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Mittwoch, 6 Juni 2018
14 Minuten Lesezeit

Home Office - Alle Vor- und Nachteile der Heimarbeit

Benjamin Brückner
Redakteur von trusted

Home Office: Wofür es sich eignet und wofür nicht

Von zu Hause aus arbeiten? Was Anfang der 2000er Jahre noch utopisch klang, ist heute für Millionen Freelancer längst Realität. So stellen sie in den USA der Plattform Upwork zufolge in Zukunft die Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung. Und ein weiterer Trend zeichnet sich ab: Bereits jetzt sind 41 Prozent der US-Freelancer von zu Hause aus fleißig.

Auch hierzulande sind ähnliche Entwicklungen zu beobachten: Inzwischen lassen vier von zehn deutsche Unternehmen ihre Mitarbeiter im Home Office arbeiten. Kein Wunder, dass die Telearbeit so beliebt ist. Schließlich lautet ein geflügeltes Wort:

Zu Hause ist es doch am schönsten.

Dieser Artikel möchte Ihnen die Vorzüge und Nachteile des Home Office nahebringen. Dazu wird das Arbeiten von Zuhause aus zwei Perspektiven betrachtet: zum einen aus der Sicht des Freelancers. Zum anderen von der Warte der Startups.

Denn die Entscheidung für oder gegen ein Home Office ist eine, die Sie in mit Bedacht treffen sollten. Damit die Wohlfühlzone in den eigenen vier Wänden für alle Projektbeteiligten tatsächlich eine bleibt.

Home Office für Freelancer

Für Freelancer hat das Home Office eine Menge Vor-, aber auch einige Nachteile.

Vorteile

1. Kurzer Arbeitsweg

Und zwar morgens vom Bett aus in den Nebenraum, je nach Größe der Wohnung. Wer sich mit Freelancing ein Millioneneinkommen aufgebaut und sein Home Office in einem Schloss eingerichtet hat, braucht natürlich etwas länger vom royalen Schlafgemach durch den Bankettsaal hin zur Arbeitsstube.

Scherz beiseite, ein Home Office erspart Freelancern den Berufsverkehr: keine Rush Hour, kein minutenlanges Herumstehen an überfüllten Bahnstationen usw. Das ist nicht nur stressfreier, sondern auch zeitsparender als die tägliche Pendelei zur Arbeitsstelle.

2. Ruhe und Konzentration

Da die meisten Home-Office-Freelancer geistige Arbeiten verrichten, ist Ruhe ein wesentlicher Faktor für deren Konzentration. So sollten Freiberufler sich das Heimbüro möglichst lärm- und ablenkungsfrei einrichten.

Wichtige Voraussetzung hierfür ist, dass Sie nicht gerade in einer Party-WG mit 12 feierwütigen Studenten oder an einer vielbefahrenen Hauptstraße wohnen. Doch selbst dann können Freelancer gegensteuern, zum Beispiel mit Schallschutzkopfhörern. Ganz im Ernst, die Dinger sind jeden Cent wert!

3. Komfort

Darf es der Latte macchiato aus der eigenen Kaffeemaschine sein? Oder ein leckerer, selbst gemachter Salat zwischendurch zum Snacken? Im Home Office haben Sie die volle Kontrolle über Ihre Ernährung (sofern Sie nicht zu häufig den Verlockungen des Lieferdienstes verfallen) und über weitere Begleitumstände wie die bereits angesprochene Ruhezone.

Da Sie viel Zeit am Computer verbringen werden, sollten Sie, je nach finanziellen Möglichkeiten, auf schnelle Hardware und einen ergonomischen Arbeitsplatz mit entsprechendem Stuhl, Tastatur etc. setzen.

Zu viel Komfort kann jedoch auch ablenken, worum es später noch bei der Auflistung der Nachteile gehen wird.

4. Geringe Kosten

Die Nähe zum hauseigenen Kühlschrank und zum Smoothiemaker macht sich auch im Portemonnaie bemerkbar. Denn wer jeden Tag zur Arbeit fährt, neigt dazu, unterwegs Geld auszugeben. Zum Beispiel für folgende Dinge:

  • Coffee to go
  • Belegtes Brötchen
  • Zeitschrift zur Ablenkung
  • Weitere kleine Spontankäufe, die Sie sonst nie tätigen würden (Gummibärchen, Sonnenbrille usw.)

