Was ist an einem Reise-Sprachkurs wichtig?
Ein Sprachkurs, der Sie auf eine Reise oder den Urlaub vorbereiten soll, muss vor allem eins sein: effektiv. Hier geht es nicht darum, die Sprache mit all ihren Strukturen und Facetten, Grammatik- und Syntaxregeln zu verinnerlichen, sondern möglichst schnell einen gesprächsbereiten Wortschatz und die wichtigsten Alltagsfloskeln zu beherrschen. Ziel ist es, sich zu begrüßen und vorstellen zu können, im Hotel und Restaurant zurechtzukommen, Passanten nach dem Weg zu fragen (und die Antwort zu verstehen) und mit den “Locals” ein halbwegs sicheres Gespräch zustande zu bekommen.
Ein Sprachkurs für Reisen oder für den Urlaub sollte also:
- Den wichtigsten Grundwortschatz vermitteln
- Die wahrscheinlichsten Sprechsituationen abdecken
- Aussprache und Hörverständnis einschließen
Wortschatz und Vokabular - Wie viele Wörter brauche ich?
Einen Wortschatz aufzubauen, mit dem Sie ein gelungenes Gespräch führen können, ist einfacher, als Sie vielleicht denken. Eine Studie von Mark Davies (Brigham Young University in Utah) stellt fest, dass in vielen Sprachen wie Spanisch, Englisch oder Deutsch die 1.000 häufigsten Vokabeln bereits ausreichen, um zwischen 80 und 90 Prozent der gesprochenen Konversation zu begreifen. Das ist für muttersprachliche Verhältnisse ein verschwindend kleiner Wortschatz, der aber viel nützt. Ein Sprachkurs, der Sie optimal für alltägliche Gespräche im Reiseland vorbereiten will, sollte Ihnen also mindestens diesen Grundstock an Vokabeln vermitteln.
Nehmen wir an, Sie lernen pro Tag 10 neue Vokabeln; dann haben Sie den wichtigsten Grundstock schon innerhalb von rund 3 Monaten gemeistert, und können so auch relativ kurzfristig vor Ihrer Reise mit dem Lernen beginnen. Viele der von trusted verglichenen Sprachlernapps haben genau dieses Ziel. Mondly beispielsweise vermittelt in seinen Standard-Lektionen die 5.000 häufigsten Vokabeln (plus/minus, je nach Zielsprache). Und auch Babbel konzentriert sich in den Anfänger-Lektionen stark auf einen sicheren Standard-Wortschatz.
Sprechsituationen - Auf welche Gespräche stelle ich mich ein?
Ein Reise-Sprachkurs sollte außerdem situationsorientiert arbeiten. Es nützt Ihnen nichts, nur stumpf Vokabeln und Sätze auswendig zu lernen, wenn Sie diese dann nicht zur Anwendung bringen können. Hier ist der Kontext entscheidend. Wichtige Vokabeln und Floskeln für typische Urlaubssituationen sollten im Vordergrund Ihres Sprachkurses stehen - zusammen natürlich mit grundlegenden Gesprächssituationen wie Gespräche über die Uhrzeit, den Weg von oder zu einer Sehenswürdigkeit, etc.
Viele moderne Sprachkurse bieten Lektionen und Lernspiele für genau diese Situationen an. Bei Babbel beispielsweise bestehen die ersten beiden Lektionen des Anfänger-Kurses “Englisch” nicht aus drögen Grundlagenübungen, sondern orientieren sich an realen Sprechsituationen; hier lernen Sie, sich vorzustellen, sich mit anderen zu verabreden, im Restaurant oder Cafe zu bestellen oder über Ihre Hobbys, Ihre Herkunft und Ihre Familie zu plaudern. Ähnlich bei Mondly, Lingualia oder Busuu; auch hier lernen Sie größtenteils situationsbedingte Sätze und Vokabeln.
Aussprache/Hörverständnis - Wie klingt die Sprache eigentlich?
Last but not least sollte der gewählte Sprachkurs nicht nur graue Theorie beinhalten, sondern auch die Aussprache und das Hörverständnis schulen. Vokabeln nur auf dem Papier gepaukt zu haben ist für den Gesprächsalltag vergebene Liebesmüh. Sie müssen auch wissen, wie die Vokabeln klingen und wie sie richtig ausgesprochen werden. Das ist vor allem bei Sprachen wichtig, deren Aussprache sich stark vom geschriebenen Wort unterscheidet - wie beispielsweise Französisch - oder bei Sprachen, deren Aussprache sich nicht aus dem Geschriebenen herleiten lässt, weil sie ein anderes Alphabet haben.