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Mittwoch, 6 Februar 2019
30 Minuten Lesezeit

Euren eigenen Online-Shop erstellen - Der ausführliche trusted-Guide für Gründer

Eike Kewitz
Redakteur von trusted

Euer eigener Online-Shop - Hintergründe und wichtige Infos

Kennt ihr zufällig den Unternehmer Tarek Müller? Seit ein paar Jahren bereichert er mit seiner Firma Projekt Collins die deutsche und westeuropäische Modebranche mit sehr smarten, personalisierten und inspirierenden E-Commerce-Ansätzen. Ein Beispiel dafür ist der Online-Shop About You. Der Shop hat eine starke Geschichte und führt sie bis zum heutigen Tag fort.

Die Story: Aus einem kleinen Startup, von dem niemand dachte, dass es sich neben Größen wie Amazon und Zalando behaupten kann, ist innerhalb kürzester Zeit ein Unternehmen im Wert einer Milliarde (!) Euro geworden. Mittlerweile ist About You in sieben verschiedenen Ländern vertreten und verkauft Schuhe, Mode und Accessoires an überaus zufriedene Kunden. Um es neumodisch auszudrücken: About You ist ein Einhorn.

Eine Erfolgsstory: Der Modeshop About You erzielt Millionenumsätze
Eine Erfolgsstory: Der Modeshop About You erzielt Millionenumsätze
Screenshot: aboutyou.de
Online-Shops

Laut Definition ist ein Online-Shop - synonym auch Webshop genannt - eine Plattform oder ein Verkaufssystem im Internet, über das ihr Waren kaufen und verkaufen könnt. Auf die Größe kommt es dabei nicht. Das lokale Rock-Festival mit eigenem Ticket-Store gilt ebenso als Online-Shop, wie Amazon oder andere Riesen.

Die Geschichte ist deswegen so inspirierend, weil es sich um einen Online-Shop handelt, von dem es bereits zigtausende gibt - gerade was Mode und Schuhe angeht. Trotzdem kann offensichtlich eine einfache Idee wie ein Shop immer noch Massen begeistern und Millionen-Umsätze generieren.

Wie ihr auch euren eigenen Online-Shop erstellen könnt (und vielleicht bald ebenso groß rauskommt wie Tarek und sein Projekt About You), zeigen wir euch in diesem ausführlichen trusted-Guide für Shop-Gründer.

Zahlen und Fakten rund um den deutschen Online-Handel

Oder: Welches Potenzial der Online-Handel euch bietet.

Eine Studie hat bereits im Jahr 2016 ergeben, dass allein die deutschen Mode-Online-Shops einen Umsatz von insgesamt 384 Euro pro Sekunde erreichen.

Da der Online-Handel in Relation zum stationären Einzelhandel immer stärker wird, ist mittlerweile von noch höheren Umsätzen auszugehen. Die ersten Statistiken für 2018 rechnen mit einem Gesamtumsatz in allen Bereichen zusammen von 53,4 Milliarden Euro – und so mit einem stolzen Plus von 10 Prozent im Vergleich zum Jahr davor.

Online-Shops erleben einen ungebrochenen Boom, Tendenz weiter steigend
Online-Shops erleben einen ungebrochenen Boom, Tendenz weiter steigend
Screenshot: trusted.de

Noch dazu nimmt Deutschland den zweiten Platz der insgesamt im Netz umsatzstärksten Länder in Europa ein. Nur die Franzosen erreichen noch höhere Umsätze.

So wird – zusammen mit der atemberaubenden Geschichte von About You – das Potenzial deutlich, das ihr mit eurem Online-Shop ausnutzen könnt.

Eure zukünftigen Kunden?
Eure zukünftigen Kunden?
Screenshot: trusted.de

So kommt ihr zum eigenen Online-Shop

Empfehlenswerte Systeme für euren Online-Shop

Gut, lasst uns starten. Schritt 1 ist erst einmal die Planungsphase. Ihr müsst euch zumindest einmal darüber Gedanken gemacht haben, was ihr in eurem Shop anbieten möchtet und wie groß ihr ihn aufziehen wollt. Also, ob euer Online-Shop ein eigenständiges Business oder ein Nebenprojekt sein soll. Davon ist abhängig, welchen Aufwand der Shop verursachen sollte und wie viele Ressourcen ihr dafür benötigt. Und ultimativ stellt sich davon ausgehend natürlich die Frage, welche Shop-Systeme für euch infrage kommen. In aller Kürze:

  • Was wollt ihr verkaufen?
  • Wie groß soll euer Webshop sein?
  • Wie viel Aufwand könnt ihr darin investieren?

Um euch schon einmal ein wenig Orientierung mit auf den Weg zu geben, haben wir eine kleine Tabelle für euch vorbereitet:

So baut ihr euren ShopSchwierigkeitsgradVorteileNachteileUmsetzungZeitaufwandKostenBeispiele
Verkaufsplattformen / Marketplacessehr einfachBereits vorhandene Besucherzahlen und Optimierungen, Minimaler Zeitaufwand, (In der Regel) kostenlos, Kein Zusatzaufwand durch Hosting, etc.Fehlende Individualität, Abhängigkeit von Plattformen und deren System, gegebenenfalls Provision auf VerkäufeAnmelden, Produkte einstellenein paar Tagein der Regel keine (abgesehen von Provision)Amazon, eBay, etc.
BaukastensystemeinfachOnline-Shop schnell und intuitiv erstellen, vergleichsweise geringe Kosten, Sehr schneller Start, Hosting inklusiveFunktionsumfang eingeschränkt, Abhängigkeit vom Anbieter und dessen System, Stigma: “Online-Shop von der Stange”Anmelden, Design auswählen, Shop aufbauen (per Drag-and-Drop), Schnittstellen hinzufügen, Produkte einstellenca. 1 bis 3 Wochenmonatliche Kosten zwischen rund 5 und rund 200 Euro, Hosting und Domain inklusive1&1 IONOS, Wix, Jimdo, etc.
Shop-Systemesehr komplexkreative und technische Freiheit, unabhängig, professionell und vielseitighohe Entwicklungskosten, hoher Zeitaufwand, Zusätzlicher Aufwand durch Hosting und WartungShop-Oberfläche individuell erstellen (per Code), mit Management-System verknüpfen, Produktdaten pflegen, Serverarchitektur bereitstellen, ...mehrere Wochen bis Monateeinmalige Entwicklungskosten von 2.000 bis 20.000 Euro plus monatliche Kosten zwischen 20 und 350 EuroMagento, PrestaShop, WooCommerce, u.w.
Shop erstellen lassen (Agentur, Freelancer, etc.)einfachkein eigener Entwicklungsaufwand, professionelles Design, professionelles Backend (Magento, o.ä.), Anfertigung “nach Maß”hohe Entwicklungskosten, Abhängigkeit von beauftragter Agentur/Freelancer, zusätzlicher Aufwand durch Hosting und WartungAuftragserstellung, Briefingmehrere Wochen bis Monateeinmalige Entwicklungskosten von 2.000 bis 20.000 Euro plus monatliche Kosten zwischen 20 und 350 Euro

