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Freitag, 12 Juli 2019
6 Minuten Lesezeit

6 Tipps, wie sich Freelancer aufstellen sollten und wirklich vermittelt werden

Thomas Maas
CEO von freelancermap von trusted

Im Vergleich zum Alltag im Angestelltenverhältnis gestaltet sich das Freelancer-Dasein in vielerlei Hinsicht deutlich anders. Viele Selbstständige waren früher einmal festangestellt, doch eines bleibt häufig trotz langjähriger Erfahrung: Das „Hamsterrad-Denken“. Dieser Fehler hindert Freelancer oft am Erfolg und bringt Unzufriedenheit mit sich – finanziell sowie emotional. Thomas Maas, CEO von freelancermap, teilt aus diesem Grund wertvolle Tipps aus dem Freelancer-Kompass und Recruiter-Kompass, die Freiberuflern helfen sollen, sich optimal auf dem Markt aufzustellen und wirklich vermittelt zu werden.

    Hierauf sollten Freelancer achten

    #1 Vermeidet die Stundensatz-Problematik

    Geschätzt ist nicht gerechnet – viele Freelancer überschlagen die Zeit und Kosten, die sie für ein Projekt benötigen, nur grob. Stundensätze legen sie dabei oft eher Pi mal Daumen fest, statt konkret zu planen. Das führt dazu, dass diese häufig zu niedrig oder zu hoch kalkuliert sind - beides kann auf Recruiter gleichermaßen abschreckend wirken. Unterdurchschnittlich geringe Stundensätze erscheinen unseriös, denn sie suggerieren dem Suchenden eine minderwertige Qualität der Dienstleistung. Zu hohe Preise hingegen passen gegebenenfalls nicht in das Projektbudget der auftraggebenden Unternehmen. Dennoch gehören zu niedrige Stundensätze in der eigenen Retrospektive zum häufigsten Fehler von Freelancern.

    Tipp: Werft einen Blick auf die Preise von Konkurrenten und erfasst den genauen Zeitaufwand für eure bereits absolvierten Projekte. So könnt ihr euch gründlich auf Preisverhandlungen vorbereiten und Kosten vor potenziellen Kunden rechtfertigen. Argumentiert mit dem Nutzen für euren Kunden statt mit dem für euch entstehenden Aufwand! Wichtig ist es außerdem bei der genauen Kostenaufstellung nicht die Miteinberechnung von Sozialabgaben, Gewerbe- und eventuell anfallender Umsatzsteuer zu vergessen.

    Diese “Fehler” machen Freelancer häufig
    © freelancermap.de - Diese “Fehler” machen Freelancer häufig

    #2 Erhaltet eure Work-Life-Balance

    Die Balance zwischen Arbeit und Privatleben zu finden, ist vor allem im Zeitalter der Digitalisierung immer schwieriger, denn das Handy klingelt auch nach Feierabend und die Versuchung „noch schnell“ die Mails zu checken ist groß. Als Freelancer gestaltet sich das Halten der Work-Life-Balance noch komplizierter, denn das Home Office macht den Wohn- zum Arbeitsort. Die Befragten des Freelancer-Kompass geben, neben der Akquise neuer Projekte, die Trennung von Beruf und Privatleben als größte Herausforderung des Selbstständigen-Daseins an.

    Tipp: Schafft euch ein Diensthandy an und behandelt es auch wie eins: Kommuniziert euren Kunden, sowohl persönlich als auch auf der Webseite und Visitenkarte, die Geschäftsnummer und die zugehörigen Sprechzeiten, und schaltet es nach Dienstschluss konsequent ab. So könnt ihr euch geregelte Arbeitszeiten setzen und dementsprechend feste Zeiten für private Termine schaffen. Sorgt zudem für eine klare räumliche Trennung zwischen Job und Privatleben, indem ihr euch einen festen Arbeitsplatz einrichtet, der alle nötigen Arbeitsmaterialien und -unterlagen beherbergt. Beim Verlassen des heimischen Büros macht der Feierabend doppelt Spaß!

    Diesen Herausforderungen stehen Freiberufler oft gegenüber
    © freelancermap.de - Diesen Herausforderungen stehen Freiberufler oft gegenüber

    #3 Vergesst euren Urlaub nicht

    Freelancer arbeiten im Schnitt 45,55 Stunden pro Woche. Bei diesem Arbeitspensum ist es wichtig die eigene Erholung nicht aus den Augen zu verlieren. Auch hier darf ein Freelancer nicht wie ein Angestellter denken: Urlaub muss nicht nur zeitlich, sondern vor allem finanziell eingeplant werden.

    Tipp: Für Freischaffende bedeutet Urlaub in den meisten Fällen Vorarbeit. Um nicht in letzter Sekunde in Stress zu geraten, lohnt sich eine sorgfältige Planung hinsichtlich der arbeitsfreien Tage im Voraus. Neben der zeitlichen Koordination darf auch die Budgetplanung nicht zu kurz kommen, da ihr in dieser Zeit – anders als Angestellte – kein Einkommen generiert. Ein beliebter Trick bei Selbstständigen ist dafür das Anlegen eines Urlaubskontos, wobei sich die Höhe der Einzahlung nach den Urlaubsplänen richtet. Sprecht eure Abwesenheit unbedingt rechtzeitig mit euren Kunden ab und richtet für sonstige Anfragen Abwesenheitsnotizen für eingehende E-Mails und Anrufe ein.

