch und Englisch), liefert aber zusätzliche coole Funktionen. Etwa Vorlagen, automatische Erinnerungen und praktische Textvorlagen.

Hinweisgebersystem vs. Beschwerdebriefkasten, Hotline und Co.

Neben solchen digitalen Hinweisgebersystemen gibt es noch weitere Alternativen. Da wäre zum Beispiel der klassische Beschwerdebriefkasten, die Hotline, eine eigens dafür eingerichtete E-Mail-Adresse oder gleich der persönliche Kontakt mit einer Ombudsperson bzw. dafür geschultem Personal.

Es gibt allerdings zahlreiche Gründe, warum diese Meldekanäle kaum geeignet sind, um sie als internes Hinweisgebersystem einzusetzen.

Der mitunter wichtigste Grund ist der Datenschutz. Hinweisgebersysteme müssen nämlich nicht nur dem Hinweisgeberschutzgesetz entsprechen, sondern auch der Datenschutzgrundverordnung. Gerade beim Beschwerdebriefkasten oder auch bei der Hotline kann es nicht gewährleistet werden, dass Dokumentationen bzw. Mitschriften nicht von dritten gelesen werden können.

Ein weiterer Nachteil vom Beschwerdebriefkasten: Wenn Hinweise anonym abgegeben werden, kann diesen Meldungen nicht mehr nachgegangen werden. Dazu bist du innerhalb deines Unternehmens jedoch verpflichtet. Außerdem wird es gerade für Remote-Teams sehr herausfordernd, Hinweise (insbesondere anonym oder vertraulich) abzugeben.

Hier siehst du die Vor- und Nachteile des Beschwerdebriefkastens im Überblick:

  • Vorteile
  • Geringe Einrichtungskosten
  • Keine Vertragslaufzeiten
  • Geringer administrativer Aufwand
  • Nachteile
  • Nicht DSGVO-konform
  • Vertraulichkeit der Meldung nicht gewährleistet
  • Hinweisen kann nur schwer nachgegangen werden
  • Meldungen für dezentrale Teams nicht möglich

Wo wir schon bei der Hotline waren: Neben dem Problem der vertraulichen Dokumentation muss beachtet werden, dass eine interne Meldestelle dauerhaft erreichbar sein muss. Eine dauerhafte Besetzung der Whistleblowing-Hotline fällt dann um einiges teurer aus, als ein digitales Meldesystem. Gegen ein rein elektronisches Telefon-System (z. B. bei Hintbox) spricht hingegen nichts.

Die E-Mail-Adresse ist zwar mit nur wenig Kostenaufwand verbunden, richtig “vertraulich”, wie sie eben sein soll, ist sie allerdings nicht. Eingehende Nachrichten dürfen nämlich nur von fachkundigen und unabhängigen Personen betrieben werden.

Sollte nun die IT-Abteilung die eine oder andere Mail mitlesen, die etwas mit einem technischen Verstoß zu tun haben, ist es mit der unabhängigen Zuständigkeit (und der Vertraulichkeit) dahin.

Sowohl bei der Hotline, als auch beim Kummerkasten und der E-Mail-Adresse gibt es noch ein weiteres Problem: Potenzielle Hinweisgeber:innen melden gerne anonym. Dadurch müssen sie keine Repressalien bzw. Benachteiligungen befürchten und können ihre Meldung sorglos abgeben.

Du siehst also; digitale Meldesysteme haben den “klassischen” Wegen einfach vieles voraus. Sie erlauben anonyme sowie vertrauliche Meldungen, einige sowohl in Textform sowie in mündlicher Form, die Fallbearbeitung und das Ergreifen von Folgemaßnahmen fällt um einiges leichter und in Sachen Datenschutz bist du auch auf der sicheren Seite.

Hinweisgebersysteme Kosten

Wie viel kostet ein Hinweisgebersystem?

Eine Whistleblowing-Software kostet dich zwischen 50 € und knapp 1.000 € pro Monat. Der große Preisunterschied kommt daher, dass sich die meisten Tools nach deiner Unternehmensgröße richten. Zum Beispiel LegalTegrity geht bei 49 € für 50 Mitarbeiter:innen los, während dich 123Hinweisgebersystem schon mit 1,65 € pro potenziellen Hinweisgeber:innen unterstützt. Andere Tools wie preeco oder SpeakUp richten sich nach der Zahl der Fallbearbeiter:innen bzw. Admins und starten bei ca. 250 € im Monat.

