Fazit der Redaktion
Flirtmit verkauft sich mit dem Slogan „Starte deine Lovestory“ als kostenlose, unkomplizierte Datingseite. Für mich war es eher ein wilder Mix aus Fakes, Spam, erotisch angehauchten Profilen und einigen wenigen ernsthaften Kontakten.
Der Betreiber sitzt in Hongkong, die Seite läuft browserbasiert, das Design ist schlicht und funktional. Der Vibe: „kostenlos, low effort, mal gucken, was so passiert“.
Es gibt auch positive Seiten: Im Gegensatz zu einigen anderen Gratis-Portalen ist bei Flirtmit zumindest etwas los. In meinem 14-tägigen Test habe ich 45 erste Nachrichten verschickt, 6 erste Nachrichten bekommen und hatte am Ende immerhin 2 erfolgreiche Kontakte – also solche, mit denen ich mir ein Date zumindest hätte vorstellen können.
Es gibt hier also echte Menschen, die antworten, sich artikulieren können und mit denen der Austausch Spaß macht. Grundsätzlich ist Flirtmit eine klassische Singlebörse. Das Profil lässt sich mit sehr vielen Details füllen (Freitextfelder, Hardfacts, riesige Interessen-Checklisten). Wer mag, kann sich hier ziemlich detailliert darstellen. Ist das Profil erst einmal angelegt, kannst du nach potenziellen Partner:innen per freier Suche filtern.
Die Schattenseiten sind allerdings massiv, vor allem beim Thema Qualität und Sicherheit. Nur wenige Minuten nach meiner Anmeldung bekam ich Nachrichten von diversen Scam-Profilen. Kuss-Smileys und die sofortige Aufforderung, lieber von “Flirtmit” auf Telegram umzuziehen, waren da noch das harmloseste. Teilweise gibt es auch derbe Messages à la „Mein S****** ist hart“. Viele der betreffenden Accounts wurden kurz darauf „vom Admin gelöscht“, was meinen Scam-Verdacht bestätigt.