Davon abgesehen fallen Fahrtkosten wie Monatstickets für den ÖPNV oder Benzingeld an. Und selbst wenn Ihr Arbeitgeber einen Teil dieser Kosten übernimmt, erstattet dieser Ihnen weder die Zeit im Bus noch den Verschleiß Ihres Autos. All diese unnötigen Ausgaben entfallen im Home Office.

5. Ruhe vor den Mitarbeitern

Ein spanisches Bonmot lautet:

Fürchte den Stier von vorne, den Esel von hinten und die Kollegen von allen Seiten.

Der Plausch in der Teeküche mit Kollegen kann lustig, entspannend und inspirierend sein. Oder der absolute Horror, wenn Sie Thema dieses Plausches sind. Das Problem muss sich jedoch nicht nur auf Klatschtanten in der Teeküche beschränken: Selbst Kollegen, die Sie gern haben, können am Arbeitsplatz stören. Durch laute Telefonate oder Feixen mit anderen Mitarbeitern zum Beispiel. Oder wenn Sie ständig in belanglose Gespräche verwickelt werden.

Besonders lästig und sogar für die Gesundheit kritisch sind Großraumbüros. Hierzu ein paar Fakten, die nachdenklich machen:

Freelancer sind diesen Stressoren im Home Office glücklicherweise nicht ausgesetzt. Nun aber zu den Nachteilen, die mit der Arbeit von Zuhause ebenfalls einhergehen.

Nachteile

1. Isolation

Wohl eine der größten Herausforderungen des Heimbüros. Wir Menschen sind nicht dafür gemacht, den ganzen Tag ohne oder mit nur wenigen zwischenmenschlichen Kontakten vor einem Computerbildschirm zu verbringen.

Soziale Isolation ist daher eine nicht zu unterschätzende Belastung für Freelancer. Hierfür gibt es verschiedene Lösungsansätze: Von regelmäßigen Verabredungen mit Freunden und Gleichgesinnten kann auch das Haustier dem Gefühl der Einsamkeit und Isolation entgegenwirken.

2. Großer Abstand zum Unternehmen

Als Freelancer im Home Office sind Sie außen vor, was neue Entwicklungen im Unternehmen betrifft. Zwar werden Sie, wenn Ihr Ansprechpartner kommunikativ ist, regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht oder können selbst von Zeit zu Zeit durchrufen.

Allerdings entgehen Ihnen die wirklich heißen Tipps, welche Aufträge gerade umherschwirren oder welch spannende Schritte Abteilung X, Y gerade unternimmt. Oft rutschen Freelancer im Home Office aus diesem Grund in die Rolle des „Zuarbeiters“ und verpassen Wesentliches.

3. Hohe Ablenkungsgefahr

Die Waschmaschine piept, die Katze kratzt an der Tür, der Paketbote klingelt – im und rund um das Home Office herum gibt es eine Vielzahl von Störfaktoren, die Sie aus der Arbeit reißen können.

Doch nicht nur das: Zugleich sind Sie permanent den Versuchungen der digitalen Welt ausgesetzt: Über WhatsApp kommt eine neue Nachricht rein, Sie checken „mal zwischendurch“ Instagram und Facebook, klicken sich durch die Schlagzeilen der Online-Medien oder ertappen sich schon wieder dabei, wie Sie in Sonderangeboten Ihres Gamestores stöbern.

Da Sie im Home Office arbeiten, fehlen Kontrollinstanzen wie Vorgesetzte oder aber auch Kollegen. Dass Sie im bequemen Zuhause sitzen, erhöht also die Wahrscheinlichkeit der Ablenkung.

So würden Sie an einem Arbeitsplatz im Unternehmen eher nicht auf die Idee kommen, Video-Testberichte zu neuen PS4-Spielen zu schauen, oder? Zumindest nicht, so lange der Chef als Kontrollinstanz mit Ihnen im Raum ist.

4. Keine Trennung zwischen Arbeit und Freizeit

Freelancer im Home Office neigen dazu, ständig zu arbeiten, weil Arbeit und Freizeit räumlich nicht voneinander getrennt sind. Das Gehirn gewinnt keinen Abstand, beide Welten vermischen sich miteinander. Die Folge: Sie können nicht abschalten, kommen abends schwer zur Ruhe.

5. Stigmatisierung

Du arbeitest im Home Office? Hast du es gut!