Verkaufsplattformen wie eBay, der Amazon Marketplace oder ähnliche sollen hier nicht weiter behandelt werden, da sie aus unternehmerischer Sicht kaum interessant sind. Außerdem ist euer Auftritt auf diesen Plattformen streng genommen auch kein eigener Online-Shop.

Shop mit dem Homepage- oder Shop-Baukasten erstellen

Um einen Webshop mit 1&1 IONOS, Wix oder Jimdo zu erstellen, benötigt ihr eigentlich nur einen Account bei der jeweiligen Plattform. Diese Shop-Systeme bzw. Shop-Baukästen laufen in der Cloud, das bedeutet: Ihr könnt per Webbrowser von überall und zu jeder Zeit auf euer Backend zugreifen. Alles, was sonst noch wichtig ist, ist eigentlich nur eine Domain (mehr dazu unten). Die ist aber bei vielen Shop-Tarifen der genannten Anbieter schon mit integriert.

Nach der Anmeldung wählt ihr ein sogenanntes Theme oder Template, also eine Designvorlage für euren Shop aus. Dafür gibt es bei den einzelnen Anbietern unterschiedlich viele, die ihr anschließend auch noch flexibel anpassen könnt, um euer eigenes Look and Feel für euren Shop abzubilden.

Anbieter wie Jimdo, 1&1 und Co. warten mit einer ganzen Reihe toller Designvorlagen auf
Anbieter wie Jimdo, 1&1 und Co. warten mit einer ganzen Reihe toller Designvorlagen auf
Screenshot: jimdo.de

Der nächste Schritt ist die Gestaltung eures Shops mit Bildern und Texten. Mit den genannten Systemen könnt ihr ganz einfach Seiten und Elemente per Drag-and-Drop hinzufügen, verschieben und verändern. Das ist intuitiv und geht relativ fix. Außerdem seht ihr so immer in Echtzeit, wie die Veränderungen sich auf eurer Shop-Oberfläche bemerkbar machen - bei Code nicht ganz so einfach.

Die meisten Shop-Baukästen haben supereinfache Drag-and-Drop-Editoren mit an Bord
Die meisten Shop-Baukästen haben supereinfache Drag-and-Drop-Editoren mit an Bord
Screenshot: ionos.de

Eure Produkte pflegt ihr hier mithilfe eines integrierten Datenbanksystems. Meistens ist der Import bestehender Produktlisten per CSV oder Excel-Tabelle kein Problem.

Habt ihr alle diese Schritte erledigt, seid ihr im Grunde startklar und könnt sofort mit eurem Webshop loslegen. Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung und was es sonst für euch noch zu beachten gibt, findet ihr weiter unten.

Online-Shop mit professioneller Shop-Software erstellen

Wenn ihr euren Online-Shop mit einer professionellen Software wie PrestaShop oder Magento verbinden und individuell erstellen möchtet, müsst ihr euch darüber im Klaren sein, dass das Projekt aus diversen Blickwinkeln deutlich voluminöser wird. Demnach solltet ihr euch mit eurem Vorhaben sicher sein.

Bei den genannten Beispiel-Softwares handelt es sich um Open Source-Systeme, vergleichbar mit WordPress bei normalen Websites. Die müsst ihr euch selbst downloaden, installieren sowie konfigurieren. Genau das sowie das Verbinden mit der parallel zu erstellenden Shop-Website ist das Komplexe daran. Einsteiger ohne technische Vorkenntnisse werden es kaum schaffen. Je nach System wird hier oft nicht mit WYSIWYG-Generatoren wie bei den obigen Baukasten-Systemen gearbeitet, sondern mit hartem Code.

Zudem müsst ihr euch um ausreichend Webspace für das Hosting sowie um eine eigene Domain selbst kümmern. Da kommen weitere Anbieter dazu. Viele von ihnen bieten den Webspace zusammen mit einer Domain an und sichern letztere für euch. Bei manchen bekommt ihr aber auch nur den Webspace und müsst euch um den Domain extra kümmern.

Seid euch also darüber im Klaren, dass ein Online-Shop mit professioneller Software kein Zuckerschlecken ist. Sondern dass er einen hohen Zeit-, Kosten- und Einarbeitungs-Aufwand voraussetzt.

Online-Shop erstellen lassen

Natürlich könnt ihr euren individuellen Online-Shop auch von einer Agentur oder von Freiberuflern erstellen lassen. Für die ist es ein Kinderspiel, die Softwares zu installieren und einzurichten sowie einen klasse aussehenden Online-Shop drumherum zu designen. Das lassen sie sich aber auch fürstlich bezahlen.

Insofern kommt eine Agentur oder ein Freiberufler nur dann für euch infrage, wenn ein entsprechend hohes Budget bereitsteht. Steht es nicht bereit, dann solltet ihr zunächst auf Cloud-Lösungen / Baukästen setzen oder versuchen, das technische Know-how inhouse abzubilden.