Wieder andere – tell it, Kenjo und Factorial – bieten verschieden Tarife, bei denen der Funktionsumfang mit dem Preis steigt. Bei tell it bekommst du beispielsweise in den höheren Tarifen ein größeres Upload-Limit für Beweismittel und kannst mehr Bearbeiter:innen hinzuziehen. Dafür ist es nur hier irrelevant, wie viele potenzielle Hinweisgeber:innen es gibt.

Bei tell it zählt nicht die Unternehmensgröße, sondern die technische Ausstattung
Bei tell it zählt nicht die Unternehmensgröße, sondern die technische Ausstattung
Screenshot: trusted.de
Quelle: app.tell-it.eu

Wieder anders verhält sich das Pricing der Produkte Kenjo und Factorial. Während Kenjo ebenfalls nach Tarif abrechnet, und sein Whistleblowing-Modul ab dem mittleren Paket bietet, kommt Factorial bereits im Basis-Tarif mit einem eigenen Beschwerdekanal.

Im Basistarif stehen dir zwar nur wenige Funktionen zur Verfügung, dafür kannst du bereits ab 3,75 € pro Monat und User im Jahresabo Hinweise entgegennehmen – bei Kenjo klappt das erst ab 9 € monatlich.

Gibt es kostenlose Hinweisgebersysteme?

Die schlechte Nachricht: Es gibt kein kostenloses Hinweisgebersystem. Die gute Nachricht: Es muss nicht teuer sein. Einige Anbieter beschränken sich bereits auf einen recht kleinen Preis pro User bzw. Hinweisgeber:in. Insbesondere die Service-Dienstleistung von 123Hinweisgebersystem kostet dich lediglich 1,65 pro Mitarbeiter:in. Eine kostengünstige Alternative zum eigenen System ist es, wenn du dich mit anderen Betrieben mit maximal 249 Angestellten zusammentust. Dabei setzt ihr einfach ein gemeinsames System auf.

Wie hat trusted Whistleblowing-Software getestet?

13
Anbieter im Vergleich
8
Anbieter im Praxistest
70
Stunden Aufwand
14
Eingereichte Hinweise

Im trusted-Test der besten Hinweisgebersysteme kamen zahlreiche Testkriterien zum Einsatz. Zum Beispiel die Usability der Meldekanäle und der Whistleblowing-Software, die Konfiguration einzelner Fallkategorien, Features für die Fallbearbeitung und das Reporting. Ein besonderes Augenmerk haben wir auf die Themen Datenschutz und Sicherheit sowie das gesamte Preis-Leistungs-Verhältnis gelegt.

15 %
Vertrag & Kosten

Wie viel kostet das Hinweisgeber-/Whistleblower-System? Wie viele Hinweise kann ich zu diesem Preis einrechen bzw. bearbeiten? Wie viele Admins bzw. Verantwortliche können gleichzeitig mit der Software arbeiten? Wie lange bin ich vertraglich gebunden und wie sind die Kündigungsmodalitäten?

20 %
Hinweise geben

Welche Möglichkeiten bietet das Whistleblowing-System meinen Mitarbeiter:innen, Hinweise anonym einzureichen und Fälle zu dokumentieren/zu kommunizieren? Wie effektiv wird dabei die Anonymität der hineingebenden Personen gewahrt? Wie einfach ist das Einreichen von Hinweisen?

15 %
Hinweise untersuchen & bearbeiten

Wie lassen sich die eingereichten Hinweise im System bearbeiten und verwalten? Welche Möglichkeiten bietet das Hinweisgebersystem, Hinweise und Fälle zu dokumentieren, zu priorisieren und zu archivieren? Wie übersichtlich ist die Bearbeitung und Verwaltung von Hinweisen?

20 %
Ergebnisse kommunizieren

Wie halten deine Veranwrotlichen Mitarbeiter:innen mit den hinweisgebenden Personen Kontakt? Wie findet die Kommunikation statt, um z.B. Ergebnisse zu kommunizieren oder alleine den Eingang eines Hinweises zu bestätigen? Auf welchen Kanälen (und wie anonym) kannst du mit hinweisgebenden Personen in Verbindung treten?

10 %
Usability

Wie benutzerfreundlich finde ich das Tool bzw. die Plattform? Welche Erfahrungen habe ich mit der Userführung gemacht? Wie sieht die Oberfläche aus? Wie bewerte ich das Design und die Modernität? Wie einfach gelingt der Einstieg und welche Hilfestellungen gibt es dafür?