Sätze wie dieser sind noch eher wohlmeinende, wenn auch recht spitze Bemerkungen von Kollegen. Denn insbesondere Angestellte, die damit hadern, jeden Tag im Unternehmen vor Ort arbeiten zu müssen, neigen dazu, nur die Sonnenseite der Home-Office-Arbeit zu sehen.

Davon sind übrigens auch Personaler nicht ausgenommen, die einem Bewerber fälschlicherweise Faulheit oder mangelnde soziale Kompetenzen unterstellen könnten, wenn dieser zuvor im Home Office tätig war.

Für Freelancer: Wann Sie im Home Office sein sollten und wann nicht

Im Folgenden sind die Vor- und Nachteile für die Arbeit im Home Office zusammengefasst.

  • Vorteile
  • selbstorganisiertes Arbeiten
  • viel Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten (Stichwort: Hochsensibilität)
  • keine Ablenkung durch Kollegen
  • Kosteneinsparung
  • Nachteile
  • soziale Isolation
  • großer Abstand zu Entwicklungen im Startup
  • hohe Ablenkungsgefahr (Social Media etc.)
  • fehlende räumliche Trennung zwischen Arbeit und Freizeit

Fest steht: Selbst für den größten Home-Office-Fan ist es sinnvoll, hin und wieder vor die Tür zu gehen. Und zwar aus diesen Gründen:

Networking

Ein starkes Netzwerk ist das Rückgrat Ihres geschäftlichen Erfolges. Und dieses Netzwerk bauen Sie mal nicht eben über ein paar Social-Media-Postings oder E-Mails auf. Verlassen Sie Ihr stilles Kämmerlein, um neue Kontakte zu knüpfen.

Richtig Networken - So bauen Sie sich als Freiberufler und Kleinunternehmer ein Netzwerk auf

Frische Luft und Bewegung

Sitzen Sie nicht nur in der Bude, sondern gehen Sie spazieren, statten Sie dem neuen Café um die Ecke einen Besuch ab und schauen Sie im nahegelegenen Gemüseladen vorbei. Auch wenn wir uns nicht stundenlang mit anderen unterhalten, tut es gut, unter Leuten zu sein und vor allem, den Körper an der frischen Luft in Bewegung zu bringen.

Pflege von Sozialkontakten

Ein Haustier kann, wie bereits angedeutet, den Aufenthalt im Home Office angenehmer gestalten. Aber den Kontakt zu Menschen nicht ersetzen. Selbst wenn Sie mit einem Partner zusammenwohnen, kann es nicht schaden, andere Personen zu treffen. Denn auf Dauer fühlt der Partner sich unter Druck gesetzt, wenn dieser allein für die Erfüllung Ihrer sozialen Bedürfnisse verantwortlich ist.

Das Home Office aus Sicht von Startups

Auch Unternehmen sehen im Home Office eine vielversprechende Option. So erwarten 43 Prozent der deutschen Betriebe, dass die Arbeit im Heimbüro in den nächsten fünf bis zehn Jahren zunehmen wird.

Home Office in Deutschland
Home Office in Deutschland
Screenshot: statista.com

Doch wie sinnvoll ist das Home Office für Startups und welche Nachteile gehen damit einher, wenn die Mitarbeiter von zu Hause aus tätig sind?

Vorteile

Damit Startups auf dem Markt bestehen können, müssen sie ihre Prozesse insbesondere in der Anfangsphase agil, flexibel und kostenschonend strukturieren. Soll heißen: Maximale Produktivität bei möglichst genau kalkulierbarem Aufwand. Daraus ergeben sich Vorteile aus Unternehmenssicht in Bezug auf das Home Office.

1. Kostenersparnis

Büroräume sind teuer, selbst wenn Sie nur 2-3 Angestellte beschäftigen. Dabei geht es nicht nur um die Miete allein, sondern auch um Arbeitsmittel, die Sie den Mitarbeitern zur Verfügung stellen müssen: Schreibtische, Computer, Telefone, Büroablagen, Fahrtaufwand etc. Hierbei können die Kosten schnell explodieren.

Genau das kann einem Startup jedoch den wortwörtlichen Strich durch die Rechnung machen. Wenn Sie die Arbeit stattdessen im Home Office der Beschäftigten auslagern, brauchen Sie als Unternehmer kein Büro zu unterhalten.