    Hierauf achten Recruiter

    #1 Füllt euren Lebenslauf und konzentriert euch auf relevantes Know-how

    Es ist kaum überraschend, doch das wichtigste Kriterium für die Auswahl eines Freelancers ist das Know-how. Die fachliche Qualifikation geht dabei aus der Skill-Liste eines Bewerberprofils oder aus seiner im Lebenslauf beschriebenen praktischen Erfahrung und Ausbildung hervor. So können Recruiter entscheiden, ob ausreichend Fachkenntnisse für die entsprechende Position vorhanden sind. Wichtig für ein überzeugendes Auftreten ist folglich ein aussagekräftiger Lebenslauf, in dem die relevanten Kernkompetenzen und Praxiserfahrung auch für Außenstehende möglichst schnell und deutlich ersichtlich werden.

    Tipp: Investiert eure wertvolle Zeit in ein vollständiges und aussagekräftiges Curriculum Vitae, denn es lohnt sich! Haltet euren Lebenslauf immer aktuell und arbeitet für eine intuitive Wahrnehmung des Inhalts visuell. Dies ist beispielsweise bei Sprachkenntnissen, Software- und Programmierskills von Vorteil und zeigt das Niveau der Qualifikation in Balken- oder Kreisdiagrammen.

    Der erste Eindruck ist entscheidend!
    © freelancermap.de - Der erste Eindruck ist entscheidend!

    #2 Seid ihr verfügbar, dann zeigt das auch!

    Freelancer werden von Auftraggebern für einen festgelegten, begrenzten Zeitraum gesucht. Einen zeitlich bereits verhinderten Freelancer zu kontaktieren, bedeutet also wertvolle Zeit zu verschenken. Aus diesem Grund achten Recruiter während der Suche besonders auf die Verfügbarkeit von freien Mitarbeitern. Wenn sie in den Unterlagen eines potentiellen Kandidaten schnell freie Kapazitäten erkennen, steigt schon allein die Wahrscheinlichkeit der Kontaktaufnahme deutlich. Das bedeutet im Umkehrschluss: Freelancer, die bereits in Projekte involviert sind und das nach außen signalisieren, haben zwar geringere Chancen bezüglich einer aktuellen Vakanz, profitieren aber langfristig davon, dass Recruiter verlässlich mit ihnen planen können.

    Tipp: Zeigt eure Verfügbarkeit mithilfe von Statusmeldungen auf Plattformen an. Die meisten Portale und Netzwerke für Freelancer bieten die Möglichkeit, die Angaben zu Kapazitäten tagesaktuell anzupassen und sie beispielsweise mit Profilbeschreibungen wie „an neuen Aufträgen interessiert“ zu versehen. Auch konkrete Suchanfragen signalisieren Recruitern Freiräume für neue Projekte.

    #3 Reaktion trifft Ausdruck: Antwortet schnell und orthographisch korrekt

    Die Art, wie ein künftiger Mitarbeiter im Auswahlprozess und der Zusammenarbeit kommuniziert, kann Auftraggeber umdenken lassen. Dazu gehören, neben der Ausdrucksweise und dem entgegengebrachten Verhalten, auch Orthografie und Grammatik. Respektloses und unprofessionelles Auftreten, ganz gleich ob in Mails, Telefonaten oder im persönlichen Gespräch, sind neben sprachlichen Defiziten ein absolutes No-Go für Recruiter. Mangelhafte Kommunikationskompetenzen eines Freelancers können Rückschlüsse auf die Qualität der Zusammenarbeit geben und schrecken deshalb ab.

    Tipp: Antwortet jedem Recruiter adäquat und respektvoll, achtet auf eine ordentliche Ausdrucksweise und seid dabei authentisch. Freundliche Gespräche können das Interesse von Recruitern wecken und einen nachhaltig positiven Eindruck hinterlassen. So steht einer künftigen Zusammenarbeit – und ggf. Folgeaufträgen – nichts mehr im Weg.

    Diese Ausschlusskriterien können einen Freelancer den Auftrag kosten
    © freelancermap.de - Diese Ausschlusskriterien können einen Freelancer den Auftrag kosten

    Fazit

    Ganz gleich ob ihr als Neulinge oder schon länger im Projektgeschäft aktiv seid – das Berufsleben als Freelancer bringt andere Herausforderungen mit sich als das Angestellten-Dasein. Jeder Weg ist individuell, jedoch können die Tipps aus dem Freelancer-Kompass und Recruiter-Kompass eine Hilfestellung geben und euch zu Erfolg verhelfen: Hört auf eure eigenen Bedürfnisse, indem ihr eure Work-Life-Balance findet und ausreichend plant und schaut ab und an durch die Brille des Recruiters. So seid ihr durch einen Mittelweg aus euren Wünschen und den der HR-Experten optimal auf dem Markt der Aufträge gerüstet und werdet wirklich vermittelt.

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