Die Größe des Online-Shops spielt bei den Kosten keine besondere Rolle. Denn die Größe eines Shops ergibt sich insbesondere aus der Menge an Produkten und verschiedenen Kategorien. Das sind die Komponenten, für die ihr nach dem Erstellen des Shops eher selbst verantwortlich seid. Das, was euren Online-Shop tatsächlich teuer macht, ist dessen technische Infrastruktur und eben die Konfiguration der dahinterstehenden Systeme.

Lasst euch idealerweise von einer Agentur oder einem Freiberufler beraten und holt verschiedene Angebote ein, wenn ihr es vorzieht, das Projekt von Externen erledigen zu lassen.

Das müsst ihr bei eurem Online-Shop beachten

Ob ihr einen Baukasten oder das Individuelle vorzieht, ist unter dem Strich eine Grundsatzentscheidung. Doch damit ist noch nicht Schluss. Vier wichtige Punkte müsst ihr noch klären, bevor euer Online-Shop an den Start gehen kann:

Hosting und Webspace

Damit eure Kunden den Online-Shop überhaupt im Web erreichen können, braucht ihr einen Webspace. Den könnt ihr bei vielen verschiedenen Anbietern für eine monatliche Pauschale mieten. Doch wählt nicht irgendeinen Anbieter, weil „sie ja sowieso alle das gleiche anbieten“, sondern wählt weise. Oftmals bestehen die Unterschiede in minimalen Details, die insbesondere den Einsteigern unter uns kaum auffallen.

Beispielsweise:

  • Insbesondere bei Webshops braucht es mit der Zeit Server, die auch höheren Besucheranstürmen standhalten – ansonsten wird sehr wahrscheinlich das passieren, was bei vielen Ticketbörsen passiert, wenn der Vorverkauf für bekannte Bands startet
  • Der Webspace sollte auch rein technisch auf den Einsatz eines Shops ausgerichtet sein, also beispielsweise die komplexen Shop-Softwares hosten können
  • Durchschnittswerte des Hosters über die Aufrufzeiten (Ladezeiten) von Websites oder Ausfallzeiten können interessant werden, wenn es darum geht, die Performance eines Anbieters einzuschätzen – auch hinsichtlich SEO
  • Ein ausgezeichneter Support scheint weniger relevant zu sein, aber wenn es mal zu Problemen kommt, dann möchtet ihr sicher schnelle Hilfe bekommen – hier solltet ihr Testberichte von verschiedenen Hostern durchlesen
  • Achtet darauf, dass euer Hoster eine SSL-Verschlüsselung anbietet
  • Dass euer Online-Shop wächst, davon ist auszugehen – irgendwann wird er an die Grenzen des ursprünglich ausgewählten Webspaces kommen und dann solltet ihr reibungslos sowie kostengünstig auf das nächsthöhere Paket umsteigen können
  • Beurteilt wie bei einer Versicherung nicht den Preis allein, sondern das Preis-Leistungs-Verhältnis

Lasst euch am besten von den Hostern beraten. Beachtet dabei aber auch, dass die Berater unter Umständen verkaufen möchten und ihre Leistungen besser anpreisen als sie sind. Vergleiche und Erfahrungsberichte im Netz helfen euch hier weiter!

Eigene Domain

Auch eine Domain ist essentiell, damit potenzielle Käufer euren Online-Shop später erreichen können. Tatsächlich wäre das sonst nur mit einer komplexen IP-Adresse machbar, also dieser scheinbar wahllosen Aneinanderreihung von Zahlen und Punkten, die man sonst aus dem Heimnetzwerk kennt.

Die meisten Hoster bieten den Webspace direkt mit einer Domain an. Und nach genau diesen Angeboten solltet ihr auch suchen, denn eine Domain mit einem woanders vorhandenen Webspace zu verbinden, ist für Ungeübte gar nicht so einfach.

So müsst ihr dann weniger den technischen Part des Einrichtens beachten als vielmehr die kreativen Anforderungen an eine Domain.

Beachtet:

  • Der Domain-Name ist kurz und einprägsam zu halten, muss einfach einzugeben sein und baut beim Nutzer idealerweise eine Erwartungshaltung auf
  • Ihr könnt im Domain-Namen sämtliche Buchstaben (außer Umlaute) sowie Bindestriche und Zahlen verwenden – Groß- und Kleinschrift spielt keine Rolle, da die Domain so oder so auf euren Online-Shop führen wird
  • Neben den klassischen Endungen wie „.de“ oder „.com“ könnt ihr euch auch für eine der neuen TLDs (Top Level Domains) entscheiden – aber wählt genau wie beim Webspace auch hier weise und verzichtet, wenn die klassischen Endungen einfach besser sind, lieber auf Spielereien
  • Wenn euer ausgesuchter Name unter „.de“ vergeben aber unter „.com“ noch verfügbar sein sollte, dann denkt bestenfalls dennoch darüber nach, einen anderen und noch nicht vergriffenen Domain-Namen wählen

Brainstormt am besten verschiedene Ideen aus. Schreibt sie nieder und begebt euch dann zu einer Website wie www.checkdomain.de. Dort könnt ihr eure Ideen als Domain-Namen eintippen und herausfinden, was noch frei und was bereits vergriffen ist.

Sicherheit und SSL-Zertifikat

In Zeiten des Datenschutzes, der DSGVO sowie der ePrivacy-Verordnung solltet ihr tunlichst vermeiden, einen nicht ausreichend gesicherten Online-Shop zu launchen. Ansonsten könnt ihr recht schnell mit Klagen und Abmahnungen rechnen. Genauso ist die Sicherheit zum Beispiel dahingehend relevant, als dass Cyber-Kriminelle euren Shop hacken und Schäden anrichten könnten. Sämtliche Punkte wären mit schlaflosen Nächten und hohen finanziellen Konsequenzen verbunden.