15 %
Sicherheit & Datenschutz

Erfüllt die Software die wichtigsten Standards der DSGVO? Werden deine Daten auf europäischen Servern gespeichert? Welche Zertifizierung und Sicherheitsstandards bringen die Rechenzentren des Providers mit?

5 %
Service & Support

Wann und auf welchen Kanälen kannst du mit dem Support des Anbieters in Kontakt treten? Welche Online-Materialien (Tutorials, Videos, Webinare, etc.) gibt es, um dich zu unterstützen? Wie ist der Support des Anbieters organisiert?

Hinweisgebersysteme FAQ

Was ist ein Hinweisgebersystem/Whistleblowing-System?

Ein Hinweisgebersystem ist im Grunde ein Meldekanal für (anonyme) Hinweise im Unternehmen, zum Beispiel eine Telefon-Hotline, ein Beschwerdebriefkasten, eine E-Mail-Adresse, eine externe Ombudsperson oder – wie hier im trusted-Test – eine spezielle Whistleblowing-Software. Über einen solchen Meldekanal sollen Hinweisgeber:innen (bzw. “Whistleblower”) z. B. Gesetzesverstöße oder ethische Missstände melden können.

Wer braucht ein Hinweisgebersystem?

Unternehmen und Organisationen des öffentlichen Sektors mit mehr als 50 Mitarbeiter:innen sind seit dem 17. Dezember 2023 dazu verpflichtet, ein Hinweisgebersystem einzuführen. Zu den hinweisgebenden Personen zählen auch Praktikant:innen, Werkstudent:innen oder andere Beschäftigte, die ein Entgelt beziehen. Wer ein Hinweisgebersystem benötigt, ist in der entsprechenden EU-Richtlinie bzw. im Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) geregelt.

Wie richte ich eine interne Meldestelle ein?

Die Einrichtung einer Meldestelle ist im Hinweisgeberschutzgesetz geregelt. Demnach muss die Unternehmensführung eine Person, Personengruppe oder eine externe Stelle mit der Betreuung und Auswertung der Meldungen beauftragen. Die Meldestelle sollte entsprechend geschult sein und alle Befugnisse haben, um Hinweise entgegenzunehmen, zu prüfen und diesen nachzugehen. Eine Whistleblowing-Software unterstützt dich insbesondere bei der Verwaltung deiner Meldestelle.

Was versteht man unter einem Whistleblower?

Als “Whistleblower” bezeichnet man eine:n Hinweisgeber:in. Berühmte Beispiele hierfür sind etwa Edward Snowden, Mark Felt oder Frances Haugen. Hinweisgeber:innen wollen Missstände in Unternehmen und anderen Organisationen (z. B. Behörden) aufdecken, fürchten sich aber meist vor negativen Konsequenzen ihres Gangs an die Öffentlichkeit. Um die Whistleblower rechtlich zu schützen, wurde die EU-Whistleblowing-Richtlinie eingeführt.

Wie funktioniert ein Hinweisgebersystem?

Das Grundprinzip ist simpel: Beobachten Mitarbeiter:innen etwa einen Gesetzesverstoß im Unternehmen, melden sie den Vorfall anonym über das Hinweisgebersystem (etwa über ein Online-Formular, telefonisch oder per E-Mail). Die Meldestelle empfängt die Meldungen, sendet eine Eingangsbestätigung (innerhalb von maximal 7 Tagen) und bearbeitet den Hinweis. In bestimmten Fällen müssen Folgemaßnahmen ergriffen werden; welche das sind, regelt § 18 HinSchG.

Was ist das Hinweisgeberschutzgesetz?

Das Hinweisgeberschutzgesetz (kurz HinSchG) ist die Umsetzung der EU-Whistleblowing-Richtlinie (auch: EU-Whistleblower-Richtlinie) zum Schutz hinweisgebender Personen vom Oktober 2019. Darin wurde von allen EU-Mitgliedsstaaten ein Gesetz zum Schutz von Hinweisgebenden/Whistleblowern vor Repressalien gefordert. Ursprünglich sollte die EU-Whistleblowing-Richtlinie innerhalb von 2 Jahren in nationales Recht überführt werden; mit Verzögerung wurde das Gesetz erst im Mai 2023 verabschiedet. Das Gesetz regelt unter anderem, welche Hinweise gemeldet und wie diese bearbeitet werden müssen.

Ab wann gilt das Hinweisgeberschutzgesetz in Deutschland?