2. Flexibilität für Mitarbeiter

Die Arbeitswelt verändert sich: Immer mehr Menschen (nicht nur die Gen Y) wünschen sich flexible Arbeitsstrukturen, die eine Work-Life-Balance sicherstellen. Dabei geht es vor allem um Entlastung. So zeigt eine Studie von XING und Statista, dass Arbeitnehmer im Schnitt fünf Stunden weniger pro Woche arbeiten möchten.

Eine weitere Studie des Jobportals Monster in Zusammenarbeit mit der Universität Bamberg ergab, dass 86 Prozent der befragten Stellen- und Karriereinteressierten am liebsten in einem Unternehmen arbeiten, welches flexible Arbeitszeiten und Home Office ermöglicht. Ergo: Als Startup wirken Sie außerordentlich attraktiv auf Fachkräfte, wenn Sie diese Optionen anbieten.

3. Ruhe für den/die Gründer

Warum nicht selbst als Gründer auch im Home Office arbeiten und von all den bisher genannten Vorteilen profitieren? Denn auch sie sind nur Menschen und keine Arbeitsmaschinen. Für CEO, CFO usw. kann das Home Office weiterhin eine hervorragende Möglichkeit sein, Arbeit und Familienleben unter einen Hut zu bekommen.

Nachteile

1. Fehlende Überprüfbarkeit

Auch wenn der Ruf nach flachen Hierarchien immer lauter wird: Ein Mindestmaß an Einsicht in die Arbeit und Produktivität der eigenen Freelancer könnte so manchen Startup-Gründer vor der Pleite bewahren. Denn wie will der CEO nachvollziehen, ob der Freiberufler tatsächlich die Kundenakquise vorangetrieben hat? Oder die Zeit über stattdessen im Bademantel auf der Couch lümmelte?

Einige US-Plattformen nutzen zur Kontrolle Ihrer Freelancer eine Überwachungssoftware. So weit ist es in Deutschland zum Glück noch nicht gekommen. Und fraglich ist auch, ob sich Mitarbeiter hierzulande eine solche Dauerspionage gefallen lassen würden. Stattdessen setze viele Startups auf Tools für das Projektmanagement, die eine digitale Zeiterfassung (Stechuhr) beinhalten. Doch verhindern solche Tools nicht die Möglichkeit des Missbrauchs im Home Office.

Ein Lösungsansatz: projektbezogene Erfolgsmessung und bei Freelancern die Einigung auf klare, vorformulierte Angebote mit einem fest definierten Stundenkontingent sowie messbaren Ergebnissen.

2. Erhöhter Kommunikationsaufwand

Welchen Kunden sollten Frau Schmidt nochmal anrufen? Und wie war eigentlich der Stand bei Herrn Müllers Teilprojekt? Wenn Ihre Mitstreiter im Home Office arbeiten, können Sie diese nicht mal eben schnell an deren Schreibtisch besuchen oder sie zur Kurzbesprechung in Ihr Büro bitten. Auch die Planung von Team-Meetings gestaltet sich als kompliziert.

So bleiben Ihnen nur das Telefon, die Nutzung von Kollaborationstools wie Slack oder die klassische E-Mail übrig. Beim ersten und zweiten Kommunikationskanal kann es sein, dass Sie den Verantwortlichen einfach nicht erreichen. So kann die Antwort auf die Nachricht schon einmal 24 Stunden auf sich warten lassen. Beides wird durch die räumliche Distanz begünstigt und erhöht den Kommunikationsaufwand entsprechend.

Und auch ans Telefon bekommen Sie den Mitarbeiter nicht immer. Ergebnis: Mehrmalige Versuche, die Zeit kosten und den Workflow unterbrechen.

3. Ungleichbehandlung

Chef, wieso muss ich jeden Tag antanzen, während Kollege Meyer zu Hause bleiben kann?

Fragen wie diese können Unzufriedenheit auslösen und die Atmosphäre im Startup vergiften. Auch wenn Sie längst wissen, dass die Arbeit im Home Office nicht immer das Gelbe vom Ei ist, so dringt diese Erkenntnis nicht zu jedem vor. Stattdessen betrachtet so mancher Mitarbeiter das Home Office des Kollegen als Komfortzone. Im Bademantel auf der Couch lümmeln und so.

Das kann zu Missstimmungen im Team führen, die wiederum das Klima und die Produktivität zum Negativen beeinflussen.