Achtet bei der Wahl eures Hosters also darauf, dass ausreichende Sicherheitsmaßnahmen vorhanden sind. Dazu gehört insbesondere auch, dass der Hoster euren Online-Shop per SSL verschlüsseln kann. Ansonsten wird euer Shop als „nicht sicher“ gekennzeichnet, was eure Käufer misstrauisch machen würde und kann sogar Abstufungen beim Google-Ranking erfahren. Davon ab wäre es auch einfach unverantwortlich, einen Shop, wo beim Bestellen sensible Kundendaten transferiert werden, ohne SSL laufen zu lassen.

Rechtssicherheit

Dass man als Käufer beispielsweise seine bestellten Schuhe problemlos wieder zurücksenden kann, ist mittlerweile einfach normal. Dahinter stecken aber mitunter komplexe Rechtstexte. Die Rechtssicherheit eines Online-Shops ist nicht zu unterschätzen.

Beachtet unbedingt, dass es zu teuren Abmahnungen und Klagen kommen kann, wenn das Recht symbolisch gesehen nicht wasserdicht ist. Beauftragt am besten einen Anwalt, um die Rechtssicherheit eures Online-Shops sicherzustellen oder bemüht spezielle Generatoren, um alle nötigen Texte (Impressum, Datenschutzerklärung, etc.) rechtssicher aufzusetzen.

5 kostenlose Generatoren für eine rechtssichere Website

Alle reden von Datenschutz. In Zeiten, in denen jeder Mensch immer gläserner zu werden scheint, nicht verkehrt. Doch bedeutet das für nahezu jeden Webseitenbetreiber…

In aller Kürze:

  • Webspace und Hosting: Webspace ist nicht gleich Webspace. Ihr solltet insbesondere die technischen Faktoren der verschiedenen Angebote miteinander vergleichen. Nur so könnt ihr sicherstellen, dass euer Shop nachher performant und dauerhaft erreichbar ist.
  • Domain: Die Domain ist so etwas wie das Aushängeschild eures Shops. Gestaltet sie kurz, schreibbar sowie einprägsam und baut idealerweise beim potenziellen Kunden eine Erwartungshaltung auf.
  • Sicherheit und SSL: Wenn eure Kunden bestellen, geben sie sensible Daten einschließlich vielleicht ihrer Kredit- und Bankdaten ein. Eine lückenlose Sicherheit und SSL-Verschlüsselung sind unbedingt sicherzustellen.
  • Rechtssicherheit: Sichert euch rechtlich ausreichend ab, aber lasst euren Kunden dennoch die Freiheiten, die sie sich wünschen und die sie brauchen. Einen Anwalt hinzuzuziehen, ist ggf. eine gute Idee.

Einen eigenen Online-Shop erstellen - So geht’s

Grundsätzlich und ganz konkret müsst ihr fünf Schritte durchlaufen, bis euer Online-Shop fertig ist:

  1. Gewerbe anmelden
  2. Seite und Shop erstellen
  3. Produkte, Produktdaten und Produktbilder einpflegen
  4. Backend und Workflows einrichten
  5. Optimieren und bewerben

Auch wenn eure Aufgabenliste recht kompakt aussieht, können - gerade bei komplexeren Shops - Wochen und Monate ins Land gehen, bis ihr euren ersten Besucher empfangen und About You Konkurrenz machen könnt. Legen wir deswegen doch direkt los:

1. Gewerbe anmelden

Es ist vollkommen irrelevant, ob euer Online-Shop klein oder groß ist und ob ihr mit ihm kleine oder hohe Umsätze macht. Ihr braucht in jedem Fall einen Gewerbeschein, um den Shop dauerhaft betreiben sowie mit ihm Gewinne erzielen zu dürfen. Wenn ihr euren Shop ohne ein angemeldetes Gewerbe betreibt, drohen harte Konsequenzen.

Ein Gewerbe meldet ihr beim Gewerbeamt oder manchmal auch bei der lokalen Industrie- und Handelskammer an. Mit den freien Berufen, wo man nur beim Finanzamt eine Steuernummer beantragen muss, hat das nichts zu tun.

Ihr müsst dann unter anderem angeben, welchem Zweck das Unternehmen dient und ob ihr es hauptberuflich oder nebenberuflich betreibt. Falls erforderlich, könnt ihr die Angaben im Nachhinein noch verändern oder ergänzen.

Nebengewerbe anmelden - Wie es geht und was Sie dazu wissen müssen

Der Trend neben dem eigentlichen Job noch ein Nebengewerbe zu Gründen besteht schon seit vielen Jahrzehnten, ein Ende ist nicht in Sicht. Kein Wunder…

Zusätzlich zu den Formular-Angaben sind bestimmte Unterlagen einzureichen. Bei euch wären das der Personalausweis, ein aktueller Auszug aus dem Handelsregister sowie euer Gesellschaftsvertrag. Die letzten beiden werden nur dann gefordert, wenn ihr das Gewerbe für eine Gesellschaft (beispielsweise GmbH oder UG) anmeldet. Sofern das Gewerbeamt weitere Unterlagen einsehen möchte, wird es euch darüber informieren.

Übrigens: Bei ausgewählten Gewerbeämtern könnt ihr euer Gewerbe mittlerweile schon online anmelden. Ihr braucht dann also nicht mehr hinzufahren und Nummern zu ziehen.

2. Online-Shop erstellen (lassen)

Eine Entscheidung darüber, ob ihr einen Marketplace, einen Baukasten oder einen individuellen Online-Shop erstellen möchtet, habt ihr vorhin bereits getroffen. Genauso habt ihr Einblicke bekommen, wie die verschiedenen Varianten funktionieren. Nun geht es also ans Eingemachte:

  • Wählt ein Design für euren Shop, das am besten zu euch und zu eurem Angebot passt. Hier sind eurer Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Die meisten Baukasten-Anbieter haben eine ganze Reihe an ansprechenden Vorlagen im Gepäck, und wenn ihr eure Website selbst erstellt, seid ihr ohnehin flexibel.
  • Steht das Design müsst ihr euch um die wichtigsten Seiten und deren Inhalte kümmern. Eine Startseite ist genauso wichtig wie ein Katalog mit Suchfunktion (und eventuell Filtern), ein Checkout, die wichtigsten Social-Media-Anbindungen, ein Kontaktformular und die wichtigsten Texte wie Impressum, Datenschutzerklärung, AGB, etc. Keine Angst: Mithilfe eines Baukastensystems sind solche und viele andere Elemente ganz einfach und schnell integriert.
  • Last but not least müsst ihr eure fertige Seite noch mit einer Domain verknüpfen. Entscheidet ihr euch für einen Baukasten wie 1&1 IONOS, Wix oder Jimdo, ist eure Domain bereits integriert und registriert. Ansonsten genügen bei den meisten Shop-Systemen ein paar Klicks, um eure Domain zu verknüpfen.