Das Hinweisgeberschutzgesetz ist am 2. Juli 2023 in Kraft getreten und wurde einen Monat zuvor im sogenannten “Bundesgesetzblatt” verkündet. Dort heißt es auch, dass die Einführung einer internen Meldestelle für alle Betriebe mit mindestens 50 Beschäftigten seit dem 17. Dezember 2023 verpflichtend ist. Organisationen mit mehr als 249 Angestellten mussten bereits im Juli ein entsprechendes System eingeführt haben.

Welche Anforderungen muss ein Hinweisgebersystem gesetzlich erfüllen?

Ein Hinweisgebersystem nach Definition des HinSchG bzw. der EU-Whistleblower-Richtlinie muss es allen Mitarbeiter:innen erlauben, eine Meldung einzugeben. Es soll sowohl mündliche als auch schriftliche Meldungen ermöglichen. Auf Verlangen der Hinweisgebenden muss auch ein persönliches Gespräch möglich sein; die Anonymität der Whistleblower ist aber zu wahren. Personendaten der Whistleblower sind vertraulich zu behandeln. Meldekanäle, wie die Telefonhotline oder der Beschwerdebriefkasten, genügen diesen Ansprüchen nicht (mehr).

Welche Hinweisgebersysteme gibt es?

In meinem Test habe ich mir die Hinweisgebersysteme von SpeakUp, preeco, Whistleblower Software, 123Hinweisgebersystem, Kenjo und Factorial näher angeschaut. Neben diesen Softwarelösungen gibt es aber auch noch andere Möglichkeiten für dein Hinweisgebersystem, zum Beispiel externe Meldestellen oder Ombudspersonen (z. B. Compliance-Beauftragte oder Anwält:innen). Allerdings entbindet dich das nicht von der Pflicht, Hinweisen selbst intern nachzugehen und ggf. Folgemaßnahmen zu ergreifen.

Was sind die Vorteile eines Hinweisgebersystems?

Die Vorteile eines Hinweisgebersystems sind eine offene Feedback- und Fehlerkultur, eine schnellere Problemlösung und effektives Aufdecken von Missständen – bevor diese an die Öffentlichkeit gelangen. Dadurch stärkst du sowohl das Vertrauen deiner Mitarbeiter:innen in dich, als auch den Ruf deiner Marke. Ein Hinweisgebersystem nach HinSchG bewahrt dich zudem vor Bußgeldern zwischen 20.000 und 500.000 €, denn für Unternehmen über 50 Mitarbeiter:innen ist ein Hinweisgebersystem Pflicht.

Alle verglichenen Whistleblowing-Tools im Überblick

Du willst schnell ein Hinweisgebersystem bei dir im Unternehmen einrichten, aber das passende war noch nicht dabei? Dann findest du hier einen schnellen Überblick über die besten Tools meines Vergleichs:

LegalTegrity
1,2
Testnote
Sehr gut
SpeakUp
1,5
Testnote
Sehr gut
Kenjo Hinweisgebersystem
3.7
1,6
Testnote
Gut
123Hinweisgebersystem
1,6
Testnote
Gut
tell it
1,7
Testnote
Gut
Factorial Informationssystem
4.5
2,1
Testnote
Gut
Whistleblower Software
1,0
Testnote
Sehr gut
preeco | hinweisgeber
1,2
Testnote
Sehr gut
FaceUp
Hintbox
Open Blow
Vispato
Whistle Willow

Änderungshistorie

13.12.2023
Hinweisgebersysteme - Test

trusted nimmt LegalTegrity in den großen Hinweisgebersysteme-Test auf. Das Ergebnis: LegalTegrity erzielt eine Note von 1,4 (Sehr gut) und landet auf Platz 3 von 8.

25.10.2023
Hinweisgebersysteme - Test

trusted hat den großen Hinweisgebersysteme-Test mit insgesamt 12 Anbietern durchgeführt und stellt dir die 6 besten Angebote hier übersichtlich vor. Das Ergebnis des Tests: Whistleblower Software landet mit der Testnote 1,0 (Sehr gut) auf dem ersten Platz.

08.02.2023
Hinweisgebersysteme - Test

trusted hat den großen Hinweisgebersysteme-Test mit insgesamt 19 Anbietern durchgeführt und stellt Ihnen die 5 besten Angebote hier übersichtlich vor.

Diana Meier
trusted-Expertin für HR-Software
Diana Meier
trusted-Expertin für HR-Software

Diana ist Redakteurin für HR-Themen bei trusted.de. Die studierte Personalmanagerin und zertifizierte Ausbilderin hat bereits im Studium unter anderem HR-Software getestet. Mit diesem Vorwissen testet sie nun für Sie die beste Personalmanagement-Software.

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