4. Geringere Bindung der Mitarbeiter

Erfahrene Gründer wissen, wie wichtig es ist, eine Vision gemeinsam mit ihrem Team zu entwickeln. Schließlich steht und fällt der Unternehmenserfolg des Startups mit dem Engagement jedes Einzelnen. Dazu gehört insbesondere am Anfang die Extrameile statt Dienst nach Vorschrift, sprich: die eine oder andere Überstunde, eigenmotiviertes Arbeiten und das engagierte Einbringen frischer Ideen aus dem Team, um stetig besser zu werden.

Der Lohn ist gleichzeitig nicht zu unterschätzen. Denn guten Führungskräften ist bewusst, dass Mitarbeiter, die sich mit ihnen gemeinsam ins Zeug legen, entsprechende Honorierungen wie Karriereschübe, Incentives, Bonuszahlungen usw. verdient haben. Das Problem in Bezug auf das Home Office: Mitarbeiter sind hier vom Startup abgenabelt. Sie haben keinen oder kaum persönlichen Kontakt zu Kollegen und Entscheidern. Diesen bleibt dadurch die Chance verwehrt, Freelancer bzw. Angestellte im Heimbüro mit Inspiration „anzustecken“.

Entsprechend wenig Bezug haben die Home-Office-Kräfte zum Erfolg oder Misserfolg des Startups, was zum berüchtigten Dienst nach Vorschrift führen kann – wenn überhaupt!

Für Startups: Wann Sie das Home Office nutzen sollten und wann nicht

Auch hier zunächst eine kleine Auflistung der Vor- und Nachteile aus Sicht von Startups:

  • Vorteile
  • Kostenersparnis
  • kein Büro nötig
  • schnelle Konsolidierung von Projektstrukturen („In die Puschen kommen“)
  • attraktiv als Arbeitgeber
  • Nachteile
  • fehlende bzw. nur vage Überprüfbarkeit der Mitarbeiterleistung
  • hoher Kommunikationsaufwand
  • Gefühl der Ungleichbehandlung bei Mitarbeitern vor Ort in der Firmenzentrale
  • Gefahr von geringer Motivation durch physische und damit emotionale Distanz der Home-Office-Freelancer zum Startup

Anhand dieser kleinen Auflistung lassen sich ein paar Voraussetzungen für eine sinnvolle Home-Office-Nutzung ableiten:

1. Sie können Ihren Mitarbeitern vertrauen

Bieten Sie jedem Mitarbeiter, bei dem es sich innerhalb seines Aufgabenbereiches umsetzen lässt, das Home Office auf Probe und mindestens für einen Monat an. Danach wird, falls das Experiment erfolgreich verläuft, über längere Zeiträume entschieden. Aber gehen Sie vorab mit jedem Mitarbeiter ins Gespräch, um gemeinsam mit ihm herauszufinden, ob die Heimarbeit überhaupt zu dessen Persönlichkeitsstruktur passt.

2. Sie müssen schnell und agil starten

Sie haben kein Geld für Büroräume? Dann ist das Home Office die erste und vorübergehend die einzige Wahl, um Ihr Startup aufzubauen. Später können Sie immer noch eine Zentrale einrichten.

3. Sie wollen junge Fachkräfte ansprechen

Ob jung oder alt: Das Home Office wird immer beliebter. Reagieren Sie daher flexibel auf den New-Work-Trend und bieten Sie das Home Office an, um als Arbeitgeber noch interessanter zu werden.

Fazit

Das Home Office bietet Freelancern und Startups Chancen, aber auch Nachteile, die vor allem in der komplexeren Kommunikation begründet liegen. Denn ob Unternehmer oder Freiberufler: Letztlich sind wir Menschen, die in der Regel am liebsten gemeinschaftlich arbeiten. Nur lässt sich diese Gemeinschaft schwer über physische Distanz herstellen. Wer das Home Office in seine Arbeitsstrukturen integriert, sollte sich daher um den persönlichen Kontakt zu den beteiligten Mitarbeitern, respektive zu den Auftraggebern und anderen Businesskontakten bemühen. Dann ist dieses noch recht junge Modell eine gute strukturelle Grundlage für den Erfolg.

Checkliste

Freelancer

Welcher Arbeitstyp sind Sie?

Sorgen Sie gut für sich?

Pflegen Sie soziale Kontakte?

Startups

Welche Vorteile versprechen Sie sich von der Option Home Office?

Haben Sie auch die Nachteile im Blick?

Mithilfe dieser Checkliste sowie den Tipps und Ratschlägen von trusted.de werden Sie die richtige Entscheidung in Bezug auf das Home Office treffen. Viel Erfolg dabei!

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