Anbieter auswählen

Wollt ihr für den Anfang einen einfachen Shop-Baukasten verwenden, um schnell und einfach durchzustarten? Kein Problem! Wir haben bereits die besten Systeme auf dem Markt für euch getestet und informieren euch über ihre Stärken und ihre Vor- und Nachteile. Schaut einfach mal vorbei.

Kostenloser Shop oder Premium-Version?

Prinzipiell kann man sagen, dass die Premium-Version eines Baukastens immer ein bisschen besser und somit zu empfehlen ist. Vor allem, weil sie bei den meisten Anbietern wirklich überschaubare Kosten hervorruft.

Bei den kostenlosen Shops – da müsst ihr dann nur noch für das Hosting und die Domain bezahlen – kann es recht schnell zu der Situation kommen, dass von euch gewünschte Features nicht umsetzbar sind.

Beispiele:

  • Ihr möchtet euren Käufern anbieten, via Kreditkarte oder auch PayPal zu bezahlen, doch die Free-Version umfasst nur die Option der Vorauskasse
  • Ihr möchtet verschiedene Logistikunternehmen wie DHL und Hermes anschließen, damit eure Käufer direkt bei euch den Versandstatus einsehen können, aber die Free-Version beinhaltet solche Schnittstellen nicht
  • Generell müssen eure Käufer in der Free-Version ihre Daten immer wieder neu eingeben, statt dass sie sich registrieren können, um ihre Daten in eurem Shop zu speichern
  • Nach einer gewissen Zeit möchtet ihr andere Länder erobern, stellt jedoch fest, dass die Free-Version nur eine Sprache und eine Währung unterstützt

Problemsituationen wie diese treten immer wieder auf.

Selbstverständlich sind nicht alle Free-Versionen schlecht und viele von ihnen bieten klasse Leistungen dafür, dass sie nichts kosten. Wenn ihr aber ein waschechtes Unternehmen gründen und mit einer gewissen Ernsthaftigkeit an das Thema herangehen möchtet, solltet ihr euch bei dem entsprechenden Anbieter mindestens für einen Premium-Plan entscheiden. Das macht vieles leichter.

3. Produkte einpflegen

Einen Online-Shop erstellen, launchen und die ersten Produkte verkaufen. Es könnte so einfach sein. Leider müssen eure vielen Produkte aber erst einmal in den Shop eingebunden werden. Vorher sind sie dort nicht sichtbar und verkaufsbereit.

Sowohl mit dem Baukasten als auch mit professionellen Shop-Systemen funktioniert das Einbinden von Produkten rein technisch sehr einfach mithilfe von Datenbanken und integrierten Eingabemasken. Dort hinterlegt ihr einfach die wichtigsten Daten zu eurem Produkt und fügt bei Bedarf auch noch Texte und Bilder hinzu.

Neue Produkte anlegen? Mit dem richtigen Backend absolut kein Problem
Neue Produkte anlegen? Mit dem richtigen Backend absolut kein Problem
Screenshot: wix.com

Unterschätzt aber auch hier den Zeitaufwand nicht. Einerseits mit Blick auf die Menge an Produkten und andererseits mit Blick auf qualitative Produkttexte sowie Produktbilder.

Es reicht heute gewiss nicht mehr, irgendwelche Texte runterzuschreiben und emotionslose Bilder zu hinterlegen. Eure Käufer möchten wissen, was sie von einem bestimmten Produkt haben. Sie möchten es erleben, so wie im stationären Handel etwa. An dieser Stelle braucht ihr unter Umständen also auch noch Profi-Texter und -Fotografen, die euren Shop sowie eure Produkte zum Leben erwecken. Das wirft weitere Kosten auf.

Worauf ihr insbesondere bei den Texten achten solltet, wenn ihr sie selbst schreibt:

  • Schreibt kreativ und emotionsgetrieben
  • Sprecht die Punkte an, die eure Käufer tatsächlich interessieren
  • Reiht nicht einfach die Produktfeatures aneinander, sondern erzählt dem Käufer emotional, was er davon hat, wenn er das Produkt kauft
  • Achtet auf kurze Sätze und eine angenehm lesbare Struktur
  • Macht, dass sich eure Käufer an euch erinnern
  • Produkttexte sind eher kurz, während ihr bei den Kategorietexten auch SEO-technisch ordentlich Gas geben könnt

4. Backend konfigurieren und Workflows einrichten

Eure Produkte sind mitsamt ihren Texten und Bildern eingebunden? Prima. Dann kommen wir nun zur heißen Phase vor dem Launch eures Online-Shops. Nämlich zur Einrichtung von Workflows mit entsprechenden Einstellungen im Backend.

Reibungslose Abläufe kommen nicht von allein. Noch dazu wäre es sogar gefährlich, Probleme erst dann zu lösen, wenn sie entstehen. Denn eure Kunden mögen Probleme sowie Unklarheiten und daraus resultierende Wartezeiten nicht. Deshalb solltet ihr euch Gedanken über die Workflows machen und euch selbst die Arbeit maximal erleichtern. Stichworte wären hier beispielsweise die Verwaltung des Lagers oder die Versandlogistik.

Teste außerdem sämtliche Seiten auf Fehler und Kinderkrankheiten. Gerade bei großen Online-Shops kann es vorkommen, dass nach dem Erstellen hier und da noch kleine Fehler nachgebessert werden müssen.

Einen besonderer Fokus beim Testen ist auf den Bestellprozess zu setzen. Es ist besonders ärgerlich, wenn potenzielle Käufer den Bestellprozess abbrechen, weil etwas nicht funktioniert.

Um Probleme wie diese zu erkennen, solltet ihr euren Online-Shop mit Analytics-Programmen verknüpfen. Diese liefern euch Einblicke in die Performance eures Shops. Unter anderem erfahrt ihr, welche Nutzer wann wie lange auf eurer Seite war und was sie gemacht haben.

Denkt beim Verknüpfen mit Analytics-Tools daran, eure Datenschutzerklärungen rechtssicher auszuführen.

5. Shop optimieren und Marketing betreiben

Der Hammer! Endlich ist euer Online-Shop bereit für den Launch. Bereit dazu, das Licht des Internets zu erblicken und die Herzen der Kunden zu erobern. Nur noch auf zwei Sachen kommt es nun an. Ihn zu bewerben sowie immer wieder zu testen und zu optimieren.

Marketing (SEO, Suchmaschinen- und Social Media-Anzeigen)

Um die Bekanntheit und Reichweite eures Online-Shops zu steigern, könnt ihr euch theoretisch an der kompletten Bandbreite an denkbaren Marketingmaßnahmen versuchen. Das Problem ist nur, dass das Budget für diese Maßnahmen nach dem Erstellen des Shops nur noch recht schmal ist. Von daher scheiden die teuren Maßnahmen aus und ihr solltet euch auf effiziente Maßnahmen im Low-Budget-Bereich konzentrieren.

Indem ihr eure Produkt- und Kategorie-Texte für Suchmaschinen optimiert, gewinnt ihr beispielsweise schon vieles. Die organischen Rankings sind – abgesehen vom entsprechenden Aufwand, sie zu erreichen – kostenlos.

Das Ziel besteht darin, zu besonders lohnenswerten Keywords so weit oben wie möglich zu stehen. Je höher eure Platzierungen ausfallen, desto mehr Kunden werden auf euren Shop aufmerksam. SEO besteht grundsätzlich aus den folgenden Teilbereichen:

Die wichtigsten SEO-Faktoren für die Suchmaschinenoptimierung 2019
Die wichtigsten SEO-Faktoren für die Suchmaschinenoptimierung 2019
Screenshot: trusted.de

Fokussiert euch aber auf keinen Fall nur auf SEO. SEO ist zwar immer sinnvoll und ohne würdet ihr wirklich große Potenziale verschenken. Gleichwohl ist SEO aber auch nicht alles. Vor allem, weil es unter Umständen ziemlich viel Zeit braucht, bis eure Rankings so aussehen, wie sie aussehen sollen.

Bis das soweit ist, solltet ihr auch weitere Marketingmaßnahmen einbeziehen. Beispielsweise Suchmaschinen- sowie Social Media-Anzeigen. Eure Maßnahmen sollten immer prinzipiell immer darauf fokussiert sein, den Menschen direkt zu erreichen. In diesem Fall also entweder also dann, wenn er nach einem bestimmten Keyword sucht oder wenn er durch seinen Newsfeed scrollt.

Bei den Suchmaschinen-Anzeigen bezahlt ihr pro Klick. Die Kosten dafür sind unterschiedlich hoch und werden durch die Bietenden bestimmt. Ihr setzt also ein Gebot fest, wie viel euch ein Klick maximal wert ist. Danach funktioniert es beispielsweise wie bei Ebay. Wer am meisten bietet, steht oben. Bei den Social Media-Anzeigen arbeitet ihr ebenfalls mit Tagesbudgets. Hier kann es zudem sein, dass ihr pro Impression bezahlt.

Testen und Optimieren (A/B-Tests)

Ihr könnt immer mehr potenzielle Käufer auf euren Online-Shop holen. Aber was habt ihr davon, wenn das Wort „potenziell“ bleibt? Wenn also diese Käufer nicht konvertieren, sondern nur ein bisschen stöbern und dann wieder gehen…? Weil ihnen etwas nicht gepasst hat oder weil etwas nicht funktioniert…?

Natürlich könnt ihr beruhend auf Erfahrungswerten und auf eurem Bauchgefühl vorab Elemente und Funktionen auswählen, von denen ihr glaubt, dass sie cool sind. Niemand kann aber bereits beim Erstellen des Shops beurteilen, ob sie auch wirklich funktionieren.

Mit A/B-Tests findet ihr schnell heraus, wie eure Seite ideal aufgebaut ist
Mit A/B-Tests findet ihr schnell heraus, wie eure Seite ideal aufgebaut ist
Screenshot: trusted.de

Nehmt euch deshalb grundsätzlich die Zeit und haltet ein entsprechendes Budget für A/B-Tests sowie Optimierungsmaßnahmen vor. So könnt ihr euren Online-Shop immer weiter verbessern.

Etwas „A/B zu testen“ bedeutet, dass ihr immer zwei Versionen einer Sache gegeneinander ausspielt. Das können zum Beispiel zwei verschiedene Headlines, zwei verschiedene Textstrukturen oder auch zwei verschiedene Produktbilder sein. Ihr messt die Performance der beiden Versionen, wertet das aus und lasst stets die Version stehen, die besser funktioniert hat. Dann macht ihr den nächsten A/B-Test.

Mit der Zeit nutzt ihr dadurch viele Chancen aus und es ist darüber hinaus erwiesen, dass ein Unternehmen seinen Erfolg durch solche Tests beinahe exponentiell steigern kann.

In aller Kürze:

  • Gewerbe anmelden: Ihr braucht, um euren Online-Shop betreiben und mit ihm Gewinne erwirtschaften zu dürfen, auf jeden Fall ein angemeldetes Gewerbe. Dieses Gewerbe könnt ihr beim Gewerbeamt oder vereinzelt auch online anmelden.
  • Online Shop erstellen: Entscheidet euch für eine der drei Optionen, um euren Online-Shop zu erstellen. Externe Hilfe ist normalerweise nur dann sinnvoll, wenn ihr euch einen individuellen Shop mit einer professionellen Software dahinter wünscht.
  • Produkte, Texte und Bilder: Erst mit verkaufsstarken Texten, ansprechenden Bildern und hochgeladenen Produkten wird euer Shop Erfolge verzeichnen können.
  • Backend und Workflows: Richtet euch Workflows ein und seid so auf alle denkbaren Situationen vorbereitet. So könnt ihr Bestellungen und logistische Angelegenheiten besser abwickeln sowie gekonnter auf Problemsituationen reagieren. Das wirkt beim Kunden professionell.
  • Tests und Optimierung: Führt immer wieder A/B-Tests durch, da sie den Erfolg eures Shops mitunter exponentiell beeinflussen können. Mindestens sammelt ihr aber Erfahrungen, was sehr gut und was eher weniger gut funktioniert.

Beispiele zur Inspiration

Die viele Theorie, wie ihr euren eigenen Online-Shop erstellen könnt, ist schön und gut. Aber was ist mit Cases und konkreten Ideen?

Bekommt ihr. Und zwar hier:

Was macht About You so besonders?

Eingangs habt ihr About You als einen der wachstumsstärksten deutschen Mode-Shops kennengelernt. Das Geheimnis hinter ihm ist ein recht einfaches. About You fokussiert sich auf den Kunden und seine Bedürfnisse. Und zwar auf eine besonders smarte Art und Weise:

Stellt euch vor, ihr möchtet ein neues Outfit shoppen.

Das Problem ist, dass ihr bei allen Produktkategorien immer wieder von vorne beginnen müsst. Ihr packt beispielsweise eine Hose in den Warenkorb und dann geht die Suche bei den Schuhen von vorne los. Online zu shoppen soll einfach und angenehm sein. Wenn Online-Shops aber so wie beschrieben funktionieren, ist es anstrengend.

Genau auf dieses Problem hat sich About You fokussiert. Der Kunde bekommt ein Gefühl wie beim Betreten eines Ladens. Wenn er eine Hose in den Warenkorb packt, dann bekommt er automatisch Vorschläge für Schuhe, Shirts und Jacken, die zur Hose dazu passen. Darüber hinaus findet der Kunde keine endlosen Produktübersichten. Stattdessen ploppen ab und zu Fotos von bekannten Personen in ihren About You-Outfits auf. Diese Outfits sehen stark aus und der Kunde kann sie sich direkt zusammenklicken. Kleine und individuelle Gimmicks, wie dass sich das Logo von „About You“ nach dem Einloggen zu „About [Vorname]“ ändert, sind dann das i-Tüpfelchen.

Das ist aus vielerlei Perspektiven äußerst smart. Orientiert euch daran, indem ihr euren Shop ebenso intuitiv bedienbar und inspirierend macht. Das funktioniert nicht nur in der Modebranche!

Shop besuchen:www.aboutyou.de

Gesunde Ernährung mit Tofukind.com

Die Masse an Leuten, die sich vegan oder mindestens vegetarisch ernähren möchten, wächst unaufhaltsam. Genauso die Masse an Leuten, die bestimmte Lebensmittel nicht mehr abkönnen, weil sie unter allergischen Reaktionen leiden. Genau diese Leute suchen oft nach bezahlbaren Alternativen. Erste Anlaufstelle: Supermarkt.

Das Problem dabei ist nur, dass man vor den Regalen steht und ohne entsprechendes „Fachwissen“ nicht weiß, was man denn nun kaufen darf oder nicht. Tofukind.com setzt dem ein Ende. Eine intuitive Navigation sowie eine äußerst umfangreiche Filterfunktion erlauben ein sehr genaues Aussieben des Produkts, das man tatsächlich sucht.

Umfassende Filter und eine tolle Aufmachung sind die Markenzeichen von tofukind
Umfassende Filter und eine tolle Aufmachung sind die Markenzeichen von tofukind
Screenshot: tofukind.de

Dass insbesondere diese Filterfunktionen keine Raketentechnik sind, stimmt zwar. Aber nur die wenigsten Online-Shop bieten sie in dieser Masse und mit diesen Details an. Nehmt nur mal die Anzahl an verschiedenen Allergenen. Vor diesem Hintergrund einen funktionierenden Filter zu schaffen, und ihn noch mit weiteren Filtern zu verbinden, spricht von einer umfassenden Konzeptionsarbeit und einem starken Backend.

Dazu kommt das schöne sowie übersichtliche Design des Shops, das trotzdem noch Platz für ein paar ansprechende Animationen hat. Tofukind.com wirkt trotz eines großen Sortiments alles andere als überladen. Die ausführlichen Texte unterhalb der Produkte machen ihn noch besser.

Shop besuchen: www.tofukind.com

Individuell Klamotten shoppen bei Notlikeyou.com

Converse-Schuhe oder Timberland-Stiefel mit individuellen Prints – allein das innovative Konzept von Notelikeyou.com ist schon super. Der Online-Shop macht es nur noch besser. Er vermittelt den individuellen, verspielten und bunten Touch des Konzepts auf eine wunderbare Art.

Mit selbst designten Chucks macht notlikeyou eine Menge Furore
Mit selbst designten Chucks macht notlikeyou eine Menge Furore
Screenshot: notlikeyou.com

Und trotz aller Verspieltheit findet sich der Kunde durch das schlicht-klare und schön strukturierte Design perfekt zurecht.

Das hat dem Notlikeyou.com-Online-Shop bereits einen Award als „innovativster Shop“ eingebracht.

Shop besuchen:www.notlikeyou.com

Schlichtes Deisgn auf Just-white.de

Mode mit Temperament, so könnte man sagen, ist es, was im Online-Shop von Just-white.de angeboten wird. Und der Shop setzt die Mode auf genau diese temperamentvolle und kreative Art und Weise in Szene.

Für just-white steht vor allem das minimalistische und klare Design
Für just-white steht vor allem das minimalistische und klare Design
Screenshot: just-white.com

Das Grunddesign ist wunderbar schlicht aufgebaut und bietet vereinzelt diese farbenfrohen Nuancen mit tollen Grafiken, die zudem noch interaktiv sind. So ähnlich wie bei About You reicht ein schneller Klick auf das Plus, um beispielsweise die Bluse oder Jacke der Dame in den Warenkorb zu packen.

Just-white.de schafft es, mit an sich sehr reduzierten Inhalten viel zu erreichen und eine schöne Wohlfühlatmosphäre beim Shoppen zu verbreiten.

Shop besuchen:www.just-white.de

5 Online-Shop-Tipps der trusted-Redaktion

Ein gutes Design ist das A und O

Ihr habt es an den verschiedenen Beispielen gesehen. Das Design spielt eine große Rolle. Wenn sich Kunden auf eurem Online-Shop nicht sofort wohlfühlen sowie zurechtfinden, verlassen sie ihn wieder. Ein Wiedersehen ist dann meist nicht mehr drin.

Tatsächlich entscheiden eure Kunden in den ersten weniger als 10 Sekunden, ob sie bleiben und shoppen oder ob sie gehen. Das ist ähnlich wie in einem stationären Geschäft in der Fußgängerzone. Beim Reinkommen hat man direkt so ein positives oder auch negatives Gefühl. Ergo lässt man sich entweder auf den Laden ein oder man geht wieder raus. Da spielen viele Faktoren hinein.

Bedenkt dabei, dass es sich negativ auf eure Suchmaschinenoptimierung auswirken kann, wenn eure Kunden so schnell wieder gehen. Denn eine kurze Verweildauer signalisiert den Suchmaschinen, dass Kunden bei euch nicht das gefunden haben, was sie suchten. Dass also das Suchergebnis, welches sie geklickt haben, nicht relevant für sie war. Und das führt dazu, dass euer Online-Shop am Ende schlechter rankt.

Investiert Zeit in Produkttexte und -bilder

Wir können es nur noch einmal wiederholen: Produkttexte, die nur so vor Keywords strotzen, nichts als eine Textwand sind und vor allem keine relevanten Inhalte bieten, helfen dem Kunden nicht weiter. Genauso wirken sich schlechte Produktbilder so aus, dass der Kunde eher „zurück“ klickt als das Produkt in den Warenkorb zu packen.

Wenn ihr selbst keine Zeit oder keine Lust zum Schreiben habt, dann sucht euch einen Texter. Und wenn euch das fotografische Talent oder die Ausrüstung fehlt, dann holt euch einen professionellen Produktfotografen. Die Investitionen lohnen sich.

Die richtigen Zahlungsarten - PayPal ist euer Freund!

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wenn er sich einmal dran gewöhnt hat, seine Online-Einkäufe mit PayPal zu bezahlen, dann geht es ihm zuwider, wenn der nächste Shop diese Bezahlart nicht anbietet. Oder wenn man seine Mode erst anprobieren und daher auf Rechnung bestellen möchte und das bei dem Shop nicht funktioniert.

Schlimmstenfalls verlassen diese Kunden euren Shop dann, obwohl sie so kurz davor waren, einen Warenkorb von 150 Euro zu kaufen.

Um einfach keinen Kunden zu verprellen, solltet ihr alle modernen Bezahlarten in eurem Shop anbieten. Sowohl die Premium-Baukasten-Shops als auch die professionellen Shop-Softwares bieten entsprechende Schnittstellen.

Bewirb deinen Shop auf sozialen Netzwerken

Auch das kann man nur wiederholen.

Bedenkt dabei aber, dass niemand in den sozialen Netzwerken unterwegs ist, um sich die Werbung von Unternehmen und Shops anzusehen. Achtet auf die Relevanz und filtert eure Zielgruppe heraus. Das ist bei sozialen Netzwerken durch die vielen Daten perfekt drin.

Eure Werbung muss bedarfsorientiert und so kreativ sein, dass man sie sich gerne ansieht und bestenfalls klickt. Einfache Produkt-Details helfen da nicht weiter. Transportiert in den kurzen und knappen Texten stattdessen ein Gefühl und seid empathisch. Kommuniziert eure USPs im Vergleich zu den anderen. Das ist unter vielen Punkten das, worauf es ankommt.

Ein kleiner Zusatztipp: Stellt euch beim Erstellen eurer Anzeigen einfach zehn Menschen aus eurem Umfeld vor, die in die Zielgruppe passen, und erstellt darauf basierend Inhalte, die diese zehn Menschen vom Hocker hauen würden.

Vergesst den Kundenservice nicht!

Wer als Kunde ein Problem hat, wünscht sich einen persönlichen und kompetenten Ansprechpartner, um dieses zu lösen. Unterschätzt den Faktor Kundenservice also nicht. Ein schlechter Service kann sehr schnell zu schlechten Bewertungen führen. Und dann bräuchtet ihr wieder ein entsprechendes Bewertungsmanagement.

Was euren Service ausmachen sollte:

  • Erreichbarkeit bis in den Abend hinein
  • Schnelle Verbindungen bei Anrufern, keine langen Warteschleifen
  • Eure Kunden sollten euch anrufen, anschreiben oder mit euch chatten können
  • Zeit für den Kunden und sein individuelles Bedürfnis
  • Kompetenz, sodass ihr auf die Fragen des Kunden auch antworten könnt

Der unerwartete Profi-Tipp zum Schluss

Einen bisher unerwähnten Tipp hat trusted noch: Schaut immer wieder über den Tellerrand. Macht nicht einfach das nach, was andere Online-Shops machen, sondern habt den Mut, euch ganz woanders Ideen zu holen und sie auf euer Business zu übertragen. Erst so entstehen die wirklich individuellen, innovativen und somit wertvollen Konzepte.

Wer immer nur die anderen nachmacht oder sich streng an Guides orientiert, ohne seine eigenen Gedanken und seine eigene Kreativität hineinzustecken, hebt sich am Ende nicht ab. Und genau das ist essentiell, wenn ihr im Online-Handel erfolgreich werden möchtet. Seid anders. Traut euch. Dieser Gedanke sollte immer präsent sein.

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